Mittwoch, 11. Dezember 2013

# Playlist - Woche 48''13'''

Kalenderwoche 48:

Einzigartige Künstler:  242
Gesamte Titel:  542
Insgesamt gespielt:  625



1. Gorgoroth 40x
2. Silent Overdrive 21x
3. Katatonia 15x
4. Shape of Despair 14x
5. Agrypnie 12x
6. In Flames 10x
6. Iced Earth 10x
6. Poltergeist 10x
6. Draconian 10x
6. Atoma10x




Darf ich's zugeben? Ja ich hab erst jetzt zum ersten Mal Gorgoroth gehört und die betreffende CD ausgegraben. Dabei handelt es sich deren Debütalbum "Pentagram". Musikalisch reißt das in meinen Ohren keine Bäume aus, ist aber dennoch sehr annehmbar. Mal schauen wie lange mich dies halten mag.

Zu Silent Overdrive brauch ich wohl ja kaum mehr Worte verlieren? Wer wissen will warum, möge sich dieses brandaktuelle Review zu Gemüte führen und erfährt auch gleich mehr dazu: http://etalusicore.blogspot.de/2013/12/silent-overdrive-wake-up-call-2009.html

Shape of Despair haben sich erneut erfolgreich vorgekämpft und die erneute Erwähnung hier auch vollkommen verdient. Habe die Band wirklich wochenlang jeden Abend zum Einschlafen via Sleepfunktion der Anlage gehört, neben dem im Moment ungenutzten Timer der einzige aber nicht unwesentliche Vorteil meiner aktuellen, abgespeckten Version. Und es klappt in der Tat wunderbar. Ich find die Musik unglaublich entspannend, melancholisch, traurig, beruhigend und dennoch nicht energiearm, aber eben auch sehr geeignet zum Abschalten.

Der Rest setzt sich eigentlich komplett aus ehemaligen Newcomern und den gängigen Bands zusammen und sollten eigentlich hier alle schon mal vorgestellt worden sein.

Sonntag, 8. Dezember 2013

The Morning Never Came 10th Anniversary Tour 2013 – 29ter Oktober @ Steinbruch Theater Mühltal



Endlich mal wieder eine Headliner Tour von Swallow the Sun, hier mit jetzt auch Einzige Band, welche ich nun 6x live gesehen habe, jedes mal mit schwankender Qualität was die Live Performance angeht:

Dezember 2009 im Landespavillon in Stuttgart, damals als Headliner – nicht wirklich schlecht, aber hatte mich auch nicht wirklich umgehauen.
Oktober 2010 auf dem Summerbreeze Festival, ungeschlagener Höhepunkt – die Band hatte mich praktisch bis auf die Knie nieder gebrochen, von nun an ein unfairer Maßstab an dem sie sich messen lassen musste.
Dezember 2010 im Haus11, wieder Stuttgart. Performance war gut, Vocals aber zu leise, irgendwie blass. Trotzdem Gänsehaut in der Sauna, aber mit bedauerlichem Makel.
Mai 2012 die erste unrühmliche Bekanntschaft mit der Batschkapp in Frankfurt -  hier nachzulesen: http://etalusicore.blogspot.de/2012/05/tragic-idol-tour-2012-13ter-mai.html
Auftritt war aber wieder gelungen.
November 2012 dann wieder in der Batschkapp in Frankfurt, diesmal nicht ganz soo pralle – damaliger Bericht hier: http://etalusicore.blogspot.de/2012/12/into-darkness-2012-14ter-november.html

Wenn man diesem doch sehr regelmäßigen Muster folgt, müsste dieser Auftritt wieder gut werden?

Erst waren aber The Foreshadowing an der Reihe, diese hatte ich bislang zwei Mal schon vor Augen – Summerbeeze 2010 & 2012 – allerdings nie wirklich fokussiert sondern immer nur im Vorbeilaufen, während dem Essen oder sonst irgendwie am Rande. Erwartet hatte ich dennoch irgendwie was anderes. Hatte mir eigentlich so Schlagwörter wie „Doom“ im Hinterkopf behalten und meinte mich auch auf so etwas einstellen zu können, hätte ja auch wunderbar in den musikalischen Rahmen gepasst. War dem aber irgendwie nicht so ganz. Könnte vielleicht als Gothic „Metal“ noch durchgehen, so genau anzufangen wusste ich zu meinem Leidwesen mit der Band aber nichts. So viel Ausstrahlkraft der Fronter hatte, war mir nie so wirklich klar auf was das abzieht. Auf Growls, eine Düsternis oder Schwere habe ich vergeblich gewartet. Dafür gab es wesentlich softeres, was nicht schlecht sein muss – aber irgendwie selten zu Ende gedacht war. Melodien hatten of nur Anflüge von Griffigkeit und die ganze Stimmung schien mir teils schrecklich fehl geleitet zu sein. Das mag einer Kollision mit meiner Erwartungshaltung geschuldet sein, kann aber auch wo anders liegen. Der Auftritt war nicht schlecht, aber recht öde und ich hatte auch nicht diese Momente wo ich dachte, „wenn-das-jetzt-hier-ein-klein-bisschen-anders-wär-und-würden-sie-doch-nur“ – da war einfach nix. Konnte leider nicht so viel mit anfangen, das Publikum aber auch nicht? Dieser respektabel große Raum an Nichts vor der Bühne war irritierend ungewohnt, hielt sich aber kurzfristig bei der nachfolgenden Band auch noch. Normalerweise steht es hier immer dicht an dicht, oft genug war ich in letzter Zeit ja in diesem Club um dies behaupten zu können.

Ähnlich erging es mir dann mit Antimatter leider auch. Hier kam ich – man bin ich heuer pingelig, mit der Stimme nicht ganz so klar. Ich hätte mir hier und da ein paar Facetten mehr gewünscht oder aber einen größeren musikalischen Sog. Das hatte zwar stellenweise seine shoegaze-esken Passagen (mir an dieser Stelle auch vollkommen gleich ob da die musikalische Zuordnung 100%-ig koscher ist, die Wirkung ist primär gemeint) aber das reichte nicht ganz und auch nicht durchgängig. Dazu war mir einfach das Klima zu kühl und zu steril. Sonderlich emotional packte mich das nicht – lasse mich bei so was gern in die Melancholie ziehen (vgl. Sólstafir, Alcest – Bands mit ähnlichem Sog) oder in sonstigen Untiefen, aber dort fand heut nicht wirklich was statt. Stattdessen bekam ich absurder weise irgendwie Lust zu Tanzen und mich zu bewegen, nachdem ich realisierte, dass es zum kompletten Versinken nicht reicht. Immerhin hatte es ja dennoch etwas rhythmisches, treibendes, was aber in der Wirkung sicherlich nicht so gewollt war. Aber angenommen es wäre, kann man so den Karren doch noch in gewisser Weise als aus dem Dreck gezogen bezeichnen. Im Endeffekt liegt es oft ja auch am Zuschauer was er daraus noch macht oder ob er gleich abwinkt, aber auch hier hatte ich anderes erwartet. Ging aber so noch, nur bislang ein erstaunlich ruhiger Abend…

Dann stellte sich schon die große Frage. Ging das Muster auf und hatte ich meine heutige Bekanntschaft umsonst die Hoffnungen gedrosselt oder fiel der Auftritt leider wieder mal ab?

Die ersten anderthalb Lieder hielten die Spannung noch etwas, meiner Meinung nach waren dort die Vocals noch nicht perfekt eingestellt und leicht zu leise, was wie oben geschrieben durchaus eine der Kinderkrankheiten der Live Auftritte von Swallow the Sun sind.
Aber danach wurde an den richtigen Reglern gedreht, der Sound war gut und alles wand sich zum Positiven. Der Kontrast hätte bei diesen Vorgängerbands auch kaum größer sein können. Plötzlich war da richtig viel Dynamik, Power, Energie, Metal – ja endlich mal richtig schön Metal. Der Auftritt war intensiv, kam auf den Punkt und hatte irre Spaß gemacht. Wehrmutstropfen, kein „New Moon“ gespielt, aber genug ältere sowie neue Stücke um dies zu kompensieren und clean wurde an dem Abend eh schon genug gesungen. Die Darbietung war mitreißend, der Bass schön drückend – Growls diesmal mit Saft, die Black Metal Screams sitzen eigentlich immer. Ein gutes Gesamtkonzept mit tiefgehenden und packenden Melodien und es hat mich echt gefreut, dass meiner Schwarzmalerei Lügen geschallt wurden.

So will ich die Band vor mir stehen haben, alles richtig gemacht. Jetzt habe ich nur Bedenken, dass wenn ich sie ein weiteres mal live sehe – was ich ohne Zweifel irgendwann noch werde, da bin ich mir sicher - wieder mal ein nicht so guten Auftritt, dem Gleichgewicht halber erwischen müsste. Das wäre schade, denn wenn alles sitzt ist die Band spitze.

Da sie dies aber war, konnte ich nicht meckern und zufrieden am Abend auch einschlafen und den Haken auf der richtigen Seite setzen. Ich grüße an dieser Stelle Sabine und Micha, danke für die Heimfahrt und die interessanten Diskussionen und teils auch ungewöhnlichen Analysen der Bands. Hat Spaß gemacht und war sehr erfreulich.

Freitag, 6. Dezember 2013

# Playlist - Woche 47''13'''


Kalenderwoche 47:



Einzigartige Künstler: 149
Gesamte Titel: 214
Insgesamt gespielt: 215



1. Insomnium 6
1. Katatonia 6
3. Simon & Garfunkel 5
3. Iced Earth 5
3. Pathology 5
6. Placebo 4
6. Nightwish 4


Wie man sieht eine recht ereignisarme Woche, viel unterwegs, wenig Zeit und auch bewusst nur die Top7, da es bei 3 Plays doch schon überraschend viele Bands wären.

Simon & Garfunkel sind Nostalgie und Kindheitserinnerungen pur, darum auch der Grund warum ich mir die Best-off CD gekauft hatte. 'The Sound of Silence' ist bekannt und ist ein Klassiker, aber auch nicht ohne Grund. Bei Nevermore fand ich eine Ahnlehnung daran lustigerweise wieder, aber darum soll es hier nicht gehen. Gute Musik die zum Teil wirklich noch zeitlos ist.

Bei Pathology wurde ich wahrlich vom Saulus zum Paulus, oder anders rum - je nach Definitionssache. Damals noch verteufelt und als einfallslos verschrieen, feier ich inzwischen diese derbe Brutal Death Metal Walze. Klar ist es jetzt nicht sooo tiefgängig, gibt aber dafür herrlich unkompliziert mitten auf die Zwölf. Zum schnellen wach werden ideal.

Vor kurzem erst in Frankfurt gespielt und daher verpasst, wenngleich ich mir die teuere Karten eh nicht hätte leisten können und/oder wollen, sind Placebo für die ruhigeren, melancholischen Stunde immer wieder gerne gesehen. Bahn und Busfahrten mit dieser Musik im Ohr wird unweigerlich schwelgend, entrückt oder aber auch einfach nur schön. Kommerz hin oder her, die Musik taugt.

Ein Umstand welchen ich bei Nightwish nur bedingt unterschreiben kann. Seitdem Tjara rausgekickt wurde, höre ich die Band eh nicht mehr, bzw. deren neuen Stücke - soll aber schon wieder einen Wechsel gegeben haben? Aus dem Alter bin ich aber irgendwie schon seit längerem raus. Gibt mir nicht mehr wirklich was, daher hier wohl mal eine vergleichsweise leichte Chance den "Durchbruch" in die Top10 zu schaffen.