Mir wird das langsam fast schon überproportional zu viel von der Rubrik, aber ich will auch nicht ewig drauf verzichten neue Musik zu entdecken bis ich mit meinem gemütlichen Schreibtempo zusätzlichen, neuen Content geliefert habe und auch hier muss ich zugeben, ungeduldig schon mehr als einmal die Platte gehört zu haben, was aber auch für die Scheibe spricht.
Dieses Album legte ich mir für ganz schön viel Geld in der limitierten und absolut unhandlichen - zumindest was CD-Regale angeht - Version zu um sie dann jahrelang im Karton und dann im Regal schmoren zu lassen. Irgendwie hatte ich vorerst auch keine Lust mehr auf Paradise Lost, die Shades of God fand ich ganz okay und rangiert bislang wacker auf #Platz 5 der reviewten Scheiben (Review) - In Requiem war wesentlich kommerzorientierter, wesentlich glatter und eingängiger. Dazu hatte ich die Band in recht kurzer Zeit 2x live gesehen, der Bedarf war vorerst gestillt und so frage ich mich: Was kann ich also bei Tragic Idol erwarten?
Ausgehend davon, dass ich nur diese beide Alben kenne, kann ich die gewagte These fällen. Eine Kombination, zumindest fast. Der Sound ist nach wie vor mehr catchy, hat ruhige Parts und einige erfreuliche Ohrschmeichelrefrains, lässt hie und da aber auch nicht die tief knarzende Gitarre missen. Modern und bekömmlich mit einem Schuss Schwere, die zwar nicht sonderlich erdrückend, die aber andeutet woher die Band kommt.
Ich treib die gewagte These weiter auf die Spitze und sage 65% In Requim und 20% Shades of God sowie 15% irgendwas neues, lässt sich gut hören und macht Lust auf mehr, 4 Blitze!
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Montag, 13. Juli 2015
Dienstag, 13. August 2013
Metalfest Open Air Germany 2013 – 20ter Juni @ St. Goarshausen (Loreley) – Teil 1/3
| Links den Wald entlang kam man her, wie man leider nicht ganz so deutlich sieht war der ganze Parkplatz am Hang. |
Lasst euch berichten was sich zugetragen an jenen legendären
Tagen! Die Anreise verlief ideal, zwar leicht verspätet da ich mein Gepäck
etwas unterschätzt hatte, aber dafür reibungslos. Der Navihalter feierte ein
gelungenes Debüt und so wagte ich mich nun mehr zum zweiten Mal vollkommen
alleine auf ein wildfremdes Festival. Nach ein paar zügigen Autobahnwechseln,
verlief die Route gemütlicher dem Rhein folgend und wahrlich ohne Stau oder
dergleichen. Ohne Navi wäre ich wahrscheinlich schon etwas mehr aufgeschmissen
gewesen, da ich eigentlich bis wirklich kurz vor Ziel kaum Schilder sah – da
man aber vorwiegend einfach der kurvigen Straße folgen musste, bzw. gar nichts
anderes konnte, hält sich dieses „Versäumnis“ wirklich in Grenzen.
| Mein kleines Zelt der Unschuld in der Mitte Merke: Bauzaun! |
Noch in der Anfahrtsschlange wurde man auch gleich
zweimal(!) zur Kasse gebeten was ich schon
| Der Hang des Todes! Er sieht sooo niedlich aus, aber er lügt... |
Da zahlt man 79€ für ein 3-Tages-Ticket inkl. Camping, darauf noch 7,90€ Bearbeitungsgebühren, Kommission oder was auch immer – evtl. noch um die 7€ Versand weil der Veranstalter natürlich in Österreich sitzt (ein E-Ticket hat mir aber vollkommen gereicht,
ich mein 14 Mark!!) und soll dann noch mal 15€ Parkgebühr blechen? Unschönes Ding und irgendwie fühl ich mich da ein bisschen wie mit dem typisch Kleingedruckten übers Ohr gehauen und das schon vor Beginn des Ganzen? Meiner Meinung nach, sollte das schon inklusive sein oder klarer deklariert werden, an die 35€ Zusatzkosten halte ich nämlich für ein Unding, ist immerhin fast die Hälfte des Ticketpreises.
(Mit Bildern jetzt so ein langer Post, da setzt ich jetzt mal ausnahmsweise einen Jump Break)
Labels:
Children of Bodom,
Doro,
Equilibrium,
Feuerschwanz,
Iced Earth,
Konzertbericht,
Paradise Lost,
Six Feet Under,
T3rr0rkr4ch,
Testament,
Witchcraft
Donnerstag, 13. September 2012
Summer Breeze Festival 2012 – 18ter August @ Dinkelsbühl - Teil 3/3
Summer Breeze Festival 2012 – 16ter August @ Dinkelsbühl - Teil 1/3
Summer Breeze Festival 2012 – 17ter August @ Dinkelsbühl - Teil 2/3
Summer Breeze Festival 2012 – 18ter August @ Dinkelsbühl - Teil 3/3
Summer Breeze Festival 2012 – 17ter August @ Dinkelsbühl - Teil 2/3
Summer Breeze Festival 2012 – 18ter August @ Dinkelsbühl - Teil 3/3
Daher war es kaum verwunderlich, dass es uns am nächsten
Morgen nicht eilte wach zu werden, die Folie leistete auch solang akzeptable
Dienste, bis der Wind beschloss etwas stärker zu blassen und irgendwelche lieblichen
Vollspacken schon früh morgens mit dem primitivsten
Deutschrockfaschingsschlagermüllgebräu (Word unterringelt es NICHT! als falsch geschriebenes Wort –
godlike!) auf den Sack gehen mussten.
Die Anzahl an Festivaltouristen oder sonstigem unpassendem Gesocks
war natürlich wie zu erwarten viel zu hoch, was aber bei einem Blick auf das
Gesamtbilling leider zu erwarten war und vom Veranstalter munter gefördert
wird.
Unsere erste Band des Tages war nach weiteren ausgedehnten
Wanderungen Paradise Lost, auf
welche wir aber recht schnell wieder verzichteten. Ein guter Platz wäre wieder
mühsam zu erkämpfen gewesen, zudem in der prallen Sonne (meine Fresse – trotz
der Uhrzeit immer noch gefühlte 35°!!) und wäre trotz der ärgerlichen
Umständen, die Location betreffend – nie im Leben an den Gig in der Batschkapp
(Frankfurt) herangekommen.
| Prost! - heimliche Heimatverbundenheit wurde natürlich unterschwellig progagiert. |
Somit war das Zelt ein wesentlich begehrteres Ziel in dem Nifelheim warteten. Von Nifelheim
wusste ich nur, dass deren Sänger lustig aussieht. Das tat er irgendwie auch
mit seiner wundervollen Frisur, konnte zudem aber auch musikalisch mit einigen
nicht unbedingt Standartmäßigen, schwarzmetallischen Vocals überzeugen. Mir
gefiel der Auftritt recht gut, war aber eigentlich nur der Anheizer für…
… Crackhurenegomanenarschloch Kvarforth von Shining. Ach ich fand’s ja eigentlich
zum Brüllen komisch, wie er gleich zu Beginn mal allen Fotographen und
Zuschauern seinen schönsten Finger präsentieren musste, auf den Boden rotzte,
immer wieder verschwand um vor den Drums auf den Boden herumzukriechen, sich zu
besaufen und zwischendurch irgendwelche Beleidigungen zu nuscheln die sowieso
kein Schwanz verstanden hat. Entgegen allen Erwartungen, fand ich Shining rein
musikalisch gesehen nämlich erstaunlich stark. Richtig stark! Als DSBM Fan kann
ich diese Band ja nicht, nicht kennen – mir gab bislang nur keine einzige
Hörprobe irgendwas, daher war ich sehr erfreut, wie gut es doch klang. Der Typ
selber ist einfach nur grenzenlos peinlich und provozierte permanent dazu,
ebenfalls viele schönste Finger zu sehen. Darüber hinaus überzog er mal eine
stolze Viertelstunde was Gerüchten zu Folge ordentlich Zoff mit den Jungs von Asphyx gab. Warum ihm da nicht einfach
der Saft abgestellt wurde, wundert mich zwar – gleiches konnte man nach meinem
Gedünken My Dying Bride anno 2010
auch tun, trotz der Tatsache, dass sie die letzte Band der Main/Pain Stage
waren… aber wie dem auch sei, es war halt so. Musik war gut, Performance je
nach Gemüt lustig bis „erregend“. ;)
Zeit für Wasser… jaaaaa… *Hände
reib* - das gab es natürlich auch, wie Bier und Cola zum „Spottpreis“ für 3,30€
pro 0,4 Liter + 1€ Pfand. Preislich gesehen und in Anbetracht des
Ausrichtungsmonats (Hochsommer/Rekordhitze) irgendwo in der Kategorie
unverschämt einzuordnen. Jaaaaa… Dementi ist erlaubt, ich weiß – es gab auch
kohlensäurefreies Wasser für nur 1,50€ - die Frage war nur: WO?!!
Am letzten Tag fanden wir dieses
ultrakleinen Stand zufällig neben der Camelstage und das ist ehrlich gesagt ein
total beschissener Platz! Man sieht ihn nicht und müsste, sofern man oben bei
den Main/Pain Stages stehen wollen würde, weil da erfahrungsgemäß die größeren,
sprich beliebteren Bands spielen, jedes mal wenn man sich Trinken zu
einigermaßen entwucherten Preisen „leisten“ können will, von oben durch die erwähnte
Geschwindigkeitsberuhigende Merchzone latschen und den gleichen Weg wieder
zurück nehmen. Ich bin ja sicherlich nicht lauffaul, aber auf dem Weg hab ich
ja schon mindestens die Hälfte davon ausgetrunken. Und wenn ich bedenk, dass
ich an solchen Tagen locker bis zu 4 Liter Wasser, spottbilliges Wasser,
welches ich bei jedem Discounter für vielleicht 2€ + Pfand bekomme, trinke,
15-33€ zahle – dann enstehen sogar solche hässlichen Schachtelsätze… meine
Güte…
Camel Stage ist auch noch ein
tolles Stichwort bevor ich zum Finale komme: Stier, Ski’s Country Trash,
Black Sheriff, Ohrenfeindt, Nitrogods
und Mambo Kurt hab ich sicherlich
auch alle immer mal wieder live gesehen, oder zumindest live zwangsgehört –
waren aber alle partout scheiße und störend.
Warum man einem
Zigarettenhersteller einen eigenen Stand bieten muss, lässt sich kommerziell
und verkaufstechnisch sicherlich noch erklären, aber was zur Hölle soll diese
gesponserte Scheißbühne, welche so gut wie niemand sehen will? Auf der
permanent irgendein belangloser Rotz dudelt, was sich zwar sicherlich gut als
weltoffen verkaufen lässt, auf einem Metalfest in meinen Augen aber trotzdem
nichts verloren hat und zudem vor allem den Auftritt im Zelt stört? Schon 2010
gab es hässliche Soundüberlappungen, nichts desto trotz stand die Bühne wieder
am gleichen Platz und nichts hat sich geändert. Find ich schade, weil damit
grenzt sich die nutzbare Fläche im Zelt für mich schon wesentlich ein, aber
wenn es so sein soll. Bitte sehr…
ASP waren die Nächsten, welche im Gegensatz zu obig aufgezählten
Bands bewusst gehört werden wollten. Die Band hatte ich schon vor 3 Jahren im
Ulmer Zelt gesehen, was eine sehr innige und intime Atmosphäre hatte. Dies
konnte natürlich so in der Art und Weise auf einem Festival in dieser
Größenordnung nicht zelebriert werden, trotzdem war die Stimmung sehr
ausgelassen und fröhlich. ASP klangen vor allem live wesentlich härter als auf
der Scheibe. Ob es an der Tatsache lag, dass auf einem Metalfestival gespielt
wurde oder ob dies auch sonst ab und an live praktiziert wird, kleine und wohl
dosierte Growls fügten sich stimmig ins Gesamtbild, welches nicht mit
Pyrotechnischen Spielereien und dergleichen geizte. Ein wirklich gelungener
Auftritt, bei dem ich aber gegen Ende eilend Schrittes von dannen zog…
| So viel sah man ungefähr vor der einen Bühne stehend auf die andere. Hier von Amon Amart, beim anstehen auf Katatonia |
… um noch etwas von Vallenfyre zu erwischen. Lustigerweise
konnte ich Shining dankbar dafür
sein, so überzogen zu haben, denn somit war die ganze Setlist nach hinten verlegt
worden. Das heißt, Vallenfyre spielten eine Viertelstunde später und damit
nicht die ganze Zeit parallel zu ASP. Die Band selber gibt es noch nicht sehr
lange, hatte laut eigenen Aussagen auch einen ihrer ersten Auftritte und
dürften dennoch schon jetzt eine große Nummer im Doom/Death Bereich sein. Was
auch nicht wenig verwunderlich ist, wenn man sich anschaut welche Altmeister
sich in der Supergroup aus My Dying Bride, Paradise Lost, Doom und Co
zusammengerauft haben. Das Album war ein richtig fettes Teil, ebenso der
Auftritt und der verdiente Jubel. „Your making an old man very, very happy.“ –
Besser kann man doch nicht schließen…
Amon Amarth hatten den undankbaren Slot vor dem Überslot und waren
daher grundsätzlich die Band, welche vieeeel zu lange spielte. Schon zu Beginn
standen wir für Katatonia in der
zweiten Reihe an und konnten das Ganze somit nur über Leinwand verfolgen. Das
war zwar um einges uncooler, aber dafür um ein vielfaches ungefährlicher. Mit
Freundin an der Seite hatte ich nicht unbedingt große Lust, meine Erfahrungen
von 2009 zu erholen, als ich knallhart niedergetrampelt wurde. Musikalisch
gesehen hab ich eh das Gefühl, dass Amon Amarth eine Art Sackgasse erreicht
haben. Sie haben definitiv ihren eigenen Stil, treten diesen aber inzwischen
bis zum Erbrechen breit. Aufgrund des ganzen Rummels vermisse ich auf jeden
Fall Innovation, gespielte Songs waren zu erwarten. Man hätte Song-Bingo
spielen können…
| Die Sicht war so übertrieben überragend, hätte, wäre, wenn der Sound auch so gewesen wäre... =\ |
Und dann kamen Katatonia – den Traumplatz des
Jahrtausends, näher konnte es gar nicht sein, sie kamen auf die Bühne, fingen
an zu spielen und *brrruuuuuum*
Der komplette Auftritt
war für mich soundtechnisch im Eimer, weil ich viel zu Nahe an den Boxen stand.
Selbst mein bewährter Schutz bei vndergrovnd Clubs, Taschentuch in Streifen reißen,
zusammenknüllen, kurz in Mund nehmen, ins Ohr drücken brachte keine wesentliche
Linderung.
Wäre mir nicht berichtet worden,
dass der Sound mit den kostenlosen Kopfhörern ausgezeichnet war, ohne hingegen
wirklich nicht – ich hätte eine meiner Lieblingsbands verbal in Schutt und
Asche kloppen müssen. So gesehen war es meine eigene Schuld, was mir einen
ziemlich geilen Auftritt versaute. Klar – mir waren es zu viele Lieder von den
letzten drei Alben (das neue nicht eingeschlossen), hätte mir einen breiteren
Mix vorgestellt, aber das mir das ganze Gehör versagte war extrem ärgerlich,
darüber hinaus weiß ich, dass es theoretisch richtig gut war. Und bei den
Lieblingsliedern trotz geiler Stimmung keine Gänsehaut zu bekommen, weil das
Boxengebrummel die gesanglichen Tiefen egalisiert, das ist schon sehr bitter…
Inzwischen war schon 1 Uhr
Nachts und wir hatten beschlossen, in der Nacht heimzufahren – da eine weitere
Übernachtung Schlaftechnisch gesehen nur minimal Erholung bot. Bis wir uns
verabschiedet hatten und am Zeltplatz waren, wo das meiste schon vorsorglich
eingepackt war – hatten wir schon 2:30 Uhr. Die Heimfahrt gestaltete sich nicht
ganz so leicht, man wurde gezielt in eine andere Richtung gelotst als wir
hätten fahren müssen, um – hoppla Überraschung – in einer Polizei Kontrolle zu
landen. Natürlich gab es nichts zu beanstanden, außer das wir jetzt eine halbe
Stunde planlos durch die gruseligsten Käffer tuckern dürften (Warum haben die
ALLE keine Straßenlaternen in der Nacht? Beziehungsweise haben schon, aber alle
ausgeschaltet? o.O)
Nach einem wahrlichen Kraftakt
der Konzentration und des Durchhaltens, erreichten wir vollkommen am Ende nach
mindestens drei rational gesehen, notwendigen Zwangspausen irgendwann am frühen
Morgen um ca. 6 Uhr unser holdes heim. Danach folgte für mich eine der
anstrengensten Arbeitswochen des Jahres was mein verzögertes Review hoffentlich
entschuldigt.
| Das ist schon wesentlich voller und ungemütlicher. Live Auftritt via Leinwand ist jetzt nicht soo meine Vorstellung meiner schlaflosen Nächte. Bei großem Andrang eine durchaus realistische Entfernung |
Resümee: Es war trotz allen
Umständen noch ein tolles Festival, wenngleich sich das Breeze kontinuierlich
sein eigenes Grab schauffelt, in dem es einfach zu sehr versucht das Neue
Wacken Süddeutschlands zu werden. Es wird immer teurer was die Ticketpreise
angeht, die Getränkepreise finde ich nicht wirklich moderat sondern darüber –
die elende Ausrede, andere Festivals sind noch teurer hat in meinen Augen keine
Gültigkeit, ist ja immerhin kein Wettbewerb darum schlechter als andere zu
sein! Essenspreise sind gesalzen und ob der Qualität ebenso frech, (3,50€ für
ein kleines Eckchen Pizza – da ist sogar Pizza Hut ein Discounter dagegen) –
Merchstände hatten oft gleiche CD’s wie am Party.San nur 1-2€ teurer. Toilette
war natürlich ebenfalls teurer: 1,50€ für Kacken, 2,50€ für Duschen … bei
mangelnder Sauberkeit sogar noch unverständlicher. Das Festival wird mir
zunehmend zu groß, zu ungemütlich und zu überlaufen von allen möglichen
Vollidioten. Es zeichnet sich eben zunehmend eine Tendenz ab, welche mir
missfällt und traurig ist. Damit möchte ich nicht die großartige Leistung des
Teams dahinter oder der Bands schlecht reden, aber es gibt inzwischen andere
Festivals welche in meinen Augen besser sind.
Das Ragnarök Festival hat sich
als Auftakt schon zweimal bewährt, mit dem Party.San sich ein im direkten
Vergleich überlegener Kontrahent gemeldet.
Nächstes Jahr ist In Flames bestätigt. Eine Band welche
ich unbedingt noch live sehen möchte, ich befürchte nur leider jetzt schon zu
wissen, neben wem ich so alles stehen könnte und inwiefern ich den Auftritt
nicht in Ruhe verfolgen werden kann. Nüchtern betrachtet – was ich erstaunlich
oft war – haben sich genug Impressionen angesammelt um ein alles vernichtende [Hate]-alusicore auf die Beine zu stellen. Ich bin auf die
Bandbestätigungen im Dezember gespannt… mal schauen ob ich mir noch ein viertes
mal Breeze gebe.
Grußliste… beim Breeze
erfahrungsgemäß immer recht lange, ebenso erfahrungsgemäß proportional kleiner
je länger das Event in der Vergangenheit liegt und wirklich NIE komplett:
Das erste Bild ist der offiziellen Summer Breeze Homepage entnommen. Rest wie gewohnt selbst geschossen.
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Montag, 14. Mai 2012
Tragic Idol Tour 2012 – 11ter Mai @ Batschkapp Frankfurt
| GELB UNTERSTRICHEN: Es sollte mehr spielen! |
Dieser Abend hatte leider einen
unschönen Beigeschmack und ich bin und war mir recht unschlüssig, wie ich am
Besten was und wie in welcher Reihenfolge berichte.
Vielleicht damit, dass ich mir
für 54€ zwei Karten zum selber ausdrucken kaufte, ergo 27€ pro Karte zahlen
musste. Das ist nicht wenig, aber noch tragbar.
Angekündigt waren immerhin 3
Bands, als Headliner Paradise Lost und als Support Swallow the Sun und Vreid.
Um eines vorweg zu nehmen, Vreid traten an diesem Abend NIE auf! Darüber hab
ich jetzt verschiedene Stimmen gehört, welche sich widersprechen. Einmal
sollten sie auftreten, einmal wieder nicht. Ich hab mir am Folgetag den Flyer
besorgt, da ich ebenfalls sicher davon ausging, dass Vreid spielen sollten und
wie dem Bild zu entnehmen ist, steht es dort auch schwarz auf weiß! (Die Stelle
ist Gelb unterstrichen!)
Gut, davon konnte ich vorab
nichts wissen und war daher ganz unvoreingenommen. Den ersten Dämpfer gab es an
der Bar. Nicht nur, dass die gefühlte 10 Meter lange Theke mit 3,
zwischenzeitlich 2 Bedienungen dermaßen unterbesetzt war, auch nicht die sehr
hohen Preise (4€ für 0,5l Bier finde ich schon nicht ohne!) allein, was mich am
meisten störte war die Unhöflichkeit. Als ich endlich an die Reihe kam, fing
gerade lautstark der Soundcheck an was zur Folge hatte, das man sich nunmehr
schreiend unterhalten hätte können. Um
den Bestellvorgang zu vereinfachen und meine Stimme zu schonen, wollte ich
lediglich, die ca. einen halben Meter neben mir liegende Karte vor mich legen
und mit dem Finger auf meine Bestellwünsche zeigen. Die Art und Weise, wie
diese mir aus den Fingern gerissen und zurückgelegt wurde kann man als mehr als
nur frech und unhöflich bezeichnen. Aber da ich ein gutmütiger Mensch bin,
ignorierte ich diese Unverschämtheit und musste dann halt leider Gottes
schreiend meine Bestellung tätigen. Wenige Meter davon entfernt wurden meiner
Arbeitskollegin zwei dermaßen mies eingeschenkte Biergläser (Hälfte Bier/Hälfte
Schaum) als 0,3er Bier im 0,5 Glas verkauft und als zwei 0,5er Bier abkassiert.
Wäre dies jetzt eine Kneipe gewesen, wäre an dieser Stelle schon Schluss – denn
dann wäre ich sofort gegangen.
Aber ich wollte ja die Bands
sehen. Einlass sollte um 18 Uhr gewesen sein, Beginn um 19 Uhr, um 19:30 ging
es dann tatsächlich schon mit Swallow the Sun los. Unser Platz ganz links in
der Mitte des Raumes hinter einer niedrigen Glasscheibe war ideal, da sich so
niemand vor uns stellen konnte. Der Sound war bis auf eine Kleinigkeit am
Anfang spitze, die Abmischung zwischen Vocals und Band gelungen und so spielte
die Band kaum überraschend überwiegend Songs aus ihrem neuem Album. Halbplaybacksongs
wie „Cathedral Walls“ finde ich live nach wie vor unpassend, aber war trotzdem
gut umgesetzt. Für mich war es schon das vierte Mal, dass ich Swallow the Sun
live sah, einmal im Landespavillon und im Haus11 (beides in Stuttgart) und auf
dem Summerbreeze Festival 2010 in Dinkelsbühl. Dieser Auftritt dürfte durchaus
der Beste von allen gewesen sein, wenngleich mich unter anderem der Song „New
Moon“ – welchen ich herbeigesehnt hatte, nicht so dermaßen packte wie in
Dinkelsbühl. Natürlich war sofort die Gänsehaut und der wohlig kalte Schauer
vorhanden, was angesichts der tropischen, klebender Hitze durchaus als
Meisterleistung zu werten ist – aber es zerbombte mich (zum Glück?) nicht
dermaßen moralisch und seelisch wie damals. Ich schieb die Schuld für dieses
einmalige Erlebnis der passenden Menge Alkohol, Licht, Raum, Zeit und Co. in
die Schuhe. Es war einfach perfekt und ich wäre am liebsten auf der Stelle
zusammengebrochen.
Das war diesmal nicht so extrem der
Fall, trotzdem ein wahrlich gelungener Auftakt mit ersten Nackenmuskel
Penetrationen.
Nach einer knappen Stunde war
das ganze auch schon vorbei und während ich mir noch einmal, diesmal problemlos
2 Bier orderte, wurde schon das Paradise Lost Banner hochgezogen und umgebaut.
Das ganze sorgte bei mir schon etwas für Verwirrung und ich erklärte mir das
ganze damit, dass Vreid vielleicht schon gespielt hätten (was genau genommen unwahrscheinlich
gewesen wäre, da wir wirklich nur ca. 15 Minuten nach offiziellem Beginn auf
der Matte standen) oder danach spielen würden, da Paradise Lost vielleicht
früher los müssten oder was auch immer.
Ich hatte nicht auf die Uhr
geschaut, aber nach 20 bis 30 Minuten Pause fingen Paradise Lost an legten eine
irre Show an den Tag. Die Playlist war bunt durchgewürfelt und ein gut
gewähltes Best-Off ihrer Karriere von Klassikern aus „Shades of God“,
„Draconian Times“ über „In Requiem“ bis zu ihren neusten Stücken. Ich war das
ein oder andere male überrascht, wie viele Lieder ich davon kenne, ohne bewusst
im Hinterkopf zu haben, dass dies von Paradise Lost stammen. Stilistisch daher
sehr abwechslungs- und kontrastreich. Die Stimmung im Publikum war großartig
und es war einfach nur genial mit sehr hohem Spaßfaktor. (mir gefällt nur der
Begriff nicht ganz – Nominalisierte Synonyme für irre Gute Laune und Leistung
und Unterhaltung halt…)
Für die Zugabe ließen sich die
Herren etwas arg lange bitten und beklatschen, was angesichts der wahnsinnigen
Stimmung merkwürdig war und dann war ZACK Schluss…
… ein Blick auf die Uhr. 22 Uhr?
Jetzt schon? Die Lichter gingen an, es wurde sofort abgebaut und dann begann
der unschöne Teil seine noch viel beschissenere Story zu schreiben. Wir sind
kurz raus, standen nahe der Türe und waren daher relativ schnell – schauten am
Merchstand vorbei, wo wir erfolglos wieder abdüsten und wieder rein gingen, da
es keine Girlies für meine Freundin gab und ich keine 20€ für ein Shirt zahlen
wollte. Sie ging kurz auf die Toilette und ich wartete davor. Der vordere
Bereich vor der Bühne war schon zugesperrt, Kisten auf Rollen wurden
herumtransportiert und Besucher aus dem Weg geschriehen und symbolisch mit dem
Müll herausgekehrt. Das ganze wurde noch unterstützt von der Security welche
mit penetrantem „Halt! Bitte rausgehen“ Anweisungen einen nicht nur
buchstäblich, sondern auch tatsächlich rausschmissen. Nicht nur ich bekam auf
die Aussage, „Ich wart hier nur, meine Freundin ist auf dem Klo“ die Aussage
„Die wird auch irgendwann wieder rauskommen. Bitte weiter gehen.“ zu hören. Ich
gab das Pfand ab, meine Freundin kam zurück, ich wollte noch auf das Klo und
was bekam ich zu hören, auf die Frage, ob denn das noch möglich sei? „Nein! Ihr könnt ins Elfer (anderer Club
nebenan) gehen.“
Und das meine werte Damen und Herren ist ein absolutes
No-go! Ich bekomm a) 3 Bands angekündigt, wovon nur 2 spielen, werde b) scheiß
unhöflich an der Bar behandelt an der ich eh ewig anstehen und ordentlich
blechen muss und c) sofort nach Ende des Auftritts kollektiv rausgeworfen,
obwohl ich 27 Kröten dafür ausgegeben habe?
Eine solch bodenlose Frechheit hab ich noch nirgendwo erlebt
und noch nie war irgendein Konzert, nach so einer kurzen Zeit beendet. Ich habe
bislang über 150 Bands live gesehen, war in fast 20 Clubs/Hallen in über 6
Großstädten aber so was kam mir bislang noch NIE vor die Nase! Ich überlege mir
momentan immer noch, mich per E-mail zu Beschweren, sofern die Adresse an der
unübersichtlichen Seite zu finden ist. (bei tickets.de bin ich doch nicht
richtig?)
Zusammengefasst, ein auf musikalischer Ebene genialer Abend
welcher leider eine ordentliche Trübung abbekommen hat. Die Batschkapp hat bei
mir noch genau EINE Chance, da die dort spielenden Bands mehr als nur ein
Argument sind. Aber sollte das ganze wieder dermaßen Scheiße über die Bühne
gehen, hab ich die Message schon verstanden. „Sie sind nur zum Geld da lassen
erwünscht. Bitte weiter gehen!“ … -.-
Nachtrag:
Nachspiel: Beschwerde bzgl. Konzert am 11.05.2012 - 19ter Mai 2012
Keine Antwort ist auch eine Antwort - 06ter Juni 2012
Nachtrag:
Nachspiel: Beschwerde bzgl. Konzert am 11.05.2012 - 19ter Mai 2012
Keine Antwort ist auch eine Antwort - 06ter Juni 2012
Montag, 19. März 2012
Paradise Lost - Shades of God (1992)
| Frontcover |
Nachdem wir uns alle angeschnallt haben geht es los mit
„Mortals Watch the Day“. Das ganze ist recht gemächlich, nicht drückend und
schwer, aber es eilt auch nicht unbedingt. Die Vocals sind relativ unauffällig,
der Refrain hat wiedererkennungswert und die Solis im ersten Drittel sind recht
ansehlich. Ein paar Tempowechsel lassen sich auch wiederfinden und so
präsentiert sich der Opener als recht abwechslungsreich und vielversprechend. 7 Punkte
„Crying for Eternity“ startet da schon wesentlich langsamer
und sperriger. Den Anfang des Songs find ich ehrlich gesagt nicht gerade
überragend, aber er wächst in sich selber7,5 Punkte
indem er wiederkehrende Parts
geschickt wie einen roten Faden durch den ganzen Song verwendet. Die Solos und
die kurzfristige helle, freundliche Auflockerung gefallen mir hierbei am
besten. Spätestens hier muss man sich auch von dem Gedanken lösen, es mit einem
einfallslosem Album zutun zu haben. Das ganze ist wesentlich progressiver als
es das Label Doom weitläufig erwarten lässt.
| Erschienen bei: Music For Nations EAN-Nr.: 5016583113520 Katalog-Nr.: CDMFN 135 |
Mit einer
ähnlichen Stimmung fängt „Embraced“ an. Am auffälligsten finde ich den
Bruch vom Refrain zur zweiten Strophe. Es wäre übertrieben, ihn als „hart“ zu
bezeichnen, ich finde ihn aber nicht gerade rund. Das gelingt zum Abschluss
wesentlich besser, hier blitzt kurzfristig so etwas ähnliches wie Aggression in
Form gesteigerter Dynamik auf. Ich persönlich finde nämlich, verglichen mit den
Texten, die Umsetzung erstaunlich stoisch. 7
Punkte
„Daylight Torn“ lautet der vierte Song, welcher nach den
ersten Riffs etwas schneller vorprescht und sich erst in der Mitte des Songs
wieder etwas einfängt. In der vorletzten Strophe klingt es dann endlich
klagend, die Vocals harmonieren hier sehr schön mit den Gitarren. Das ruhige
Zwischenspiel gibt dem Ganzen 8 Punkte
Wirkung, um sich am Ende noch mal schön zu
entladen. Hier würde ich mein erstes Ausrufezeichen setzen, denn hier
entwickelt es sich genau in die Richtung wie ich es gerne hätte.
| Die Bookletgestaltung ist etwas arg mager aus- gefallen. Es ist alles da, aber nur in minmalem Ausmaß. |
„Pity the Sadness“ nimmt diesen Schwung mit und klingt dabei
nur selten doomig. Das ganze hat vielmehr eine thrashige Schlagseite und ist
damit eigentlich Ideal im Album platziert. Die Stelle von 4:18 bis 4:30
zeichnet sich zudem noch mit einer wunderbaren Atmosphäre aus, welche leider
nicht weitergeführt wird, sondern durch eine nicht viel mindere Variante ersetzt
wird. In Kombination mit dem voran gegangen Song, knappe 8 Punkte
„No Forgiveness“ klimpert anfangs leise vor sich hin, bis
die schweren Gitarren langsam einsetzen. Höhepunkt für mich ist die Textpassage
„Hearing you talk is a waste of silence“. Nicht weil sie irgendwie besonders
cool umgesetzt wäre, das ist sie leider nicht – aber die Aussage hat einfach
was. Auch hier lassen sich diverse Solis und Stimmungswechsel finden,
allerdings fehlt mir einfach der Reiz oder das gewisse Etwas, welches im Ohr hängen
bleibt. 6,5 Punkte
„Your Hand in Mine“ wird sogar noch zäher und überrascht mit
stimmigen, tiefen clean Vocals welche nahtlos in Growls übergehen. Vielleicht
der passende Moment um zu betonen, dass diese das ganze Album über sehr, sehr
gut verständlich und recht ruhig sind. Lang gezogene Gitarrensounds und
marschierende Drums steuern gegen Ende auf ein Finale zu, welches sich
allerdings nicht als großer Knall entlädt, sondern harmonisch den Kreis
schließt. 7 Punkte
| Backcover und Tracklist |
und naja. Er klingt nicht irgendwie besonders anders, als just gehörten Songs und bis zum gelungenen Finale rauscht er ohne weitere Höhepunkte recht belanglos an mir vorbei. Letzteres rettet aber den Song noch auf
Den Abschluss bildet „As I Die“ und dieser ist in meinen
Augen auch schon so ziemlich der Topsong schlechthin. Seien es die geflüsterten
Passagen welche sich wunderbar in den Song einschmiegen und für bitter
benötigte Kontraste sorgen, oder die unvergleichliche Melodie, welche ich als
einzige wirklich im Kopf behalten kann. Auf diesem Mindestniveau hätte ich mir
ALLE Lieder gewünscht. Zum Ansporn gnädige 8,5
Punkte
Fazit:
Ich finde das Album wirklich nicht schlecht, aber es wirkt
auf mich viel zu… und hier fehlt mir leider das Vokabular. Es ist definitiv
nicht langweilig und vorhersehbar, dafür hat es zu viele dynamische Wechsel und
Stimmungen. Den Gesang selber finde ich ein wenig emotionsarm, technisch sehr
nah an der Eindimensionalität, aber insgesamt betrachtet kann man dem Album auf
keinen Fall diesen Vorwurf machen. Das Album hat auch eine sehr homogene
Atmosphäre, welche ich als durchaus bedrückend empfinde kann, aber nicht immer muss.
Vielleicht fehlen mir einfach die Extreme, denn es macht mich weder glücklich
noch traurig, ich empfinde es nicht als erregend noch bin ich dem ganzen
gleichgültig gegenüber gestellt. Man kann es sehr angenehm anhören, aber
irgendetwas fehlt mir noch und ich komm verdammt noch mal nicht darauf was es
sein könnte. Trotzdem bleibt es ein
Klassiker dem man ein Ohr gönnen sollte.
Gesamtergebnis: 6,83* 7,31
Gesamtspielzeit: 54:46
Durchschnittsdauer: 6:05
Liedqualität: 7,39 (3x)
(7 + 7,5 + 7 + 8 + 8 + 6,5 + 7 + 7 + 8,5) / 9 = 7,39
Cover: 5* 7,38 (1x)
Cover: 5
Lyrics: 9/9 = 10
Aufmachung: 4,5
Cover: 5
Lyrics: 9/9 = 10
Aufmachung: 4,5
Abwechslung:
7 (1x)
*Änderung aufgrund der neuen Bewertungsrichtlinien!
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