Freitag, 12. Juli 2013

Ufo European Tour 2013 – 11ter Juni 2013 @ Steinbruch Theater Mühltal



Und zack schon wieder das nächste Konzert, musikalisch wieder etwas komplett anderes – ich hatte meinen Lauf. Zu UFO sei gesagt, ich kannte lediglich ein einziges Lied – das wahrlich prominente „Doctor, Doctor“ in einer Live Aufnahme - welches auf einem Sampler alter Metalheroen vertreten war. Und allein das Gitarrenintro ist und war zum dahin schmelzen.

Jetzt stellt sich mir natürlich folgende Problematik. Die Band ist aus dem Jahre '69, jünger werden die Burschen sicher auch nicht mehr und bis ich mich in die damalige Ära vorgekämpft habe, was sicherlich noch Jahre dauert – einige Alben von alten Legenden habe ich inzwischen schon, mein Wissen weißt aber noch frappierende Lücken in diesem Bereich auf – und sie eventuell mehr als nur zu schätzen weiß, kann es sein, dass die Band aufgrund von Todesfällen gar nicht mehr tourt oder existiert. Das hört sich vermeintlich komisch an, aber ich will im Moment einfach alles mitnehmen was ich mitnehmen kann. Kraan aus meiner Heimatstadt hatte ich vor kurzem ausgeschlagen, aus finanziellen Gründen und auch deswegen, da sie mir zu sperrig, zu progressiv, zu stark an den Jazz angelehnt vorkamen – mir nicht so sehr zusagten. Hier waren die Vorzeichen besser und ich hatte glücklicherweise auch noch frei.

Auf dem Hinweg gabelte ich oder gabelten mich Kevin und Jane aus Texas auf, welchen ich den Weg zur Location zeigte und mit denen ich mich den Abend über nett unterhielt.

Nachdem mir der Einlass doch noch gewährt wurde, dem Ganzen ging ein scherzhaftes „Ich weiß nicht ob ich dich heut reinlassen kann. Du senkst den Altersdurchschnitt zu stark“ voraus, stand ich doch in einem Raum der wirklich voll mit alten Hasen war. Ich bezweifle zwar extrem stark der Jüngste gewesen zu sein, da sprang noch einiges anderes an jungem Gemüse herum, aber etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet.

Los ging es mit Old S'cool, scheinbar einer russischen Rockband sofern meine Informationen stimmen, welche recht nett waren. Nett trifft das Ganze schon als Endurteil, das wäre Musik welche ich mir wunderbar beim Autofahren oder beim Planen eines Roadtrips vorstellen könnte. Locker flockig und frei heraus, aber nichts Zwingendes sondern gut zum im Hintergrund hören und zum Untermalen ruhiger Filmpassagen mit dem nostalgischen Hauch vergangener Erinnerungen oder ähnlichen Szenarien.

Um ein vielfaches interessanter waren da dann doch schon UFO. Die Stimmung war grandios wenngleich der Raum überraschenderweise nicht ansatzweise ausverkauft war, ordentlich voll aber eben nicht bis oben hin. Neben teils längeren sympathischen Ansprachen, welche ich akustisch und/oder sinngemäß nicht immer verstanden hatte, wirkte einfach das Gesamtkonzept sehr überzeugend. Und Highlight war das ein oder andere Gitarrensoli, welches nicht nur von Können und einem guten Gefühl für gelungenes Songwriting sprach, sondern seine magischen Momente hatte und die Songs auf eine ansprechende, progressive Ebene erweiterte. Der Sound war was Lautstärke anging auch angenehm und nicht so überdreht wie bei manch Todeskapelle – was hier allein vom Flair nicht im Ansatz gepasst hätte.

Traurig – richtig, richtig traurig wurde ich, als ich einer Szene Gewahr wurde, in der nicht permanent wie unter Jugendlichen üblich mit einem Handy, sondern von einem Erwachsenem Menschen mit einem ganzen Tablett gefilmt wurde, statt die Chance zu nutzen die Band live und nicht via Display zu sehen. Aber was soll ich dazu noch sagen?


Es war insgesamt nicht der Überabend dennoch sehr gelungen mit einigen musikalischen Höhepunkten. Zum Schluss grüß ich mal wieder den Michi („schon wieder du?“) und versuch es mal, wenngleich ich vermute, dass es nie gesehen wird.

Greets to you Kevin and Jane. Unfortunately you gave me a totally wrong phone number. I guess you would write me back if it wasn’t wrong? Maybe you checked out the flyer I gave to you. There you should easily find me. Don’t be shy to contact me if you want to. If not, never mind – it was a great evening with you guys. Maybe we’ll see – maybe we won’t. But thanks for the talk and ignoring my drunken English but all the beer and so on. You know what I’m talking about…  ;D

Mittwoch, 10. Juli 2013

Ungewöhnliche Musik – Heute: Lindsey Stirling vs. Kellerkommando + Extra



Heut will ich mal wieder etwas ausgraben, was von gängigen Genres stark abweicht, auch wenn einiges davon inzwischen alles andere als unbekannt ist. Und ganz im Sinne von Ladys First präsentiere ich zuerst Lindsey Stirling.

Inzwischen schon bei TV Total oder Carmen Nebel gewesen, die Deutschlandtour dürfte auch schon vorbei sein oder nur noch kurz laufen – wurde sie hauptsächlich durch aufwendige Musikvideos zusammen mit devinsupertramp bekannt. Bei ihrem Auftritt beim amerikanischen Supertalent wurde sie unverständlicherweise schnell ausgebootet. Was sie musikalisch so interessant macht, ist die Interessante Mixtur aus klassischer Geige in Verbindung mit modernen Clubsounds, was in meinen Augen wunderbar miteinander harmoniert.

Dazu hat sie einfach eine unglaublich fröhliche Ausstrahlung, wenngleich ich finde, dass die Musik je nach Situation auch ins Gegenteil umschlagen kann, was eigentlich für die Vielfalt und Interpretationsmöglichkeit spricht.

Sollte einen Blick wert sein, sofern sich jemand angesprochen fühlt – ich habe mir das Debütalbum für teures Geld als US-Import gekauft, hätte natürlich mich auch informieren können, ein paar Wochen später war der offizielle Europa Release. Aber bereut habe ich nichts.

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Andere Idee. Wie wäre denn Volksmusik und Rap in einem? Bitte was? Komisch – jein, definitiv anders und irgendwie auch ganz schön interessant. Die Gruppe Kellerkommando verbindet genau das auf eine erfrischende Art und Weise.

Das ganze Album zum anhören gibt es übrigens hier:

Habe ich noch nicht gekauft, weiß noch nicht. Irgendwie ist es ja schon geil, aber ich fürchte Ärger wenn mir meine trve Metalbraut dafür auf die Finger klopft. ;p

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Und wenn sie schon mal angeschlagen sind, dann kann ich gleich im ähnlichen Genre weitermachen. Ob die Musik so besonders ist kann ich nicht sagen, mit französischem Rap kenne ich mich kaum aus, fand ihn zudem anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, da er doch eine eigene Sprachmelodie hat. Aber das Video von OrelSan, bzw. die Idee und Inszenierung dahinter finde ich durchaus lohnenswert.




Schaut es euch mal an und gebt mir Bescheid was ihr vom aktuellen Look@me! haltet. ;)

Montag, 8. Juli 2013

Despise The World European Tour 2013 – 02ter Juni @ Steinbruch Theater Mühltal



Gaaanz vergessen, Artikel längst geschrieben aber nie veröffentlicht? o.O

Für etwas Verwirrung stiftete bei mir die erste Band Shattered und zwar insofern, dass ich sie eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte was folglich die Reihenfolge etwas durcheinander brachte da ich von vier statt fünf Bands ausging.
Aber einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul und besagte Death Metal Band wusste sich durchaus gut zu verkaufen. Zwar nicht durch die Bank durch, aber als Anheizer erfüllten sie ihre Aufgabe mit Bravour und ich kam gerade richtig in Stimmung…

… da waren schon Fallujah an der Reihe und so sehr ich mich auch bemühte, ich kam darauf nicht wirklich klar. Leicht progressiver Deathcore mit irgendwelchen Technical Death Einschlägen ist ekelhaft zu bangen und hatte auf mich viel mehr eine chaotische, denn mitreißende Wirkung. Es waren ja sogar deutlich hörbare und annehmbare Melodiebögen vorhanden, auch druckvolle nach vorne preschende Passagen aber irgendwie alles so unberechenbar zusammengeworfen. Und das mein ich leider nicht als Lob, mir kam es eher willkürlich als interessant und komplex gestaltet vor. Unterm Strich viele, viele Ansätze und Möglichkeiten aber für mich persönlich kein fertiges Produkt.

Danach kamen Havok und zwar nicht die süddeutsche Death Metal Band Havok aus Blaubeuren, welche ich übrigens nur sehr empfehlen kann – vor allem live waren sie eine Macht, was sich inzwischen aber leider von alleine erledigt hat; übrigens einer meiner ersten Live gesehenen Bands … sondern, die Thrasher aus Amerika.
Und diese waren wesentlich besser als meine kühnen und hanebüchenen Satzkonstruktionen. Ein wirklich ordentlicher Auftritt und mir sei es aus nostalgischen und lokalromantischen Gründen verziehen, wenn ich den Amis nach wie vor die deutsche Todesmetalkapelle vorziehe, wenngleich sie sich mindestens(!) auf Augenhöhe begegnen.

Was ich von Cephalic Carnage halten sollte weiß ich nach wie vor nicht. Grindcore ist nicht wirklich meine Baustelle, punkt fertig aus und da gibt es auch nicht sonderlich viel zu diskutieren. Zwar gab es durchaus noch ein paar „gewöhnliche“ Death Metal Einflüsse, aber der Auftritt wäre bei mir leicht da rein und dort wieder raus gegangen – hätte es nicht doch ein paar Highlights gegeben. Einer davon war definitiv „Black Metal Sabbath“ wobei ich mir als Black Metal Fan nicht ganz sicher bin, ob ich mich hier verarscht fühlen sollte oder trotzdem amüsiert darüber lachen kann. Da meine Eier noch nicht schockgefrostet sind, konnte ich letzteres und sah so dem absurden Treiben mit Corspepaintmasken und Pferdeköpfen zu. Musikalisch war das Lied sogar gar nicht mal so uninteressant.

Schluss mit lustig war dann bei Headliner Suffocation welche erfolgreich den Bruch zerlegten. Den kleineren Moshpits ging ich bequem mit meinem neuen Lieblingsplatz dem dritten Tisch rechts neben der Bar aus dem Weg und was gibt es noch viel zu sagen? Der brutale und grobschlächtige Death Metal ist nicht unbedingt mein Lieblingsgenre, aber dennoch war der Auftritt fetzig und die Band bot die beste Darbietung des Abends.

Insgesamt daher mal wieder ein lohnenswerter Ausflug, was zwar in dieser Häufigkeit langsam echt ein wenig an den Geldbeutel geht und das frühe Aufstehen am nächsten Morgen war jetzt auch nicht soo cool. Aber ja, ich würde es wieder tun…

PS: Grüße gehen an Olga und Michi, welcher schon bei Ektomorf gegrüßt wurde und sich natürlich 0 an mich erinnern konnte ;p