Sonntag, 30. August 2015

Retroblog: Kopfhörer und trve evil Musik

Da die Gerüchteküche mehr als nur rumort, dass last.fm die Blogs komplett löscht - versuche ich jetzt noch zu retten was zu retten ist, indem ich häppchenweise das ein oder andere zeithistorische "Dokument" hier ebenfalls poste, immerhin hatte es zum Teil ja auch etwas mit Musik zu tun, zum anderen waren es meine ersten Schritte hin zum eigenen Blog. Die ersten Konzertberichte wurden ja auch ursprünglich, bzw. nachträglich von last.fm hierher importiert. Alle Beiträge von dort und damals sind mit Retroblog klassifiziert, teilweise auch schon recht alt und würde ich heuer oft nicht mehr so schreiben, aber ich hoffe es sorgt trotzdem für kurzweillige Unterhaltung.

Das erste Beitrag ist schon relativ alt, 20 Mar 2008, 13:37 - ja damals fand ich Rap/HipHop noch doof und hat mir indirekt gut zwei Jahre später die wunderbarste Person der Welt beschert/angelockt. ;)


 Kopfhörer und trve evil Musik

 Heyho, da man hier einen Blog schreiben kann dachte ich mir dies auch in die Tat umzusetzen. Natürlich muss dazu auch ein tolles Thema herhalten und da ich nicht weiß wer momentan am lautesten in einem fremden Tourbus gefurzt hat muss wohl eine recht gewöhnliche Thematik herhalten auch wenn mir dieses, ich betitele es jetzt einfach mal als Phänomen, langsam ordentlich auf den Sack geht!

Und zwar verrecken mir andauernd die #%§! Inear Kopfhörer, mein neuster hat gerade mal 3 Wochen gehalten - war zwar ein poppeliges 1€ Teil, haltbarer sind die teuren Dinger aber auch nicht.
Ich werf sie weder rum, kau sie auch nicht um meine Nerven zu beruhigen und strangulier damit auch keine Poser die mit ihren Handys ihre Umgebung mit lauten, dreckigen Hip Hop beschallen - das ist aber wieder ein anderes Thema.

Warum also geben die Teile ihren Geist auf? Liegt es an der trven Musik die sie nicht verkraften? Muss ich sie in Met und Bier eintauchen damit sie gegen die unglaubliche Trvness gefeit sind? Werden sie depressiv wenn sie Doom-metal ausspeien sollen und begehen Selbstmord? Was geht in ihren Köpfen vor? Sollte ich einen Doktor zu Rate ziehen oder mir zukünftig die Kopfhörer nur noch in der Hölle kaufen?

Das wäre doch die Idee für die nächste limited Edition von den heavy XYZ's...
Trve Musik und trve Kopfhörer anstatt unnützen 08/15 Aufklebern - Grüße an Scar Symmetry, war wirklich überrascht über das was drin war, gebraucht hab ich es bis heute nicht^^ - oder schicken schwarzen Hüllen die so Fingerabdrücke leider nur so deutlich zeigen dass die Spezialmethoden von CIA und Co nutzlos werden.

Naja, muss wohl eine Nacht darüber schlafen und schauen bei welchem 08/15 Discounter ich mir die nächsten 08/15 Kopfhörer aneignen werde um für ein paar Wochen mir wieder die Rübe volldröhnen zu können.


So lange stay heavy und hoch die Pommesgabel.
Amixor33




//edith!!

Hier ein ultimativer Bildbeweis:


Anm.: Da Imageshack beschlossen hat nicht nur von kostenlos auf kostenpflichtig umzustellen, sondern auch alle hochgeladenen Bilder inkl. Links zu entfernen, sofern man eben nichts zahlt - gibt es heute leider kein Bild für dich. Ich hoffe ich finde es noch irgendwo auf einer Festplatte, dann reiche ich es selbstverständlich nach.


Das sind ~4-5 Kopfhörer, natürlich nicht annähernd die Masse welche ich so täglich verrau... ähh... brauch. Aber da ich neuerdings die Teile ja umtausch und viele alten Kopfhörer über den Jordan - sprich gefrustet in den Mülleimer landeten - können das ja auch nicht so viele sein. Überhaupt, waren dies die Oldschool Kopfhörer mit denen ich mich schon rumgeärgert hatte, BEVOR ich den Blog erstellt hab. Das waren also Requisiten. Jetzt liegen sie allerdings verdient im Müll... :p

Mittwoch, 26. August 2015

Last.fm Petition gegen das neue Design inkl. Funktionen

Die erste Petition ging vor 6 Tagen bereits online, welche eine Rückkehr zur alten Optik und Funktionalität fordert, Link dazu findet ihr hier:

https://www.change.org/p/cbs-interactive-bring-old-last-fm-back

Die Erfolgschancen halte ich persönlich nur für sehr gering. Nicht nur, dass es vor dem jetztigen Relaunch "Aufstände" gab, auch beim vorletzten Relaunch wurde das alte Design zurückgefordert, Gruppen mit "Bring back old last.fm" hatten zum Teil Mitglieder im fünfstelligen Bereich und damit leider keinen Erfolg.

Da finde ich ca. 2.700 Unterzeichnungen in 6 Tagen nicht nur im Vergleich, sondern generell sehr schwach, wenn man bedenkt, dass die Seite Millionen an Mitgliedern hat. Sollte es an der fehlenden Werbung liegen, hoffe ich damit ein wenig geholfen zu haben - wer sich natürlich nicht daran stört, der braucht auch nichts unterschreiben.

Daher halte ich diesen Link einfach sachlich-neutral und informativ, wenngleich ich natürlich schon etwas stinkig gegenüber diesem Schritt bin. Aber vielleicht bin ich auch schon einfach präventiv ernüchtert...

Montag, 24. August 2015

Agalloch – 19ter August 2015 @ Nachtleben, Frankfurt



Diesmal mit Freundin im Gepäck, erfolgte zuerst die obligatorische Stippvisite bei meinen alten Arbeitskollegen, anschließend trafen wir ins Nachtleben ein welches wie befürchtet, natürlich wieder gut gefüllt war. Die erste Band Crown spielte bereits, die Menschen standen schon bis zur Tür aber da hie und da Lücken auszuspähen waren, schlängelten wir uns einen Weg hinein in die gute, warme Stube. Und ich war wahnsinnig froh, dass wir nicht draußen schon 40° hatten sondern einen verhältnismäßig milden Abend erwischt hatten.

Die Band spielte grob gefasst Sludge, hatte einige markante, doomige Parts und vor allem leider chronisch zu viel Bass und vergeudetes Potential. Damit wir uns nicht falsch verstehen, die Band war im Prinzip gut, hie und da auftretende Soundprobleme sollte auch noch Agalloch haben und sollten auch nicht zwingend auf die Qualität der Band rückschließen – aber den zelebrierten, musikalischen Coitus Interruptus müssen sie sich zwangsläufig auf die eigene Fahne schreiben lassen. Dieser deutete sich mehrfach insofern an, dass natürlich quälend langsam, was im Genre, in dem sie sich bewegen natürlich legitim – sich Soundlandschaften und Atmosphären aufbauen, welche eine in sich gebundene Spannung tragen, die darauf warten, irgendwann mit einem mehr oder minder effektiven Knall freigelassen zu werden. Und meist, oft bevor der Moment kam, in dem ich innerlich „ja jetzt“ schrie, war das Lied urplötzlich vorbei und meine Vorfreude verpuffte im luftleeren Raum. In meinen Augen ist dies ein leider nur mäßiges Songwriting, wenn die Lieder keinen wirklichen Abschluss haben und meist Knall auf Fall enden, ohne das gezeigt zu haben, was erwartungsvoll angedeutet wurde, was hätte kommen können. Und das hat meinen Eindruck von der Band leider doch sehr getrübt, denn prinzipiell war es ja gut, stark angefangen, mitreißend und gut, aber leider selten nur zu Ende gedacht.

In der Umbaupause nutzten wir die Gunst der Stunde und sicherten uns gleich die Plätze ganz vorne, denn nun wurde das Gedränge zumindest bei uns natürlich ein wenig enger. Und diese zog sich dann doch ein wenig lange. Als Agalloch dann auf die Bühne kamen, zündeten sie erst verschiedene Kerzen an und räucherten den ganzen Raum ein, für mich roch das irgendwie nach Weihrauch, egal. Und ich  muss sagen der Sound gefiel mir hier sehr gut, damals auf dem Ragnarök konnte ich mich durch die Personen um uns herum kaum auf den Sound konzentrieren, in Stuttgart klang er irgendwie wesentlich elektronischer – hier hatte er aber durchaus einen ähnlichen Klang, wie auch von den verschiedenen Alben bekannt. Die Setlist reichte von Liedern der neuen Platte bis hin zu wesentlich älteren Stücken, von meiner Lieblingsscheibe „Ashes Against The Grain“ waren auch ein paar vertreten. Sicht war top, das Publikum zum Glück auch gut und dem Sound angemessen, sprich keine Hüpfparaden und Moshpits wie damals bei Sólstafir. Und unsere einzige Sorge war, welche Bahn verdammt nehmen wir heim und es sei so viel verraten, es wurde die letztmögliche spät in der Nacht, was doch für die Qualität der Band spricht.
Gegen Ende wurde der Gitarrist zur rechten Seite, genau dort davor standen wir – immer wahnsinniger und zum Schluss zerfetzte ein irres und wirres Gitarreninferno mit sadistischen Klängen endgültig meine Ohren. So kann man die Bedeutung des Wortes „nachhallen“ natürlich auch interpretieren.

Am Schluss trafen wir Micha, der irgendwo unter den ganzen Menschen leider vorab nicht auszumachen war und es stellte sich die Frage, wie zur Hölle wird Agalloch eigentlich ausgesprochen? So wie Loch? Auf der anderen Seite sind es doch Amerikaner. Vielleicht Log? Oder Loj?

GOSSIP-Meldung des Tages: Hat der Sänger inzwischen eigentlich zugenommen? Meine Freundin meinte nein, ich dachte schon, dass er 2012 dünner war.

Doch ein gelungenes Konzert, welches die gerade mal knapp über 3 Stunden Schlaf anschließend wert war. Gerne wieder.


Setlist laut setlist.fm: Quelle

The Astral Dialogue
Vales Beyond Dimension
Limbs
Ghosts of the Midwinter Fires
Dark Matter Gods
Of Stone, Wind, and Pillor
Hallways of Enchanted Ebony
...and the Great Cold Death of the Earth
Into the Painted Grey

Encore:
Falling Snow
Plateau of the Ages  


Weiteres Review eines befreundeten Blogs: http://www.rockstage-riot-rheinmain.de/agalloch.html