Sonntag, 27. September 2026

@2_PlayList: The Shadows - Dancing In The Dark (1989)

27.09.2025:

Heute mal wieder ein Raubzug durch die elterliche CD-Sammlung, die mir früher endlos groß erschien - heute verglichen mit meiner enormen Bibliothek aber gemütlich an einem Wochenende durchhörbar scheint, da wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch beim Buchstaben A.

Wir haben hier eine reine Instrumental Band die sich in einer sehr eigenwilligen Art und Weise im Pop/Rock definiert. Die Gitarren und der Sound allgemein klingen extrem ungewohnt, bisweilen muss ich da an so Entspannungs CDs denken (das Cover würde da aufjeden Fall reinpassen) wo auch irgendwelcher Musiker zum Broterwerb den Soundtrack beisteuern und damit, egal ob qualitativ gut oder schlecht, namens- und gesichtslos bleiben. Das ist oft schade um Ansätze oder Melodien, die in einem ernsteren Kontext durchaus Potenzial für mehr hätten.

Hier scheint das aber Absicht zu sein und ich würde auch keinesfalls unterstellen, dass da alles lieblos runtergedudelt wird, auch wenn vieles unauffällig durchläuft - es ist ja in der Tat angenehm zu hören und z.B. mit "I will return" oder "Mountains Of The Moon" gibt es durchaus Songs die vom verträumten umherschweifen aufhorchen lassen, das sind gute, interessante Melodienbögen wo ich dann auch nicht weiß, ist das gecovert, irgendwoher kenne ich das - von früher? Oder doch eine Eigenkomposition die bekannt ist? Zumindest den Anschein erweckt? Auf jeden Fall nicht schlecht ist.

In der Tat kannte ich die Band offensichtlich schon, wie mir last.fm verriet und zwar ist die Band mit 3 Songs auf dem "More 60s - 144 Greatest Hits of the 60's" vertreten.

Abschließend sei gesagt, die Musik ist okay aber kann ruhig im Hintergrund laufen weil sie nicht auffällt oder stört. Künstlerisch ist mir das aber wieder zu schwach, auch wenn wir noch nicht ganz auf Lounge Niveau sind - aber weit davon entfernt leider auch nicht. Mehr positive Ausreißer und es wäre mehr drin gewesen.

** = Durchschnitt  

Samstag, 26. September 2026

@2_PlayList: Carlights - Palm City (2020)

26.09.2026:

Mit Palm City jetzt schon das dritte Album von Carlights, Florida Dreams und Summer Connection befinden sich schon etwas länger in meiner Playlist. Das Problem ist nur, sie fallen darin kaum auf - weder positiv noch negativ und hier reiht sich vorliegende, digitale Veröffentlichung nahtlos ein.

Ruhig angenhem hörbarer Synthwave ohne große Ecken und Kanten. Kann man gut im Hintergrund hören, für den Vordergrund wurden mir Dutzende spannendere Bands einfallen.

Nicht falsch verstehen, die Musik ist nicht schlecht aber leider auch nicht mehr als...

** = Durchschnitt  

Freitag, 25. September 2026

@2_PlayList: (V.E.G.A.) - Cocaine (2002)

25.09.2026:

Eine wirklich krude CD die kein Mensch kennt, ich mir aber bewusst bei Northern Silence relativ günstig aus reiner Neugierde geschossen habe. Vom Bandname über das Cover bis zum Booklet ist alles relativ seltsam, soll angeblich Black Metal aus Italien sein - wo sich tatsächlich eine größere Szene befindet als man auf dem ersten Blick denkt und dann gibt es noch (V.E.G.A.).

Weitere Recherchen spülen noch sowas wie Industrial Black oder Dark Ambient als Vorschlag an und irgendso eine krude Mischung ist es dann auch. Ich kenne Vertreter wie Blacklodge oder wüste Klopperein wie die Franzosen von Helel oder Diapsiquir um was ganz verrücktes in die Runde zu werfen. Das ist anstrengend, kann mitunter aber auch die Mühe wert sein sich da reinzufuchsen, oder leider überhaupt nicht zünden.

Ob der Album unter Konsum des namensgebendenen Mittel entstand ist, ist nicht überliefert und darüber kann nur spekuliert werden, ein bisschen zerfahren ist das Album aber definitiv, fängt wahnhaft mit komischen Sampels an, fängt sich zwischenzeitlich erstaunlich gut und macht dann was es will, meist wird das Gaspedal ordentlich durch gedrückt.

Hier hätte ich mich aber gerne ein bisschen Emotionalität gewünscht, wenn es mich schon nicht ergreift, sollte es wenigstens hasserfüllt oder dergleichen sein um der Raserei auch stimmungstechnisch etwas Tiefe zu geben. Das ein mal tatsächlich ein bisschen Industrial gestreift wird, vermerke ich positiv, hat aber auf Albenlänge nicht wirklich relevanz.

Keine Ahnung ob das Album nach mehreren Durchgängen sich zu entfalten vermag, allein mir fehlt der Glaube ein Grower zu sein.

** = Durchschnitt