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Dienstag, 20. Oktober 2015

+++ Neuer Song, neues Draconian Album: Sovran +++

Am 30ten Oktober veröffentlichen die Death/Doom/Gothic Schweden um DRACONIAN ihr nun mehr fünftes Album, mit der neuen Sängerin Heike Langhans. Selbstverständlich ist das hoffentlich schicke Teil längst vorbestellt - in der limitierten Fan-Edition, mir geistern hierbei kühne Ideen wie ein Unboxing-Video durch den Kopf, das ist zur Zeit ja alles so sonderbar hip und angesagt(!) - aber primär freu ich mich sehr auf das Album, wenngleich ich auch sehr angespannt und skeptisch bin.

Denn Heike hat den undankbaren Job, die in meinen Augen unersetzbare Lisa Johansson eben zu ersetzen. Bislang konnte man die Kombination Band + neue Sängerin unter anderem beim Coversong "Demon You/Lily Anne" schon vorab hören. Die Version schafft es schon mal sehr gut, komplett anders und zu 100% nach Draconian zu klingen (Direktlink zum inoffiziellen Youtube Video) - das starke Original von LAKE OF TEARS sei an dieser Stelle aber definitiv auch empfohlen! Die gesangliche Leistung der neuen Sängerin fand ich aber leider nur nett. Sie hat Talent, ohne Frage - aber im Vergleich fehlt mir da echt das gewisse Etwas.

Oder wie ich es im verrosteten Schulenglisch kommentierte:

I really prefer Lisa, she got a stronger voice while beeing able to sound fragile too. I think she was able to carry a song alone with an outstanding warm and gentle sound. This just sounds more like escorting it and in my opinion more generic. I don't want blame Heike for herself, but in a musical way it broke my heart when i heard Lisa left cause no one can replace her - in my opinion. By far the best female singer and the only one i wished i could sing her parts too, just because they are so fvcking amazing!! ^^

 Auf Metal-Hammer.de gab es jetzt exklusiv schon ein Lyrics-Video von einem neuen Song auf dem kommenden Album. Da ich keine Ahnung hab ob die einschüchternde, sinngemäße "dieses Video ist nicht gelistet, überlegen sie sich genau mit wen sie es teilen" - Worte rechtliche Relevanz haben können, verlinke ich halt mal nicht das Video direkt, sondern den Artikel:

http://www.metal-hammer.de/draconian-song-premiere-rivers-between-us-538717/

Sonderlich wichtiges steht dort nichts drin, aber eben das Video was für mich mal Stein des Anstoßes war, denn das klingt verdammt anders, viel mainstreamiger und leider sehr gefällig und hört sich kein bisschen nach Draconian sondern am ehesten noch nach SHADOWGARDEN an. Das ist zwar personell kein riesiger Schritt, aber klanglich und musikalisch schon komplett verschieden. Klar die Gitarren klingen noch so wie erwartet, aber dann dieser butterweiche Refrain, der so ungewohnt glatt, generisch und ohne diesen besonderen Tiefgang daher kommt, das fast schon schwülstige Duett, macht mich nicht unglücklich Leute!

Zum Glück soll der Rest aber anders klingen, daher bin ich weiter gespannt was mich erwarten wird, wenngleich mit minimal abgesenkten Erwartungshaltungen.



PS: Eigentlich voll Off-Topic hier, aber was für inhaltsleere, belanglose Bla-Meldungen gibt es da inzwischen auf Metal-Hammer Online? Ich bin ja schockiert, gibt's dort auch bald kostenlose Mail-Adressen für jedermann? *g*


Samstag, 8. Dezember 2012

Into Darkness 2012 – 14ter November @ Batschkapp Frankfurt



Da war sie also, die vielgepriesene zweite Chance – nachdem sich die Batschkapp bei ihrem Debütbesuch unter aller Möhre präsentiert hat. Das Line-up war allerdings vielversprechend, der Preis okay und der Durst nach Live Musik ungestillt. Also Karten gekauft…

Los ging die wilde Sause schon irgendwann um ca. 19 Uhr, die erste Band welche Scar of the Sun gewesen sein müsste, verpassten wird daher leider, waren allerdings pünktlich zu Lake of Tears am Start.

Lake of Tears hatten mich erst vor Kurzen ordentlich geschockt, als ich bei der wenige Tage vorher stattgefundenen Plattenbörse in ihr neues Album reinhörte. Das klang, ganz, ganz, ganz anders als die genialen „Greater Art“ und „Headstones“ Alben, welche ich erfreulicherweise mein eigen nennen darf. Es muss irgendetwas aus der neueren Ära gewesen sein, was die Schweden anfangs zockten – ich tat mir auf jeden Fall recht schwer Zugang zu finden.
Als dann aber doch die alten Klassiker ausgepackt wurden, hatten sie mich ebenso wie das anfänglich leicht verhaltene Publikum. Die Band ist nicht wirklich hart oder sonderlich ausgefallen, versteht es aber mit einer sehr eingängigen, faszinierenden und fesselnden Melodieführung zu gefallen. Sowohl als auf Platte, als auch live.
Wenn man den holperigen Start weglässt, ein rundum gelungener Auftritt.

Danach folgten die finnischen Death/Doom Meister von Swallow the Sun, welche ich mittlerweile und bislang als einzige Band schon fünf (5x!) live gesehen habe. Und ihr bester Auftritt war es mitnichten. An den emotional tiefschürfenden Gig auf dem Summerbreeze 2010 werden sie aus meiner Sicht sowieso nie mehr herankommen, aber auch so war der Sound nicht 1A. Die Vocals in den tiefen Growls etwas zu gedämpft, wohingegen die Black Metal Screams voll und ganz überzeugen konnten. Der Auftritt war gut, was aber nur marginal befriedigend ist wenn man weiß, sie können es besser.

Danach kam Sido mit seiner Maske auf der Bühne. Pardon Fernando. Die Portugiesen um Moonspell legten ordentlich los und demaskiert konnten sie noch mehr überzeugen. Die Setlist war breit gestreut von alten bis neuen Liedern, wobei die ruhigere Gothic – fast schon Rocknahe Phase – recht kurz gehalten wurde. Das machte aber nicht wirklich etwas aus, denn der kräftige und druckvolle Sound wusste voll und ganz zu gefallen. Ein sehr energiegeladener und sympathischer Auftritt und damit war mein Headliner des Abends vorbei.

Pain waren nur noch ein extra was sie aber gekonnt dementieren konnten. Denn die Leistung welche sie abzuliefern im Stande waren, lässt solch Geringschätzung im Nu verpuffen. Die Stilrichtung war komplett anders, der Industrialeinschlag zwar nicht ganz so stark wie ich es mir gewünscht hätte, aber prinzipiell tanzbar – auf jeden Fall bewegungsintensiv. Der Auftritt machte einfach Spaß und die letzten Kraftreserven wurden gekonnt geplättet.

Und es hätte alles so schön sein können. Preise zwar teuer, Bedienungen aber sogar freundlich, Sound klasse, der Abend zügig durchgezogen aber trotzdem lange genug – es sah fast schon nach harmonischer Versöhnung aus; aber man musste ja fast schon wieder rausgejagt werden. Diese Abbaumentalität ist bei allem Verständnis absolut unhöflich, liegende Menschen fast schon wegzukehren eine Frechheit und die präventive Flucht in den Club 11er ein Armutszeugnis. Klar hat der Club die Bands und Namen um sich dies leisten zu können, ein fader Beigeschmack bleibt aber und viele tolle Sachen zieh ich schon gar nicht mehr in Erwägung. Das ist schade, aber definitiv hausgemacht und scheinbar Gang und Gebe.

Mittwoch, 5. Dezember 2012

+++ Sängerwechsel bei Draconian und Kamelot +++



Ja die News sind jetzt nur bedingt „neu“ und eigentlich schon längst bekannt, bislang hatte ich allerdings leider noch nicht die Möglichkeit gehabt mich genauer damit zu befassen. Meine Beschauung ist auch hier nur kurz und oberflächlich, hoffentlich aber informativ genug um gelesen zu werden.

Sängerwechsel sind immer ein sehr heikles Thema und stellen Fans immer wieder auf eine harte Probe. Lässt man sich auf diese Änderung ein oder nicht, oft Geschmackssache und über selbigen kann man bekanntlich vortrefflich streiten.

Den ersten heftigen Dämpfer hatte ich letztes Jahr mit Iced Earth erhalten, als mein absoluter Lieblingssänger John Barlow erneut das Mikro abgab und von Stu Block ersetzt wurde. Sowohl live als auch auf Platte beide gesehen und ich muss zu der Erkenntnis kommen. Besser hätte es nicht sein können, davon mal abgesehen dass es am Besten gewesen wäre, wäre Barlow noch wie vor noch mit an Board.

Aber dies war nicht der einzige Verlust. Auch bei Draconian kehrte Frontfrau Lisa Johansson der Band aus nachvollziehbaren, familiären Gründen den Rücken zu. Die Lücke ist gewaltig, denn auch wenn ich nicht konkret beschreiben kann woran es liegt, halte ich Lisa für einzigartig und auf ihre Art und Weise für unersetzbar.

Möglicher Ersatz wären in meinen Augen gewesen, unter anderem Aleah welche unter ihrem eigenem Namen bereits einige Songs veröffentlichte, als auch bei Gastauftritten bei Swallow the Sun zu hören war. Zusammen mit dem dortigen Gitarristen Juha Raivio arbeiteten die beiden auch am vielversprechenden Projekt Trees of Eternity welches ich sehnsüchtig erwarte und getrost empfehlen kann.

Ansonsten kam mir natürlich die Frontfrau von Nox Aurea, Alice Persell in den Sinn – welche klanglich nicht allzu weit voneinander entfernt sind. Damit wäre ich zwar nur bedingt zufrieden, aber auch nicht komplett unglücklich gewesen.

Geworden ist es jetzt die Südafrikanerin Heike Langhans welche bislang noch recht unbekannt sein dürfte. Ich vermute auf jeden Fall mal, dass nicht viele bisher von :LOR3L3I: gehört haben, einem leicht elektronisch angehauchtem Projekt.

Was die Kombination verspricht kann man sich an dem gelungenem Lake of Tears Cover „Demon You/Lily Anne“ anhören. Und jaaaa… das klingt nicht vollkommen schlecht, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Die Band wird ihre Chance von mir bekommen, dafür sind sie viel zu gut um ignoriert zu werden – die Salzkruste unter meinem Auge wird aber wahrscheinlich Realität werden.

Nicht viel besser ergeht es mir da mit den Ausnahmekünstlern von Kamelot. Nachdem der von mir hochgeschätzte Roy Khan gesundheitsbedingt die Reißlinie zog, blieb dort erst mal ein richtig dickes Vakuum in der Luft hängen. Roy Khan ist absolut einzigartig und unersetzbar und gehört für mich zu den besten 5 Sängern der Welt. Zweifler dürfen sich gerne die überall sichtbaren Live Videos anschauen um zu sehen, was dieser Mann auf dem Kasten hat.

Ersetzt wird er im neuen Album von Tommy Karevik, bekannt von der schwedischen Band Seventh Wonder. Im dramatisch und aufwendig gestalteten Video „Sacrimony (Angel of Afterlife)“ schlägt er sich recht wacker an der Seite der Gästsängerinnen Elize Ryd (Amaranthe) und Alissa White-Gluz (The Agonist). Allerdings fehlt mir hier eindeutig das Profil. Der Stil ist dem Khans sehr nachgeahmt und dass er dem Original so nahe kommt, spricht für seine Klasse… aber es ist sehr ärgerlich.

Sowohl Draconian als auch Kamelot wären beide Bands gewesen, welche ich sehr gerne live in Originalbesetzung gesehen hätte. Dafür dürfte es jetzt zu spät sein. Die Nachfolgerwahl ist zwar definitiv kein Fehlgriff und wird sich, vermutlich rückwirkend als goldrichtig erweisen wie bei eingangs erwähntem Iced Earth – aber es stimmt dennoch ein wenig traurig…



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Als Zugabe verlinke ich noch das sehr interessante und gelungene Musikvideo der Isländer um Sólstafir „Fjara“ und versuch die Tage noch den inzwischen sehr verspäteten Konzertbericht der „Into Darkness“ Tour nachzuliefern.

Dem folgt dann noch ein kurzes Statement dazu, warum es hier doch so recht lange pausierte und wie es auf dem Blog weiter geht da ich aus gesundheitlichen Gründen doch einiges ändern muss.

Bis bald… ;)