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Freitag, 8. November 2013

# Playlist - Woche 44''13'''

Kalenderwoche 44:


Einzigartige Künstler: 281
Gesamte Titel: 579
Insgesamt gespielt: 617


1. Iced Earth 21
2. Katatonia 16
3. Cryptic Wintermoon 13
4. Agalloch 11
4. Swallow the Sun 11
6. AtomA 10
7. Moonspell 9
7. Draconian 9
9. In Flames 6
9. Insomnium 6
9. Ektomorf 6
9. Isole 6
9. Agrypnie 6 



Vorne weg wieder meine beiden Lieblingsbands, welche sich dieses Jahr ein verdammt enges Kopf an Kopf Rennen um den ersten Platz der jährlichen last.fm Charts liefern. Auf der drei mit Cryptic Wintermoon der Newcomer des Aprils, eine deutsche Black Metal Band welche man sich eigentlich immer geben kann.

Agalloch gehört defintiv auch zu den wichtigen Bands (Platz 20) und war für mich früher unverzichtbar beim Zeitung austragen, Gedichte schreiben oder sonstigem winterlichen Sinnieren. Eine wunderbare Mischung aus Doom, Folk und Black Metal. Atmosphärsch praktisch unschlagbar und definitiv Musik für die kalte Jahreszeit und diese, man hört es munkeln - steht praktisch vor der Tür.

Swallow the Sun musste nach dem wirklich überraschend tollen Konzert natürlich noch mal nachgehört werden.

Moonspell ist auch eine erwähnenswerte, portugiesische Band (Platz 13), ebenso die deutsche Black Metal Band Agrypnie (Platz 11) welche ich hier schon anhand eines CD Reviews vorstellte, was nach wie vor die Spitzenposition inne hält. Vielleicht verlier ich ein ander mal mehr Worte darüber.

Hervorsticht aber auf jeden Fall Isole. Zwar dürfte den klassischen Doomern zu Gute kommen, dass ingesamt nicht so viele Titel gehört wurden, normalerweise teilen sie das Schicksal vieler Doom Bands mit wenigen und dafür langen Songtiteln, aber heuer hat es zumindest in die erweiterte Top10 gereicht. Mit einem Minium an bzw. gar keinen Growls sondern prägnantem Klargesang schafft es die Band zu überzeugen und dabei interessante Lieder zu komponieren, denn mit Monotonie zu langweilen.

Neben Agalloch mal mein Spontantipp der Woche für geneigte Zuhörer.

Samstag, 8. Dezember 2012

Into Darkness 2012 – 14ter November @ Batschkapp Frankfurt



Da war sie also, die vielgepriesene zweite Chance – nachdem sich die Batschkapp bei ihrem Debütbesuch unter aller Möhre präsentiert hat. Das Line-up war allerdings vielversprechend, der Preis okay und der Durst nach Live Musik ungestillt. Also Karten gekauft…

Los ging die wilde Sause schon irgendwann um ca. 19 Uhr, die erste Band welche Scar of the Sun gewesen sein müsste, verpassten wird daher leider, waren allerdings pünktlich zu Lake of Tears am Start.

Lake of Tears hatten mich erst vor Kurzen ordentlich geschockt, als ich bei der wenige Tage vorher stattgefundenen Plattenbörse in ihr neues Album reinhörte. Das klang, ganz, ganz, ganz anders als die genialen „Greater Art“ und „Headstones“ Alben, welche ich erfreulicherweise mein eigen nennen darf. Es muss irgendetwas aus der neueren Ära gewesen sein, was die Schweden anfangs zockten – ich tat mir auf jeden Fall recht schwer Zugang zu finden.
Als dann aber doch die alten Klassiker ausgepackt wurden, hatten sie mich ebenso wie das anfänglich leicht verhaltene Publikum. Die Band ist nicht wirklich hart oder sonderlich ausgefallen, versteht es aber mit einer sehr eingängigen, faszinierenden und fesselnden Melodieführung zu gefallen. Sowohl als auf Platte, als auch live.
Wenn man den holperigen Start weglässt, ein rundum gelungener Auftritt.

Danach folgten die finnischen Death/Doom Meister von Swallow the Sun, welche ich mittlerweile und bislang als einzige Band schon fünf (5x!) live gesehen habe. Und ihr bester Auftritt war es mitnichten. An den emotional tiefschürfenden Gig auf dem Summerbreeze 2010 werden sie aus meiner Sicht sowieso nie mehr herankommen, aber auch so war der Sound nicht 1A. Die Vocals in den tiefen Growls etwas zu gedämpft, wohingegen die Black Metal Screams voll und ganz überzeugen konnten. Der Auftritt war gut, was aber nur marginal befriedigend ist wenn man weiß, sie können es besser.

Danach kam Sido mit seiner Maske auf der Bühne. Pardon Fernando. Die Portugiesen um Moonspell legten ordentlich los und demaskiert konnten sie noch mehr überzeugen. Die Setlist war breit gestreut von alten bis neuen Liedern, wobei die ruhigere Gothic – fast schon Rocknahe Phase – recht kurz gehalten wurde. Das machte aber nicht wirklich etwas aus, denn der kräftige und druckvolle Sound wusste voll und ganz zu gefallen. Ein sehr energiegeladener und sympathischer Auftritt und damit war mein Headliner des Abends vorbei.

Pain waren nur noch ein extra was sie aber gekonnt dementieren konnten. Denn die Leistung welche sie abzuliefern im Stande waren, lässt solch Geringschätzung im Nu verpuffen. Die Stilrichtung war komplett anders, der Industrialeinschlag zwar nicht ganz so stark wie ich es mir gewünscht hätte, aber prinzipiell tanzbar – auf jeden Fall bewegungsintensiv. Der Auftritt machte einfach Spaß und die letzten Kraftreserven wurden gekonnt geplättet.

Und es hätte alles so schön sein können. Preise zwar teuer, Bedienungen aber sogar freundlich, Sound klasse, der Abend zügig durchgezogen aber trotzdem lange genug – es sah fast schon nach harmonischer Versöhnung aus; aber man musste ja fast schon wieder rausgejagt werden. Diese Abbaumentalität ist bei allem Verständnis absolut unhöflich, liegende Menschen fast schon wegzukehren eine Frechheit und die präventive Flucht in den Club 11er ein Armutszeugnis. Klar hat der Club die Bands und Namen um sich dies leisten zu können, ein fader Beigeschmack bleibt aber und viele tolle Sachen zieh ich schon gar nicht mehr in Erwägung. Das ist schade, aber definitiv hausgemacht und scheinbar Gang und Gebe.