Mittwoch, 12. September 2012

Summer Breeze Festival 2012 – 17ter August @ Dinkelsbühl - Teil 2/3



Teil 2 des viel zu lang ausgefallenen Berichts:

Der nächste Tag begann sehr früh, denn es wurde unglaublich heiß im Zelt. Ohne Pavillon und sonstigem Schatten, glich das kleine Zelt ab spätestens 9 Uhr mehr einem Backofen, denn einer Schlafbehausung. Wir halfen uns mit einer Kalt/Wärmefolie und hofften daher, am nächsten Morgen etwas länger schlafen zu können.
Für alle Unwissenden: Silber nach außen und es wird innen kühler, Gold nach außen… viel Spaß… *harhar*

Da The Foreshadowing viel, viel, vieeel zu früh spielten – ließen wir sie gekonnt aus und pilgerten ein wenig über das Festivalgelände und besuchten hier und dort jemand. Unter anderem versuchten wir bei widrigen Umständen in Form von sinnlos, lauter Musik aus dem nebenan stehendem Auto „Wer bin ich“ zu spielen, was in recht fiese Namen beinhaltete. Ich mein wie zur Hölle soll ich auf Lilo Wanders kommen?! Bis auf bescheuerte Kommentare bei noch viel dämlicheren Chartshows, welche beim zappen gestreift werden, hab ich dieses („Bin ich männlich/weiblich?“ – „Öh… kann man nicht unbedingt so sagen“ – „???“) nie gesehen, unwissend ob des Namens oder sonstiger Tätigkeiten. Falls es interessiert, gewonnen hat der Spieler welcher Wolfgang Priklopil auf seiner Stirn kleben hatte.

Die Folie sollte helfen das Zelt kühler zu halten.
Funktionierte nur bedingt.
Wichtig: die Metalgigs.de
Flagge!!!
Black Sun Aeon wurde aufgrund der gemütlichen Stimmung und der lang andauernden Runde ebenfalls verpasst, pünktlich zu Before the Dawn – was ja nicht ganz unähnlich ist *g* - standen wir aber schon wieder vor der Bühne.
Zum Auftritt… jaaaaa, was soll ich sagen: mir war bewusst, dass auf deren neustem Album der Clean Gesang wieder komplett verschwunden ist, ob dies aber die neue Stilrichtung ist und/oder ob sich da einvernehmlich getrennt wurde oder nicht ist mir unbekannt. Ich hatte auf jeden Fall auf diesen ansprechenden Mix gehofft, welcher natürlich nicht kam. Darüber hinaus stammten locker die Hälfte der Lieder vom neuen Album, welches mir vollkommen unbekannt ist. Mein Einstieg war daher überraschend schwer, wenngleich die dargebrachte Leistung nicht schlecht, sondern gehobenes Mittelmaß war. Gegen Ende fand ich den Zugang schon eher, dennoch ein klein wenig ernüchternd.

Insomnium hatten inzwischen kaum überraschend auch so ziemlich das gleiche Set wie am Party.San am Start. Waren qualitativ in Ordnung, der Gig die Woche zuvor aber ein wenig besser. Diesen konnte ich aber wie dort schon angesprochen, nicht gebührend wertschätzen und feiern, insofern etwas schade und unglücklich verlaufen.


Das sollte schmecken. Was überhaupt
nicht der Fall war.... =\
Eine Garantie auf gute Laune gibt es bei Dark Tranquillity. Inzwischen ein fast schon gewohnter sympathischer und energiegeladener Auftritt. Stanne wie immer bis zum Platzen glücklich und froh, was sich natürlich hervorragend auf die Zuschauer überträgt und zurückreflektiert wird. Songauswahl war wenig überraschend, aber eingängig und genau das, was das Publikum wollte. Spielten locker ihr Set durch und wurden verdient gefeiert.

Und dann kamen wieder Immortal. Diesmal nahezu gleich positioniert wie bei Iced Earth hinter dem Wellenbrecher, was einen guten Blick auf die Show ermöglichte und das lohnte sich auch. Typische Posen und viele Faxen und die berechtigte Frage. Verarscht er sich selbst, die Szene, uns oder will er einfach nur Spaß haben? Zwischen den Liedern irgendwo seitlich die Bühne zu verlassen um sich an den Rand zu setzen, plötzlich Arme und Beine hochzureißen um die Menge zum Jubeln zu bringen, schafft auf diese Art und Weise sonst niemand. Black Metal Käfer auf dem Rücken ist Krieg!!! Die Szenerie war nur dermaßen absurd, die hätte bestimmt auch für einen Sketch von Monty Python verwendet werden können. Aber auch abseits dieser Aktion, wussten die drei Jungs ganz genau was sie können und rissen daher auch musikalisch erneut eine Hammershow ab. Während dem letzten Lied machten wir uns aber schon vom Acker, um dem ganzen Stau präventiv auszuweichen.

Das half schon viel mehr. Gegen Sonne, Indianer
und natürlich auch gegen Sonstiges.
Die Zwangsverengung durch die Merchmeile empfand zumindest ich als störend, da es in meinen Augen einen direkten Zugang zur Bühne geben sollte. Dort staute sich wenig überraschend nämlich immer mal wieder die Menschenmenge an, was sehr ärgerlich war, wenn gerade eine Band schon spielte, welche man unbedingt sehen wollte. Genauso war es nahezu unmöglich hoch zu kommen, wenn irgendein gehypter Act zu Ende war und die Menschenlawine einem entgegen kam. Könnte man sicherlich vermeiden, wird aber offensichtlich gezielt so gemacht.

Wir steuerten das nächste Camp an wo wir den Abend mit lustigen Trinkspielen verbrachten. Da wir sowieso nie dazu kamen, unseren eigenen Vorrat zu verbrauchen – spendierten wir großzügigerweise unser ganzes Bier unter der Bedingung einer begleitenden Tragehilfe. Natürlich scheute sich „der geheime Weg“ nicht, seinem Namen alle Ehre zu erweisen.

Und so zählten wir munter von 1-17, erfanden stets neue Regeln wie statt eins sagen, drei Schluck trinken, statt 3 sagen halb so viele Schlücke wie eins trinken, bei vier sieben sagen, bei fünf nichts sagen und aufstehen und um seinen Stuhl laufen usw. wobei derjenige welcher den Fehler machte, einen Strafschluck + reguläre(n) Schlu(e)ck(e) + wieder bei eins anfangen musste. Da die Fehlerquote teilweise dermaßen hoch war, schafften wir es nicht ansatzweise alle Zahlen mit Aktionen zu belegen und trotz der ursprünglichen Aussage, („Die Bands am späten Abend schauen wir nicht mehr, gehen lieber schlafen“ – hätten wir locker Eisregen und Ahab + imaginäre Bands danach schauen können. Stattdessen zählen und trinken und ach scheiße… wo war unser Zelt schon wieder?



Das erste Bild ist der offiziellen Summer Breeze Homepage entnommen. Rest wie gewohnt selbst geschossen.

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