Sonntag, 4. Oktober 2026

@2_PlayList: Mayhem - Pure Fucking Armageddon (Re-Release 2024, Remastered)

30.09.2026:

Mal ganz außer Acht lassend, dass ich kaum klassisch in den Black Metal eingestiegen bin - Satyricon hat zu der Zeit eher schon Black'n'Roll gemacht, bog ich ziemlich zielstrebig in die Untiefen des DSBM ein - aber für den klassischen Werdegang ist Mayhem einer der großen und wichtigen Namen.

Hier hatte ich lange nur Kontakt mit dem Grand Declaration Of War Album und das ist etwas schwierig und nicht ganz repräsentativ. Kürzlich hörte ich dann in das neuere Daemon Album, was mir schon besser gefiel und mit hier behandelten Werk gehen wir ganz zurück in die Anfänge 1986.

Wir haben hier auf der "Fuck" Seite die Studio Version der Songs und auf der "Off" Seite die ungemischte Version - bzw. mangels Tape hier halt hintereinander auf der CD abgespielt.
Die "Studio" Version ist schon sehr rough und wüst abgemischt, die ungemixte Seite dann noch um ein wesentliches mehr.

Ich honoriere den Fakt, dass dies damals so gewollt und der Spirit der noch sehr jungen Bewegung war und damit einiges ins Rollen brachte, die erwähnenswerten Hymnen müssen dann aber später darauf aufgebaut haben denn rein musikalisch ist dies in meinen Augen noch nichts besonderes. Den Impact verstehe ich, denn soetwas in dieser Zeit gehabt haben muss - aber 2026 lockt man damit niemanden mehr hinter dem Ofen vor. Es gehört halt zur Musikgeschichte dazu und ist dafür ganz okay, mehr aber für mich nicht.

** = Durchschnitt

Freitag, 2. Oktober 2026

@2_PlayList: Vallenfyre - Fear Those Who Fear Him (2017)

28.09.2026:

Ich finde es immer ganz interessant, wie unvoreingenommen und aus welchem Bauchgefühl heraus meine Frau Alben beim gemeinsamen CD shoppen aussucht. Neben "habe ich schon" oder selten wenn es für mich eindeutig ist "schwierig - wird dir wahrscheinlich nicht gaaanz so gefallen" sage ich in der Regel nichts dazu, weil ich sie so ganz alleine Dinge entdecken lassen will oder ich vielleicht sogar neidisch darauf bin, diese "abenteuerlust" kaum mehr zu kennen, da ich in der Regel das meiste kenne oder einordnen kann, was heutzutage in den immer abgespeckteren Auslagen zu finden ist. Hier schlug sie auf jeden Fall zu und als wir in einem anderen Zusammenhang gemeinsam Musik samt Video via Youtube hörten und irgendwann mit einem amoklaufenden Algorhytmus auf Vallenfyre kamen mit meinem Hinweis, dass sie da ja auch ein Album gekauft hatte, bekam ich das Album innerhalb Sekunden geschenkt und wurde umgehend aus ihrer Sammlung entfernt, da ihr dies überhaupt nicht gefiel.

Für mich war das vollkommen okay, immerhin befinden sich die beiden Vorgänger der Death Doom Supergroup bereits in meiner Sammlung und mir liegt die schwere, sperrige und latent dreckige, druckvolle Musik durchaus.

Natürlich ist die Musik nicht weltbewegend neu noch kristallisiert sich beim ersten Hören hier ein Song als besonders gelungen heraus, ABER - wenngleich musikalisch nicht ganz zu vergleichen, im Gegensatz zum letzten Mantar Album welches ich vor kurzem hier hatte, sagt mir das alles zu und gefällt mir wesentlich besser, auch wenn ich hier ebenso genau das erwarte was ich bekomme.

*** = Solide

 

Montag, 28. September 2026

@2_PlayList: Skykot - Moments (single)

23.09.2026:

Das postive Vorweg, die Single gefällt mir schon mal wesentlich besser als das letzte Album das ich vor ein paar Tagen hier hatte. Insofern ja, würde ich stand jetzt das Album stärker erwarten - in ein paar Wochen wird es an der Reihe sein.

ABER - mir ist das, vielleicht gerade in diesem Genre das wesentlich mehr tun muss um mich anzufixen als im Vergleich zu eher gewohnten und bevorzugten Klänge - definitiv zu kurz oder zu wenig um mich anzufixen. Es ist nett, aber nicht mehr und was will ich groß über knapp 4,5 Minuten schreiben?

** = Durchschnitt

Sonntag, 27. September 2026

@2_PlayList: The Shadows - Dancing In The Dark (1989)

27.09.2025:

Heute mal wieder ein Raubzug durch die elterliche CD-Sammlung, die mir früher endlos groß erschien - heute verglichen mit meiner enormen Bibliothek aber gemütlich an einem Wochenende durchhörbar scheint, da wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch beim Buchstaben A.

Wir haben hier eine reine Instrumental Band die sich in einer sehr eigenwilligen Art und Weise im Pop/Rock definiert. Die Gitarren und der Sound allgemein klingen extrem ungewohnt, bisweilen muss ich da an so Entspannungs CDs denken (das Cover würde da aufjeden Fall reinpassen) wo auch irgendwelcher Musiker zum Broterwerb den Soundtrack beisteuern und damit, egal ob qualitativ gut oder schlecht, namens- und gesichtslos bleiben. Das ist oft schade um Ansätze oder Melodien, die in einem ernsteren Kontext durchaus Potenzial für mehr hätten.

Hier scheint das aber Absicht zu sein und ich würde auch keinesfalls unterstellen, dass da alles lieblos runtergedudelt wird, auch wenn vieles unauffällig durchläuft - es ist ja in der Tat angenehm zu hören und z.B. mit "I will return" oder "Mountains Of The Moon" gibt es durchaus Songs die vom verträumten umherschweifen aufhorchen lassen, das sind gute, interessante Melodienbögen wo ich dann auch nicht weiß, ist das gecovert, irgendwoher kenne ich das - von früher? Oder doch eine Eigenkomposition die bekannt ist? Zumindest den Anschein erweckt? Auf jeden Fall nicht schlecht ist.

In der Tat kannte ich die Band offensichtlich schon, wie mir last.fm verriet und zwar ist die Band mit 3 Songs auf dem "More 60s - 144 Greatest Hits of the 60's" vertreten.

Abschließend sei gesagt, die Musik ist okay aber kann ruhig im Hintergrund laufen weil sie nicht auffällt oder stört. Künstlerisch ist mir das aber wieder zu schwach, auch wenn wir noch nicht ganz auf Lounge Niveau sind - aber weit davon entfernt leider auch nicht. Mehr positive Ausreißer und es wäre mehr drin gewesen.

** = Durchschnitt  

Samstag, 26. September 2026

@2_PlayList: Carlights - Palm City (2020)

26.09.2026:

Mit Palm City jetzt schon das dritte Album von Carlights, Florida Dreams und Summer Connection befinden sich schon etwas länger in meiner Playlist. Das Problem ist nur, sie fallen darin kaum auf - weder positiv noch negativ und hier reiht sich vorliegende, digitale Veröffentlichung nahtlos ein.

Ruhig angenhem hörbarer Synthwave ohne große Ecken und Kanten. Kann man gut im Hintergrund hören, für den Vordergrund wurden mir Dutzende spannendere Bands einfallen.

Nicht falsch verstehen, die Musik ist nicht schlecht aber leider auch nicht mehr als...

** = Durchschnitt  

Freitag, 25. September 2026

@2_PlayList: (V.E.G.A.) - Cocaine (2002)

25.09.2026:

Eine wirklich krude CD die kein Mensch kennt, ich mir aber bewusst bei Northern Silence relativ günstig aus reiner Neugierde geschossen habe. Vom Bandname über das Cover bis zum Booklet ist alles relativ seltsam, soll angeblich Black Metal aus Italien sein - wo sich tatsächlich eine größere Szene befindet als man auf dem ersten Blick denkt und dann gibt es noch (V.E.G.A.).

Weitere Recherchen spülen noch sowas wie Industrial Black oder Dark Ambient als Vorschlag an und irgendso eine krude Mischung ist es dann auch. Ich kenne Vertreter wie Blacklodge oder wüste Klopperein wie die Franzosen von Helel oder Diapsiquir um was ganz verrücktes in die Runde zu werfen. Das ist anstrengend, kann mitunter aber auch die Mühe wert sein sich da reinzufuchsen, oder leider überhaupt nicht zünden.

Ob der Album unter Konsum des namensgebendenen Mittel entstand ist, ist nicht überliefert und darüber kann nur spekuliert werden, ein bisschen zerfahren ist das Album aber definitiv, fängt wahnhaft mit komischen Sampels an, fängt sich zwischenzeitlich erstaunlich gut und macht dann was es will, meist wird das Gaspedal ordentlich durch gedrückt.

Hier hätte ich mich aber gerne ein bisschen Emotionalität gewünscht, wenn es mich schon nicht ergreift, sollte es wenigstens hasserfüllt oder dergleichen sein um der Raserei auch stimmungstechnisch etwas Tiefe zu geben. Das ein mal tatsächlich ein bisschen Industrial gestreift wird, vermerke ich positiv, hat aber auf Albenlänge nicht wirklich relevanz.

Keine Ahnung ob das Album nach mehreren Durchgängen sich zu entfalten vermag, allein mir fehlt der Glaube ein Grower zu sein.

** = Durchschnitt 

Donnerstag, 24. September 2026

@2_PlayList: Shining - Shining (2023)

24.09.2026:

Wir ignorieren mal bewusst die durchaus schwierige Persönlichkeit Niklas, dessen nihilistische, lebensverneinende und Frauen zum Nachteil reichenden Einstellungen, Äußerungen und Aktionen ich dennoch gerne vorweg stelle, schlage einen Bogen über seine durchaus heftige Cold Void Dokumentation und einigen zugänglicheren Interviews, welche noch ein wesentlich komplizierteres Spannungsfeld eröffnen zwischen größten Arschloch ever und einer traurig, wirklich extrem gebrochener Persönlichkeit die einem nur Leid tun kann und unterühre das ganze dann fies dann mit einem extremen, aber definitiv vorhandenem, künstlerischen Talent dessen Musik mit wunderbar schönen Melancholie und Schwärze das selbst gesetzte Mantra ins Wanken bringt - denn hier passiert wirklich viel, sehr emotionales und einzigartiges.

Neben persönlicher Anekdoten meiner Merch Odysee schüttete ich all dies über meine skeptische Frau aus und nach viel Ablehnung und Argwohn fungierte die Lots of Girls Gonna Get Hurt als kritischer Eisbrecher, weil der Mann kann ja auch wirklich gut singen.

Mir fiel dann noch ein, dass ich unter anderem die neue CD auch noch irgendwo originalverpackt liegen habe und war ebenso gespannt, das vorab veröffentlichte Video war leider eher ein Volltreffer in Bezug auf eingangs erwähnter Problematiken. Aber die Musik war dann eine Wucht - die Zutaten sicherlich nicht neu erfunden, ein gewisses Schema kennt man inzwischen und die Stimmung auch sehr getragen und überraschend ruhig, aber trotzdem voll mit überraschenden Höhepunkten wie Chören, einem Piano-Song und ultra fiesen Gitarrensoli zum dahinschmelzen. Dass das umschließende Konstrukt nicht neu ist, fällt hierbei nicht negativ ins Gewicht. Die sich wechselnden ruhigen zu impulsiven Parts sind per se auch nicht schlecht sondern gut gemacht, in der Art aber halt auch sehr bekannt.

Mit erwähnten Ergängungen gelingt es aber dies spannend zu halten und den Sound unglaublich atmospährisch, groß und rund zusammen zu komponieren.

Nach gefühlt dutzenden Compilations und Neueinspielungen der tatsächlich immer wieder identischen Songs, ist dies eine unerwartete Wucht die gnadenlos umreißt und zu überzeugen weiß.
Absolute Höchstwertung!

**** (G) = Bänger, Grower

Mittwoch, 23. September 2026

@2_PlayList: Demigod - Slumber Of Sullen Eyes (Reissue 2022)

23.09.2026:

Meine Frau lernte die Band im zarten Alter von 7 Jahren kennen, als ihr großer Bruder sie zusammen mit seiner Band nach Illertissen zu einem Konzert einlud und die jungen Finnen daher in der Gartenhütte im Elternhaus übernachteten, welche wir gerade dabei sind zur Fußballhütte umzubauen. Somit lässt sich auch recht unkompliziert und logisch erklären, wie in mir der intrinsische Wunsch eines Erwerbs vorliegender Neuauflage erwuchs, denn zugegebenermaßen reichte meine finnische Old-school-Death Expertise vom 10 Jahre alten Cycle Of Revenge von Convulse bis maximal zu Amorphis' The Karelian Isthmus, was zwar nah dran ist - aber dennoch Lücken ließ.

Damit lässt sich aber auch schon das musikalische Wirken genremäßig abstecken und es obliegt einer mehrfachen Wiederholungsfunktion um den Kultstatus dieses Albums subjektiv einzuordnen. Auf den ersten Blick, lässt es aber tatsächlich keine Wünsche übrig und klingt trotzdem, sei es der Neuauflage geschuldet oder nicht, relativ modern bzw. sauber und dennoch erdig genug produziert, als dass es sein klassisches Label souverän und mit Bravour verteidigt. Dass auch ohne Lupe eindeutig Melodien zu lokalisieren sind ohne dabei Gefahr zu laufen dem Melo Death zugeschrieben zu werden oder das ein Verlust der Bisskraft attestiert werden muss, kann ebenfalls noch lobend erwähnt werden.

Auch befreit vom pseudo-persönlichem Kitch, damals war ich mit viel Fantasie höchstens am ersten Versuch des Lautierens - bin ich sehr positiv überrascht und hadere noch ein klitzekleines wenig damit, ob ich nicht etwa vielleicht doch in Erwägung ziehen sollte... egal, ich tue es und zücke hiermit zum ersten Mal in diesem neuen Format den:


**** = Bänger


 

Dienstag, 22. September 2026

@2_PlayList: Peter Fox - Stadtaffe (2008)

16.09.2026:

Heute mal wieder externe Musik, diesmal etwas von der Festplatte meiner Eltern auch wenn ich stark glaube, dass sie die auch von irgendjemanden bekommen haben, wäre mir nicht bewusst, dass sie so etwas hören oder es ihnen gar zusagt.

Das erste Soloalbum des Seed Sängers unter eigenem Namen, bunte Melange aus Rap, Pop, Reggae - stimmlich unverkennbar und eigen aber absolut im Mainstream angekommen und Lieder wie "Haus am See", "Alle Neu" oder "Schüttel dein Speck" hat bestimmt jeder schon mal im Radio oder auf irgendeiner Party gehört. Dadurch sicherlich mit einem gewissen Nostalgiefaktor versehen, was man durchaus gerne mal wieder hört.

Ansonsten muss man die Stimme mögen, ich komm damit klar - mir wäre nur eine andere Vortragsweise des Textes lieber, mehr gesprochen oder poppig gesungen als gerappt - aber ist halt sein Stil.

Ohne diesen historischen Charakter und angenommen, dies wäre hier mein Erstkontakt - ist das Album in sich stimmig und sicherlich nicht schlecht, für mich aber leider nur:

** = Durchschnitt 

 

Montag, 21. September 2026

@2_PlayList: Moogle - Line Output (2020)

15.09.2026:

Mal wieder Synthwave von Bandcamp, relativ ruhig mit brummeligen Bass im Hintergrund und einigen flotten Spielerein, inzwischen habe ich tatsächlich den Eindruck, dass mir solche Musik tatsächlich dem gängigen Klischee entsprechend am ehesten Nachts im Auto gefällt, statt das am Schreibtisch zu hören.

Ultra spannend ist das nicht, aber hat deutlich mehr Drive als die letzten Sachen und hat immerhin auch ein paar eingängige Melodien und treibende Rhytmuspattern.

** = Durschnitt  

Sonntag, 20. September 2026

@2_PlayList: Mantar - Post Apocalyptic Depression (2025)

14.09.26:

Mantar lernte ich 2015 kennen, sowohl live auch als auf Album. Markenzeichen der Auftritte war eine beeindruckende rohe Energie für gerade mal zwei Personen. Selber ist die Musik rau und sperrig, ich glaube sie selbst lehnen die Bezeichnung eher ab, trotzdem würde ich das Ganze - wäre ich zur Verkürzung gezwungen - in die Sludge Ecke schieben.

Neben dem Debüt welches mir sehr zusagte, legte ich mir noch das zweite Album zu überspringe hiermit jetzt gleich 3 Alben, die vom Konzept spannend klingen, aber sich auf Terrain vorwagen, welches musikalisch überhaupt nicht meine Welt ist.

Und so fängt das Album tatsächlich so an, wie eine Wiederholung ihres Debüts, klingen auf jeden Fall sofort nach Mantar. Das fand ich fast schon ernüchternd, aber darüber hinaus gibt es im Verlauf eine Weiterentwicklung, aber das Grundrezept zündet inzwischen bei mir nicht mehr sonderlich. Da die Musik wie gesagt durchaus sperrig ist und nicht unbedingt mit Ohrwurm Hooks glänzt, attestiere ich dem Album durchaus die Chance noch zu wachsen. Aber so nach dem ersten Durchlauf muss ich meine hohen Erwartungen doch ein wenig drosseln. Sie klingen zwar größtenteils zweifelsohne genau wie erwartet - weswegen ich sie ja zu schätzen lernte - aber es haut mich gerade (noch?) nicht vom Hocker.

** (G) = Durschnitt, Grower    

Donnerstag, 17. September 2026

@2_PlayList: King Dude - Full Virgo Moon (13.09.26)

Ein Vorgriff: vorliegendes Album gerade erst frisch aus der Bücherei ausgeliehen, wäre wahrscheinlich erst in ein paar Jahren dran gekommen, aber ich sehe King Dude in zwei Wochen zum ersten mal live. Gänzlich unbekannt ist er mir nicht, habe und mag die EP zusammen mit Chelsea Wolfe sehr und lustigerweise spielt er auf dem Split "Black Rider On The Storm" zusammen mit Der Blutharsch And The Infinite Church Of The Leading Hand welche ich gestern ebenfalls schon mal live sehen konnte.

Musikalisch ist das eine eher düstere Art und Weise des Singer/Songwriter Genres und des Neofolk, ob der dunklen Stimme sind auch Anleihen an einen Jonny Cash nicht gänzlich absurd. Was ich davon nach einem Durchgang halten soll, fällt mir schwer zu bennen - dafür ist es dann doch zu eigen oder für mich genrefremd, bzw. relativ unbekannt.

Bisschen schwermütiger hatte ich das Ganze erwartet, fröhlich wäre aber beileiben das absolut falsche Wort dafür. Mir gefällt was ich höre, aber um es zu fassen werde ich mehr Zeit benötigen.

*** (G) = Solide, Grower. 

Mittwoch, 16. September 2026

@2_PlayList: Marcibagoly - Skyglow (EP) (08.09.26)

Wir greifen nochmal ins digitale Regal, denke auch in einem Vierteljahr circa den Schwung der Synthwave Alben "abgearbeitet" zu haben, aber hab aufgrund dessen langsam auch eine gewisse Expertise erworben was das Genre angeht.

Analog zur "Sun Candles" Single ist auch diese EP eher unspannend. Ich halte mich kurz.

* = Enttäuschend 

Dienstag, 15. September 2026

@2_PlayList: Kreator - Enemy Of God (09.09.26)

Deutsche Thrash-Legenden von internationalen Niveau, mein Problem: Ich bin nicht wirklich Fan von Thrash Metal, wenige Ausnahmen ausgenommen - Sadus habe ich z.B. in letzter Zeit gerne wieder mal angehört, aber insgesamt taugt mir die Spielweise leider nicht allzu sehr. Gehe da lieber in die Death oder Black Richtung, auch wenn ich die Einflüsse des Thrashs durchaus honoriere, aber die Rhytmik und Spielweise geht mir eher Richtung Punk - was mir auch nicht so sehr zusagt.

Kreator konnte ich ebenfalls vor Jahren auch schon mal live sehen, Ambitionen oder technisches Geschick möchte ich auch nicht in Abrede stellen, aber es zündet bei mir kaum. Exodus hatte ich vor kurzem auch zwei Alben gehört, da gab es schon auch positive Ausreißer, aber keine grundsätzliche Liebe für das Genre. Hier war ich auch angenehm überrascht, relativ wenig genervt zu sein. Nicht alles Schatten sondern auch einiges an Licht. Analog zum letzten Gorgoroth Post, Gemeinsamkeit ist tatsächlich wieder, externe Quelle + Autofahrt sehe ich auch hier eine kleine Chancen einer Versöhnung. Die Zeit wird es zeigen.

** (G) = Durschnitt, Grower    

Montag, 14. September 2026

@2_PlayList: Sun Candles - Drive (single) (07.09.26)

Dieser Eintrag kann save geskippt werden...
Eine digitale Single, sprich 1 Song von Bandcamp - wobei ich das Album zur Auskopplung vorab schon komplett gehört habe, Ersteindruck "neu" also quasi nicht vorhanden, rethorische Frage - Funktion einer Single? Aufmerksamkeitsökonomie, Werbung, Promophase Album, starke Songs um Lust auf mehr zu machen; hier? Medium (Genre: Synthwave) - geht in Ordnung aber ist jetzt nicht der Teaser, der mich nach dem Album Ausschau halten ließ.

In Kombination mit dem Singlefaktor und deren musikhistorischen Funktion, daher leider:

* = Enttäuschend

Sonntag, 13. September 2026

@2_PlayList: Deathstars - Everything Destroys You (07.09.26)

Manchmal gibt es Bands die einen relativ großen Namen haben, die ihr Abo in den Printartikeln und auf Festivalbühnen gebucht haben, allgegenwärtig sind und dann irgendwann einfach wieder verschwinden, ohne großen Skandal oder Knall. Alternativ kurz davor waren, die nächste große Nummer zu werden und dann aber unterwegs vom Weg abkamen oder in Vergessenheit gerieten.

Deathstars waren vielleicht noch nicht der ganz große Headliner, aber Mitte/Ende der Nullerjahre definitiv auffallend mit ihrem eigenem Mix aus Gothic/Industrial/Synthiesound und einem Schuss Marilyn Manson. Dazu eine auffallende Optik und Ästhetik, erinnerungswürdige Refrains und auch Live wusste die Band durchaus zu überzeugen - alle Optionen lagen offen.

Aber dann kam nichts, nach dem wichtigen 3. Album und sein Standing zu zementieren war 5 Jahre Sendepause und zum 5ten, dem hier vorliegenden Album nochmal geschlagene 9 Jahre. Positiv zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an. Negativ zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an.

Viele werden sehnsüchtig genau darauf gewartet haben und die erhalten auch genau das was gewünscht war, auf der anderen Seite hat sich die Welt inzwischen einige male gedreht. Sicherlich, auch ich habe mir das Album beim Durchstöbern gegriffen, weil ich ungefähr wusste, was mich musikalisch erwartet, weil man schon lange nichts mehr gehört hat davon, aber auch - um zu schauen, was inzwischen mit der Band passiert ist.

Sie waren mal kurz wieder da um zu beweisen, dass sie es immer noch genauso können wie damals.
Handwerklich passt dies alles, einzig der frische Impuls von damals ist inzwischen gealtert und nicht mehr neu.

***  = Solide 

Samstag, 12. September 2026

@2_PlayList: Gorgoroth - Ad Majorem Sathanas Gloriam (02.09.26)

Ganz vergessen, das neue Format ist für mich ja auch noch relativ neu und von Routine kann man noch lange nicht sprechen, das einzig bekannte ist bislang mein chronischer Rückstand. Heute ein Album von externer Quelle, morgens während der Autofahrt zur Arbeit gehört.

Gorgoroth - letztes Jahr(?) erst live auf dem Dark Easter gesehen, die "Pentagram" und "Under the Sign Of Hell (Re-Release 2005) befinden sich schon in meinem Besitz und sind schon Teil meiner Playlist und ja, sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich was besonderes und für mich persönlich durchschnittlicher, gefälliger Black Metal. Wenn man skandalöse Bühnenshows abzieht, ist mir das rein musikalisch zu harmlos oder alternativ, emotional zu gleichgültig. Also ob des Namens, nicht zwingend die Band die ich aus dem Regal ziehe um ein Neuling zwingend von diesem Subgenre zu überzeugen. Mag kontrovers sein, aber da kenn ich mehr Bands mit dem "Wow"-Effekt.

Hier war ich dann doch etwas überrascht, ob einiger ruhigen Zwischenpassagen, welche das Hörerlebnis über Albumlänge doch positiv auflockern und dem ganzen so auch ein spannenderes, dynamischeres Element hinzufügen, was dann auch die einzigen Songs besser voneinander abhebt, statt ketzerisch gesprochen, immer gleich zu klingen.
So gesehen wurde ich eigentlich positiv(er) überrascht und hoffe, so vielleicht mein eher maues Ranking der Band gegenüber aufpolieren zu können.

***  = Solide

Freitag, 11. September 2026

@2_PlayList: Steve Perry - Traces (06.09.2026)

So, heute mal eine CD aus der Bücherei - noch keine von denen, welche ich bestellt hatte und so ging ich ganz unvoreingenommen an die Sache ran, weil ich absolut nichts erwartet hatte.

Leider kein Durchgang am Stück, irgendwann war diese Woche der Tag plötzlich fortgeschrittener als mir lieb gewesen wäre und das hat durchaus eklatante Einflüsse. Die ersten 3 Songs sagten mir sehr zu, die Stimme war markant und war ganz gespannt Ohr da hier eine angenehme, melodische, vielleicht auch leicht nostalgische Stimmung aufgebaut wurde - könnte jetzt natürlich was von Journy fasseln oder dergleichen ABER ich kenn die Band leider kein Stück. Cover oder Schriftzüge hat man durchaus gesehen, aber das ist für mich nicht der Anspruch an "kennen".

Und jetzt höre ich den Rest und bin ein wenig ernüchtert, da es jetzt plötzlich doch recht seichtes Pop-Rock Geklimper ist oder meine Erwartungen nun unerwartet hoch gesetzt wurden. Klar können jetzt subjektive Nuancen wie Tagesform, Stimmung und Co zusätzlich ausschlaggebend sein oder das Album verliert doch recht Spannung, weil hier blitzt nur noch ab und zu etwas auf, was ich ob der ersten 3 Songs erwartet hatte.

Irgendwie weiß ich auch kaum mehr, was ich jetzt dazu sagen soll, weil eigentlich müsste ich das Album gleich nochmal anhören, das ist aber auch nicht ganz Sinn des möglichst kurz gehaltenen neuen Projekts. Ich hoffe den positiven Spirit wieder zu finden, da eher Abwertung mit schwacher Hoffnung.

** (G) = Durschnitt, Grower  

Dienstag, 8. September 2026

@2_PlayList: 一 Various Artists - Metal Hammer Maximum Metal Vol. 128 (02.09.26)

Jetzt gehen wir ganz weit zurück, den Monat zuvor volljährig geworden und seit knapp 3 Jahren dabei vorsichtig den Metal zu erkunden, Internet war damals noch nicht so wie heute - waren Musikzeitschriften und die beiliegenden CDs essenziell um Neues zu entdecken, herauszufinden was einem gefällt und um sich ein Musikwissen anzueignen.

Der einfachste Einstieg war damals zweifelsfrei der Metal-Hammer oder das Rock Hard. Die hatte jeder gut sortierte Zeitschriftenladen und auch in Supermärkten konnte man hier noch ein Exemplar leicht finden. Spezifischere Interessen kristallisierten sich erst später heraus, war also ein guter Start auf dem man aufbauen konnte.

Theoretisch wäre am ersten Mittwoch des Monats ja eine Output an der Reihe, den ich geschenkt bekommen hatte, die Band schon live gesehen habe oder schon ein oder mehrere Lieder gehört habe - hier war ich mir auch nicht sicher, ob ich die CD nicht schon gehört hatte oder nicht, dann wäre dies mehr ein Rückblick als ein Ausblick, aber ein Blick auf die Tracklist lässt da eh schon ein Zwischenfazit ziehen.

Mit "Taking The World By Storm" von Kataklysm startet der Rohling mit dem Lied, welches mich auch unmittelbar das Album kaufen ließ, wobei hier anzumerken ist, dass ich zu der Zeit den Song auch durch Freedownloads auf der Nuclear Blast Homepage erhalten hatte.

Aber auch den folgenden Song von Moonspell, erwarb ich zwei Jahre später auf dem Album. Mit Communic haben wir schon den dritten Treffer, Dornenreich fand ich damals wie auch heute schwierig, Týr war immer ganz nett und auch bekannt, Pyramaze mit Matt Barlow an den Vocals für mich zu der Zeit eh schon goated.

Nach peniblen Abgleich mit den last.fm Daten und nach kritischer Einschätzung der noch unbekannten Songs, verneine ich dann doch, die Scheibe damals in der Stereoanlage aufgelegt zu haben.

Aber Sampler sind eh anders zu bewerten, hier erwarte ich auch nicht, dass mich jeder Song aus den Socken haut, eher sollte dies das Interesse am ganzen Album wecken und eine breit gefächerte Auswahl an guten Hits mich unterhalten.

Da ich hier ironischerweise das Ergebnis vor dem ersten Durchlauf schon kenne und auch Mourning Beloveth z.B. damals auch meiner doomigen Schlagseite entsprachen, wäre dies damals für mich eine gute Zusammenstellung gewesen. Grave mit seinem groovigen old-school Death taugt mir auch, aber kenne die Band auch bereits schon länger. Anders als retrospektive kann ich das unmöglich fair bewerten, weil alles was ich davon gut finde, besitze ich inzwischen längst.


*** (G) = Solide, Grower.

Montag, 7. September 2026

@2_PlayList: Skykot - Perfect Shape (01.02.26)

Heute geht es mal ins digitale Regal, 2020 hatte ich via Bandcamp von Neon Retro Records für relativ wenig Geld ein Bündel Synthwave Alben käuflich erworben und damit einige interessante Songs erhalten. Synthwave an und für sich ist eigentlich ziemlich unspektakulär und ruhige Musik, die man sich gut und gerne auch im Hintergrund anhören kann. Neben den grellen Neoncovern und einer Vorliebe für getunte Autos und deren Geräusche, durchaus auch gerne im Soundbild integriert, ist es primär die nostalgisch verklärte Stimmung, welche für mich persönlich am interessantesten ist.

Dieser Effekt trifft manchmal verstärkt zu, manchmal aber auch eher weniger.

Leider handelt es sich bei dieser Veröffentlichung überwiegend eher um letztere Variante. Die Musik ist angenehm hörbar, aber leider fast schon zu öde, zwar stechen die Soundelemente durchaus hervor, aber eher auf die für mich nervigere Art. Die hin und wieder eingestreuten Voice Samples lockern das Ganze aber positiv auf. Zwischendurch gibt es kreative Übergänge, die Musik ist okay und eine gelungene Abwechslung in der Playlist. Mehr aber nach dem ersten hören aber definitiv nicht.

** = Durschnitt