11.10.2026:
Eigentlich wäre heute ja kein neues Album dran gewesen, aber in zwei Wochen ist die Band auf Deutschlandtour und es reizt mich durchaus, vielleicht wegen dem Namen und den Lobeshymnen die allerorts zu hören sind, denn mehr als der Name kenne ich bislang ehrlich gesagt noch nichts, dennoch hatte ich mir vor fast 5 Jahren schon vorliegendes Album gekauft und das war jetzt die Gelegenheit, mit dem stetig auf später schieben zu brechen.
Ich war fast schon soweit das ominöse USBM Label als Gegenentwurf zur europäischen Version weit von mir zu stoßen a là "damit kenne ich mich wirklich nicht aus" - aber das stimmt so nicht ganz, kenne dann doch schon einiges, sei es Judas Iscariot, Xasthur, Nachtmystium oder Deafheaven und Agalloch - auch wenn ich die musikalisch nicht alle in Reihe stellen würde, da gibt es schon immense Unterschiede.
Letztere Band könnte ein guter Referenzpunkt sein, der Sound ist sehr groß, ruhig, malerisch, vergisst aber auch nicht zwischendurch aufs Gaspedal zu treten und einfach nur Black Metal zu spielen. Aber im Hintergrund schwingt immer noch ein mögliches Epos mit, das jederzeit in der großen Soundkulisse anschwellen kann. Trotzdem ist das Album UNMÖGLICH nach einem Durchgang zu ergreifen, schnöde 4 Songs sind darauf enthalten, das kürzeste geht knapp 6 Minuten, das längste bisschen über 18 Minuten und schon ist eine dreiviertel Stunde gefüllt.
Keine Musik die meine last.fm Charts oben dominieren wird, nicht mehr - Agalloch hatte 17 Jahre Vorsprung, 6 Veröffentlichungen im Rennen und damals schlicht bedeutend weniger Konkurenz im Wettkampf der täglichen Aufmerksamkeit, mit vertauschten Rollen, sicherlich denkbar. Aber ich sehe großes Potential zu wachsen und sich positiv im Gedächtnis festzusetzen.
*** (G) = Solide, Grower