01.11.2026:
Von Melissa Etheridge kannte ich ehrlich gesagt nichts und hatte daher auch absolut Null Erwartungen. Der Opener ist wild, aber steht nicht stellvertretend für den Rest des Albums. Hier wird großartiger, nachdenklicher Rock geboten mit einem Schuss Songwriter. Sheryl Crow oder Meredith Brooks würde ich hier noch hilflos in den Raum werfen - viel in die Richtung höre ich bislang (noch?) nicht.
Die Stimme ist relativ tief, könnte teilweise auch ein Mann singen - was aber nicht negativ gemeint ist.
Auf jeden Fall hört sich die Musik groß und bedeutungsschwanger an, angenehm zu hören sowohl im Vorder als auch im Hintergrund. Denke die nächsten knapp 3 Monate passt das perfekt in die Playlist wenn ich zur Arbeit oder wieder heimfahre.
Ich kann ehrlich gesagt nicht sonderlich mehr dazu schreiben, ich hab hier keine Songs zum schockverlieben entdeckt, aber auch keine Ausreißer. Wie gesagt The Medicine Show als Einstieg verwirrt ein wenig mit seinem Chor und Singsang, aber insgesamt:
*** = Solide
Montag, 2. November 2026
@2_PlayList: Melissa Etheridge - The Medicine Show (2019)
Samstag, 31. Oktober 2026
@2_PlayList: A-Reis - People of the Night (2020)
28.10.2026:
Wir springen wieder ins digitale Fach und fischen uns wieder eine Portion Synthwave raus. Hier mit starken 80er Vibes. Nicht durchgängig, aber dies sind definitiv die stärkeren Songs. Ein Auto darf auch mal im Hintergrund brummeln und den Motor hochjagen. Ansonsten werden repetitive, monotone Pattern geschickt mit progressiven Elementen untermalt und insgesamt passiert gefühlt überdurchschnittlich viel ohne verkopft oder überfrachtet zu wirken und den Flow zu stören. Sogar Gitarrensolos tauchen unerwartet auf. Insgesamt also eine recht abwechslungsreiche Angelegenheit, auch tempotechnisch zwischen nostalgischen Schweben und trotzdem treibend, aber nicht stressend. Eine der besseren Veröfftlichungen aus diesem Sektor welche ich bislang zu Ohren bekommen habe.
*** = Solide
Freitag, 30. Oktober 2026
@2_PlayList: Todesstoß - Stelldichein (2006)
28.12.2026:
Letztes Jahr bestellte ich nach langer Zeit mal wieder was bei Northern Silence, ehrlich gesagt gab es dafür glaube ich nicht mal einen besonderen Grund, als dass es da irgendein bestimmtes, spezielles oder limitiertes Album gab, vielleicht provozierte mich der Newsletter oder es gab eine "Kein Porto"-aktion - keine Ahnung, vielleicht Pullis und Shirts? Musikalisch lud ich mir jedenfalls überwiegend auch fast nur krudes Zeug in meinen Warenkorb. Das hier war auch ein Schnapper für nicht knapp 5 Mark, der Name klang cool - das Cover ist pottenhäßlich und die Erwartungshaltung war entsprechend bei quasi Null, irgendwas mit Black Metal halt.
Und irgendwas ist tatsächlich sehr treffend, ein Hauch primitiver selfmade DSBM - wie er halt früher klang, das sagt mir durchaus zu und dann irgendwas mit Kunst, Surealismus, whatever - Instrumentalsong, bisschen Ambient Gewaber, der vierte Song weiß erst gar nicht wohin, kurz doomig, dann wieder ein Flirt mit Black Metal Trademarks und Vocals wie wenn jemand draußen vor der Türe blöd tut, fängt sich wieder und zum Schluss noch ein Gedicht im hallenden Raum - kann man mal machen, trotzdem eher ein Fiebertraum.
Gut das Stück ist nicht lang, 5 Songs eine halbe Stunde, zwei kurz, zwei lang und zwei sind okay. Ein Exot in der Sammlung mehr, trotzdem ingesamt eher:
* = Enttäuschend
Schade...