Montag, 29. Oktober 2012

[ENTFÄLLT!] Media Control Single Charts – KW 44:



Eigentlich hätte an dieser Stelle jetzt etwas über Rihana und ihre neue Single “Diamonds” gestanden, allerdings bin ich inzwischen nur noch genervt davon. Auf gefühlt vier verschiedenen Seiten hab ich „offizielle Musikvideos“ gesehen, welche sich im Endeffekt nur als Fan Videos oder Cover herausstellten.

Mich nervt diese absichtlich falsche Benennung um Klicks abzusahnen, daher werde ich konsequenterweise diesen Eintrag auch nicht mit Künstlername labeln, da ich nicht selbst ohne versprochenen Content ködern will!

Das Video – sofern es dieses jetzt überhaupt gibt – noch zu suchen macht wenig Sinn, da ich inzwischen dermaßen viele verschiedene „Erst“-eindrücke habe, dass es verglichen mit anderen Songs nicht mehr in Relation steht. Hier fand ich Gesangsstil und Inszenierung schwer zu beurteilen, beziehungsweise zu verstehen, da mir das ein oder andere stimmungstechnisch nicht harmonisch, wenn nicht sogar konträr erschien, beim nächsten Hobbyinterpreten klang das wieder anders.

Selbst wen ich inzwischen auch das Original angehört habe, die ersten Urteile verfälschen das Ganze nun zu sehr. Das Lied selber find ich nicht so überragend, je nach Sängerin und Videodreher zwischen 1 oder 2 Sterne. Auf gut deutsch nicht wirklich meine Musik.

Zudem bin ich wieder sehr spät dran und ich hab keine Lust mehr mir das Original zweimal noch mal anzuhören um im Endeffekt nicht viel mehr als so zu schreiben. Ein klein wenig hab ich immerhin ausgesagt.

Mit dem Vote bin ich relativ unzufrieden, da Blogspot ständig Bugs produziert und mal Stimmen hat und mal nicht. Mehrmals gab es ein „Ja“ welches verschwand, genauso ein „Nein“. Ob das jeweils immer die beiden gleichen Stimmen waren, kann ich jetzt leider nicht nachvollziehen, momentan steht es aber bei 50:50 was jetzt halt nicht wirklich viel aussagt.

Ich werde das Ganze aber vorerst aber mal auf Eis legen, da jetzt doch das ein oder andere Konzert ansteht und sich meine Freizeit zunehmend verkleinern wird. Wenn ich Luft hab, versuch ich hin und wieder mal wieder etwas aus dem Arm zu schütteln, versprechen werde ich es aber demnächst bis Ende des Jahres nicht können.

Ich leg hier einfach mal einen Stopp ein und hoff ein paar andere Themen vorschreiben zu können… ;)

Donnerstag, 25. Oktober 2012

The Black Flag Tour 2012 – 23ter Oktober @ Mühltal Steinbruch



Nur keine Müdigkeit vortäuschen, das Pfeifen in den Ohren war erst seit einem Tag verschwunden, Nackenschmerzen noch akut vorhanden, da bahnte sich schon das nächste Konzert an! Diesmal zum ersten Mal gleich von Anfang an mit semi-professionellen Kopfhörern. Eben jene kostenlose Dreingabe, die es bei dem Summerbreeze dieses Jahr gab und welche scheinbar den Sound von Katatonia aus dieser Kurzdistanz genießbar machten.

Das es ohne Vorlauf direkt losging, dafür sorgte eine komplexe Stausituation, in der das Abschleppfahrzeug, welches einen liegen gebliebenen Bus hätte abschleppen sollen, einem Doppelbus den Weg versperrte welcher kompliziert rückwärts aus einer Kurve gefahren werden musste. Somit war tuXedo schon längst auf der Bühne und spielten ihr komisches Zeug. Das jemand mit Kuh- und Ferkelbilddeko und Blumenkästen nicht ganz ernst genommen möchte war offensichtlich. Das Schlagzeug klang kräftig, immerhin hatte man davon eineinhalb – die Kuhglocke hatte dagegen einen erstaunlich schwachen Klang. Als ich kurz auf die Toilette flitzte jodelte irgendetwas und damit war der Auftritt schon vorbei. Was ich davon halten soll weiß ich jetzt nicht so genau, aber ich glaub generell nicht, dass dies meine Musik und mein Humor gewesen wäre.

Die englischen Sold for Evil war die nächste Band und auch diese tat sich schwer. Nicht nur, dass der Platz vor der Bühne leider ziemlich leer blieb, auch der Sound wusste nicht durchgehend zu überzeugen. Spontan fühlte ich mich an vor 4 oder 5 Jahre zurückversetzt, auch damals tourte Ektomorf – damals zusammen mit Stuck Mojo und diese hatten durchaus Ähnlichkeiten mit Sold for Evil.
Während damals der Rapgesang der Vorband für mich schon abschreckend genug war um überhaupt hinzugehen, hatte ich heuer diesbezüglich wesentlich mehr Toleranz. Immerhin höre ich inzwischen auch Rap ohne einen Funken Metal. Hier hatte ich also beides, nur lag leider darin auch das Problem.
Passagenweise hatte das ganze schon seinen Groove und seine Qualität, (der sporadische Keyboardeinsatz war zum Beispiel recht gelungen) – auch der Sound knallte teilweise mit ordentlich Dampf direkt vorne raus und erinnerte mich an härteren, amerikanischen Nu-Metal Sound; ABER(!) – die Übergänge waren mehr Cuts denn fließend. Bevor oder kaum das man seinen Rhythmus gefunden hatte, gab es plötzlich einen abrupten Stimmungswechsel. Die Bezeichnung „progressiv“ wäre geschmeichelt, es war einfach unrund und machte es dem Hörer unnötig und viel zu schwer.

Lustigerweise traf ich unten auf der Toilette den Keyboarder/Sänger und unterhielt mich mit ihm und gab ganz ehrlich genau dieses Feedback. Es war ein offenes und sympathisches Gespräch, in dem er die Kritik ehrlich annahm und mir erklärte, dass sie eben nicht wie die obig erwähnten Stuck Mojo monoton ihr Schema von hinten bis vorne durchziehen wollen, sondern bewusst Abwechslung ins Songwriting einbringen mochten. Meine Anmerkung konnte er aber nachvollziehen, war auf jeden Fall ein tolles Gespräch und bei Ektomorf traf man sich des Öfteren vor der Bühne.

Davor kamen aber noch Privilege of Approval, welche wesentlich straighter vorwärts preschten. Bis auf wenige Parts konnte der kraftvolle Death Metal allerdings voll überzeugen, welcher zudem mit schönen Gitarrenleads auftrumpfen konnte. Hier tat sich nun schon mehr vor der Bühne und die Aufgabe des Anheizers konnte die Band mit Bravour meistern.


Aber kommen wir nun endlich zum Headliner und dem Grund des Besuches: Ektomorf!
Mein Hoch hatte die Band vor gut vier, fünf Jahren – weil sich die Musik prima eignet um der Welt den Mittelfinger zu zeigen. Allerdings fand ich das ganze nach drei Alben schnell lyrisch und spieltechnisch überholt, weil es mehr oder weniger die immergleiche Chose war.
Von den Alben nach „Outcast“ hab ich quasi keine Ahnung mehr, da mir die Alben in ihrer Entwicklung nicht mehr die Tiefe boten, welche ich inzwischen suchte. Live wollte ich die Band dennoch sehen und Donnerwetter, die legten los!
Der Sound knallte ordentlich aus den Boxen und fackelte nicht lange herum. Zwar waren anfangs viele neuere Stücke dabei, die ich eben noch nicht kannte, aber Eingängigkeit ist und war bei Ektomorf noch nie das Problem. Nachdem der jüngste Besucher sich auf der Bühne in Sicherheit bringen durfte, ging es auch schon los mit dem Gemoshe. Obwohl geschätzt nicht mehr als 50 Personen im Raum waren, war für ordentlich Action und Stimmung gesorgt. Zwar ging mir ein Chaot auf die Nerven, der permanent zu heftig in den Pit ging – ansonsten machte der Auftritt Spaß von vorne bis hinten. Die Band war sympathisch und hatte offensichtlich einen Mordsspaß und legte einen energiegeladenen Auftritt hin. Zwischendurch konnte bei akustischen Stücken Luft geholt werden, bevor es weiter ging. Die Zugabe wurde vehement eingefordert, ein „I guess you’re all tired now. You all have to work tomorrow“ wurde mit „Fuck Work“ gekontert und so wurde das ganze anständig zu Ende gebracht. Stimme heißer, Ellenbogen blau und Pulli nass – so wird gefeiert!

PS: Am nächsten Tag war der Nacken vieeeel besser als am Tag zuvor. Merke: Bewegung tut gut!

Grüße gehen diesmal an: Uli, Micha, Carinna/Christana/C? – sorry mir ist der Namen inzwischen total entfallen… , noch einen (T_T - *demenz*) und an den jüngsten Banger im Raum! Genau so weiter machen… ;)

Montag, 22. Oktober 2012

Media Control Single Charts – KW 43, Nr.#1: Adele – Skyfall



Dass dieser Titel auf der Nummer 1 landet ist wahrlich keine Überraschung, immerhin handelt es sich hier um den offiziellen Film Soundtrack des neuen James Bond Streifen. Und als solcher muss der Song natürlich einigen Kriterien entsprechen, immerhin wäre ein seichtes Dahingeplätscher nahezu blasphemisch.

Ich werde auch nicht umhin kommen, den Trailer direkt mit einzubeziehen, da dies zwecks Promotion und der Auslegung darauf, miteinander harmonieren sollte. Und genau das funktioniert auch. Das vorliegende Stück klingt für mich zwar recht wenig soulig, sondern mehr nach Pop mit der Lana Del Rey typischen Tiefe und Erhabenheit.

Aber es schafft wunderbar die Bilder mit zu tragen und in leicht melancholischer Manier gekonnt zu untermalen und zu transportieren. In meinen Augen wirkt Filmmusik immer dann am besten, wenn es Szenen Revue passieren lässt und dabei in nostalgischer Manier ein vergängliches aber doch erlebtes Bild aufwirft. Das kann in fröhlicher Dur-Tonart funktionieren, einem „Das-war-toll-ist-leider-aber-Vergangenheit“-Credo oder grundsätzlich traurig in tiefem Moll.

Filmmusik bringt für mich das ganze auf den Punkt und hinterlässt ein Gefühl und bis auf ein paar wenige Filme, welche gezielt zur Erheiterung konzipiert waren, ist man auch eher traurig, dass er vorbei ist – sofern der Film gut war oder genug überzeugende Charaktere gestorben sind.

Ich lehn mich jetzt schon hoffnungslos aus dem Fenster wenn ich über den Tod schwadroniere und dem ominösen, letzten Film welcher vor dem geistigen Auge vorbeiläuft… dafür die passende Musik, die erwarte und suche ich persönlich bei Filmmusik. Dabei ist es vollkommen egal ob das Setting traurig oder fröhlich war, es sollte bewegen und irgendwas hinterlassen. Ich will den Kloß im Hals!!111

Dabei ist es mir wurst wie kitschig das ganze ist, aber als spontane Beispiele fallen mir z.B. Adema mit „Planet“ zum Film „Cry Wolf“ ein oder „I still Remember“ von Bloc Party zu „Keinohrhasen“. Meinetwegen noch „The Ballad of the Broken Birdie Records“ von múm aus der Black Metal Dokumentation “Until the Light takes Us” um mich vom Spielfilm oder der bekannten Musik loszulösen.

Aber darum soll es primär ja auch nicht gehen, mir geht es um das gewisse etwas, was ein Filmsoundtrack braucht und genau das schafft Adele vor allem im sich steigerndem Refrain. Passend dazu auch die orchestrale Untermalung, welches dem Ganzen den richtigen Rahmen gibt. Zudem passt es einfach zu bisherigen Bond Soundtracks, da es die typische Stimmung gut einfängt ohne irgendetwas gezielt zu kopieren.

Was mich ein bisschen stört sind die Wiederholungen vor allem beim ausfadendem Zwischenteil, aber das schafft nicht das tolle Lied zu ruinieren. Da das Video jetzt nicht soo selbst gemacht ist, einige ich mich mit reinem Gewissen auf folgende Wertung:


Das Lied bekommt von mir: 4 Sterne
Das Video bekommt von mir: 3 Sterne


 Link zum Myspace Video: