Sonntag, 29. Dezember 2013

[HATE]-talusicore – die Abrechnung: Hobbyfilmer oder live wollte ich die eigentlich eh nicht sehen



Sperrt die Schwiegereltern weg und dreht euch sicherheitshalber noch einmal um, denn jetzt werden die Klingen gewetzt und die einst mal „beste“ Szene der Welt fachgerecht zerlegt. Nach jahrelanger Erfahrung bleibt der ernüchternde Ausblick, dass die jugendliche Naivität vollkommen fehl am Platz war. Auch bei uns gibt es Schlampen, Idioten und asoziale Arschlöcher und darüber hinaus noch ganz andere Sachen. It’s HATE-Time!

Wisst ihr was am meisten nervt? Wenn man nichts von der Bühne sieht und zwar nicht weil der vor einem Stehende viel zu groß ist, nein man hat sich extra einen wirklich guten Platz ausgesucht – sondern weil dieser permanent seine Kamera, Smartphone whatever hochhält und die ganze Zeit das Konzert filmt. Am besten selbst auch alles wie die direkt dahinter stehende nur noch durch das Display verfolgen kann. Ich mein bitte was? Warum gehe ich auf ein LIVE Konzert, wenn ich nichts anderes zu tun habe, als auf mein Gerät zu stieren und alles zu filmen. Weil ich mir daheim das alles noch mal anschauen will und die coole Show und alles nacherleben will? Was zur Hölle erleben solche Individuen denn vom Konzert? Kauft euch eine Live DVD und holt euch darauf einen runter und jeder ist zufrieden. Aber es nervt permanent nichts zu sehen, weil irgendwer nicht so wirklich teilnehmen will und auch daheim oder im Netz nicht so wirklich teilnehmen will – weil vergleichbar mit der Realität ist das ja wahrlich nie, mehr ein Schatten dergleichen wenn überhaupt.

Gegen „kurz“ ist ja nichts gesagt, mache oder habe ich hie und da auch mal gemacht – viel länger als eine Minute habe ich eh selten Lust zu filmen, nervt mich total – aber dieses permanente filmen und Sicht versperren für nichts? Verpisst euch doch! Das mag sich inzwischen zwar qualitativ etwas geändert haben, weswegen die Zahl derer Störenfriede leider auch noch zu nimmt - aber früher war das auch noch vollkommen für die Katz. Ton? Gnadenlos übersteuert, verwaschen, nicht wirklich zu verstehen. Bild? Zu dunkel, unscharf, verpixelt und meistens ultra verwackelt. Gut filmen könnten heute immer noch viele NICHT! Ich mein_wenn_da_wenigstens_was_gutes_bei_rum_kommen_würde!!! Aber nein, oft ist es einfach nur vergeudeter Speicherplatz.

Wenig besser sind auch die 24/7 Fotographen, am besten mit ganz viel Blitzlicht, welches zwar nie im Leben bis zur Bühne reicht, aber permanent am irgendwas Hochheben sind. Den Vogel abgeschossen hat damals die Gruppe Jugendlicher/Kinder bei Beyond All Recognition welche die Gunst der Stunde nutzten, der Band minutenlang den Rücken zugekehrt, Selbstportraits zu schießen. Oder generell dieses Rumgefummel am Handy, alle 5 Minuten. Geht doch heim, ins Fotostudio oder sonst wo hin, aber steht nicht so bescheuert in der Gegend rum, nehmt Platz, Sicht und wertvolle Luft weg, wenn ihr eigentlich eh irgendwo anders lieber sein wollt.

Wer nicht Berufs wegen andauernd filmt kann ich echt nicht ernst nehmen. Finde es da ja ganz erfrischend, dass es auch Bands gibt, welche dazu ganz klar nein sagen (ASP z.B.) – weil dieses andauernde draufhalten ist doch grenzdämlich. Ich will auf einem Konzert Spaß haben, mich bewegen, was sehen, mich auf die Musik konzentrieren und nicht auf mein technisches Gerät meiner Wahl. Dann sollte ich zur Selbstbefriedigung lieber Mitarbeiter beim Saturn oder Media Markt werden, aber nicht eben noch auf Konzerte gehen.

Wer jetzt denkt, die Jugend halt – weit geirrt. Ich war ja fast schon entsetzt, als ich bei UFO einen älteren Herrn sah, der selbiges auch tat. Nicht aber mit dem Handy, nein gleich ein ganzer Tablet. Wie dumm das überhaupt erst aussieht. Für die Person, für die Band, für den Abend. Ist das die Zukunft? Dann halt ich demnächst ein Backblech hoch, da hat dann nun wirklich niemand was davon aber der Gestus ist wenigstens auch so toll bescheuert.

Jetzt noch ein Schmankerl zum Abschluss, so – so ähnlich und oft auch noch viel schlimmer, gibt es tausendfach Videos im Netz. Wie dumm?!!!


Fast schon zu gut:


Und ja die sind jetzt alle von MIR, aber u.a. auch im Hinblick auf konkret diesen Post hochgeladen, daher spiele ich jetzt beschämt ein klein wenig an mir selbst herum und hau die universale Schlussgrußformel FUCK YOU noch hinterher für alle betroffenen Verursacher raus!  :-*

Freitag, 27. Dezember 2013

# Playlist - Woche 50''13'''

Kalenderwoche 50:

Einzigartige Künstler:  266
Gesamte Titel: 560
Insgesamt gespielt: 626



1. Poltergeist 22x
2. Gorgoroth 17x
3. Shape of Despair 14x
4. Katatonia 13x
4. Draconian 13x
6. Vengeance 12x
6. Victory 12x
8. Iced Earth 11x
8. Insomnium 11x
10. Thunderstorm 10x
10. Powermad 10x




Auch noch nicht so lange neu entdeckt sind Victory und Vengeance. Zwei Hard Rock / Heavy Metal Bands aus den 80ern welche heutzutage wahrscheinlich nur noch wenigen bekannt sind. Ich find sie für zwischendurch ganz annehmbar und meinen Metalkatalog auffrischend, mit einem eigenen Charme - welcher klanglich auch recht leicht in die richtige Zeitepoche einzuordnen ist. Ich bin mir auch noch unsicher wen der beiden ich besser finde. Venegeance hat zumindest was die Anzahl der Wiedergaben angeht momentan um ca. einen Durchgang die Nase vorn.

Thunderstorm bitte ganz fett markieren, eine absolut unterschätzte italenische Doom Metal Band im klassischem Gewand, könnte latent an Candlemass erinnern - für Fans der Schweden durchaus einen Blick wert. Meine Freundin findet sie etwas zu repititiv, ich schulde dieser Tatsache aber auch einen unglaublichen Ohrwurm zu. Sehr melodisch, recht eingänig und doch nicht belanglos. Doom Fans ab vom Mainstream - anhören!

Selbiges gilt auch für Powermad! So  bescheuert Bandnamen und Albumnamen (Absolut Power) auch sein mögen, die Mixtur aus Thrash, Speed- und Powermetal dürfte ein Insidertipp für Liebhaber sein! Ob ich mich zu selbigen zählen werde, weiß ich noch nicht ganz 100%-ig, zumindest ist die CD kein Schrott sondern recht interessant, auch wenn sie optisch darauf hindeutete.

4 heiße und ungewöhnliche Empfehlungen, mehr als ich der Woche zugetraut hatte! Aber probiert ruhig aus...





Donnerstag, 26. Dezember 2013

Crusade of Vengeance Tour – 10ter November 2013 @ Steinbruch Theater Mühltal



Nicht verzagen, weitermachen – nächster Tag, nächstes Highlight auf dem Programm. Ich hatte mich schon tierisch aufgeregt, dass ich letztes Jahr Forgotten Tomb verpasste, jetzt bot sich hier unter anderem eine neue Chance.

Los ging es allerdings erstmal mit Dawn of Anger, die sympathischen Pfälzer waren zwar nicht sonderlich vom Glück verfolgt – die Saite riss gleich am Anfang; aber all dies steckten sie locker, flockig und charmant mit ein paar saloppen Sprüchen weg. Der Sound jener Death Kombo war unspektakulär aber bodenständig und verlor sich auch nicht in ziellosen Prügelattacken sondern kam direkt auf den Punkt. Leider waren nur noch nicht sonderlich viele Fans vor der Bühne und so war die Euphorie auch noch schleppend, wenngleich vorhanden und auch verdient. Gelungener Auftakt.

Dann kam Skill-Level Asian! Die Japaner um Survive enterten die Bühne und boten, zwar manchmal einen etwas kruden Mix aus Thrash und diversen Coreeinflüssen – dennoch eine beeindruckenden Spielfreude. Man sah ihnen eindeutig an, sie hatten Bock auf das Konzert und so legten sie auch begeistert alles in Schutt und Asche. Zwar ist dieses Highspeedgefrickel nicht 100%-ig meins, aber sie hatten eben immer wieder diese geilen Parts die einfach saßen. Ich wage sogar zu behaupten, dass es an eben genau jenem Mix liegt und lag. Der geht nicht immer perfekt auf, aber bereichert den Sound stellenweise doch recht sinnvoll. Danach war aber definitiv jeder wach.

Als dann recht kleine Menschen die Bühne betraten war ich doch sehr verwundert, zumal es offensichtlich auf der Hand lag wer dies war. Die zierlichen Italiener von Forgotten Tomb. Auf und vor allem neben der Bühne absolut niedlich und nett. Jene Band welche teilweise bis zur Unerträglichkeit hämisch, gemein und ignorant in den Lyrics wirkt und gleich mal die ganze DSBM Szene hatet; was zwar mitunter nicht ganz verkehrt ist, mich als Fan solcher Musik aber irgendwie schon auch mit einschließt und mir eiskalt den Mittelfinger zeigt und ordentlich nach tritt. Nachdem sich mein zusammenstürzendes Weltbild von abartig bösen Menschen schwindelerregend schnell um 180° gedreht hatte, konnte ich mich auch der Musik widmen.

Forgotten Tomb sind sehr eigen, spielen keinen klassischen Black Metal, noch wirklich DSBM – singen oder sprechen auch mal kurz klar, growlen und screamen ein wenig und sind alles in allem sehr sperrig und progressiv. Und zaubern dennoch wie aus dem Nichts unglaublich schöne, Gehörgangfressende Melodien welche auch ewig im selbigen verharren möchten und vor Epik atemlos verharren lassen. Dies konnten sie auch live verdammt gut umsetzen, auch wenn sie optisch nicht im Geringsten zur Musik passten sondern genauso gut eine lasche Hardcore Band hätten sein können. Aber dies störte nicht wirklich, dafür war die Musik viel zu gut und somit auch eindeutig Höhepunkt des Abends.

Ich bin mir nicht zu 100%-ig sicher welche Reihenfolge dann angesagt war, ich denke als nächstes spielte Incantation – ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass dem so war. Inhaltlich kann ich die Bands auf jeden Fall auseinander halten, nur mit der Chronologie habe ich fast 2 Monate später ein klein wenig Probleme. Diese ballerten ganz ordentlich und machten zwischendurch schon Lust, aber die Luft war irgendwie schon ein wenig raus, zumal sie im unbarmherzigen Schatten von Forgotten Tomb standen was Live Perfomance und Qualität anbelangt.


Ragnarok hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm – mir kam aber eine füllig-muskulöse Person vorab im Nebenraum schon bekannt vor und ich konnte leider nicht sagen warum. Als diese dann plötzlich auf der Bühne stand wurde mir klar, natürlich – hatte ich ja schon beim Kings of Black Metal gesehen und war damals nicht wirklich begeistert. Ich versuchte mich diesmal wirklich zu bemühen, aber da sprang kein Funke kein nichts. Eigentlich wieder nur Rumgeknüppel und da ich solches schon gesehen hatte und nicht unbedingt nicht noch mal brauchte, verschwand ich auch irgendwann von vor der Bühne.

Das war der Moment wo ich dank Stößel anfing mit den Jungs von Survive zu quatschen, sehr höfliche und schüchterne Jungs denen so die ein oder andere deutsche Sitte beigebracht wurde. Bis ich eben das Gelände fast fluchtartig verlassen musste um zum letzten Bus zu sprinten…

Grüße gehen an Stößel – wobei ich immer noch nicht sicher bin, ob man dies so schreibt und auf dessen Rückmeldung ich immer noch warte, mehr als genug Flyer sollte er bekommen haben ;p – Carl, hab_den_namen_vergessen und Survive (eure Namen habe ich auch vergessen, waren auch nicht so geläufige zumindest für meine Ohren)