Dienstag, 13. Oktober 2026

@2_PlayList: Wolves In The Throne Room - Two Hunters

11.10.2026:

Eigentlich wäre heute ja kein neues Album dran gewesen, aber in zwei Wochen ist die Band auf Deutschlandtour und es reizt mich durchaus, vielleicht wegen dem Namen und den Lobeshymnen die allerorts zu hören sind, denn mehr als der Name kenne ich bislang ehrlich gesagt noch nichts, dennoch hatte ich mir vor fast 5 Jahren schon vorliegendes Album gekauft und das war jetzt die Gelegenheit, mit dem stetig auf später schieben zu brechen.

Ich war fast schon soweit das ominöse USBM Label als Gegenentwurf zur europäischen Version weit von mir zu stoßen a là "damit kenne ich mich wirklich nicht aus" - aber das stimmt so nicht ganz, kenne dann doch schon einiges, sei es Judas Iscariot, Xasthur, Nachtmystium oder Deafheaven und Agalloch - auch wenn ich die musikalisch nicht alle in Reihe stellen würde, da gibt es schon immense Unterschiede.

Letztere Band könnte ein guter Referenzpunkt sein, der Sound ist sehr groß, ruhig, malerisch, vergisst aber auch nicht zwischendurch aufs Gaspedal zu treten und einfach nur Black Metal zu spielen. Aber im Hintergrund schwingt immer noch ein mögliches Epos mit, das jederzeit in der großen Soundkulisse anschwellen kann. Trotzdem ist das Album UNMÖGLICH nach einem Durchgang zu ergreifen, schnöde 4 Songs sind darauf enthalten, das kürzeste geht knapp 6 Minuten, das längste bisschen über 18 Minuten und schon ist eine dreiviertel Stunde gefüllt.

Keine Musik die meine last.fm Charts oben dominieren wird, nicht mehr - Agalloch hatte 17 Jahre Vorsprung, 6 Veröffentlichungen im Rennen und damals schlicht bedeutend weniger Konkurenz im Wettkampf der täglichen Aufmerksamkeit, mit vertauschten Rollen, sicherlich denkbar. Aber ich sehe großes Potential zu wachsen und sich positiv im Gedächtnis festzusetzen.

*** (G) = Solide, Grower

 

Montag, 12. Oktober 2026

@2_PlayList: Convictive - Blutnacht (2015)

07.10.2026:

Anfang 2016 konnte ich die Band damals in Darmstadt in der Oettinger Vila live sehen und war begeistert, mich ärgert es ungemein, dass ich damals meine knapp 1 minütige Filmaufnahme leider aufgrund eines defekten Handys und/oder einer gescheiterten Datenübertragung verloren hatte, denn es war perfekt was Position, Winkel, Licht und Nebel anging. Hier singt zudem auch noch die alte Sängerin, ich war auf jeden Fall vom Konzert restlos begeistert und hab mich auch am Merch Stand bedient.

Die Blutnacht EP umfasst 3 Songs, ggf. hier oder später kaufte ich für einen guten Freund noch "Demo 2015" und ließ sie signieren um sie als Geburtstagsgeschenk zu verschenken. Da damit eh nichts mehr OVP war, wanderte diese CDs zufällig noch viel zu nah an meinem PC vorbei und wurde noch schnell in mp3 umgewandelt.

Auf der Demo 2015 war enthalten: Die Blutnacht EP + zwei Songs und ein weiterer vierter Song in der Liveversion. Daher verzichte ich hier bewusst auf die "Ersteindruck"-Bewertung, da ich die Songs jetzt schon seit über 9 Jahre kenne und dem ersten Song sogar ein seltenes last.fm Herz vergab.

Klar ist der Sound nicht auf hochglanz poliert sondern eher ein rauer, melodischer Black Metal mit dem Charme den Bands eben haben, wenn sie gerade erst am Anfang ihrer Karriere stehen. Kann nicht ganz mit dem wirklich grandiosen Liveerlebnis mithalten, aber ist gut - auch ohne Wertung. 

Sonntag, 11. Oktober 2026

@2_PlayList: Elfmorgen - Wenn Wir Nicht Zwei Sind (2011)

07.10.2026:

Ich bin ehrlich gesagt nicht soo der große Deutschrock Fan - vieles klingt mir da zu generisch oder beliebig. Elfmorgen lernte ich über meine zweite Freundin kennen, die mir auch ein Lied davon einsang und ja die Band hebt sich angenehm vom Kross ab, der Sänger hat ein markantes Organ. Das erste s/t Album von 2006 kannte ich schon und wahrscheinlich ist dieser persönlich-nostalgische Bezug ein weiterer Pluspunkt, der mich hier ein positives Fazit ziehen ließ.

Grundsätzlich viel anders klingt das zweite Album nicht, hat durchaus ähnliche Strukturen und trotzdem zieht das leider viel, viel weniger. Klar, auch eine andere Zeit und andere Umstände und es ist per se keine schlechte Musik, die Texte sind ebenfalls kreativ aber damals hatte es für mich persönlich zusätzlich eine spezielle Magie und da ich hier ja alles maximal subjektiv bewerte, sei mir verziehen, das gemessen an der vielleicht zu hoch angesetzten Erwartung, dies diesmal für mich, wenngleich auch mit Steigerungspotential eher entäuschend war.

* (G) = Enttäuschend, Grower