Eine verschneit anmutende Hütte mitten im Wald sieht nicht sonderlich spektakulär, noch verrät es uns woher die Band kommt, vielmehr führt es in die Irre. Septrion kommen aus Mexiko und darauf kommt man beim ersten Blick oder auch beim Hören sicherlich nicht. Jetzt muss ich natürlich postwendend zugeben, mit der mexikanischen Black Metal Szene kenne ich mich ehrlich gesagt kein bisschen aus, von Einflüßen aus dieser Gegend kann ich also auch nicht wirklich was berichten.
Vom Sound her könnte dies aber definitv auch irgendwo aus Europa stammen, folklorische Elemente aus dieser Richtung sind nämlich nicht zu vernehmen. Sonderlich hervorstechend oder außergewöhnlich ist die Band leider aber auch nicht. Auf gut deutsch gesagt bleibt bei mir wirklich kaum bis wenig hängen. Bis auf den gewöhnungsbedürftigen, extrem stumpfen und dumpfen Sound des Schlagzeugs kristalisiert sich bei mir da bislang nicht wirklich etwas heraus. Und am Schlagzeug hänge ich mich auch ein wenig auf, muss ich zugeben. Klar wirkt das sofort unpolierter, mehr nach Untergrund, leider aber auch nicht zwangsläufig extrem schroff, bösartig oder dynamisch explosiv, sondern leider halt sehr dumpf und tickert hie und da schräg und das ist halt so naja...
Fragt man mich also aus dem Stehgreif heraus, an was ich denke, wenn ich den Namen Septrion höre, muss ich an ein dumpfes, klackenders Schlagzeug denken. Ich denke, fürchte und hoffe ja mal, dass dies nicht so die Intention der Band war.
Damit wirkt die Band irgendwie sehr kühl, flach und schal auf mich und ich schaffe es nicht wirklich eine Verbindung mit aufzubauen, was ich schade finde. Immerhin strebe ich dies mehr oder minder mit den sich in meinem Besitz befindlichen CDs an.
Als das Schlagzeug mal Sendepause hat und die Gitarren dominieren hatte ich kurz aufgehorcht, aber das war leider nur ein Zwischenspiel, wie auch der kurz mehr oder minder cleane Gesang - wobei der jetzt auch nicht so pralle ist.
Ernüchterndes Vorabfazit: 1 Blitz!
Montag, 2. Mai 2016
Sonntag, 1. Mai 2016
Retroblog: Aus dem Leben eines Metalheads - Thema: Haare und Headbangen
Da die Gerüchteküche mehr als nur
rumort, dass last.fm die Blogs komplett löscht - versuche ich jetzt noch
zu retten was zu retten ist, indem ich häppchenweise das ein oder
andere zeithistorische "Dokument" hier ebenfalls poste, immerhin hatte
es zum Teil ja auch etwas mit Musik zu tun, zum anderen waren es meine
ersten Schritte hin zum eigenen Blog. Die ersten Konzertberichte wurden
ja auch ursprünglich, bzw. nachträglich von last.fm hierher importiert.
Alle Beiträge von dort und damals sind mit Retroblog klassifiziert,
teilweise auch schon recht alt und würde ich heuer oft nicht mehr so
schreiben, aber ich hoffe es sorgt trotzdem für kurzweillige
Unterhaltung.
Den sechsten Beitrag würde ich heute so, oder vielleicht jetzt sogar gar nicht mehr schreiben, wenngleich er ob seinen Abschweifungen doch einige kritische Punkte versucht auf humorvolle Art und Weise zu beleuchten und sich dennoch nicht ganz ernst nimmt. Aber am 15ten Mai 2011 war ich auch noch relativ jung, dies sei mir verziehen.
Ich wollte diesen Eintrag eigentlich schon so lange schreiben und hab schon vor so vielen Ewigkeiten damit angefangen, dass ich just schier keine Lust mehr hatte, ihn fertig zustellen. Für Fehler, unlustige Witze und unabsichtliche Beleidigungen gilt daher... "ich war jung und brauchte das Geld" ^^
__________
Haare und Headbangen
Ja es ist zum Haare raufen wenn man selbige beim Staatsfeind Nummer 1 dem Frisör lassen muss. Dass er dafür auch noch Geld verlangt ist allerhand. Ich zahl doch auch kein Geld dafür, dass irgendwer mit Hauptschulabschluss mir ein Arm oder Bein amputiert!
Aber ja – leider ist mein Zynismus hier doch etwas fehl am Platz, da meine stolze mehr als schulterlange Haarpracht nicht mehr so stolz aussieht. Bösartige Geschwüre namens Spliss, Haarbruch und Knoten nisten sich bei mir unerlaubter Weise ein. Zwar ist es nicht die Regel, sein Haus abzureißen wenn ungebetene Gäste darin gastieren – doch sollen ja auch nur die Spitzen frisiert werden.
Ich gebe es ja zu, dass ich Anfangs meine Haare nicht sonderlich gepflegt hab, doch inzwischen malträtier ich sie – oder eher mich en masse mit Kamm, Pflegespülungen, Repair & Care Shampoos – neuerdings sogar Tabletten und sonstiger dem Haare wohlwollender Substanz. Anbetracht eines oft knappen Zeitlimits oder sonstigen angeborenen, unglücklichen und fremdverschuldeten Zuständen wie Faulheit fällt dies manchmal etwas knapp aus oder artet in Stress aus. Und selbst die beste Pflege schafft es nicht, vergangene Leichen wiederzubeleben.
Die Frage ist nur, wie viel dieser überteuerte Spaß wieder kosten wird und ob mein Frisör human genug sein wird, um mir a) eine akzeptable Länge zu lassen und b) nicht einen extra Langhaarzuschlag verrechnet oder mich gleich in den Damensalon schickt.
Genau genommen ist dieser Blogeintrag in seinem Urentwurf auch uralt, von daher so was von nicht aktuell. Inzwischen war ich schon zweimal beim Frisör – was mich jedes Mal herzzerreißende 10cm gekostet hat, inzwischen sind sie aber auch schon wieder schulterlang.
Was mir jetzt fehlt ist ein eleganter Bogen – daher bieg ich ihn mir jetzt auch irgendwie zurecht. Elegant sieht Headbangen nur mit Haaren aus! Punkt – die Provokation steht im Raum... ich find oder fand – warum dieser Sinneswechsel folgt im tragischen Expose; dass es absolut lächerlich aussieht, mit einer Kurzhaarfrisur zu bangen. Damit bekommst man höchstens im Epileptikertreff Respekt, nicht aber unter beinharten Metalheads mit Sinn für Ästhetik.
Fuck – irgendwie wirkt das jetzt immer noch arroganter und überheblicher, wird Zeit für die Tragik.
Ich werde einmal eine Glatze haben...
[...]
G-L-A-T-Z-E!!! – Dieser Satz klingt so beiläufig und belanglos wie ‘Ich werde irgendwann mal sterben’ – doch wenn das irgendwann plötzlich an der Haustüre klingelt, ist Schluss mit lustig.
Der Todsichere Indikator ist der Großvater mütterlicherseits – die verdammte Vererbung! Wie die mir in diesem Fall auf die Nerven GEN kann...
Jetzt ist es natürlich blöd, wenn ich oben alle Personen die eventuell selbiges Schicksal getroffen hat oder andere Gründe für ihre Frisur haben oben beleidigt hab um unten festzustellen, ich werde mal genauso ein Trottel sein?
Gut ich könnte mich damit abfinden noch viel grimmiger zu schauen und noch weniger Spaß zu haben, dann brauch ich nicht bangen und bewegen muss ich mich nur noch wenn ich irgendeinem Moshfreak die Killernieten aus den Augen zieh. – Aber mal ganz ehrlich: Braucht man für den Metal lange Haare?
Die Antwort – nein! Aber was macht es dann aus? So Worthülsen wie „das ist alles eine Sache der inneren Einstellung“ sind so wischi-waschi und beliebig, damit kann kein Mensch etwas anfangen.
Fakt ist – im Metal tragen die Personen in der Regel beziehungsweise gehäuft lange Haare.
Ich persönlich find es schön, mag es wenn der Wind durch die Haare weht, ich mich hinter ihnen im Unterricht verstecken konnte und find sie beim Bangen unverzichtbar. Aber ich kam nie auf die Idee zu sagen, ey ich bin sooo Metal – ich lass die jetzt lange wachsen. Warum ich das anfing? Ich weiß es selber nicht mehr. Ich war zu faul um zum Frisör zu gehen und hatte keinen Bock dafür Geld auszugeben? Irgendwie klingt die Antwort auch schon wieder bescheuert – hab ich dann automatisch die falsche Einstellung? Ich glaub nicht, man sollte einfach nicht verallgemeinern und jemanden mit oder ohne lange Haare gleich akzeptieren noch dem einen allein deswegen, mehr oder weniger Kompetenz zusprechen... man weiß ja nie, ob man selber mal eine Glatze bekommt.
Meine Haare sehen mittlerweile echt besser aus, trotzdem muss dringend noch ein Frühjahresschritt ran. Ich_will_aber_nicht!!! – andererseits muss ich hoffen, nicht irgendwann auf dumme Ideen zu kommen.
Die Vorstellung einfach den Rasieraperrat zu nehmen und alles *ppppssss* weg zu machen ist verlockend, anderseits werde ich mich dafür auch 100pro bis ans Lebensende hassen... vor allem dann, wenn nix mehr nach kommt.
Ach irgendwie wird mir das ganze jetzt zu haarig... o.O
Der total tolle Nachtrag: (Bild oben war auch schon Nachtrag... ^^)
Es wird einem wahrlich nicht leicht gemacht, man wird überflutet mit tollen Angeboten die alle noch besser sind als die anderen und dann auch wieder 3,75ct teurer oder billiger pro 4,467ml sind...
Ich lass die Katze jetzt aber aus dem Sack und verdien damit drölf Milliarden an unauffälliger Schleichwerbung:
Ich benutze als Shampoo Schwarzkopf Gliss Kur, als Pflegespühlung L'Oréal Paris Elvital Reparatur & Fülle 5 Tiefen-Repair-Kur (Ich liebe diese trendy Zweisprachigkeit^^) - für zwischendrin wenn es mal mehr eilt oder um meinen Haaren keine Gewöhnung zu geben Schwarzkopf Schauma Shampoo For Men mit anschließender Einarbeitung ins feuchte Haar - Pantene Pro-V Repair & Care (ohne ausspülen!!) - und ganz selten wenn die Haare noch in Ordnung sind und nicht unbedingt einen Waschgang benötigten kommt Aiko System Pflege Sprühkur - Repair mit komischen Duft rein... - sofern ich dran denk noch täglich Medicazin Biotin S 5mg Tabletten xDDD
Haha... der totale Overkill... aber jetzt genug damit...
Nächstes mal erzähl ich dann von meinen besten Schminktipps angefangen von Masakera bis hin zu Nagellack und welche Sachen ich schluck damit ich auf dem Breeze 10/10 Punkte auf Titten von wildfremden Menschen bekomm... - yeah... :p
Den sechsten Beitrag würde ich heute so, oder vielleicht jetzt sogar gar nicht mehr schreiben, wenngleich er ob seinen Abschweifungen doch einige kritische Punkte versucht auf humorvolle Art und Weise zu beleuchten und sich dennoch nicht ganz ernst nimmt. Aber am 15ten Mai 2011 war ich auch noch relativ jung, dies sei mir verziehen.
Ich wollte diesen Eintrag eigentlich schon so lange schreiben und hab schon vor so vielen Ewigkeiten damit angefangen, dass ich just schier keine Lust mehr hatte, ihn fertig zustellen. Für Fehler, unlustige Witze und unabsichtliche Beleidigungen gilt daher... "ich war jung und brauchte das Geld" ^^
__________
Haare und Headbangen
Ja es ist zum Haare raufen wenn man selbige beim Staatsfeind Nummer 1 dem Frisör lassen muss. Dass er dafür auch noch Geld verlangt ist allerhand. Ich zahl doch auch kein Geld dafür, dass irgendwer mit Hauptschulabschluss mir ein Arm oder Bein amputiert!
Aber ja – leider ist mein Zynismus hier doch etwas fehl am Platz, da meine stolze mehr als schulterlange Haarpracht nicht mehr so stolz aussieht. Bösartige Geschwüre namens Spliss, Haarbruch und Knoten nisten sich bei mir unerlaubter Weise ein. Zwar ist es nicht die Regel, sein Haus abzureißen wenn ungebetene Gäste darin gastieren – doch sollen ja auch nur die Spitzen frisiert werden.
Ich gebe es ja zu, dass ich Anfangs meine Haare nicht sonderlich gepflegt hab, doch inzwischen malträtier ich sie – oder eher mich en masse mit Kamm, Pflegespülungen, Repair & Care Shampoos – neuerdings sogar Tabletten und sonstiger dem Haare wohlwollender Substanz. Anbetracht eines oft knappen Zeitlimits oder sonstigen angeborenen, unglücklichen und fremdverschuldeten Zuständen wie Faulheit fällt dies manchmal etwas knapp aus oder artet in Stress aus. Und selbst die beste Pflege schafft es nicht, vergangene Leichen wiederzubeleben.
| (Zum Glück ist die Auswahl ja sooooo gering) |
Die Frage ist nur, wie viel dieser überteuerte Spaß wieder kosten wird und ob mein Frisör human genug sein wird, um mir a) eine akzeptable Länge zu lassen und b) nicht einen extra Langhaarzuschlag verrechnet oder mich gleich in den Damensalon schickt.
Genau genommen ist dieser Blogeintrag in seinem Urentwurf auch uralt, von daher so was von nicht aktuell. Inzwischen war ich schon zweimal beim Frisör – was mich jedes Mal herzzerreißende 10cm gekostet hat, inzwischen sind sie aber auch schon wieder schulterlang.
Was mir jetzt fehlt ist ein eleganter Bogen – daher bieg ich ihn mir jetzt auch irgendwie zurecht. Elegant sieht Headbangen nur mit Haaren aus! Punkt – die Provokation steht im Raum... ich find oder fand – warum dieser Sinneswechsel folgt im tragischen Expose; dass es absolut lächerlich aussieht, mit einer Kurzhaarfrisur zu bangen. Damit bekommst man höchstens im Epileptikertreff Respekt, nicht aber unter beinharten Metalheads mit Sinn für Ästhetik.
Fuck – irgendwie wirkt das jetzt immer noch arroganter und überheblicher, wird Zeit für die Tragik.
Ich werde einmal eine Glatze haben...
[...]
G-L-A-T-Z-E!!! – Dieser Satz klingt so beiläufig und belanglos wie ‘Ich werde irgendwann mal sterben’ – doch wenn das irgendwann plötzlich an der Haustüre klingelt, ist Schluss mit lustig.
Der Todsichere Indikator ist der Großvater mütterlicherseits – die verdammte Vererbung! Wie die mir in diesem Fall auf die Nerven GEN kann...
Jetzt ist es natürlich blöd, wenn ich oben alle Personen die eventuell selbiges Schicksal getroffen hat oder andere Gründe für ihre Frisur haben oben beleidigt hab um unten festzustellen, ich werde mal genauso ein Trottel sein?
Gut ich könnte mich damit abfinden noch viel grimmiger zu schauen und noch weniger Spaß zu haben, dann brauch ich nicht bangen und bewegen muss ich mich nur noch wenn ich irgendeinem Moshfreak die Killernieten aus den Augen zieh. – Aber mal ganz ehrlich: Braucht man für den Metal lange Haare?
Die Antwort – nein! Aber was macht es dann aus? So Worthülsen wie „das ist alles eine Sache der inneren Einstellung“ sind so wischi-waschi und beliebig, damit kann kein Mensch etwas anfangen.
Fakt ist – im Metal tragen die Personen in der Regel beziehungsweise gehäuft lange Haare.
Ich persönlich find es schön, mag es wenn der Wind durch die Haare weht, ich mich hinter ihnen im Unterricht verstecken konnte und find sie beim Bangen unverzichtbar. Aber ich kam nie auf die Idee zu sagen, ey ich bin sooo Metal – ich lass die jetzt lange wachsen. Warum ich das anfing? Ich weiß es selber nicht mehr. Ich war zu faul um zum Frisör zu gehen und hatte keinen Bock dafür Geld auszugeben? Irgendwie klingt die Antwort auch schon wieder bescheuert – hab ich dann automatisch die falsche Einstellung? Ich glaub nicht, man sollte einfach nicht verallgemeinern und jemanden mit oder ohne lange Haare gleich akzeptieren noch dem einen allein deswegen, mehr oder weniger Kompetenz zusprechen... man weiß ja nie, ob man selber mal eine Glatze bekommt.
Meine Haare sehen mittlerweile echt besser aus, trotzdem muss dringend noch ein Frühjahresschritt ran. Ich_will_aber_nicht!!! – andererseits muss ich hoffen, nicht irgendwann auf dumme Ideen zu kommen.
Die Vorstellung einfach den Rasieraperrat zu nehmen und alles *ppppssss* weg zu machen ist verlockend, anderseits werde ich mich dafür auch 100pro bis ans Lebensende hassen... vor allem dann, wenn nix mehr nach kommt.
Ach irgendwie wird mir das ganze jetzt zu haarig... o.O
Der total tolle Nachtrag: (Bild oben war auch schon Nachtrag... ^^)
| (Für was zur Hölle soll ich mich entscheiden?!! - toll wie man mit wenigen Klicks selber in der absoluten Dunkelheit verschwinden kann und das eigene dumme Grinsen verschwindet *g*) |
Es wird einem wahrlich nicht leicht gemacht, man wird überflutet mit tollen Angeboten die alle noch besser sind als die anderen und dann auch wieder 3,75ct teurer oder billiger pro 4,467ml sind...
Ich lass die Katze jetzt aber aus dem Sack und verdien damit drölf Milliarden an unauffälliger Schleichwerbung:
Ich benutze als Shampoo Schwarzkopf Gliss Kur, als Pflegespühlung L'Oréal Paris Elvital Reparatur & Fülle 5 Tiefen-Repair-Kur (Ich liebe diese trendy Zweisprachigkeit^^) - für zwischendrin wenn es mal mehr eilt oder um meinen Haaren keine Gewöhnung zu geben Schwarzkopf Schauma Shampoo For Men mit anschließender Einarbeitung ins feuchte Haar - Pantene Pro-V Repair & Care (ohne ausspülen!!) - und ganz selten wenn die Haare noch in Ordnung sind und nicht unbedingt einen Waschgang benötigten kommt Aiko System Pflege Sprühkur - Repair mit komischen Duft rein... - sofern ich dran denk noch täglich Medicazin Biotin S 5mg Tabletten xDDD
Haha... der totale Overkill... aber jetzt genug damit...
Nächstes mal erzähl ich dann von meinen besten Schminktipps angefangen von Masakera bis hin zu Nagellack und welche Sachen ich schluck damit ich auf dem Breeze 10/10 Punkte auf Titten von wildfremden Menschen bekomm... - yeah... :p
Samstag, 30. April 2016
European Aggressor - Tour 2015 – 30ter November @ Neuer Elfer, Frankfurt
Mit dem Line-up ist das ja so eine Sache, ursprünglich
angekündigt war als Support für die aus Ungarn stammenden Ektomorf ja die
schwedisch-griechische Melo-Death Kombo Nightrage.
Davon kenne ich zumindest die Sweet
Vengeance, welche mich zwar nicht in grenzenlose Lobhuldigen ausbrechen
lässt, aber dennoch recht annehmbar sind. Als Co-Headliner für mich daher aber
durchaus interessant.
Diese Personalie sollte aber nicht lange zur Debatte stehen.
Auf der Facebook Seite
der Veranstaltung fehlte Nightrage, dafür tauchte hier dann Raunchy und One-Way Mirror auf. Kenn ich beide nicht, war ich auch nicht
wirklich heiß darauf, aber immerhin eine Band extra dazu. Kann durchaus eine
Entschädigung sein, muss es aber nicht. Aber man ist ja offen für alles…
Zugegeben stieß ich erst leicht verspätet dazu, der
obligatorische Besuch bei ehemaligen Arbeitskollegen mal wieder, aber wie ich
erfuhr fing das Ganze dann eh leicht verspätet und maximal anarchisch an. Die Information
im Hinterkopf habend, dass heuer ja zwei Vorbands spielen sollten, erfrage ich
am Eingang noch der Running-Order um verblüfft festzustellen, dass dies das
auch nicht wussten.
Irgendeine andere Band wäre einfach so gekommen und würde
jetzt stattdessen spielen. Wirklich vorgestellt hätten sie sich nicht, auch ein
Sonderlob für Höflichkeit hätten sie sich nicht wirklich verdient.
Diesen Eindruck gewann ich leider ebenfalls sehr schnell,
auf der Bühne stand die israelische Band Shredhead
und bezeichnete bei den Ansagen zwischendurch gleich mal jeden als Arschloch.
Dass sie sich selbst davon nicht ausnahm könnte man positiv anmerken, aber die
auf mich und sicherlich auch sonst nicht auf jeden anderen im Raum zutreffende Aussage,
getätigt mit der vorwurfsvollen Vehemenz der Ignoranz und gewollter Unfähigkeit
zur Reflektion und Differenzierung, nivellierte hier gründlich sämtliche
Sympathie und den Glauben zur Brüderlichkeit im Geiste.
Der sehr räudige, groovige Thrash Metal war nicht mal
grundsätzlich so verkehrt, aber eben von einem latent asozialen Verhalten und
Attitüde geprägt. Je nach Vorliebe vielleicht konsequent stilsicher, für mich aber
mehr ein Un- oder Antistil. Gefallen hat mir gegen Ende das rhythmische, laute
Stampfen auf dem Holz(?)-Boden, was passend plump aber überraschend effektiv
und dynamisch war, dennoch war da das Kind schon längst in den Brunnen
gefallen, oder gar schon ertrunken. So bitte nicht…
Wenigstens Ektomorf spielten
noch wie geplant und selbige machten nicht lange Gefangene sondern legten
gleich direkt los. Die Songauswahl ging quer durch alle möglichen Alben durch,
die Stimmung im Publikum wurde merklich besser und die Band hatte hier die
Leute definitiv hinter sich.
Ektomorf sind nicht die technisch anspruchsvollste Band,
noch würde ich überragend viel Tiefgang bei ihnen erwarten, aber sie
praktizieren diesen 100%-igen, rebellischen Voll-auf-die-Freße-Metal und dass
live wunderbar aufgeht, versteht sich von selbst.
Kurz wurde es mal ruhiger und ich dachte Zoltan äußert sich
vielleicht irgendwie zu den Anschlägen, zutrauen würde ich es ihm auf jeden
Fall, es lief aber auf das neue Lied „Holocaust“ hinaus, das hat einen ernsten
Hintergrund, wenngleich lyrisch natürlich ebenfalls recht simpel gehalten und
was soll ich als Deutscher da bei Zeilen wie „never forget, never forgive“ zu
sagen? Ja klar vergessen keinesfalls, nicht vergeben ist so eine Sache direkt betroffene dürften mitunter jedes Jahr schwieriger
lebend anzutreffen sein. Dass da die eigene Vergangenheit von Zoltan durchaus
auch davon betroffen war, macht den Song sicherlich auch zu etwas persönlichem.
Ich finde er fiel nur etwas aus dem Kontext und war in der Botschaft nicht klar
genug um da wirklich was zu bieten, nur eine wie so oft gerne propagierte,
latent rebellisch-pubertärere Anti-Haltung ist dem Thema gegenüber dann nur
etwas doch zu dünn und was wäre da eine angemessene Reaktion? Kleine
Unterbrechungspause des Moshpits und danach nahtlos weiter?
Zum Glück, oder je nach Sichtweise eben auch nicht, würde
das Lied aber nicht zum Stimmungskiller und danach ging es weiter wie zuvor.
Unterm Strich ein gewohnt guter, sympathischer Auftritt, gerne jederzeit
wieder. Idealweise nur mit einer anderen Vorband und weniger Überraschungen.
Grüße gehen noch raus an Barbara und ihren Freund (Ben?) und
an Max.
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