28.10.2026:
Das Karma and Effect Album hatte ich noch aus dem Fundus meiner Ex, das nun vorliegende Album hat sich meine Frau gekauft - selber hätte ich mir das Album nicht zwingend auf das Warenband gelegt, dafür finde ich doch bei aller Neugier auf Neues oft andere Sachen die mich mehr interessieren. Aber das wäre schade gewesen, denn die Musik weiß mir durchaus zu gefallen. Irgendwo in der Schnittmenge von Alternative Rock und Grunge weiß die südafrikanische Band die Balance zwischen Eingängigkeit und Eigenständigkeit zu wahren. Breaking Benjamin könnte ein vager Vergleich sein.
Fairerweise ist in der vierten Woche im Monat schon das ein oder andere Lied im Shuffle auf dem Handy schon gelaufen, Written In Stone heuer sogar zum sechsten Mal, aber ein Drittel war tatsächlich für mich noch ganz neu, vorallem nicht das Album am Stück und es wurde zwischendruch kein großer Durchhänger vernommen sondern ein wohlwollender Wiedererkennungswert, da schon ein paar fiese Ohrwürmer dabei sind. Was will man groß mehr?
*** = Solide
Donnerstag, 29. Oktober 2026
@2_PlayList: Seether - Si Vis Pacem Para Bellum (2020)
Dienstag, 27. Oktober 2026
@2_PlayList: Swallow The Sun - Shining (2024)
26.10.2026:
Bis auf die Moonflowers von 2021 die noch orginalverpackt irgendwo auf ihre Entdeckung wartet und den ersten zwei Singles sowie der limitierten Singles Compilation auf Vinyl ist meine Diskografie lückenlos und wohl bekannt und hat die finnischen Death Doomer mit einer gelegentlichen Nähe zu einer Gothic Schlagseite sicher in die All-Time Top10 gespühlt. Das ist ob der überlangen Songs erst Recht eine Leistung, ich denke da vor allem an meine Erstbegegnung der Plague of Butterflies deren gleichnamigen Opener auf eine stolze Spielzeit von fast 35 Minuten kommt und mit Stand heute 67 Plays bei gewöhnlichen Albensongs auf ein hundertfaches käme.
Damals war der Einstieg schwer und sperrig, heute klingt das alles bedeutend eingängiger, kürzer und leichter und ich bin mir nicht sicher, ob hier mehrere Effekte gleichzeitig zusammenkommen. Das Bands softer werden oder vorhersehbarer, sie eher ihre Erfolgsformel gefunden haben, oder es mich nicht mehr so überrascht wie früher, ich mich womöglich daran satt gehört habe, mir neue Impulse fehlen oder ich mich selbst auch verändert habe, es womöglich die Musik einer bestimmten persönlichen Zeit meinerseits war? Das fällt mir in letzter Zeit öfters auf, vor allem bei Bands, die bei mir immer eine sichere Bank war und die ich blind kaufen konnte und genau das bekam, was ich erwartet hatte.
Das klingt allerdings verherrender als es gemeint ist, denn hier ist eindeutig eine Entwicklung zu hören, wesentlich heller, bittersüß als die sonst gewohnte pechschwarze Dampfwalze und erinnert mich zum Teil doch schon leicht an Katatonia was aus meiner Perspektive absolut ein Kompliment ist. Aber eben nicht das was ich erwartet hatte. Auf der Songs From The North I, II & III gab es zwar schon verschiedene Stimmungen von dunkel, rasend hin zu leichteren, luftigeren Klängen, aber nach dem Tod von Juha Raivios Frau Aleah Stanbridge (bekannt als Gastsängern bei Swallow the Sun, Amorphis, ihrem posthum erschienenen Projekt Trees of Eternity oder ihr gewidmet, die Band Hallatar) ging es mit der Single Lumina Aurea in nie geahnte Abgründe Sunn O))) - schen Ausmaßes und auch When A Shadow Is Forced Into The Light war keine leichte Kost. Das Zwischenstück bis zu hier, fehlt mir wie gesagt noch, aber von daher würde ich hier meine Hand für ins Feuer legen, dass hier keine Anbiederung an den Mainstream stattfindet, dafür ist es auch trotzallem zu speziell.
Durch die bekannte, persönliche herangehensweise am Songwriting wirkt es, als wäre Reife, Friede und etwas Akzeptanz in die unveränderbare Situation gekommen. Freude beileibe nicht, dafür schwingt zu viel Wehmut und Melancholie noch mit, wird die Ruhe doch noch zu oft unterbrochen - aber es klingt wie ein gefestigterer Zustand. Das ist ungewohnt, aber sei vom Herzen gewöhnt - werde hier aber definitiv noch einiges an Zeit benötigen um das alles zu entdecken und um dein mein endgültiges Fazit ziehen zu können.
*** (G) = Solide, Grower
Donnerstag, 22. Oktober 2026
@2_PlayList: Michael Kiwanuka - Kiwanuka (2019)
21.10.2026:
Heut mal random was aus der Bücherei und was wage ich mich da weit aus dem Fenster, keine Ahnung was das ist - Soul, Blues, R&B? Schwer zu sagen, am ehesten fiel mir bei der regnerischen Autofahrt heimwärts tatsächlich Zeal & Ardor ohne den metallischen Gimick ein, oder Malky. Die Beispiele passen natürlich nicht ansatzweise aber ich höre auch sonst nichts vergleichbares und muss daher schon wilde Haken schlagen um das auch nur ansatzweise einordnen zu können.
Die Musik war sogar verheerend beruhigend, nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag - Nachts, wie gesagt Regen, dunkel, Landstraße, Umleitung und gefühlt pendelte die Geschwindkeitsanzeige nur zwischen 70 und 80. Das war okay, aber wurde ich verdammt nochmal müde und das nicht, weil die Musik schlecht war. Das hätte mich eher verärgert, aber ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, es wäre öde gewesen. Aber irgendwie angenehm zum runterkommen, reflektieren, den Tag Revue passieren lassen oder die Gedanken ziellos schleifen zu lassen. Hätte mir das auch als Filmmusik vorstellen können, in der passenden Szene und Situation, angenehm im Hintergrund. Nicht mitreißend und fesselnd, aber einfach mal schwelgen - aber Augen offen halten, nicht in das rote Auto vor mir reinfahren. Das wäre ein Stilbruch gewesen.
*** = Solide
Mittwoch, 21. Oktober 2026
@2_PlayList: Unleashed - Fire Upon Your Lands (2025)
19.10.2026:
Eigentlich ist die Messe schon so ziemlich gelesen, auch wenn sich die üblichen Verdächtigen inzwischen in die Top10 geschoben haben, dürfte Enthroned am Ende des Jahres der Top last.fm Künstler bei mir werden - die 4 CD starke The Blackend Collection und die Wiederbelebung des Tetra Karcist Albums, vorbereitend auf das Dark Easter Metal Meeting war zu viel und zu geballt um sich in der heutigen quantitativ Playlist dominant und ungefährdet die Pole Position zu erobern und dem Triumph nun gemütlich zu Ende zu steuern. Drowning the Light strahlt zwar ob des enormen Outputs auch eine generelle Gefahr aus und auch Andri From Pagefire ließ nach seiner Rettung längst verschollener Bandcamp Alben (wir hatten es erst neulich davon, wie man dies doch noch retten kann) ordentlich die Muskeln spielen, was die beiden zu überraschenden und legitimen Verfolgern macht, aber es sollte durch sein.
Wer es ins Wanken bringen könnte, ist tatsächlich Unleashed. Ebenfalls vorbereitend auf das Dark Easter gönnte ich mir dieses Jahr bereits die Hell's Unleashed und die umfangreiche Viking Raids (1991 - 2004 Best Of Unleashed auf die Ohrmuscheln was mit seinem eingängigen, groovigen Old-school Death Metal sich bislang auf den 7ten Platz vorkämpfte und nun zog ich heute das neuste Album auf den wöchentlichen Montagsplatz.
Das setzt allerdings eine ähnliche Wiederholungslust voraus und da sehe ich momentan leider eher schwarz. Das ist mir irgendwie zu glatt und beliebig gespielt, produziert und abgespielt. Da war früher deutlich mehr Esprit und Schmutz im Spiel. Technisch mag dies versierter sein, aber verspielt damit leider komplett seinen rauen Charme. Natürlich war dies früher auch melodisch, aber das war trotzdem deutlich mitreißender und mit diesen Erwartungen bin ich hier rangegangen. Leider eher nicht so meinem Erwartungshorizont entsprochen. Und live hatten sie auch deutlich mehr abgerissen, muss also doch an den Songs hier drauf zurück zu führen sein. Schade...
* = Enttäuschend
Dienstag, 20. Oktober 2026
@2_PlayList: Manfred Mann's Earth Band - Chance (1980)
14.10.2026:
Heute mal externe Musik, die Angel Station von Manfred Mann kenne ich, ansonsten ein recht blankes Feld - bisschen Prog Rock, ein Hauch Pop - angenehm hörbar, nichts weltbewegendes aber auch kein Griff ins Klo und sicherlich für die Zeit durchaus visionär und stilprägend. For You hat mich kurz gelupft, das kam mir sehr bekannt vor. Ich hatte zwar ein ganz anderes Video vor Augen (Call on Me) - das war ein ähnlich stampfiger Beat, aber wahrscheinlich wurde dies von The Disco Boys ins Gedächtnis gewummert, das früher ebenso im Radio auf und ab. Dass das Original soo "alt" war, hatte mich dann doch kurz verwundert.
Hat mich aber nach einem Durchgang noch nicht so ganz, vielleicht wächst es ja noch.
** (G) = Durschnitt, Grower
Donnerstag, 15. Oktober 2026
@2_PlayList: Acryl Madness - Extending Through Hell
13.10.2026:
Und wieder ein Griff in die Digitale Wühlkiste, Acryl Madness - davon hatte ich schon die Void Entropy gehört und die dann wieder eher kurze, unspektakuläre Chosen For Murder (single) und das war bis dato ein eher spannenderer, treibenderer Vertreter des elektronischen Synthwaveeinkaufes.
Wobei das schon leicht Richtung Darksynth geht, meine Freundin warf noch Breakbeat in den Raum - keine Ahnung, damit kennt sie sich besser aus. Auf jeden Fall sind hier auch die Schlagzeughits oder wie auch immer man das elektronische Äquivalent nennt sehr klar und deutlich, ein breiter wummender Bass wälzt sich durch die Songs und im Detail gibt's dann viel Modulation.
Also mir gefällt das, klar ich werde davon keinen Ohrwurm bekommen oder mir da irgendwas von in Erinnerung bleiben, aber es sticht positiv aus all den Einkäufen hervor.
*** = Solide
Mittwoch, 14. Oktober 2026
@2_PlayList: David Gilmour - On An Island (2006)
12.10.2026:
Irgendwie war ich froh, dass der Platz für meine leere CD-Hülle die ich als Platzhalter immer dorthin stecke wo ich die letzten CDs bei meinem durchlaufenden Muster entnommen habe für das zweite Gossip Album, welches nur in einer dünnen Noris Hülle steckte, nicht weil ich etwas gegen die Band habe, aber der Effekt wäre bescheiden gewesen, immerhin hatte ich ja gerade erst ein Album davon entdeckt. Die CD nebenan war noch in einem orginal Digi-Pack, wenngleich gebraucht und beklebt, sprich mal wieder aus der Bücherei gerettet.
Wer David Golmour sagt, kommt nicht umhin auch Pink Floyd zu sagen - entsprechend waren auch meine Erwartungen hoch und die werden zum Teil erfüllt, zum anderen Teil nicht ganz. Auch wenn ich ehrlich gesagt zugeben muss, von Pink Floyd nicht wirklich Ahnung zu haben, paar Klassiker kennt man und sonst habe ich bislang eigentlich nur die "A Foot In The Door - The Best of Pink Floyd" gehört und natürlich sind die auch oft sehr verträumt, schwelgend - was dieses Album definitiv ist, mir aber bisschen zu viel?
Manche Passagen finde ich fast banal, dann trifft es wieder eine gute, interessante Stimmung - aber insgesamt extrem ruhig, ein bisschen mehr Abwechslung hätte mich gefreut, klar kein Sprung ins Extreme, aber ein bisschen Abwechslung, bisschen mehr Überraschung. Sonst sicher nicht schlecht.
*** = Solide
Dienstag, 13. Oktober 2026
@2_PlayList: Wolves In The Throne Room - Two Hunters
11.10.2026:
Eigentlich wäre heute ja kein neues Album dran gewesen, aber in zwei Wochen ist die Band auf Deutschlandtour und es reizt mich durchaus, vielleicht wegen dem Namen und den Lobeshymnen die allerorts zu hören sind, denn mehr als der Name kenne ich bislang ehrlich gesagt noch nichts, dennoch hatte ich mir vor fast 5 Jahren schon vorliegendes Album gekauft und das war jetzt die Gelegenheit, mit dem stetig auf später schieben zu brechen.
Ich war fast schon soweit das ominöse USBM Label als Gegenentwurf zur europäischen Version weit von mir zu stoßen a là "damit kenne ich mich wirklich nicht aus" - aber das stimmt so nicht ganz, kenne dann doch schon einiges, sei es Judas Iscariot, Xasthur, Nachtmystium oder Deafheaven und Agalloch - auch wenn ich die musikalisch nicht alle in Reihe stellen würde, da gibt es schon immense Unterschiede.
Letztere Band könnte ein guter Referenzpunkt sein, der Sound ist sehr groß, ruhig, malerisch, vergisst aber auch nicht zwischendurch aufs Gaspedal zu treten und einfach nur Black Metal zu spielen. Aber im Hintergrund schwingt immer noch ein mögliches Epos mit, das jederzeit in der großen Soundkulisse anschwellen kann. Trotzdem ist das Album UNMÖGLICH nach einem Durchgang zu ergreifen, schnöde 4 Songs sind darauf enthalten, das kürzeste geht knapp 6 Minuten, das längste bisschen über 18 Minuten und schon ist eine dreiviertel Stunde gefüllt.
Keine Musik die meine last.fm Charts oben dominieren wird, nicht mehr - Agalloch hatte 17 Jahre Vorsprung, 6 Veröffentlichungen im Rennen und damals schlicht bedeutend weniger Konkurenz im Wettkampf der täglichen Aufmerksamkeit, mit vertauschten Rollen, sicherlich denkbar. Aber ich sehe großes Potential zu wachsen und sich positiv im Gedächtnis festzusetzen.
*** (G) = Solide, Grower
Montag, 12. Oktober 2026
@2_PlayList: Convictive - Blutnacht (2015)
07.10.2026:
Anfang 2016 konnte ich die Band damals in Darmstadt in der Oettinger Vila live sehen und war begeistert, mich ärgert es ungemein, dass ich damals meine knapp 1 minütige Filmaufnahme leider aufgrund eines defekten Handys und/oder einer gescheiterten Datenübertragung verloren hatte, denn es war perfekt was Position, Winkel, Licht und Nebel anging. Hier singt zudem auch noch die alte Sängerin, ich war auf jeden Fall vom Konzert restlos begeistert und hab mich auch am Merch Stand bedient.
Die Blutnacht EP umfasst 3 Songs, ggf. hier oder später kaufte ich für einen guten Freund noch "Demo 2015" und ließ sie signieren um sie als Geburtstagsgeschenk zu verschenken. Da damit eh nichts mehr OVP war, wanderte diese CDs zufällig noch viel zu nah an meinem PC vorbei und wurde noch schnell in mp3 umgewandelt.
Auf der Demo 2015 war enthalten: Die Blutnacht EP + zwei Songs und ein weiterer vierter Song in der Liveversion. Daher verzichte ich hier bewusst auf die "Ersteindruck"-Bewertung, da ich die Songs jetzt schon seit über 9 Jahre kenne und dem ersten Song sogar ein seltenes last.fm Herz vergab.
Klar ist der Sound nicht auf hochglanz poliert sondern eher ein rauer, melodischer Black Metal mit dem Charme den Bands eben haben, wenn sie gerade erst am Anfang ihrer Karriere stehen. Kann nicht ganz mit dem wirklich grandiosen Liveerlebnis mithalten, aber ist gut - auch ohne Wertung.
Sonntag, 11. Oktober 2026
@2_PlayList: Elfmorgen - Wenn Wir Nicht Zwei Sind (2011)
07.10.2026:
Ich bin ehrlich gesagt nicht soo der große Deutschrock Fan - vieles klingt mir da zu generisch oder beliebig. Elfmorgen lernte ich über meine zweite Freundin kennen, die mir auch ein Lied davon einsang und ja die Band hebt sich angenehm vom Kross ab, der Sänger hat ein markantes Organ. Das erste s/t Album von 2006 kannte ich schon und wahrscheinlich ist dieser persönlich-nostalgische Bezug ein weiterer Pluspunkt, der mich hier ein positives Fazit ziehen ließ.
Grundsätzlich viel anders klingt das zweite Album nicht, hat durchaus ähnliche Strukturen und trotzdem zieht das leider viel, viel weniger. Klar, auch eine andere Zeit und andere Umstände und es ist per se keine schlechte Musik, die Texte sind ebenfalls kreativ aber damals hatte es für mich persönlich zusätzlich eine spezielle Magie und da ich hier ja alles maximal subjektiv bewerte, sei mir verziehen, das gemessen an der vielleicht zu hoch angesetzten Erwartung, dies diesmal für mich, wenngleich auch mit Steigerungspotential eher entäuschend war.
* (G) = Enttäuschend, Grower
Donnerstag, 8. Oktober 2026
@2_PlayList: WILL PROD CHILL - Polar Vortex (single) (2020)
06.10.2026:
Bandcamp ist eine wundervolle Seite um Künstler am besten direkt zu unterstützen, da die Künstler egal ob von physischen oder digitalen Einkäufen in der Regel 85% der Einnahmen erhalten und damit nahezu unendlich so viel Geld generieren können, wie es über geizige Streamingdienste auch nur möglich ist. Mathematisch mag das nicht stimmen, tatsächlich aber schon - da in der Realität selten jemand diese so erworbene Songs so oft hört, dass es hier einen realistischen Break-Even-Point mit Streams erreicht werden könnte.
Man kann tatsächlich über Bandcamp auch erworbene Songs streamen und darüber hinaus auch nicht erworbene Songs, allerdings dient dies eher dem Probehören und funktioniert nicht als klassischer Flatrate Streamer. Die Plattform ist primär dafür da, Musik käuflich zu erwerben. Kauft man eine CD, erhält man gleichzeitig auch eine Möglichkeit die Musik digital im mp3 Format bis zu 320kb/s oder sogar in flac herunterzuladen. Dies ist theoretisch jederzeit möglich - tatsächlich ABER nicht garantiert!
Sollte ein Künstler oder ein Label sich dazu entscheiden, einen Song oder Album wieder offline zu nehmen, verschwindet dies aus der Bibliothek und kann NICHT mehr heruntergeladen werden. Dies hat mich persönlich schon extrem verägert und mich bislang auch davon abgehalten, Bandcamp als die freundliche Alternative hier fleißig zu bewerben, da ich mir doch etwas verarscht vorkam, immerhin habe ich ja auch echtes Geld für einige digitale Einkäufe gezahlt.
Oft können auch Rechtstreitigkeiten oder interne Bandzwists dazu führen und um mal ein bisschen die Dimension klar zu machen. Über Abo-Zahlungen ausgewählter Lables die zu einem permanenten Strom an Neuheiten führen oder Sonderangeboten wo auch halbe Backkataloge sehr preiswert erworben werden konnten, komme ich auf eine digitale Kollektion von 1142 Alben/Singels - verfügbar sind aber nur noch 887 Veröffentlichungen, d.h. 255 Werke die ich entweder passiv über ein Abonement oder gezielt durch einen Kauf erhalten hatte, sind ohne Gegenleistung oder Kompensation weg! (vorerst).
Via Reddit habe ich nicht nur eine Lösung gefunden, sondern auch den mittlerweile vorherrschenden, oft nicht gerade hilfreichen Tenor, dass man unbedingt immer alles sofort downloaden müsse und abstruse Vergleiche a là "In einem Plattenladen nimmt man die Schallplatte ja auch mit wenn man sie gekauft hat und lässt sie da nicht auf unbestimmte Zeit zurück". UND ich nehme Bandcamp das JEDERZEIT übel, ohne meine vorherige Ergänzung auf "theoretisch" oder einem Hinweis, das man die Sachen vielleicht doch lieber gleich sichert oder eine Vorwarnung "in den nächsten 7 Tagen verschwindet verschwinden folgende Veröffentlichungen aus ihrer Bibliothek" - dann könnte man diese selbstverantwortliche Karten auch spielen, so hat es leider ein Geschmäckle und das obwohl ich die Plattform von der Kernidee doch sehr mag und supporte.
Aber ich schrieb vorhin vorerst und dass ich auch eine Lösung gefunden hatte. Die ist zwar nicht gaaanz unkompliziert und setzt ein paar Bedingungen voraus, aber führt dann doch zum Wiedererhalt der erworbenen Veröffentlichungen.
Wenn man ein Andoid Handy besitzt, bei iPhone funktioniert dies leider nicht - vermutlich wegen Apple Music? - UND man die Bandcamp App dort installiert hat, sind dort im Gegensatz zur Browseransicht noch alle Werke aufgelistet, daher konnte ich auch so exakt die Zahlen vorher benennen. Über die App können die Songs dann direkt auf das Handy heruntergeladen werden.
Sie landen dann in folgendem Ordner:
Android\data\com.bandcamp.android\files\AudioCache
Leider sind aber alle Files komplett erschossen was den Name angeht "t-irgendeine Nummer" und ohne Metadaten, daher am besten immer nur ein Album runterladen, auf den Rechner ziehen, abhören und manuell taggen (last.fm-Sprech *g*) / Daten editieren und dann hat man wieder alles.
Ob die Lösung auch JeDeRzEiT gilt, keine Ahnung - sie funktioniert aber nun bei mir schon seit über einem Jahr und so konnte ich vieles wieder retten.
Alles permanent zu sichern frisst bei mir momentan leider viel zu viel Zeit und ich musste auch erst Kapazitäten hierfür schaffen.
Jetzt stellt sich natürlich die überfällige Frage, was dies hier mit dem @2_Playlist-Format zu tun hat?
Bei vorliegender Veröffentlichung handelt es sich um eines dieser verschwundenen Werke und würde ich nicht Monk-mäßig permanent meine CD Einkäufe Jahr XY Listen führen, wäre mir dies womöglich auch erst mal nicht aufgefallen, aber so konnte ich erkennen, das hier - in diesem Fall eine Single - übersprungen wurde, wechselte auf das Handy und zog mir so die käuflich erworbene Musik rechtmäßig auf meinen Rechner. Der Aufwand war bei einem Song überschaubar, wenngleich überflüssig - denn das spannenste an dem Song war der daraus entstehende Impuls, diesen Text hier zu verfassen.
* = Enttäuschend
Mittwoch, 7. Oktober 2026
@2_PlayList: Gossip - Music For Men (2009)
07.10.2026:
Heute berichten wir live aus der Auffangstation für weggeworfene CDs - nach meinem Abgang bei der Bücherei konnte ich nicht länger meine schützende Hand über alle physischen Medien halten und es wurde vieles aussortiert via Flohmarkt oder herzzereißend radikal via Mülltonne. Als Philandískos (sofern die Wortneuschöpfung Sinn ergibt) und Besitzer noch einiger, wenigen halbleeren CD-Regal-Fächern mit ewiger Treue, artgerechter Lagerung und penibler Einhaltung bibliographischer Sortierungstechnicken, schien es mir das Bestmögliche, diesen Exemplaren ein neues Heim zu schenken.
Natürlich hat alles seine Grenzen und so hatte ich ein wenig ausgesucht, was meine Sammlung sinnvoll ergänzt oder erweitern könnte, oder was ich dort tatsächlich überhaupt nicht stehen haben möchte.
Gossip war so ein bisschen der Griff ins Ungewisse, den Namen hat man schon mal gehört - nach Track 2 "Heavy Cross" definitiv auch schon mal gehört, aber zu hundert Prozent war ich mir nicht sicher. Gekauft hätte ich es aber für Geld eher nicht. Musikalisch wurde ich das in den Indie Rock schieben, von der Riot-Grrrl-Bewegung habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, aber musikalisch finde ich das nicht wirklich im Post-Punk verortet, wie man gerne auch liest, zumindest nicht dieses Album.
Die Stimme der Sängerin hat definitiv etwas eigenes und die Songs sind auch nicht vom Reißbrett, zu 100% sagt es mir leider aber auch nicht zu. Vielleicht ändert sich das bei weiteren Durchläufen, vorerst ist es aber - hier gefällt mir tatsächlich jetzt zum ersten mal mein Wertungssystem nicht mehr, weil es ist schon mehr als Durchschnitt, aber solide ist ja auch schon die zweithöchste Wertung. Ein Grower trau ich dem Album aber zu meiner persönlichen Referenz ehrlich gesagt nicht zu um irgendwie noch ein Kompromiss zu finden. Egal, im Zweifel für die Angeklagten:
*** = Solide
Dienstag, 6. Oktober 2026
@2_PlayList: Walking On Cars - Colours (2019)
04.10.2026:
Heute mal wieder ein Griff ins Unbekannte aus dem Sortiment der Bücherei - noch nicht mein Einkauf.
Was mich erwartet keine Ahnung, vermute irgendwas im Pop/Rock Bereich und liege damit gar nicht mal so falsch. Ob man dem ganzen noch den Alternative Titel anhängen kann wie es zum Beispiel bei Imagine Dragons zum Teil der Fall ist bleibt abzuwarten, insgesamt ist es doch eine sehr softe Spielart.
Also nicht schlecht und auch mit einem Hauch angedeuteter emotionaler Tiefe die sicherheitshalber aber radiotauglich bleibt und keine zu kühne Tauchgänge wagt. Für mich bleibt es leider aber zu gefällig und frei von spielerischen Kontroversen oder überraschenden Momenten, was ich wiederum schade finde.
Kann man problemlos hören, muss man aber auch nicht.
** = Durchschnitt
Montag, 5. Oktober 2026
@2_PlayList: Nail by Nail - Embraced by Darkness (2025)
03.10.2026:
Die Welt ist ein Dorf: Auf unserer bislang größten Konzertreise nach Dresden auf das Eternumfest hatte ich gehoft, zwei Menschen aus Aalen zu treffen, welche ich zuletzt auf einem Konzert in Ulm kennen gelernt hatte. Wir trafen einen Berliner den wir schon in der Schweiz auf dem Black Hole kennen gelernt hatten, eine sympatische Gruppe aus Leipzig und dem Umland und zwei andere aus Süddeutschland.
Einer erwähnte nebenher, dass er bei Nail by Nail spielt - mitbekommen habe ich das nur am Rande und bei meiner Nachrecherche daheim, stellte ich fest - moment, die hatten vor kurzem beim Party.San WarmUp Konzert in Ulm ja schon live gesehen, hier gefielen mir ein paar Bands besser als andere und so erwarb ich 3 CDs, von Fleshcrawl, Anheim und *trommelwirbel* Nail by Nail.
Grund genug die CD wilkürlich außerhalb der Reihe aus dem Stapel der Neueingänge rauszufischen. Live gegebenfalls sogar ein Ticken stärker, dröhnt schwerer Black/Death aus den Boxen der vieles richtig macht. Beim ersten Hören kann ich natürlich noch unmöglich in die Tiefe gehen und ich bin gespannt wie sich mein Eindruck entwickelt oder festigt, aber wir bewegen uns hier auf gehobenen Niveau über dem generischen Durchschnitt und ist durchaus ein Ohr wert.
Liebe Grüße an Phil (sofern das irgendwie mal ebenso zufällig gefunden wird)
*** = Solide
Sonntag, 4. Oktober 2026
@2_PlayList: Mayhem - Pure Fucking Armageddon (Re-Release 2024, Remastered)
30.09.2026:
Mal ganz außer Acht lassend, dass ich kaum klassisch in den Black Metal eingestiegen bin - Satyricon hat zu der Zeit eher schon Black'n'Roll gemacht, bog ich ziemlich zielstrebig in die Untiefen des DSBM ein - aber für den klassischen Werdegang ist Mayhem einer der großen und wichtigen Namen.
Hier hatte ich lange nur Kontakt mit dem Grand Declaration Of War Album und das ist etwas schwierig und nicht ganz repräsentativ. Kürzlich hörte ich dann in das neuere Daemon Album, was mir schon besser gefiel und mit hier behandelten Werk gehen wir ganz zurück in die Anfänge 1986.
Wir haben hier auf der "Fuck" Seite die Studio Version der Songs und auf der "Off" Seite die ungemischte Version - bzw. mangels Tape hier halt hintereinander auf der CD abgespielt.
Die "Studio" Version ist schon sehr rough und wüst abgemischt, die ungemixte Seite dann noch um ein wesentliches mehr.
Ich honoriere den Fakt, dass dies damals so gewollt und der Spirit der noch sehr jungen Bewegung war und damit einiges ins Rollen brachte, die erwähnenswerten Hymnen müssen dann aber später darauf aufgebaut haben denn rein musikalisch ist dies in meinen Augen noch nichts besonderes. Den Impact verstehe ich, denn soetwas in dieser Zeit gehabt haben muss - aber 2026 lockt man damit niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Es gehört halt zur Musikgeschichte dazu und ist dafür ganz okay, mehr aber für mich nicht.
** = Durchschnitt
Freitag, 2. Oktober 2026
@2_PlayList: Vallenfyre - Fear Those Who Fear Him (2017)
28.09.2026:
Ich finde es immer ganz interessant, wie unvoreingenommen und aus welchem Bauchgefühl heraus meine Frau Alben beim gemeinsamen CD shoppen aussucht. Neben "habe ich schon" oder selten wenn es für mich eindeutig ist "schwierig - wird dir wahrscheinlich nicht gaaanz so gefallen" sage ich in der Regel nichts dazu, weil ich sie so ganz alleine Dinge entdecken lassen will oder ich vielleicht sogar neidisch darauf bin, diese "abenteuerlust" kaum mehr zu kennen, da ich in der Regel das meiste kenne oder einordnen kann, was heutzutage in den immer abgespeckteren Auslagen zu finden ist. Hier schlug sie auf jeden Fall zu und als wir in einem anderen Zusammenhang gemeinsam Musik samt Video via Youtube hörten und irgendwann mit einem amoklaufenden Algorhytmus auf Vallenfyre kamen mit meinem Hinweis, dass sie da ja auch ein Album gekauft hatte, bekam ich das Album innerhalb Sekunden geschenkt und wurde umgehend aus ihrer Sammlung entfernt, da ihr dies überhaupt nicht gefiel.
Für mich war das vollkommen okay, immerhin befinden sich die beiden Vorgänger der Death Doom Supergroup bereits in meiner Sammlung und mir liegt die schwere, sperrige und latent dreckige, druckvolle Musik durchaus.
Natürlich ist die Musik nicht weltbewegend neu noch kristallisiert sich beim ersten Hören hier ein Song als besonders gelungen heraus, ABER - wenngleich musikalisch nicht ganz zu vergleichen, im Gegensatz zum letzten Mantar Album welches ich vor kurzem hier hatte, sagt mir das alles zu und gefällt mir wesentlich besser, auch wenn ich hier ebenso genau das erwarte was ich bekomme.
*** = Solide
Montag, 28. September 2026
@2_PlayList: Skykot - Moments (single)
23.09.2026:
Das postive Vorweg, die Single gefällt mir schon mal wesentlich besser als das letzte Album das ich vor ein paar Tagen hier hatte. Insofern ja, würde ich stand jetzt das Album stärker erwarten - in ein paar Wochen wird es an der Reihe sein.
ABER - mir ist das, vielleicht gerade in diesem Genre das wesentlich mehr tun muss um mich anzufixen als im Vergleich zu eher gewohnten und bevorzugten Klänge - definitiv zu kurz oder zu wenig um mich anzufixen. Es ist nett, aber nicht mehr und was will ich groß über knapp 4,5 Minuten schreiben?
** = Durchschnitt
Sonntag, 27. September 2026
@2_PlayList: The Shadows - Dancing In The Dark (1989)
27.09.2025:
Heute mal wieder ein Raubzug durch die elterliche CD-Sammlung, die mir früher endlos groß erschien - heute verglichen mit meiner enormen Bibliothek aber gemütlich an einem Wochenende durchhörbar scheint, da wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch beim Buchstaben A.
Wir haben hier eine reine Instrumental Band die sich in einer sehr eigenwilligen Art und Weise im Pop/Rock definiert. Die Gitarren und der Sound allgemein klingen extrem ungewohnt, bisweilen muss ich da an so Entspannungs CDs denken (das Cover würde da aufjeden Fall reinpassen) wo auch irgendwelcher Musiker zum Broterwerb den Soundtrack beisteuern und damit, egal ob qualitativ gut oder schlecht, namens- und gesichtslos bleiben. Das ist oft schade um Ansätze oder Melodien, die in einem ernsteren Kontext durchaus Potenzial für mehr hätten.
Hier scheint das aber Absicht zu sein und ich würde auch keinesfalls unterstellen, dass da alles lieblos runtergedudelt wird, auch wenn vieles unauffällig durchläuft - es ist ja in der Tat angenehm zu hören und z.B. mit "I will return" oder "Mountains Of The Moon" gibt es durchaus Songs die vom verträumten umherschweifen aufhorchen lassen, das sind gute, interessante Melodienbögen wo ich dann auch nicht weiß, ist das gecovert, irgendwoher kenne ich das - von früher? Oder doch eine Eigenkomposition die bekannt ist? Zumindest den Anschein erweckt? Auf jeden Fall nicht schlecht ist.
In der Tat kannte ich die Band offensichtlich schon, wie mir last.fm verriet und zwar ist die Band mit 3 Songs auf dem "More 60s - 144 Greatest Hits of the 60's" vertreten.
Abschließend sei gesagt, die Musik ist okay aber kann ruhig im Hintergrund laufen weil sie nicht auffällt oder stört. Künstlerisch ist mir das aber wieder zu schwach, auch wenn wir noch nicht ganz auf Lounge Niveau sind - aber weit davon entfernt leider auch nicht. Mehr positive Ausreißer und es wäre mehr drin gewesen.
** = Durchschnitt
Samstag, 26. September 2026
@2_PlayList: Carlights - Palm City (2020)
26.09.2026:
Mit Palm City jetzt schon das dritte Album von Carlights, Florida Dreams und Summer Connection befinden sich schon etwas länger in meiner Playlist. Das Problem ist nur, sie fallen darin kaum auf - weder positiv noch negativ und hier reiht sich vorliegende, digitale Veröffentlichung nahtlos ein.
Ruhig angenhem hörbarer Synthwave ohne große Ecken und Kanten. Kann man gut im Hintergrund hören, für den Vordergrund wurden mir Dutzende spannendere Bands einfallen.
Nicht falsch verstehen, die Musik ist nicht schlecht aber leider auch nicht mehr als...
** = Durchschnitt
Freitag, 25. September 2026
@2_PlayList: (V.E.G.A.) - Cocaine (2002)
25.09.2026:
Eine wirklich krude CD die kein Mensch kennt, ich mir aber bewusst bei Northern Silence relativ günstig aus reiner Neugierde geschossen habe. Vom Bandname über das Cover bis zum Booklet ist alles relativ seltsam, soll angeblich Black Metal aus Italien sein - wo sich tatsächlich eine größere Szene befindet als man auf dem ersten Blick denkt und dann gibt es noch (V.E.G.A.).
Weitere Recherchen spülen noch sowas wie Industrial Black oder Dark Ambient als Vorschlag an und irgendso eine krude Mischung ist es dann auch. Ich kenne Vertreter wie Blacklodge oder wüste Klopperein wie die Franzosen von Helel oder Diapsiquir um was ganz verrücktes in die Runde zu werfen. Das ist anstrengend, kann mitunter aber auch die Mühe wert sein sich da reinzufuchsen, oder leider überhaupt nicht zünden.
Ob der Album unter Konsum des namensgebendenen Mittel entstand ist, ist nicht überliefert und darüber kann nur spekuliert werden, ein bisschen zerfahren ist das Album aber definitiv, fängt wahnhaft mit komischen Sampels an, fängt sich zwischenzeitlich erstaunlich gut und macht dann was es will, meist wird das Gaspedal ordentlich durch gedrückt.
Hier hätte ich mich aber gerne ein bisschen Emotionalität gewünscht, wenn es mich schon nicht ergreift, sollte es wenigstens hasserfüllt oder dergleichen sein um der Raserei auch stimmungstechnisch etwas Tiefe zu geben. Das ein mal tatsächlich ein bisschen Industrial gestreift wird, vermerke ich positiv, hat aber auf Albenlänge nicht wirklich relevanz.
Keine Ahnung ob das Album nach mehreren Durchgängen sich zu entfalten vermag, allein mir fehlt der Glaube ein Grower zu sein.
** = Durchschnitt
Donnerstag, 24. September 2026
@2_PlayList: Shining - Shining (2023)
24.09.2026:
Wir ignorieren mal bewusst die durchaus schwierige Persönlichkeit Niklas, dessen nihilistische, lebensverneinende und Frauen zum Nachteil reichenden Einstellungen, Äußerungen und Aktionen ich dennoch gerne vorweg stelle, schlage einen Bogen über seine durchaus heftige Cold Void Dokumentation und einigen zugänglicheren Interviews, welche noch ein wesentlich komplizierteres Spannungsfeld eröffnen zwischen größten Arschloch ever und einer traurig, wirklich extrem gebrochener Persönlichkeit die einem nur Leid tun kann und unterühre das ganze dann fies dann mit einem extremen, aber definitiv vorhandenem, künstlerischen Talent dessen Musik mit wunderbar schönen Melancholie und Schwärze das selbst gesetzte Mantra ins Wanken bringt - denn hier passiert wirklich viel, sehr emotionales und einzigartiges.
Neben persönlicher Anekdoten meiner Merch Odysee schüttete ich all dies über meine skeptische Frau aus und nach viel Ablehnung und Argwohn fungierte die Lots of Girls Gonna Get Hurt als kritischer Eisbrecher, weil der Mann kann ja auch wirklich gut singen.
Mir fiel dann noch ein, dass ich unter anderem die neue CD auch noch irgendwo originalverpackt liegen habe und war ebenso gespannt, das vorab veröffentlichte Video war leider eher ein Volltreffer in Bezug auf eingangs erwähnter Problematiken. Aber die Musik war dann eine Wucht - die Zutaten sicherlich nicht neu erfunden, ein gewisses Schema kennt man inzwischen und die Stimmung auch sehr getragen und überraschend ruhig, aber trotzdem voll mit überraschenden Höhepunkten wie Chören, einem Piano-Song und ultra fiesen Gitarrensoli zum dahinschmelzen. Dass das umschließende Konstrukt nicht neu ist, fällt hierbei nicht negativ ins Gewicht. Die sich wechselnden ruhigen zu impulsiven Parts sind per se auch nicht schlecht sondern gut gemacht, in der Art aber halt auch sehr bekannt.
Mit erwähnten Ergängungen gelingt es aber dies spannend zu halten und den Sound unglaublich atmospährisch, groß und rund zusammen zu komponieren.
Nach gefühlt dutzenden Compilations und Neueinspielungen der tatsächlich immer wieder identischen Songs, ist dies eine unerwartete Wucht die gnadenlos umreißt und zu überzeugen weiß.
Absolute Höchstwertung!
**** (G) = Bänger, Grower
Mittwoch, 23. September 2026
@2_PlayList: Demigod - Slumber Of Sullen Eyes (Reissue 2022)
23.09.2026:
Meine Frau lernte die Band im zarten Alter von 7 Jahren kennen, als ihr großer Bruder sie zusammen mit seiner Band nach Illertissen zu einem Konzert einlud und die jungen Finnen daher in der Gartenhütte im Elternhaus übernachteten, welche wir gerade dabei sind zur Fußballhütte umzubauen. Somit lässt sich auch recht unkompliziert und logisch erklären, wie in mir der intrinsische Wunsch eines Erwerbs vorliegender Neuauflage erwuchs, denn zugegebenermaßen reichte meine finnische Old-school-Death Expertise vom 10 Jahre alten Cycle Of Revenge von Convulse bis maximal zu Amorphis' The Karelian Isthmus, was zwar nah dran ist - aber dennoch Lücken ließ.
Damit lässt sich aber auch schon das musikalische Wirken genremäßig abstecken und es obliegt einer mehrfachen Wiederholungsfunktion um den Kultstatus dieses Albums subjektiv einzuordnen. Auf den ersten Blick, lässt es aber tatsächlich keine Wünsche übrig und klingt trotzdem, sei es der Neuauflage geschuldet oder nicht, relativ modern bzw. sauber und dennoch erdig genug produziert, als dass es sein klassisches Label souverän und mit Bravour verteidigt. Dass auch ohne Lupe eindeutig Melodien zu lokalisieren sind ohne dabei Gefahr zu laufen dem Melo Death zugeschrieben zu werden oder das ein Verlust der Bisskraft attestiert werden muss, kann ebenfalls noch lobend erwähnt werden.
Auch befreit vom pseudo-persönlichem Kitch, damals war ich mit viel Fantasie höchstens am ersten Versuch des Lautierens - bin ich sehr positiv überrascht und hadere noch ein klitzekleines wenig damit, ob ich nicht etwa vielleicht doch in Erwägung ziehen sollte... egal, ich tue es und zücke hiermit zum ersten Mal in diesem neuen Format den:
**** = Bänger
Dienstag, 22. September 2026
@2_PlayList: Peter Fox - Stadtaffe (2008)
16.09.2026:
Heute mal wieder externe Musik, diesmal etwas von der Festplatte meiner Eltern auch wenn ich stark glaube, dass sie die auch von irgendjemanden bekommen haben, wäre mir nicht bewusst, dass sie so etwas hören oder es ihnen gar zusagt.
Das erste Soloalbum des Seed Sängers unter eigenem Namen, bunte Melange aus Rap, Pop, Reggae - stimmlich unverkennbar und eigen aber absolut im Mainstream angekommen und Lieder wie "Haus am See", "Alle Neu" oder "Schüttel dein Speck" hat bestimmt jeder schon mal im Radio oder auf irgendeiner Party gehört. Dadurch sicherlich mit einem gewissen Nostalgiefaktor versehen, was man durchaus gerne mal wieder hört.
Ansonsten muss man die Stimme mögen, ich komm damit klar - mir wäre nur eine andere Vortragsweise des Textes lieber, mehr gesprochen oder poppig gesungen als gerappt - aber ist halt sein Stil.
Ohne diesen historischen Charakter und angenommen, dies wäre hier mein Erstkontakt - ist das Album in sich stimmig und sicherlich nicht schlecht, für mich aber leider nur:
** = Durchschnitt
Montag, 21. September 2026
@2_PlayList: Moogle - Line Output (2020)
15.09.2026:
Mal wieder Synthwave von Bandcamp, relativ ruhig mit brummeligen Bass im Hintergrund und einigen flotten Spielerein, inzwischen habe ich tatsächlich den Eindruck, dass mir solche Musik tatsächlich dem gängigen Klischee entsprechend am ehesten Nachts im Auto gefällt, statt das am Schreibtisch zu hören.
Ultra spannend ist das nicht, aber hat deutlich mehr Drive als die letzten Sachen und hat immerhin auch ein paar eingängige Melodien und treibende Rhytmuspattern.
** = Durschnitt
Sonntag, 20. September 2026
@2_PlayList: Mantar - Post Apocalyptic Depression (2025)
14.09.26:
Mantar lernte ich 2015 kennen, sowohl live auch als auf Album. Markenzeichen der Auftritte war eine beeindruckende rohe Energie für gerade mal zwei Personen. Selber ist die Musik rau und sperrig, ich glaube sie selbst lehnen die Bezeichnung eher ab, trotzdem würde ich das Ganze - wäre ich zur Verkürzung gezwungen - in die Sludge Ecke schieben.
Neben dem Debüt welches mir sehr zusagte, legte ich mir noch das zweite Album zu überspringe hiermit jetzt gleich 3 Alben, die vom Konzept spannend klingen, aber sich auf Terrain vorwagen, welches musikalisch überhaupt nicht meine Welt ist.
Und so fängt das Album tatsächlich so an, wie eine Wiederholung ihres Debüts, klingen auf jeden Fall sofort nach Mantar. Das fand ich fast schon ernüchternd, aber darüber hinaus gibt es im Verlauf eine Weiterentwicklung, aber das Grundrezept zündet inzwischen bei mir nicht mehr sonderlich. Da die Musik wie gesagt durchaus sperrig ist und nicht unbedingt mit Ohrwurm Hooks glänzt, attestiere ich dem Album durchaus die Chance noch zu wachsen. Aber so nach dem ersten Durchlauf muss ich meine hohen Erwartungen doch ein wenig drosseln. Sie klingen zwar größtenteils zweifelsohne genau wie erwartet - weswegen ich sie ja zu schätzen lernte - aber es haut mich gerade (noch?) nicht vom Hocker.
** (G) = Durschnitt, Grower
Donnerstag, 17. September 2026
@2_PlayList: King Dude - Full Virgo Moon (13.09.26)
Ein Vorgriff: vorliegendes Album gerade erst frisch aus der Bücherei ausgeliehen, wäre wahrscheinlich erst in ein paar Jahren dran gekommen, aber ich sehe King Dude in zwei Wochen zum ersten mal live. Gänzlich unbekannt ist er mir nicht, habe und mag die EP zusammen mit Chelsea Wolfe sehr und lustigerweise spielt er auf dem Split "Black Rider On The Storm" zusammen mit Der Blutharsch And The Infinite Church Of The Leading Hand welche ich gestern ebenfalls schon mal live sehen konnte.
Musikalisch ist das eine eher düstere Art und Weise des Singer/Songwriter Genres und des Neofolk, ob der dunklen Stimme sind auch Anleihen an einen Jonny Cash nicht gänzlich absurd. Was ich davon nach einem Durchgang halten soll, fällt mir schwer zu bennen - dafür ist es dann doch zu eigen oder für mich genrefremd, bzw. relativ unbekannt.
Bisschen schwermütiger hatte ich das Ganze erwartet, fröhlich wäre aber beileiben das absolut falsche Wort dafür. Mir gefällt was ich höre, aber um es zu fassen werde ich mehr Zeit benötigen.
*** (G) = Solide, Grower.
Mittwoch, 16. September 2026
@2_PlayList: Marcibagoly - Skyglow (EP) (08.09.26)
Wir greifen nochmal ins digitale Regal, denke auch in einem Vierteljahr circa den Schwung der Synthwave Alben "abgearbeitet" zu haben, aber hab aufgrund dessen langsam auch eine gewisse Expertise erworben was das Genre angeht.
Analog zur "Sun Candles" Single ist auch diese EP eher unspannend. Ich halte mich kurz.
* = Enttäuschend
Dienstag, 15. September 2026
@2_PlayList: Kreator - Enemy Of God (09.09.26)
Deutsche Thrash-Legenden von internationalen Niveau, mein Problem: Ich bin nicht wirklich Fan von Thrash Metal, wenige Ausnahmen ausgenommen - Sadus habe ich z.B. in letzter Zeit gerne wieder mal angehört, aber insgesamt taugt mir die Spielweise leider nicht allzu sehr. Gehe da lieber in die Death oder Black Richtung, auch wenn ich die Einflüsse des Thrashs durchaus honoriere, aber die Rhytmik und Spielweise geht mir eher Richtung Punk - was mir auch nicht so sehr zusagt.
Kreator konnte ich ebenfalls vor Jahren auch schon mal live sehen, Ambitionen oder technisches Geschick möchte ich auch nicht in Abrede stellen, aber es zündet bei mir kaum. Exodus hatte ich vor kurzem auch zwei Alben gehört, da gab es schon auch positive Ausreißer, aber keine grundsätzliche Liebe für das Genre. Hier war ich auch angenehm überrascht, relativ wenig genervt zu sein. Nicht alles Schatten sondern auch einiges an Licht. Analog zum letzten Gorgoroth Post, Gemeinsamkeit ist tatsächlich wieder, externe Quelle + Autofahrt sehe ich auch hier eine kleine Chancen einer Versöhnung. Die Zeit wird es zeigen.
** (G) = Durschnitt, Grower
Montag, 14. September 2026
@2_PlayList: Sun Candles - Drive (single) (07.09.26)
Dieser Eintrag kann save geskippt werden...
Eine digitale Single, sprich 1 Song von Bandcamp - wobei ich das Album zur Auskopplung vorab schon komplett gehört habe, Ersteindruck "neu" also quasi nicht vorhanden, rethorische Frage - Funktion einer Single? Aufmerksamkeitsökonomie, Werbung, Promophase Album, starke Songs um Lust auf mehr zu machen; hier? Medium (Genre: Synthwave) - geht in Ordnung aber ist jetzt nicht der Teaser, der mich nach dem Album Ausschau halten ließ.
In Kombination mit dem Singlefaktor und deren musikhistorischen Funktion, daher leider:
* = Enttäuschend
Sonntag, 13. September 2026
@2_PlayList: Deathstars - Everything Destroys You (07.09.26)
Manchmal gibt es Bands die einen relativ großen Namen haben, die ihr Abo in den Printartikeln und auf Festivalbühnen gebucht haben, allgegenwärtig sind und dann irgendwann einfach wieder verschwinden, ohne großen Skandal oder Knall. Alternativ kurz davor waren, die nächste große Nummer zu werden und dann aber unterwegs vom Weg abkamen oder in Vergessenheit gerieten.
Deathstars waren vielleicht noch nicht der ganz große Headliner, aber Mitte/Ende der Nullerjahre definitiv auffallend mit ihrem eigenem Mix aus Gothic/Industrial/Synthiesound und einem Schuss Marilyn Manson. Dazu eine auffallende Optik und Ästhetik, erinnerungswürdige Refrains und auch Live wusste die Band durchaus zu überzeugen - alle Optionen lagen offen.
Aber dann kam nichts, nach dem wichtigen 3. Album und sein Standing zu zementieren war 5 Jahre Sendepause und zum 5ten, dem hier vorliegenden Album nochmal geschlagene 9 Jahre. Positiv zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an. Negativ zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an.
Viele werden sehnsüchtig genau darauf gewartet haben und die erhalten auch genau das was gewünscht war, auf der anderen Seite hat sich die Welt inzwischen einige male gedreht. Sicherlich, auch ich habe mir das Album beim Durchstöbern gegriffen, weil ich ungefähr wusste, was mich musikalisch erwartet, weil man schon lange nichts mehr gehört hat davon, aber auch - um zu schauen, was inzwischen mit der Band passiert ist.
Sie waren mal kurz wieder da um zu beweisen, dass sie es immer noch genauso können wie damals.
Handwerklich passt dies alles, einzig der frische Impuls von damals ist inzwischen gealtert und nicht mehr neu.
*** = Solide
Samstag, 12. September 2026
@2_PlayList: Gorgoroth - Ad Majorem Sathanas Gloriam (02.09.26)
Ganz vergessen, das neue Format ist für mich ja auch noch relativ neu und von Routine kann man noch lange nicht sprechen, das einzig bekannte ist bislang mein chronischer Rückstand. Heute ein Album von externer Quelle, morgens während der Autofahrt zur Arbeit gehört.
Gorgoroth - letztes Jahr(?) erst live auf dem Dark Easter gesehen, die "Pentagram" und "Under the Sign Of Hell (Re-Release 2005) befinden sich schon in meinem Besitz und sind schon Teil meiner Playlist und ja, sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich was besonderes und für mich persönlich durchschnittlicher, gefälliger Black Metal. Wenn man skandalöse Bühnenshows abzieht, ist mir das rein musikalisch zu harmlos oder alternativ, emotional zu gleichgültig. Also ob des Namens, nicht zwingend die Band die ich aus dem Regal ziehe um ein Neuling zwingend von diesem Subgenre zu überzeugen. Mag kontrovers sein, aber da kenn ich mehr Bands mit dem "Wow"-Effekt.
Hier war ich dann doch etwas überrascht, ob einiger ruhigen Zwischenpassagen, welche das Hörerlebnis über Albumlänge doch positiv auflockern und dem ganzen so auch ein spannenderes, dynamischeres Element hinzufügen, was dann auch die einzigen Songs besser voneinander abhebt, statt ketzerisch gesprochen, immer gleich zu klingen.
So gesehen wurde ich eigentlich positiv(er) überrascht und hoffe, so vielleicht mein eher maues Ranking der Band gegenüber aufpolieren zu können.
*** = Solide
Freitag, 11. September 2026
@2_PlayList: Steve Perry - Traces (06.09.2026)
So, heute mal eine CD aus der Bücherei - noch keine von denen, welche ich bestellt hatte und so ging ich ganz unvoreingenommen an die Sache ran, weil ich absolut nichts erwartet hatte.
Leider kein Durchgang am Stück, irgendwann war diese Woche der Tag plötzlich fortgeschrittener als mir lieb gewesen wäre und das hat durchaus eklatante Einflüsse. Die ersten 3 Songs sagten mir sehr zu, die Stimme war markant und war ganz gespannt Ohr da hier eine angenehme, melodische, vielleicht auch leicht nostalgische Stimmung aufgebaut wurde - könnte jetzt natürlich was von Journy fasseln oder dergleichen ABER ich kenn die Band leider kein Stück. Cover oder Schriftzüge hat man durchaus gesehen, aber das ist für mich nicht der Anspruch an "kennen".
Und jetzt höre ich den Rest und bin ein wenig ernüchtert, da es jetzt plötzlich doch recht seichtes Pop-Rock Geklimper ist oder meine Erwartungen nun unerwartet hoch gesetzt wurden. Klar können jetzt subjektive Nuancen wie Tagesform, Stimmung und Co zusätzlich ausschlaggebend sein oder das Album verliert doch recht Spannung, weil hier blitzt nur noch ab und zu etwas auf, was ich ob der ersten 3 Songs erwartet hatte.
Irgendwie weiß ich auch kaum mehr, was ich jetzt dazu sagen soll, weil eigentlich müsste ich das Album gleich nochmal anhören, das ist aber auch nicht ganz Sinn des möglichst kurz gehaltenen neuen Projekts. Ich hoffe den positiven Spirit wieder zu finden, da eher Abwertung mit schwacher Hoffnung.
** (G) = Durschnitt, Grower
Dienstag, 8. September 2026
@2_PlayList: 一 Various Artists - Metal Hammer Maximum Metal Vol. 128 (02.09.26)
Jetzt gehen wir ganz weit zurück, den Monat zuvor volljährig geworden und seit knapp 3 Jahren dabei vorsichtig den Metal zu erkunden, Internet war damals noch nicht so wie heute - waren Musikzeitschriften und die beiliegenden CDs essenziell um Neues zu entdecken, herauszufinden was einem gefällt und um sich ein Musikwissen anzueignen.
Der einfachste Einstieg war damals zweifelsfrei der Metal-Hammer oder das Rock Hard. Die hatte jeder gut sortierte Zeitschriftenladen und auch in Supermärkten konnte man hier noch ein Exemplar leicht finden. Spezifischere Interessen kristallisierten sich erst später heraus, war also ein guter Start auf dem man aufbauen konnte.
Theoretisch wäre am ersten Mittwoch des Monats ja eine Output an der Reihe, den ich geschenkt bekommen hatte, die Band schon live gesehen habe oder schon ein oder mehrere Lieder gehört habe - hier war ich mir auch nicht sicher, ob ich die CD nicht schon gehört hatte oder nicht, dann wäre dies mehr ein Rückblick als ein Ausblick, aber ein Blick auf die Tracklist lässt da eh schon ein Zwischenfazit ziehen.
Mit "Taking The World By Storm" von Kataklysm startet der Rohling mit dem Lied, welches mich auch unmittelbar das Album kaufen ließ, wobei hier anzumerken ist, dass ich zu der Zeit den Song auch durch Freedownloads auf der Nuclear Blast Homepage erhalten hatte.
Aber auch den folgenden Song von Moonspell, erwarb ich zwei Jahre später auf dem Album. Mit Communic haben wir schon den dritten Treffer, Dornenreich fand ich damals wie auch heute schwierig, Týr war immer ganz nett und auch bekannt, Pyramaze mit Matt Barlow an den Vocals für mich zu der Zeit eh schon goated.
Nach peniblen Abgleich mit den last.fm Daten und nach kritischer Einschätzung der noch unbekannten Songs, verneine ich dann doch, die Scheibe damals in der Stereoanlage aufgelegt zu haben.
Aber Sampler sind eh anders zu bewerten, hier erwarte ich auch nicht, dass mich jeder Song aus den Socken haut, eher sollte dies das Interesse am ganzen Album wecken und eine breit gefächerte Auswahl an guten Hits mich unterhalten.
Da ich hier ironischerweise das Ergebnis vor dem ersten Durchlauf schon kenne und auch Mourning Beloveth z.B. damals auch meiner doomigen Schlagseite entsprachen, wäre dies damals für mich eine gute Zusammenstellung gewesen. Grave mit seinem groovigen old-school Death taugt mir auch, aber kenne die Band auch bereits schon länger. Anders als retrospektive kann ich das unmöglich fair bewerten, weil alles was ich davon gut finde, besitze ich inzwischen längst.
*** (G) = Solide, Grower.
Montag, 7. September 2026
@2_PlayList: Skykot - Perfect Shape (01.02.26)
Heute geht es mal ins digitale Regal, 2020 hatte ich via Bandcamp von Neon Retro Records für relativ wenig Geld ein Bündel Synthwave Alben käuflich erworben und damit einige interessante Songs erhalten. Synthwave an und für sich ist eigentlich ziemlich unspektakulär und ruhige Musik, die man sich gut und gerne auch im Hintergrund anhören kann. Neben den grellen Neoncovern und einer Vorliebe für getunte Autos und deren Geräusche, durchaus auch gerne im Soundbild integriert, ist es primär die nostalgisch verklärte Stimmung, welche für mich persönlich am interessantesten ist.
Dieser Effekt trifft manchmal verstärkt zu, manchmal aber auch eher weniger.
Leider handelt es sich bei dieser Veröffentlichung überwiegend eher um letztere Variante. Die Musik ist angenehm hörbar, aber leider fast schon zu öde, zwar stechen die Soundelemente durchaus hervor, aber eher auf die für mich nervigere Art. Die hin und wieder eingestreuten Voice Samples lockern das Ganze aber positiv auf. Zwischendurch gibt es kreative Übergänge, die Musik ist okay und eine gelungene Abwechslung in der Playlist. Mehr aber nach dem ersten hören aber definitiv nicht.
** = Durschnitt
Sonntag, 6. September 2026
@2_PlayList: Neues Format
Neue Idee:
Mir ist der Blog leider inzwischen viel zu tot, klar verwalte ich hier noch schön meine Musikeinkäufe, aber das war es bislang, Konzertberichte oder Albenreviews bekomme ich kaum mehr auf die Kette, hie und da bastel ich was an Anleitungen die dank KI auch ziemlich obsolet sind und meine geplanten MEGA-Artikel verharren auf Ewigkeit im Planungsmodus und blockieren die Rest CPU meines antiken Rechners durch tausende, permanent geöffnete Tabs.
Trotzdem höre ich ja permanent neue Musik und hätte theoretisch paar Worte darüber zu verlieren, in diesem Jahr kamen bislang 151 neue Künstler dazu, 258 neue Alben oder 1.570 neue Songs - unter der Oberfläche ist also ganz und gar nichts tot.
Mein latent authistisches Regelwerk "zwingt" mich dazu jeden Montag ein neues Album zu hören (wandere Stand jetzt durch meine 6 CD Regale noch ungehörter CDs jeweils ganz links und ganz rechts des Fachs durch, damit ich im Schnitt gleichermaßen altes Unbekanntes und neues Unbekanntes höre), ferner jeden ersten (irgendwas schon mal davon gehört) und letztzen Mittwoch des Monats (selbes Prinzip wie Montags nur das letzte CD-Regal, d.h. eher die zuletzt gekauften), die 40 letzten Neuentdeckungen landen dann auf meinem Handy, davon sind dann 25 physische Käufe, 10 digitale Käufe (meine Bandcamp Bibliothek ist ja inzwischen auch schon riesig) und 5 regionale Bands bzw. CDs aus der Bücherei, welche dort eingekauft wurden, in der Zeit wo ich dort gearbeitet habe und spoiler, natürlich war ich für das Lektorat Musik zuständig. Fliegt ein digtales Album raus, höre ich am nächsten Tag ein neues, was am Folgetag auf die Handyplaylist kommt. Bei den regionalen / Bücherei Alben immer am Sonntag. Dazu kommen dann auf das Handy immer 10 Alben die ich schon länger kenne und via Jukebox ausgesucht wurden + 4 Alben aus externer Quelle.
Nach pie mal Daumen 3 Monaten fliegt dann im Durchschnitt ein Album wieder von der Playlist raus, wird 6 Monate nach dem Ersthören nochmal gehört und landet dann auf meiner externen Festplatte wo ich den ganz großen Musik-Pool (11 Wochen, 6 Tage und 12 Stunden Musik - stand heute) habe, denn ich gelegentlich durchshuffeln lasse.
Und erst DANN wäre das Album, sofern physisch gekauft theoretisch wertungsfähig für eine Review.
So habe ich eigentlich immer einen guten Durchlauf und entdecke regelmäßig neue Musik und das erklärt dann auch mein wildes Hörverhalten, sofern mich jemand auf last.fm stalkt. #Wildest mix in town!
2012 hatte ich ja mal die kurze Idee, mich mit den aktuellen Single Charts zu beschäftigen und ähnlich kurz und knapp will ich es hier auch halten, ein kurzer Ersteindruck wie ich die Musik finde, um was es sich handelt, paar Sätze dazu und ein unverbindlicher Ausblick, für wie relevant ich die Musik einschätze.
**** = Bänger
*** = Solide
** = Durschnitt
* = Enttäuschend
x = Gar nichts
Nach Bedarf noch ein (G) für einen potentiellen Grower, dessen Genialät ich unmöglich jetzt schon einschätzen kann und ein (B) für Blender, der erst mal imponiert aber sich wahrscheinlich sehr schnell satt hört.
Mal schauen ob das Format was taugt oder mich einfach noch mehr stresst, aber ich hab Lust ein wenig aktiver zu werden und vielleicht kann ich so ein paar Inspirationen liefern, weil ich doch sehr viel nischiges oder unerwartetes höre.
Unten verlinke ich dann eine Liste der bisherigen "Folgen". Mal schauen wie es wird...
Dienstag, 18. August 2026
Tschüß last.fm Scrobbler...
Nachdem ich meinen Uralt PC kurz vor dem Ruhestand versuchte künstlich zu pushen und via CCleaner noch ein wenig optimierte und im Rahmen dessen auch Foobar auf die neuste Version update, machte sich ein Deja-Vù Erlebnis bereit - die Scrobbels funktionierten nicht mehr.
Dies hatte ich vor zwei Jahren schon mal, als ich die kühne Idee hatte anlässlich meines Schnapszahlgeburtstages eine kleine Feier daheim zu schmeißen und dafür meinen deutlich neueren Laptop - offensichtlich auch mit einer neueren Foobar Version - als musikalische Schaltzentrale zu nutzen. Eine umgebaute Maus welche in einem Notstoppschalter integriert war (Danke dafür @Ghadzi) sollte daraus ein feuchtfröhliches Gimmick meiner legendären, wenn auch nie sonst umgesetzten "Wer skippt, kippt" Partyreihe machen.
Das Manko war aber, kein einziger gespielter Song wurde auf mein last.fm Profil übertragen was mich fast in eine Art Sinnkrise trieb und mich den schnellen Umstieg auf einen neuen PC nicht maßgeblich, aber zusätzlich hinausverzögern ließ.
Jetzt war das Kind aber in den Brunnen gefallen und guter Rat teuer.
Nachdem die olle KI-Befragung im letzten Post leider schon viel zu gut war, kam ich mit Ihrer Hilfe und einiger selbstverständlich präzise und klug gestellten Fragen auch hier recht schnell zu einer ernüchternden Erkenntnis, der Support des Last.fm Scrobblers samt Plug-Ins ist mehr oder weniger schon seit ewig so gut wie tot, was dank meiner Verleugnung der Gegenwart via rückständigen Gerätschaften wunderbar an mir vorbei ging und ignoriert werden konnte.
Auf der offiziellen Foobar Komponenten Seite konnten aber die Plugins heruntergeladen, installiert und via Zertifizierung eingerichtet werden (somit könnte ich meine nächste Feier am Laptop ebenfalls zählend musikalisch untermalen) - aber der Last.fm Scrobbler zeigt mir nun mehr keinen Bandnamen, kein Album, keinen Song, kein Cover, keine Kurzinfo oder sonstige nerdige Statistiken mehr an.
Und nach 18 Jahren 5 Monaten und 2 Tage dieses Bild zu sehen, ist sehr irritierend und irgendwie traurig und es fehlt was... #Frikadellenfreitag =/
PS: Auch wenn jetzt der last.fm Scrobbler dafür nicht alle zwei Tage abstürzt, mangels Support und meiner alten Krücke - für mehr Infos auf der Homepage rumzuklicken für die obig genannten Infos ist dann leider doch ein wenig umständlicher...
Mittwoch, 5. August 2026
DVDs in Mp3 umwandeln Teil 2:
Wahrscheinlich bin ich zu naiv und zu altmodisch, dass ich mir die Anleitung DVDs in Mp3 umwandeln vor anderthalb Jahren mühsam hier händisch mit einer Mischung aus eigenem Erfahrungsschatz und Forschungsdrang erarbeitet und reingeklöppelt hatte, aber FRÜHER - früher war das auch alles was hatten, es war mühsam und schwer aber doch auch irgendwie ein bisschen schön und man musste sich Gedanken machen, man konnte Fleiß und Talent sehen und wie auch immer...
Ich versuche gerade eine meiner uralten Metal Hammer DVDs von vor 20 Jahren anhand meiner Anleitung umzuwandeln und es streikt schon bei Schritt 1 und meine Vermutung war, vielleicht ein Kopierschutz. Was dann?
Gut ich habe gegoogelt und dann halt im Verlauf die KI gefragt, so wie es heute wahrscheinlich jeder macht und weswegen man Anleitungen wie meine auch nicht mehr benötigt *schnüff* - aber irgendwie will ich meinen ursprünglichen aus der Zeit gefallenen Post nicht so offen stehen lassen...
Q: Hat CD einen Kopierschutz
A: Ne eigentlich nicht...
(ungeduldige, lieblose Zusammenfassung)
Q: Die Konvertierung mit Free DVD Video Converter funktioniert nicht.
A:
- VLC öffnen und auf Medien → Konvertieren/Speichern... klicken.
- Den Reiter Medium wählen und „DVD“ anklicken.
- Unten auf Konvertieren/Speichern drücken.
- Das gewünschte Zielformat (z. B. MP4 / H.264) und den Speicherort wählen.
- Auf Start klicken. [1]
- Reinigung: Die Unterseite der DVD vorsichtig mit einem weichen Mikrofasertuch von innen nach außen (radial) abwischen.
- Anderes Laufwerk: Ältere oder verschmutzte PC-Laufwerke scheitern schnell an minimalen Kratzern. Ein anderes oder externes DVD-Laufwerk schafft oft Abhilfe.
Q: Kann ich nach Alternative 1 dies auch in mp3's umwandeln und wenn ja wie?
A:
- Menü öffnen: Klicke oben auf Medien → Konvertieren/Speichern... (oder drücke
Strg + R). [1] - Medium wählen: Wechsel oben auf den Reiter Medium und aktiviere den Punkt DVD.
- Konvertierungs-Dialog: Klicke unten auf den Button Konvertieren/Speichern. [1]
- Profil anpassen:
- Ziel wählen: Klicke bei Ziel-Datei auf Durchsuchen, wähle den Speicherort und gib der Datei einen Namen (z. B.
Maximum_Metal_104.mp3). - Starten: Klicke auf Start. VLC wandelt die DVD nun in Echtzeit oder schneller um (erkennbar am blauen Fortschrittsbalken im Player). [1]
Q: Es kam nun aber eine .vob datei heraus?
A:
.vob-Datei ist das Standard-Videoformat einer DVD). [1].vob-Datei nachträglich umwandelst..vob-Datei nun schon auf dem PC hast, musst du die DVD gar nicht mehr einlegen. Du kannst diese Datei direkt mit VLC in eine MP3 umwandeln:- Drücke in VLC
Strg + R(Medien → Konvertieren/Speichern). - Bleibe im ersten Reiter Datei und klicke auf Hinzufügen....
- Wähle deine neue
.vob-Datei aus. - Klicke unten auf Konvertieren/Speichern.
- Wähle bei Profil erneut Audio - MP3.
- Klicke auf Durchsuchen, wähle den Speicherort und benenne die Datei am Ende unbedingt manuell mit der Endung .mp3 (z. B.
musik.mp3). - Klicke auf Start.
- Wenn du bei Profil Audio - MP3 auswählst, klicke direkt daneben auf das Werkzeug-Symbol (Schraubenschlüssel).
- Stelle im Reiter Verkapselung sicher, dass dort MP3 (oder RAW) ausgewählt ist und nicht „MPEG-PS“ (was die
.vob-Datei erzeugt). - Klicke auf Speichern und starte den Vorgang neu.