Donnerstag, 9. Mai 2013

Neugestaltung CD-Reviews:



Hallo, heut hab ich mal endlich angefangen probeweise selbst Fotos von meinen CDs zu schießen um diese in meine Beiträge einbinden zu können, ohne gleich Abmahnschreiben um die Ohren gehauen zu bekommen. Bildrechte sind aktuell ein extrem heißes Thema seitdem sich vor gut einem Jahr Anwaltskanzleien angeschickt haben, zig private Blogs auf hohe Summen zu verklagen.
Grundsätzlich gilt, ist es nicht das eigene Bild – Finger weg! Auch bei Alben und Buchcover gilt dies, wenngleich hier die Wahrscheinlichkeit einer Abmahnung geringer ist, immerhin betreibt man ja quasi kostenlos Werbung. Erlaubt ist es hingegen schon, wenn man sich des Bildzitates bedient. Auch hier muss man aufpassen:
Ars Macabra - Daemonolatria Hypnotica (2004)
So sollen in Zukunft die Bilder aussehen,
hier beim Review von Ars Macabra.
Man muss das explizite Recht an dem verwendeten Bild besitzen, d.h. es ist vielleicht laut Bildzitat erlaubt einen x-beliebigen Googel Treffer zu verwenden, ich besitze aber so kein Recht an dem verwendeten Bild. Folglich hilft nur selber machen und kein Verwenden eines fremden, selbergemachten Bildes. Man könnte sich damit zwar immer noch in einer Art Grauzone befinden, wenn man sich aber auch inhaltlich nicht nur mit der Musik z.B. befasst sondern auch das Cover anspricht geht man auf Nummer sicher. Da bei mir dieser Punkt zudem noch ein Bewertungskriterium ist, wird das Ganze so nicht nur objektiv für jeden selbst beurteilbar sondern erfüllt auch noch einen direkten Zweck.

Das Wasserzeichen habe ich mit der TSR Watermark Image Software eingebunden. Ein kostenloses und leicht zu bedienendes Programm. Somit sind meine Bilder auch vor „Diebstahl“ geschützt und ausdrücklich als von mir gekennzeichnet und zudem finde ich, sieht es auch schick aus.

Ich werde jetzt schrittweise alte, sprich bereits veröffentliche Reviews editieren indem ich dort ebenfalls Bilder nachreiche und bearbeite. So – zumindest meine Meinung, macht das nicht nur optisch einiges mehr her, man kann sich darunter auch etwas vorstellen und erinnert sich vielleicht an meine bescheidene Meinung, sofern man mal die eine oder andere Platte in den Händen hält.

Außer CD-Reviews, Konzertberichten und der [HATE]-alusicore Reihe werde ich momentan nichts liefern können. Das ganze ist, nach so wenig es auch klingt – bedenkt man was für abartig langsame Uploadzeiten Blogspot momentan hat was Bilder anbelangt – doch sehr zeitaufwendig.
Ich will parallel dazu im Hintergrund noch eine Art Chronik anfertigen und evtl. die ein oder andere Layoutveränderung vornehmen, zumindest aber inaktive Kategorien aus dem Reitermenü entfernen. Nicht alles was ich geplant hatte, ging sich so aus wie ich es mir vorgestellt hatte. Damit diese Posts nicht untergehen will ich eine übersichtliche Chronik erstellen, ist aber wie gesagt noch nicht spruchreif. Momentan überleg ich mir diverse Optionen mit Labels, Farben oder Erklärtexten.

Bei meinem Literaturblog feile ich noch immer vergebens nach einem Logo. Auch dort will ich (wieder) Bilder online stellen und die Bücher um einige Details bereichern. Primär fang ich jetzt damit aber hier an.

Montag, 6. Mai 2013

Orchid – Europa Tour 2013 – 01ter Mai @ Steinbruch Theater Mühltal


Eigentlich war ich ja noch vom gestrigen Konzert ziemlich erledigt, Bayern gegen Barca kickten zudem auch noch gegeneinander und trotzdem wollte ich den Tag nicht irgendwie ungenutzt daheim verbringen, zumal ich die nächsten zwei Tage auch noch frei hatte.

Vom Namen her, war mir jede auftretende Band unbekannt und auch in dieser Spielrichtung bin ich nicht absolut firm. Ein Umstand welcher natürlich nachzubessern ist! Vor der Abreise stöberte ich im Internet noch nach Infos bzgl. der letzten Busverbindungen, notierte sie mir und zog nicht überragend begeistert, aber gespannt los.

Das heute einfach nicht mein Tag sein sollte, hätte mir schon da bewusst werden müssen – als ich warum auch immer eine Haltestelle zu früh ausstieg und erstmal einen gut 1,5km langen Fußmarsch vor mir hatte. Der zeitlich genau festgelegte Plan ging somit schon mal schief.

Dass der Headliner Witchcraft abgesagt hatte, war mir vorab schon bewusst, dass trotz alledem noch der volle Preis von stolzen 18€ an der Abendkasse verlangt wurde, fand ich hingegen nicht so prickelnd. Der 1€-Getränkegutschein als Entschädigung ist da so gesehen eher ein schlechter Witz!

Auf der Bühne standen bereits Troubled Horse und ich war erstmal baff wie voll der Laden war. Vor der Bühne war bis zum Eingang alles voll, an gute Sicht war vorläufig nicht zu denken. Folglich wurde gleich der Gang zur Bar im Nebenraum angepeilt um den Gutschein gleich zu verbraten. Dort war auch glücklicherweise ein Fernseher angebracht, sodass auch das Fußballspiel nicht vernachlässigt werden würde.
Da aber schon genug Zeit sinnlos vertrödelt war ging es wieder vor die Bühne, respektive zum Durchgang. Viel mehr Platz war nicht gegeben, aber so konnte immerhin der ein oder andere Blick erhascht werden. Musikalisch ging das ziemlich in Ordnung, von Solos bis hin zu stimmungsvollen, ruhigen Passagen war alles gegeben. Der Sänger zuckte zwar ein wenig hin und her beim Singen, aber das macht Joe Cocker auch und daran stört sich auch kaum jemand. (Den hätte ich mir beinahe erst vor kurzem live angeschaut, aber der Faktor Zeit und vor allem Faktor Geld hatten nicht ganz unerhebliche Einwände)
War durchaus brauchbar was es zu sehen gab, danach ging es aber gleich wieder in den Nebenraum um einen guten Blick für das Halbfinale zu sichern.

Orchid Live - näher ging nicht
Zoom? Keine Ahnung wie das funzt...
Free Fall hörte ich daher primär erst mal nur von neben an, eine Band in der sich zumindest teilweise Witchcraft versammelt. Sonderlich vom Hocker riss mich das aber nicht. Gegen Ende beschloss ich aber dennoch, kurz mal einen direkten Blick zu wagen und wurde gleich belohnt. So wirkte das Ganze schon wesentlich besser, wenngleich ich mit dem Sänger einfach nicht warm wurde. Keine Ahnung warum genau, dürfen wohl sehr subjektive Gründe sein – zumindest aber ausreichend genug vorhanden, als dass mir der Auftritt sonderlich gefiel.



Nachdem noch mal zum Fußball geswitcht wurde und ich ca. nach der 60ten Minute sicher war, dass dort nichts mehr anbrennen würde (womit ich richtig lag) – widmete ich die restliche Zeit ganz und allein Orchid. 
Diese waren somit zum Headliner befördert worden und nutzten diese Chance hervorragend. Die schweren Riffs hatten Substanz und harmonierten wunderbar mit der erdigen, sehr nach Retro klingenden Atmosphäre. Das Ganze hätte auch wunderbar in den 70er/80ern geschrieben werden können, passte aber auch jetzt in der Gegenwart wunderbar. Es hatte dabei nur diesen angenehmen Charme des Alten, irgendwie Bekannten ohne damit gleich langweillig zu wirken. Eine Band welche man sich durchaus im Hinterkopf behalten sollte!

 

Und jetzt endete alles genauso bescheuert wie es anfing. Um 23 Uhr verkündete die Band, dass sie nun ihren letzten Song spielen würde. Eine Viertelstunde später würde mein Bus fahren, laut Eingangs erwähnter Recherchen. Hochgerechnet mit Zugaben und Co, rechnete ich mir aus, dass ich nicht sonderlich viel mehr verpassen würde, würde ich jetzt noch kurz die Toilette aufsuchen und gen heimwärts laufen um eben nicht nachher gut dreißig Minuten auf den letzten Bus warten zu müssen.
Gesagt getan und FUCK YOU Rmv! Natürlich fuhr der Bus um Viertel nach nicht! Heute war Feiertag und dort fuhr er nur kurz vor der vollen Stunde. Genau deswegen, weil ich genau dies erahnte, hatte ich mich vorher auf der Betriebseigenen Homepage des Verkehrsbetreibers schlau gemacht. Mit Verlassen der Location erlischt nämlich die Eintrittskarte und dass ich vollkommen richtig lag, sah ich wunderbar daran, dass keine 20 Minuten später sämtliche Konzertbesucher mit dem Auto an mir vorbeifuhren, während ich wie der letzte Trottel noch ewig auf den Bus warten konnte.

Irgendwie gab dies auch dem Abend einen gewissen Beigeschmack, es war einfach nicht mein Tag. Anreise doof, Abreise doof, Eintrittspreise nicht billiger bekommen, Bands durchschnittlich bis gut, aber selten zwingend. Und als wäre das nicht genug, teuer ist der Laden zudem auch noch was Trinken anbelangt, vor allem wenn man kein Bier und nicht gleich Wasser trinken will! Nachdem ich vollkommen nachvollziehbar die teuren Preise beim Kings of Black Metal angeprangert hatte, kann ich hier leider noch mal nachlegen. Dort 2€ für den 0,2l Becher Cola, hier 3,30€ für 0,3l Glas Cola. Das sind 11€ für den Liter Cola! Dafür bekomme ich im Supermarkt 11,09 Liter Cola inklusive Flaschenpfand! Macht den niedlichen 1€ Trinkgutschein noch viel höhnischer… -.-



Edit: Theoretisch hab ich sogar noch  EIN kurzes Video gemacht, aber via Blogger finde ich es im Moment leider nicht. Ich hoff das klappt bis morgen, sonst kommt halt nur ein schnöder, schnöder Link

Sonntag, 5. Mai 2013

Agalloch – 30ter April 2013 @ Club Zentral Stuttgart



Die Vorgeschichte ist hektisch, waren doch die Karten für Agalloch stark limitiert, auf süße 250 Stück. Eigentlich war die Veranstaltung praktisch schon ausverkauft, aber über den S-C-R Shop konnten noch gerade so zwei Tickets geordert werden. Stuttgart war jetzt nicht wirklich um die Ecke, leider aber die nächste Veranstaltung der stattfindenden Tour. Frankfurt wie so oft und warum auch immer, mal wieder außen vor. Karten waren also schon Monate zuvor gesichert, einzig der Dienstag war noch problematisch. Musste ich mir halt frei nehmen…

Kurze Zeit später wurde ein weiterer Termin bestätigt. Karlsruhe und Montag, ein Tag an dem ich abends eh frei hätte. Das Problem: personalisierte E-Tickets standen dem Tausch via Weiterverkauf und Co im Weg. Scheiße, wäre auch finanziell und zeitlich angenehmer gewesen, da das Mietauto pro Kilometer doch ordentlich Geld frisst.

Aber das „Drama“ nahm natürlich erst noch richtig seinen Lauf. Ich bekam frei und wir konnten auch fast pünktlich losfahren, allerdings unterliefen uns da schon mal zwei Fehler:
a) waren unsere Handys/Navis, wenn dann nur halb aufgeladen was sich später beinahe noch rächte
b) hatten wir nicht bedacht, dass am nächsten Tag Feiertag ist und war und folglich halb Deutschland mit dem Auto quer durch die Republik tuckern musste. Kombiniert mit Regen und dem leider weit verbreitetem Unvermögen was die Beherrschung eines vierräderigen Gefährts angeht, hatte dies zur Folge, dass die Staumelder Amok liefen.

Den Stau auf der A5 konnten wir umfahren indem wir die A61 benutzen, aber auch hier teilweise schon stockend. Die A6 war da noch problematischer und direkt vor Heilbronn liefen wir auf einen 6km langen Stau auf, konnten aber gerade so mit viel Geduld noch die Abfahrt erwischen. Währenddessen meldete das Radio auf der Gegenseite 14km Stau und auf der A81 ebenfalls zwei Unfälle. Über diverse Landstraßen und Dörfer konnten wir da aber das meiste umfahren und bis wir auf A81 waren, waren auch die Unfälle beseitigt oder eben umfahren.

Und jetzt kam eben noch meine Lieblingsstadt Stuttgart! Ich hasse die dortige Straßenführung. Großstäde sind für mich per se kein Problem, aber mit Stuttgart hab ich es warum auch immer überhaupt nicht und natürlich fällt dort dann auch noch jedes Mal das Navi aus bzw. gibt ungenaue und widersprüchliche Angaben. Die Ecke wo der Club Zentral liegt, war mir ebenso noch vollkommen fremd. Scheinbar sind dort etliche andere Clubs ringsum angesiedelt, die Parkplatzsuche war folglich auch noch eine Etappe für sich.

Damit sind also schon die Highlights der Vorband Fen erzählt. Sprich wir haben sie leider vollkommen verpasst, länger als 45 Minuten konnten sie aber auch nicht gespielt haben.

Die erste Barriere gab es schon gleich am Eingang, eine unglaubliche Hitze schlug einem sofort entgegen und wurde nicht besser je näher man der Bühne kam. Klar der Laden war ratzevoll, total ausverkauft. Aber im Hoodie und in der Lederjacke, welche ich mir immerhin noch um den Bauch binden konnte, war es wärmetechnisch nahezu unerträglich warm. Das wurde den ganzen Abend über nicht besser. Leider, denn es schmälerte doch ein wenig den Genuss von Agalloch.


Denn diese wussten vollends zu überzeugen! Die Setlist war stark und beinhaltete, wenn ich mich nicht täusche, auch ein paar Lieder der EP’s. Zumindest war mir das ein oder andere noch fremd und bis auf die Debüt Demo kenne ich eigentlich alle Alben. Vinylscheiben hab ich daheim auch noch zwei rumliegen, aber mangels Plattenspieler eben noch nur liegen.
Auch der Sound saß, er wirkte auf mich zwar anfangs etwas stark elektronisch was sicherlich eine sehr bescheidene Beschreibung einer E-Gitarre ist, aber in meinen Augen ein wenig anders rüberkam als auf den Alben. Weniger gedeckt und spährisch, sondern kontrastreicher – sich im Laufe des Abends aber gut einfügte und nicht weiters negativ, was er auch grundsätzlich nicht tat, oder sonstig sonderlich auffiel.

Es hätte der perfekte Gegenpart zum leider nicht ganz genießbaren Auftritt beim Ragnarök Festival 2012 werden können, damals aufgrund asozialen „Fanverhalten“ rund um uns herum vermiest. Aber diese gottverdammte Hitze schaffte es leider immer wieder mich in die Realität zurück zu holen, womit ich leider nicht vollends in die ausgestrahlte Magie der Lieder versinken konnte. Schade, denn so wart ich noch weiterhin auf die 1 mit Stern, der – davon gehe ich aus, die Band mit Leichtigkeit erspielt.

Die Getränkepreise waren in Ordnung, theoretisch hätte ich mir auch wesentlich mehr zum Drinken gekauft weil ein ungemeiner Bedarf meinerseits bestand, aber dies wäre leider zu Kosten meines guten Stehplatzes gegangen. Daher gefühlt dehydrit, das Ganze aber dennoch gut überlebt.

Heimfahrt war okay und unkompliziert. Zwar hatten Navis längst keinen Saft mehr – aber zurück fand ich auch ohne. Insgesamt sehr teurer Spaß, rechnet man das Mietauto mit rein, welcher die Erwartungen absolut erfüllen konnte, nur das nervige Detail „Wärme“ hätte besser sein können.