Sonntag, 5. Mai 2013

Agalloch – 30ter April 2013 @ Club Zentral Stuttgart



Die Vorgeschichte ist hektisch, waren doch die Karten für Agalloch stark limitiert, auf süße 250 Stück. Eigentlich war die Veranstaltung praktisch schon ausverkauft, aber über den S-C-R Shop konnten noch gerade so zwei Tickets geordert werden. Stuttgart war jetzt nicht wirklich um die Ecke, leider aber die nächste Veranstaltung der stattfindenden Tour. Frankfurt wie so oft und warum auch immer, mal wieder außen vor. Karten waren also schon Monate zuvor gesichert, einzig der Dienstag war noch problematisch. Musste ich mir halt frei nehmen…

Kurze Zeit später wurde ein weiterer Termin bestätigt. Karlsruhe und Montag, ein Tag an dem ich abends eh frei hätte. Das Problem: personalisierte E-Tickets standen dem Tausch via Weiterverkauf und Co im Weg. Scheiße, wäre auch finanziell und zeitlich angenehmer gewesen, da das Mietauto pro Kilometer doch ordentlich Geld frisst.

Aber das „Drama“ nahm natürlich erst noch richtig seinen Lauf. Ich bekam frei und wir konnten auch fast pünktlich losfahren, allerdings unterliefen uns da schon mal zwei Fehler:
a) waren unsere Handys/Navis, wenn dann nur halb aufgeladen was sich später beinahe noch rächte
b) hatten wir nicht bedacht, dass am nächsten Tag Feiertag ist und war und folglich halb Deutschland mit dem Auto quer durch die Republik tuckern musste. Kombiniert mit Regen und dem leider weit verbreitetem Unvermögen was die Beherrschung eines vierräderigen Gefährts angeht, hatte dies zur Folge, dass die Staumelder Amok liefen.

Den Stau auf der A5 konnten wir umfahren indem wir die A61 benutzen, aber auch hier teilweise schon stockend. Die A6 war da noch problematischer und direkt vor Heilbronn liefen wir auf einen 6km langen Stau auf, konnten aber gerade so mit viel Geduld noch die Abfahrt erwischen. Währenddessen meldete das Radio auf der Gegenseite 14km Stau und auf der A81 ebenfalls zwei Unfälle. Über diverse Landstraßen und Dörfer konnten wir da aber das meiste umfahren und bis wir auf A81 waren, waren auch die Unfälle beseitigt oder eben umfahren.

Und jetzt kam eben noch meine Lieblingsstadt Stuttgart! Ich hasse die dortige Straßenführung. Großstäde sind für mich per se kein Problem, aber mit Stuttgart hab ich es warum auch immer überhaupt nicht und natürlich fällt dort dann auch noch jedes Mal das Navi aus bzw. gibt ungenaue und widersprüchliche Angaben. Die Ecke wo der Club Zentral liegt, war mir ebenso noch vollkommen fremd. Scheinbar sind dort etliche andere Clubs ringsum angesiedelt, die Parkplatzsuche war folglich auch noch eine Etappe für sich.

Damit sind also schon die Highlights der Vorband Fen erzählt. Sprich wir haben sie leider vollkommen verpasst, länger als 45 Minuten konnten sie aber auch nicht gespielt haben.

Die erste Barriere gab es schon gleich am Eingang, eine unglaubliche Hitze schlug einem sofort entgegen und wurde nicht besser je näher man der Bühne kam. Klar der Laden war ratzevoll, total ausverkauft. Aber im Hoodie und in der Lederjacke, welche ich mir immerhin noch um den Bauch binden konnte, war es wärmetechnisch nahezu unerträglich warm. Das wurde den ganzen Abend über nicht besser. Leider, denn es schmälerte doch ein wenig den Genuss von Agalloch.


Denn diese wussten vollends zu überzeugen! Die Setlist war stark und beinhaltete, wenn ich mich nicht täusche, auch ein paar Lieder der EP’s. Zumindest war mir das ein oder andere noch fremd und bis auf die Debüt Demo kenne ich eigentlich alle Alben. Vinylscheiben hab ich daheim auch noch zwei rumliegen, aber mangels Plattenspieler eben noch nur liegen.
Auch der Sound saß, er wirkte auf mich zwar anfangs etwas stark elektronisch was sicherlich eine sehr bescheidene Beschreibung einer E-Gitarre ist, aber in meinen Augen ein wenig anders rüberkam als auf den Alben. Weniger gedeckt und spährisch, sondern kontrastreicher – sich im Laufe des Abends aber gut einfügte und nicht weiters negativ, was er auch grundsätzlich nicht tat, oder sonstig sonderlich auffiel.

Es hätte der perfekte Gegenpart zum leider nicht ganz genießbaren Auftritt beim Ragnarök Festival 2012 werden können, damals aufgrund asozialen „Fanverhalten“ rund um uns herum vermiest. Aber diese gottverdammte Hitze schaffte es leider immer wieder mich in die Realität zurück zu holen, womit ich leider nicht vollends in die ausgestrahlte Magie der Lieder versinken konnte. Schade, denn so wart ich noch weiterhin auf die 1 mit Stern, der – davon gehe ich aus, die Band mit Leichtigkeit erspielt.

Die Getränkepreise waren in Ordnung, theoretisch hätte ich mir auch wesentlich mehr zum Drinken gekauft weil ein ungemeiner Bedarf meinerseits bestand, aber dies wäre leider zu Kosten meines guten Stehplatzes gegangen. Daher gefühlt dehydrit, das Ganze aber dennoch gut überlebt.

Heimfahrt war okay und unkompliziert. Zwar hatten Navis längst keinen Saft mehr – aber zurück fand ich auch ohne. Insgesamt sehr teurer Spaß, rechnet man das Mietauto mit rein, welcher die Erwartungen absolut erfüllen konnte, nur das nervige Detail „Wärme“ hätte besser sein können.

Samstag, 4. Mai 2013

Ars Macabra - Daemonolatria Hypnotica (2004)

Frontcover


Heute verschlägt es uns mal in den italienischen Black Metal Untergrund, welcher bedeutend mehr Bands beherbergt als allgemein angenommen wird. Auf dem Backcover wird vielversprechend „Hypnotic Ultra-Fast Black Metal“ angekündigt, daher wird gar nicht erst lange rumgefackelt sondern gleich angeschnallt und los
geht’s.

„Mistica Nocturna“ hat dann aber immerhin noch ein Intro was wie merkwürdige Geräusche aus irgendeiner Fabrik klingt. Die Einsetzenden Keyboards könnten sogar noch von Dimmu Borgir stammen, danach kommt aber leider kaum mehr was außer Stimmen aus Lautsprechern oder Funkgeräten. Gegen Ende lachen sich ein paar Gestörte einen Ast ab bevor eine ratternde Maschinerie angeworfen wird. Das ist jetzt nicht komplett Schema F aber der Bringer leider auch nicht. 4,5 Punkte

Richtig los geht es folglich erst mit „A Recollection Of A World Once Called Earth”, ein dann doch recht flott vorgetragener Song. Überragend ultraschnell ist dies aber im Vergleich zu sonstigen Black Metal Songs nicht. Typisches Basedrumgewummer, verzerrte Gitarren und stereotypische Vocals. Bis auf ein paar verschwindend kleine Passagen, welche versuchen die maschinelle Stimmung nochmals hervorzuheben und hie und da eher gegrowlte statt gescreamte Zeilen sticht leider absolut überhaupt nichts sonderlich hervor. Wohlgesinnte 5 Punkte
Erschienen bei: Elegy Music
EAN oder Katalog-Nr. nicht vorhanden

Wieder sehr ruhig und sphärisch startet „Disciples Of Torment“ bis das ganze Gepolter wieder einsetzt. Hier frage ich mich ernsthaft, warum auf das Introfeeling Null eingegangen wurde und ob es nur ein Lückenfüller darstellte. Die Basedrum steigt hier das erste Mal richtig ordentlich auf das Gaspedal, versprüht langfristig aber den typisch charismatischen Charme eines Drumcomputers. Das Tempo wird aber glücklicherweise nicht eiskalt durchgezogen, zwischendurch darf mal Luft geholt werden, während Flüsternd und Wimmernd im 5 Punkte
Hintergrund gesungen wird.

Dem Titel nach auf eine weitere Folterorgie darf sich bei „Machinator Tormentorum“ gefreut werden. Die ersten Sekunden sind wieder interessant, dann wird wieder zum Sprint angesetzt. Ich finde es stellenweise sogar recht schwer mit Booklet den Lyrics folgen zu können, wobei sie mich in diesem Fall nicht mal sonderlich interessieren. Der rohe, schroffe und rasende Sound geht diesmal ohne große Änderung von Vorne nach Hinten durch. Das ist nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht wirklich innovativ oder spannend. 5 Punkte

Booklet Gestaltung sehr schlicht aber funktional,
links angesprochene Unschärfe der Bilder.
Wirkt im Upload nur leider nicht mehr so
extrem wie im Orginal
„Psycho Apocalypse“ sieht der Länge nach, nach einem Kernstück des Albums aus und hat die ersten paar Sekunden auch Klänge die genauso gut einem psychedelischen Film hätten entsprungen sein können. Wie so oft entpuppt sich dies aber als austauschbares Ansatzstück. Überraschenderweise hört man, wenn man weiß, dass dieser erfolgen soll – aber sogar den Wechsel vom Englischen ins Italienische. Unterbrochen wird die martialische Tour von einem kurzen Part sphärischer Musik, aber dort hin und davon weg gibt es natürlich nicht im Ansatz einen Übergang. Brems- und Beschleunigungsweg? Nur was für Pussys. Kann man sich durchaus anhören, langsam wird es aber leicht ermüdend. 4,5 Punkte



Es folgt der dämliche Titel „Sturmgeschütz Of Chaos“ und ein lyrisches Massaker. Aus dem Stehgreif noch irgendwelche Unterschiede zwischen den einzelnen Songs herauszupicken dürfte unmöglich sein. Wenn wenigstens mal das künstliche Schlagzeug variationsreicher wäre, die Zwischenparts und Intros sinnvoll und genutzt wären oder irgendetwas… der Hoffnung beraubte 3,5 Punkte

Noch ein langer Song namens „Prologomena Of A Warfare State“: 15 Sekunden lang andockendes Raumschiff, Schnitt, Rest siehe oben, Schnitt, zusammenhanglos eingefügter Ambientpart, Schnitt, Rest siehe oben, ganz schneller Schnitt, Aus, Schnitt, 3 Punkte

Backcover und Tracklist
… und dann folgt auch endlich der letzte Song namens „Dawn To An Endless Night“ – 5 Sekunden darf ein Wind wirkungslos pfeifen, dann hämmert auch schon wieder die künstliche Intelligenz gnadenlos und plump und es gäbe, man halte sich fest, es gäbe die Möglichkeit kurzfristig eine Art Stimmung zu generieren – wenn das asynchrone und an der Stelle absolut unpassende Gehämmer nicht komplett alles versauen würde. Für diesen Rohrkrepierer zücke ich dann aus Protest noch die 2 Punkte!


Fazit:
Das Coolste dürfte noch die italienische Antwort auf das skandinavischen Corpsepaint sein: Sonnenbrille auf der Nase statt Schminke im Gesicht wie im Booklet zu sehen und auf dem Cover zu erahnen ist. Das Cover find ich mit dem Hauch schmutzigen Lilas ja fast noch mutig und gelungen, auch inhaltlich ist alles soweit in Ordnung und komplett vorhanden. Von einer überragend liebevollen Gestaltung würde ich trotzdem nicht sprechen.
Musikalisch hingegen ein Reinfall. Die erwarteten Industrial und/oder Electroeinflüsse sind praktisch nicht vorhanden, beziehungsweise ansatzlos im Intro oder in sinnbefreiten Zwischenparts verbraten und so bleibt eine leicht beschleunigte Variante von Marduk auf B-langlos gespielt. Man kann sich das Ganze durchaus anhören, aber nebenbei auch Zeitung lesen, abstauben, das Zimmer saugen oder sonst was tun. Es greift nicht und rattert unbeirrt da rein und dort raus. Schade…


Gesamtergebnis: 4,09

Gesamtspielzeit: 43:32

Durchschnittsdauer: 5:26

Liedqualität: 4,06 (3x)
( 4,5 + 5 + 5 + 5 + 4,5 + 3,5 + 3 + 2 ) / 8 = 4,06
Cover: 5,75 (1x)
Cover: 5
Lyrics: 6/6 = 10
Aufmachung: 4
- sehr unscharfe, grob gedruckte Bilder 1= 3
Abwechslung: 2,5 (1x)

Freitag, 3. Mai 2013

03.05.13 Courage of the past! - Part I

Der Tag ohne Schamgefühl, denn heute wird alles gescrobbelt was damals zur Auswahl stand. Der ungeheuer vielfältige und musikalisch leider sehr zweifelhafte Pool an Liedern welcher mir eines Tages per Zufall vor die Linse kam und aus dem sich auf wunderbare Weise meine Vorliebe für den harten Metal manifestierte.

Ich weiße jede Mitschuld von mir was falsches Tags anbelangt, die sind ehrlich gesagt katastrophal - ein Umstand der mir bei meiner Musiksammlung nicht in die Tüte kommt. Da ich aber 90% der Lieder und Interpreten nicht kenne, ist es mir unmöglich oder auch rein zeitlich zu doof, das komplett alles für das einmalige Hören zu korriegeren.

Und eine Anmerkung die mir irgendwie wichtig ist. ICH hab diesen ganzen Müll sicherlich nicht gedownloadet noch sonst wer den ich kenne. Wer für diese Geschmacksverirrung schuld ist - keine Ahnung. Diese Lieder waren halt leider rein zufällig auf einer Festplatte.

Und nun - Charts ade, es war so schön... T_T


Live zum mitlachen und mitverfolgen taugt  heute dieser Link:
http://www.lastfm.de/user/Amixor33/tracks

Auch darüber hinaus, aber dann muss man viel, viel suchen.