Es regt immer etwas zum Schmunzeln an, wenn sich die Kirche mit aktueller Musik befasst, sofern sie nicht ganze Konzerte verbieten lässt, wie es gerne in Polen geschieht. Aber heuer wird einmal für die liebe Metaller gebetet, da Bischof Küng es recht verstörend findet, was auf dem Extremfest in wenigen Tage in Sankt Pölten statt findet.
Jetzt stellt sich die Frage, inwiefern er die in der Tat sehr martialische Selbstbeschreibung des Festivals für bare Münze nimmt und dabei wohl einem längst verschollenem Zeitgeist hinter herhängt und/oder ob die eigene Geschichte mal wieder vollkommen ausgeklammert wurde? Er hält es nicht für erstrebenswert, sich daran 3 Tage lang zu berauschen und meint, dass diese Mischung dem Menschen nicht gut tun kann - aber mal ehrlich:
Woran berauscht man sich sinnvoll, was tut wirklich gut oder die Inversion, wem tut's weh? So mag die Bild- und Tonsprache dieses Festivals "wirklich extrem" und
"durchzogen von aggressiv-okkulten Bandnahmen, Blut und
Gewalt-Anspielungen und verstörenden Bildern" sein - aber warum dürfen friedliche Menschen nicht ihr Theater spielen und drei Tage lang befreit, vom täglichen Brainfuck Spaß haben?
Es kommt niemand zu Schaden und Moralansprachen von gewissen Institutionen sind an doppelschichtiger Heuchelei und mediengeilen, pseudo Fürsorgepflichten kaum zu übertreffen. Da können noch Billiarden Walls sich gegenseitig bestürmen, bis wir auf eine adäquat Opferzahl kommen.
Den "Weg durch all die Düsterkeit zu den Herzen der Menschen" befreit von allen biblischen Propaganda Missionierungen sollte er in meinen Augen lieber Wirtschaftsbossen, Banken und Regierungsführern wünschen und wenn er sich anbiedern möchte, dann kann er ja immerhin noch für schönes Wetter beten. Amen!
Quelle: http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/47815.html
PS: Unterstrichener Rechtschreibfehler ist nicht auf meinen Mist gewachsen. Hab mich allerdings nicht getraut ihn zu verbessern. War bestimmt so von Gott gewollt... :p
Freitag, 29. Juni 2012
Mittwoch, 20. Juni 2012
Politik
+++ Dieser Blog sieht sich NICHT als politischer Blog mit Meinungsmache
sondern als ein Blog mit Meinung. Ich vertrete keine Parteien sondern
mich selbst. Trotzdem gibt es Themen, welche ich als Musikfan ebenfalls
NICHT ignorieren kann. Etwagige Themenschwerpunkte sind somit nicht von
mir aus gewollt, sondern von außerhalb gemacht und provoziert! +++
Sofern ich die Zeit finde, werde ich hier die Posts sammeln, welche sich um das aktuelle Zeitgeschehen drehen und dabei die Interessensgebiete des Blogs tangieren. Vorrangig seien hier ACTA, GEMA und Zensur genannt, welche u.a. mich und andere persönlich treffen.
Ich kann nicht garantieren, immer auf der Höhe der Zeit darüber zu schreiben - aber ich werde wie immer mein bestes geben und hoffe, dass insofern Verständnis für ein unregelmäßiges Erscheinen der anderen Ressorts geschuldet wird.
Aktuelle Reihe: GEMA
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil I: „Was würdest du zahlen?“
Keine Verwertung ohne Wert, aber was ist damit gemeint und wieviel ist dir das Subjekt wert?
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil II: „Und irgendwo läuft dann da was schief…“
Okay ich seh ein, dass ich was zahlen muss, aber warum ist die GEMA jetzt umstritten?
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil III: „Persönliches Fazit“
Die wichtigsten Gründe zusammengefasst warum ich persönlich mich verarscht fühle.
Kulturtanzdemo gegen die GEMA 2013 - 06.09.12
Sofern ich die Zeit finde, werde ich hier die Posts sammeln, welche sich um das aktuelle Zeitgeschehen drehen und dabei die Interessensgebiete des Blogs tangieren. Vorrangig seien hier ACTA, GEMA und Zensur genannt, welche u.a. mich und andere persönlich treffen.
Ich kann nicht garantieren, immer auf der Höhe der Zeit darüber zu schreiben - aber ich werde wie immer mein bestes geben und hoffe, dass insofern Verständnis für ein unregelmäßiges Erscheinen der anderen Ressorts geschuldet wird.
Aktuelle Reihe: GEMA
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil I: „Was würdest du zahlen?“
Keine Verwertung ohne Wert, aber was ist damit gemeint und wieviel ist dir das Subjekt wert?
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil II: „Und irgendwo läuft dann da was schief…“
Okay ich seh ein, dass ich was zahlen muss, aber warum ist die GEMA jetzt umstritten?
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil III: „Persönliches Fazit“
Die wichtigsten Gründe zusammengefasst warum ich persönlich mich verarscht fühle.
Kulturtanzdemo gegen die GEMA 2013 - 06.09.12
Feindbild Nr.#1- Die GEMA Teil I: „Was würdest du zahlen?“
Halli, Hallo – ganz nach dem
grass’schen „Was gesagt werden muss“ breche ich hiermit jetzt längst überfällig
ebenfalls meine Schreibfaulheit, äh Schweigen und quäl mich selbst mit der
perfekten Ausformulierungen meiner hoffentlich reflektierten Ansicht.
Ich versuch das ganze möglichst neutral zu verfassen, werde aber
sicherlich die ein oder andere Wertung vornehmen. Stellen, an denen dies
explizit geschieht, markiere ich durch eine kursive Schriftart. Persönlich kann
ich auf jeden Fall so ziemlich FAST(!!) alles nachvollziehen und sitz im weitem
Sinne auch genau inmitten des ganzen Stuhlkreises. Von nur zwei Stühlen kann hier
ja nie und nimmer die Rede sein.
Reizthema der heutigen Stunde /
der kommenden Tage (bzgl. ACTA werde ich leider auch noch recht scharf schießen
müssen und hoffe, dass uns da nicht
während dem ganzen EM Fri-Fra-Freudentrubeljubel hinterrücks irgendeine Reform
oder dergleichen heimlich untergejubelt wird…) ist hochaktuell und dreht sich
im Endeffekt um Sinn und Unsinn der GEMA.
Zum Hintergrund: Die GEMA erhöht
die Abgabepauschale für USB-Sticks um ein paar „lächerlich kleine“ 1000%
Anmerkung: Mir ist bewusst,
dass viele Themengebiete sehr oberflächlich bzw. kurz angeschnitten werden, ich
könnte das ganze mühelos verdoppeln oder verdreifachen, aber dafür fehlt mir im
Moment leider die Zeit noch denke ich, dass es dann noch viele interessiert.
Und nichts ist schlimmer als eine wichtige Diskussion die keiner hören will…
Zum Einstieg:
Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft
bezüglich musikalischer Aufführungen und mechanischen Vervielfältigungen. Das
heißt konkret, sie kümmert sich darum, dass Künstler auch ihr Geld bekommen.
Und das ist auch gut so, theoretisch…
Ich will den Eintrag nun von
einer ganz anderen Seite einmal aufrollen um so etwas wie eine Basis oder ein
Verständnis für meine Meinung zu bekommen, denn wir sollten uns auf
grundlegende Regeln einigen können, andernfalls macht das meiste, bzw.
eigentlich gar nichts in dem Kontext Sinn.
Zuerst einmal die philosophische
Frage direkt an den geneigten Leser selbst:
Was ist dir Kultur wert?
Oder konkreter: Was ist dir
deine Musik, dein Lieblingskünstler wert?
Das klingt natürlich sehr
provokant nach x-beliebigen Slogans des nächsten Raubrittervereins namens GEZ (dazu
komm ich später vielleicht noch *freu*) – soll hier an dieser Stelle aber nichts
zur Sache tun, sondern ist wortgenau ernst gemeint.
Die Sache des Wertes
Was ist einem persönlich der
tägliche Musikkonsum wert? Wie viel hat ein Künstler verdient? Dieser hatte bei
der Produktion laufende Kosten, hatte Kosten bevor er überhaupt an eine
Produktion denken konnte, hat in der Regel sehr viel Freizeit in sein „Produkt“
investiert und musste deswegen bestimmt auf das ein oder andere verzichten.
Auch Konzerte sind von vorne herein mit Kosten verbunden, Rückschläge, Verluste
und dergleichen klammer ich sogar noch aus. Hat er ein Recht drauf, dafür Geld
zu verlangen und wenn ja, was hat ein Künstler verdient?
Es ist klar, dass nicht jeder selbst ernannte Künstler auch unbedingt
ein solcher ist und auch nicht jeder wird davon leben können, aber nur weil es
ein Hobby ist, muss es ja nicht für lau sein.
In unserem Wirtschaftssystem ist
immer die Rede von Angebot und Nachfrage, nur wurde dieses Gefüge unter anderem
durch die Möglichkeit der Vervielfältigung etwas außer Kraft gesetzt,
beziehungsweise verschoben. Es wird natürlich dadurch auch mehr Nachfrage
generiert, dieser positive Effekt ist den meisten Unternehmen sogar sehr recht,
allerdings gibt es auch ein (Schatten-) Angebot, wo sie nichts vom Kuchen
abbekommen.
Aber ändert das etwas am Wert,
den man selber bereit ist zu zahlen? Hierbei finde ich, hilft ein Rollentausch
in dem man sich einfach denkt, wie man selber gerne bezahlt werden möchte.
Was ist fair?
Fair – jeder will eigentlich nur
fair bezahlt werden und für entsprechende Leistung auch eine entsprechende
Belohnung bekommen. Man könnte sich jetzt natürlich endlos darüber streiten was
fair ist und was unfair ist, aber ich glaube man wird sich an dem Punkt einig,
dass sich jeder gerecht behandelt fühlen möchte.
Ich persönlich, bin der Meinung, dass ein Künstler für ein gutes
Produkt auch bezahlt werden sollte. Ich rede hierbei immer gern vom
„Herz-Faktor“, d.h. wenn wirklich etwas dahinter steht. Wenn nicht das
Geldverdienen und der Profit die Intention der Erstellung war, sondern die
Qualität von der man auch selber überzeugt ist.
Über die Höhe kann man sich
jetzt natürlich auch wieder endlos streiten, im Endeffekt kann man jedes
Produkt gegen ein anderes stellen und daran etwas kritisieren, da es für einen
persönlich im falschen Verhältnis steht. (Warum zahlen die Leute für Essen
weniger als für… etc. pp.)
Es gibt im Marketingsektor auf
jeden Fall bestimmte Grenzbereiche in denen ein Produkt als kaufbar
wahrgenommen wird. Ist es zu billig, suggeriert es eine schlechte Qualität („es
wird schon einen Grund haben, warum das so billig ist“) und wird als Ramsch
abgetan. Ist es zu teuer tangiert es eine Schmerzgrenze, bei denen sich der
Kunde lieber dagegen entscheidet. („ich würde ja gerne, aber so viel ist mir
dies auch nicht wert“)
Als weiteren, wichtigen Faktor
bei der Preisgestaltung werfe ich die Priorität in den Raum. Wer ein neues
Album kaufen will, ist eher bereit einen höheren Preis zu zahlen, als wie wenn
das Album schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Das unterscheidet sich hierbei
auch von Person zu Person unterschiedlich.
Ich zum Beispiel kauf inzwischen nur noch selten sofort bei einer
Neuveröffentlichung, da ich auch darauf warten kann. Die Musik wird deswegen
nicht schlechter und das ich mich strikt am herrschenden Zeitgeist halten muss,
aus dem Alter bin ich nicht nur längst raus, sondern war auch nie drin.
Der letzte und entscheidende
Faktor sind die persönlichen, finanziellen Verhältnisse. Es kann mir ein Album
noch so wichtig und teuer sein, wenn ich es mir einfach nicht leisten kann und
entgegen blödsinniger, moderner Verhaltensweisen es auch nicht auf Pump
finanzieren will – kauf ich es eben nicht. Ich verzichte oder suche nach
Alternativen…
Das sind die einfachsten und
wichtigsten Marktregeln und Grundsatzfragen welche man sich im folgendem stets
im Hinterkopf behalten sollte.
Lasst euch diese Gedanken ein
wenig durch den Kopf gehen, während ich versuche möglichst zeitnah den nächsten
Part zu tippseln. Da er noch nicht geschrieben ist und ich noch nicht weiß wie
genau ich was mache, kündige ich einfach mal so was mit „Ungereimtheiten und
Fehlentwicklungen“ an und bin gespannt, ob’s dies am Ende auch wird *g*
Feedback wäre mir an dieser
Stelle extrem wichtig, auch eine kontroverse Diskussion ist erwünscht. Ich muss
ja nicht Recht haben, vielleicht rede ich auch nur dummes Zeug. Wenn ja – traut
euch es auch zu sagen. ;)
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