Sonntag, 13. September 2026

@2_PlayList: Deathstars - Everything Destroys You (07.09.26)

Manchmal gibt es Bands die einen relativ großen Namen haben, die ihr Abo in den Printartikeln und auf Festivalbühnen gebucht haben, allgegenwärtig sind und dann irgendwann einfach wieder verschwinden, ohne großen Skandal oder Knall. Alternativ kurz davor waren, die nächste große Nummer zu werden und dann aber unterwegs vom Weg abkamen oder in Vergessenheit gerieten.

Deathstars waren vielleicht noch nicht der ganz große Headliner, aber Mitte/Ende der Nullerjahre definitiv auffallend mit ihrem eigenem Mix aus Gothic/Industrial/Synthiesound und einem Schuss Marilyn Manson. Dazu eine auffallende Optik und Ästhetik, erinnerungswürdige Refrains und auch Live wusste die Band durchaus zu überzeugen - alle Optionen lagen offen.

Aber dann kam nichts, nach dem wichtigen 3. Album und sein Standing zu zementieren war 5 Jahre Sendepause und zum 5ten, dem hier vorliegenden Album nochmal geschlagene 9 Jahre. Positiv zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an. Negativ zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an.

Viele werden sehnsüchtig genau darauf gewartet haben und die erhalten auch genau das was gewünscht war, auf der anderen Seite hat sich die Welt inzwischen einige male gedreht. Sicherlich, auch ich habe mir das Album beim Durchstöbern gegriffen, weil ich ungefähr wusste, was mich musikalisch erwartet, weil man schon lange nichts mehr gehört hat davon, aber auch - um zu schauen, was inzwischen mit der Band passiert ist.

Sie waren mal kurz wieder da um zu beweisen, dass sie es immer noch genauso können wie damals.
Handwerklich passt dies alles, einzig der frische Impuls von damals ist inzwischen gealtert und nicht mehr neu.

***  = Solide 

Samstag, 12. September 2026

@2_PlayList: Gorgoroth - Ad Majorem Sathanas Gloriam (02.09.26)

Ganz vergessen, das neue Format ist für mich ja auch noch relativ neu und von Routine kann man noch lange nicht sprechen, das einzig bekannte ist bislang mein chronischer Rückstand. Heute ein Album von externer Quelle, morgens während der Autofahrt zur Arbeit gehört.

Gorgoroth - letztes Jahr(?) erst live auf dem Dark Easter gesehen, die "Pentagram" und "Under the Sign Of Hell (Re-Release 2005) befinden sich schon in meinem Besitz und sind schon Teil meiner Playlist und ja, sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich was besonderes und für mich persönlich durchschnittlicher, gefälliger Black Metal. Wenn man skandalöse Bühnenshows abzieht, ist mir das rein musikalisch zu harmlos oder alternativ, emotional zu gleichgültig. Also ob des Namens, nicht zwingend die Band die ich aus dem Regal ziehe um ein Neuling zwingend von diesem Subgenre zu überzeugen. Mag kontrovers sein, aber da kenn ich mehr Bands mit dem "Wow"-Effekt.

Hier war ich dann doch etwas überrascht, ob einiger ruhigen Zwischenpassagen, welche das Hörerlebnis über Albumlänge doch positiv auflockern und dem ganzen so auch ein spannenderes, dynamischeres Element hinzufügen, was dann auch die einzigen Songs besser voneinander abhebt, statt ketzerisch gesprochen, immer gleich zu klingen.
So gesehen wurde ich eigentlich positiv(er) überrascht und hoffe, so vielleicht mein eher maues Ranking der Band gegenüber aufpolieren zu können.

***  = Solide

Freitag, 11. September 2026

@2_PlayList: Steve Perry - Traces (06.09.2026)

So, heute mal eine CD aus der Bücherei - noch keine von denen, welche ich bestellt hatte und so ging ich ganz unvoreingenommen an die Sache ran, weil ich absolut nichts erwartet hatte.

Leider kein Durchgang am Stück, irgendwann war diese Woche der Tag plötzlich fortgeschrittener als mir lieb gewesen wäre und das hat durchaus eklatante Einflüsse. Die ersten 3 Songs sagten mir sehr zu, die Stimme war markant und war ganz gespannt Ohr da hier eine angenehme, melodische, vielleicht auch leicht nostalgische Stimmung aufgebaut wurde - könnte jetzt natürlich was von Journy fasseln oder dergleichen ABER ich kenn die Band leider kein Stück. Cover oder Schriftzüge hat man durchaus gesehen, aber das ist für mich nicht der Anspruch an "kennen".

Und jetzt höre ich den Rest und bin ein wenig ernüchtert, da es jetzt plötzlich doch recht seichtes Pop-Rock Geklimper ist oder meine Erwartungen nun unerwartet hoch gesetzt wurden. Klar können jetzt subjektive Nuancen wie Tagesform, Stimmung und Co zusätzlich ausschlaggebend sein oder das Album verliert doch recht Spannung, weil hier blitzt nur noch ab und zu etwas auf, was ich ob der ersten 3 Songs erwartet hatte.

Irgendwie weiß ich auch kaum mehr, was ich jetzt dazu sagen soll, weil eigentlich müsste ich das Album gleich nochmal anhören, das ist aber auch nicht ganz Sinn des möglichst kurz gehaltenen neuen Projekts. Ich hoffe den positiven Spirit wieder zu finden, da eher Abwertung mit schwacher Hoffnung.

** (G) = Durschnitt, Grower