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Donnerstag, 15. August 2013

Metalfest Open Air Germany 2013 – 22ter Juni @ St. Goarshausen (Loreley) – Teil 3/3





Warum nicht mal ein Bild von einem Klo?
Das kostete zwar 1€ Eintritt, sah dafür aber auch
für Festivalverhältnisse relativ gut aus. Warte-
schlangen waren auch okay, es sei denn
man wollte duschen...
Gerade noch dunkel, Cut – Sonne dringt durch meine Augenlieder, ich hör Menschen und realisiere: ich bin nicht in meinem oder irgendeinem Zelt. Ich sitze, schau mich um. Ich sitze vor irgendeinem Zelt, schräg gegenüber irgendeine fremde Frau in einem Liegestuhl, vor mir ein fremdes Zelt. Im Sitzen geschlafen? Keine Ahnung, ich will aufstehen und realisiere, dass ich im Schneidersitz sitze und so wie sich gleich sofort kein Muskel mehr vernünftig mehr bewegen kann, doch schon ziemlich lange. Ich wanke wie plötzlich massiv gealtert los, „Alles okay?“ werde ich von irgendwo gefragt und unfreiwillig unfreundlich brummel ich irgendwas vor mich hin und such irgendwas Bekanntes. Eigentlich dachte ich, mich links am Hang zu befinden mit dem Rücken zum Festivalgelände, aber inzwischen scheint mir rechts am Hang auch möglich wenn nicht sogar wahrscheinlicher zu sein. Ziemlich schnell ist meine Freundin aus dem Bett geklingelt. Huch wie erst 8 Uhr, Samstag frei und geweckt? Sry – aber ich muss erst gaaaanz viel erzählen.


Der Tag beginnt so richtig scheiße und zerstört, bis in den späten Nachmittag kann ich nicht mehr ohne Schmerzen laufen. Irgendwann stelle ich fest, dass mein rechter Arm komplett aufgeschlagen ist und massig Dreck in die Wunde reingewachsen ist. Das verheilte zwar gut, ist aber jetzt immer noch zu sehen und wird wohl als Erinnerungsstück bleiben. Irgendwann fand ich endlich mein Auto, belaberte die benachbarten Franzosen mit einem sicherlich ultraschlechtem Englisch, für das ich mich später nochmals entschuldigte – fand im Camp erst niemand wieder vor, genauso wenig wie den Stuhl und irgendwann zog es mich zu Krisiun. Eine Death Metal Band vor der ich ein Album habe und welches ich mir durchaus geben kann. Aber an dem Tag ging nichts mehr. Die Musik war mir einfach zu wild und zu schnell, bangen? Wäre der reine Wahnsinn gewesen…

Impressionen: Threshold live
Vorteil: Keine störenden Menschen, super Sound
Nachteil: Naja - nix zu sehen...
Zurück im Camp die ersten bescheuerten Fotos gesehen. Erinnerung? Fehlanzeige, Geschichten hingegen en masse. Was für ein Scheiß und dabei wollte ich extra wenig trinken.

Die Konsequenz des Abends? Ich musste sehr schnell die Segel streichen und mich wieder schlafen legen bzw. es versuchen. Im Auto döste ich fast eine Stunde vor mich hin um von den wunderbaren Klängen und Melodien von Threshold geweckt und/oder begleitet zu werden. Das hatte etwas Wunderschönes und stilvolles, gefiel mir total und selbst wenn ich sie dabei nicht gesehen hatte, der Sound war spitze und sicher besser als vorne. Das war bemerkenswert, aber auch irgendwie traurig. Vor der Bühne hörte sich alles einfach zu laut, bisweilen übersteuert an. Über das Camp verteilt und in den Hängen eingebettet dagegen perfekt. Das gefiel mir auf jeden Fall so sehr, dass ich gegen Ende des Sets mehr wach als schlafend und oder dösend war. Erholt war ich zum Glück im Rahmen der Umstände genug.

(Mit Bildern jetzt so ein langer Post, da setzt ich jetzt mal ausnahmsweise einen Jump Break)