Montag, 23. November 2015

# Reingehört # Blitzurteil: Platten der Woche: Dee Tail - Eye Owe You

Boah da schreib ich doch gleich beim ersten mal live hören mit, weil ich irgendwas tun muss um die Musik auf die sekundäre Wahrnehmungsstufe zu verbannen. Das bald 10 Jahre alte Album der deutschen Band wurde mir an jeder Ecke, man informiert sich ja kurz was man gleich anhören wird, als Hard Rock verkauft - und nein keine Sorge, die CD ist auch nur wieder berüchtigter Beifang und wurde nie im Leben gezielt gekauft.

Allein schon dieses ultra-häßliche, verpixelte, nichtssagende Cover - ja das soll ein extrem vergrößerter, nicht vollständiger Ausschnitt eines Auges sein, was total cool zum Albumtitel passt - das offenbar mit dem obligatorischen Arsch verwechselt wurde, als man im Büro aus Spaß den Kopierer missbrauchte um es dann durch einen uralt Drucker zu jagen, dem die Hälfte der Farben schon ausgegangen waren - hätte mich schon NIE im Leben angesprochen, diese CD auch nur länger als 3 Sekunden in den Fingern zu halten.

So ein hässliches, liebloses Cover habe ich dieses Jahr, nein generell noch nie gesehen - ich komm ja nicht umhin es hier zu zeigen:

Zum Verständnis: das ist nicht wegen irgendeiner schlechten Auflösung oder so, so unscharf - das sieht im Original eigentlich noch schlimmer aus, das Bild schmeichelt dem Cover sogar - welch Paradoxon!

Was die Musik auf jeden Fall NICHT ist, ist hart - in meinen Augen belangloser SOFT Rock mit gelangweilt dahin dümpelnden Songs, ja fast schon Pop / Rock mit einigen unfreillig dem Rap angelehnten Einsprengseln und nein, das ist auch nicht gut, revolutionär, gelungen oder gekonnt.

Die Musik langweilt mich zutiefst und ich ärger mich gerade sehr, dass ich nicht IRGENDEINE andere CD gerade höre, sogar SO FAR AWAY und BALMUNG wären mir gerade lieber und das soll schon was heißen... !!!

Wisst ihr was, ich hau den Eintrag auch gleich online, eigentlich sollten noch ganze 4 Alben vorab im Schnellcheck auftauchen, aber egal - ich leg noch nach mit einem unschlagbaren Angebot:

Für nur 3,95 € inkl. Versand (ausschließlich innerhalb Deutschland, unversichert) + einen neues, unbenutztes Clear-Jewl Case gratis oben drauf kann die CD schon heute DIR gehören, einfach das Kontaktformular nutzen und mir Gutes tun. Vor allem jetzt kurz vor Weihnachten DIE Geschenkidee für Masochisten.

Wer zuerst kommt malt zu erst, Rechtsweg ist ausgeschlossen, kein Umtausch, Rückgabe oder Garantie auf akkustische Unversehrtheit, Privatverkauf und so weiter und so fort.

Gerade eben eine Nachricht von Zeus und Thor bekommen. Sie wollen gar keinen Blitz rausrücken, vermaledaite Axt!


Dieser Beitrag kann eventuell einen Hauch von Ironie erhalten und überzeichnet geschrieben sein. So Far Away und Balmung will ich jetzt nämlich wirklich nicht auch noch hören müssen. Aber kaufen dürft ihr die CD gerne, allerliebst ;)

Donnerstag, 19. November 2015

Hardcore Explosion – 17ter Oktober 2015 @ Goldene Krone, Darmstadt


Veranstaltungsflyer

Okay jetzt wird es etwas kompliziert, vor allem da a) schon wieder ein verdammter Monat vergangen ist – wann zur Hölle ist das passiert?!! Und b) weil ich, sich wiedersprechende Informationen bzgl. dem Line-Up vor mir liegen habe.

Ursprünglich auf der lieben Homepage von der Krone angekündigt waren:
Ablaze, Nothings Left, Veilside und Worst Case für 6 Euro, sprich 4 Bands - musikalisch eigentlich alles nicht so ganz meine Tüte, aber in einer davon spielte ein ehemaliger Arbeitskollege (Ablaze) was ein Anreiz war, neben meiner gestern noch nicht gestillten Lust und Freude auf Konzerte. Angekündigte Startuhrzeit lassen wir mal außen vor, das ist bei der Krone Homepage eh immer so eine Glaubensfrage und ganz davon abgesehen, traf ich eh erst zu spät ein und musste davon ausgehen, zumindest die erste Band zu verpassen.

Während dem Konzert wusste kaum ein von mir Gefragter, welche Band gerade spielt, wer schon gespielt hat oder wie das Line-Up ist, den Kollegen sah ich auch weder auf der Bühne, ging also davon aus, dass dies die erste Band hätte sein müssen, immerhin bekam ich ja 3 noch zu Gesicht.

Umfangreiche Nachrecherche warf aber wieder alles völlig um, so findet sich via Facebook nämlich etwas ganz anderes, hier war auch von 8 Euro Eintritt die Rede, was tatsächlich abkassiert wurde und 5 Bands standen am Start.

Ablaze hatten abgesagt, stattdessen sollten Nothings Left, Worst Case, Burning Fight, Veilside und Carry The Dead aufspielen, das Veranstaltungsbild suggerierte auch, dass Nothings Left der Headliner sein könnte, bei der Kronen Homepage sah es eher nach Worst Case aus, welche e saber defintiv NICHT waren und auch nicht als letzte Band spielte.

Weiter lässt sich herausfinden, dass Burning Fight den Auftakt bildeten, ergo nicht gesehen.
Ablaze wurden von Carry The Dead ersetzt, davon kann ich mich auch an kein Gesicht erinnern, ich mutmaße einfach mal, dass dies die zweite Band war, welche ich dann folglich auch verpasst haben muss. Wie man sieht, ich gebe absolut keine Garantie, dass da in der Zuordnung auch nur irgendwas richtig ist, da es so schon chaotisch war und ich zugegebenermaßen nach der für mich zweiten, also für pünktliche Zuschauer schon der vierten Band, relativ schnell das Interesse verlor.

Nachdem ich Veilside nach zwei gehörten Liedern auf YT definitiv ausschließen kann, mein persönlicher Opener (also der dritte Akt für normale Zuschauer) gewesen zu sein, zwecks für mich musikalischer Irrelevanz; weil – ich diesen (also den Opener) noch ganz im Gegensatz, am besten und gelungensten fand. Wenn ich davon ausgehe, dass Nothings Left der Headliner waren, was auch musikalisch hinhauen könnte, war – Trommelwirbel – nach 7 einleitenden(!) Absätzen und diversen, konfusen Schachtelsätzen meine erste Band:

Worst Case – in diesem Fall wurden sie ihrem Namen nicht gerecht, weil sie ausgestattet mit einem fähigen Sänger, teils stark an schnörkellosen Death Metal Vocals angelegt und mit simplen, aber effektiven Hardcore Mustern einfach direkt groovten und mitzogen, zumindest mich – das Publikum bedingt, was – wenn zuvor schon zwei Bands gespielt haben, schwach wäre. Wenn man bei der dritten Band noch nicht genug aufgeheizt und wach ist, muss man vorher ja im Tiefschlaf gewesen sein oder ich kann recht froh darüber sein, die Chose zuvor nicht hab mitbekommen müssen. Die Band und der Auftritt war also nix weltbewegendes, aber ganz okay und war für mich als Warmmacher ideal.

Problematisch war dann nur, dass mich Veilside vollkommen kalt ließen, also wirklich vollkommen. Das war vielleicht OldSchool oder sonst was, aber nicht eingängig – was ja nicht zwangsläufig schlecht sein muss aber packte mich in keiner Weise, fand keinen Rhythmus, keine besondere Melodie, nicht mal ansprechende emotionale Ausbrüche oder irgendwie zwingend drückende Härte und Energie, gar nix, sry.

Am Schluss mussten dann wohl Nothings Left spielen, welche für mich leider an Veilside anknüpfen. Zwar zum Teil etwas besser, aber für Ekstase und Freude reichte es bei mir nicht. Zudem waren hier und bei der Band zuvor schon, endlich genug Karate Kiddies anwesend – auch erwachsene Personen bezeichne ich so! – um mich wieder ausreichend Abstand nehmen zu lassen. Zwar war es nicht vollkommen asozial, was durchaus lobend zu erwähnen ist, aber mich packte nicht die Lust mich da reinzuschmeißen und allein musikalisch bockte das für mich nicht sonderlich, also ging ich vorzeitig los um eine Bahn früher zu erwischen.

Ein überlanges Intro erfordert natürlich auch noch ein ebenbürtiges Outro, welches sofort augenfällig in Form einer größeren Truppe rennender Personen offenbar wurde. Wie sich herausstellte handelte es sich hierbei um eine gut 80 köpfige Truppe Frankfurter Ultras, welche nach der 5:1 Heimkatsche gegen Gladbach auf die siegreichen Darmstädter Fans warteten, welche aus Augsburg zurückkamen. Neben einigen skandierten Sprüchen und der Ankündigung, Darmstadt sollte für den 6ten Dezember schon mal die Laufschuhe anziehen – danke schon mal für den Hinweis, wann ich am besten die Innenstadt meiden sollte, war das ganze zwar vielleicht einschüchternd, aber friedlich. Dennoch zog kurz darauf ein riesen Tross an Polizeiwagen auf und raste den Ultras hinterher und als es nichts mehr zu sehen gab, kam auch schon die Bahn. Wunderbar…  

Mittwoch, 18. November 2015

# Reingehört # Blitzurteil: Platten der Woche: Mantar - Death By Burning

Dass die Scheibe des energiegeladenen Duos MANTAR unbedingt her muss, war nach den zwei sehr gelungenen Live Auftritten innerhalb kürzester Zeit nur noch reine Formsache, etwaige Live-Berichte werden hoffentlich gewohnt verspätet und hoffentlich nicht allzu verjährt nachgereicht. Festzuhalten ist aber defintiv, dass die beiden Norddeutschen Jungs allein mit Schlagzeug und Gitarre und Gesang in der Lage sind sonstige Instrumente überflüssig erscheinen zu lassen und mit ihrer Mixtur aus Hardcore-Punk, Doom und sonstigen Gebrubbel theoretisch die perfekte Blaupause für überzeugenden Sludge zu liefern. Einzig die Band stößt sich an dieser Bezeichung, aber wenn das kein Sludge ist, was dann?

Groovt unglaublich und erinnert mich am ehesten an BLACK TUSK, aber auf so viele Art und Weisen dann doch wieder ganz anders gelegen. Die einzig relevante Frage war daher auch, schafft es die Band auf der Scheibe genauso dynamisch und explosiv zu klingen wie live, der erste gehörte Ansatz verführte zu einem zaghaften Nicken. Das Teil hat definitiv Qualität, aber live war es dann doch noch ein Ticken schweißtreibender und geiler, aber davon werdet ihr hoffentlich auch bald lesen können.

Kleinliche 4 Blitze!