Dienstag, 15. September 2026

@2_PlayList: Kreator - Enemy Of God (09.09.26)

Deutsche Thrash-Legenden von internationalen Niveau, mein Problem: Ich bin nicht wirklich Fan von Thrash Metal, wenige Ausnahmen ausgenommen - Sadus habe ich z.B. in letzter Zeit gerne wieder mal angehört, aber insgesamt taugt mir die Spielweise leider nicht allzu sehr. Gehe da lieber in die Death oder Black Richtung, auch wenn ich die Einflüsse des Thrashs durchaus honoriere, aber die Rhytmik und Spielweise geht mir eher Richtung Punk - was mir auch nicht so sehr zusagt.

Kreator konnte ich ebenfalls vor Jahren auch schon mal live sehen, Ambitionen oder technisches Geschick möchte ich auch nicht in Abrede stellen, aber es zündet bei mir kaum. Exodus hatte ich vor kurzem auch zwei Alben gehört, da gab es schon auch positive Ausreißer, aber keine grundsätzliche Liebe für das Genre. Hier war ich auch angenehm überrascht, relativ wenig genervt zu sein. Nicht alles Schatten sondern auch einiges an Licht. Analog zum letzten Gorgoroth Post, Gemeinsamkeit ist tatsächlich wieder, externe Quelle + Autofahrt sehe ich auch hier eine kleine Chancen einer Versöhnung. Die Zeit wird es zeigen.

** (G) = Durschnitt, Grower    

Montag, 14. September 2026

@2_PlayList: Sun Candles - Drive (single) (07.09.26)

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Eine digitale Single, sprich 1 Song von Bandcamp - wobei ich das Album zur Auskopplung vorab schon komplett gehört habe, Ersteindruck "neu" also quasi nicht vorhanden, rethorische Frage - Funktion einer Single? Aufmerksamkeitsökonomie, Werbung, Promophase Album, starke Songs um Lust auf mehr zu machen; hier? Medium (Genre: Synthwave) - geht in Ordnung aber ist jetzt nicht der Teaser, der mich nach dem Album Ausschau halten ließ.

In Kombination mit dem Singlefaktor und deren musikhistorischen Funktion, daher leider:

* = Enttäuschend

Sonntag, 13. September 2026

@2_PlayList: Deathstars - Everything Destroys You (07.09.26)

Manchmal gibt es Bands die einen relativ großen Namen haben, die ihr Abo in den Printartikeln und auf Festivalbühnen gebucht haben, allgegenwärtig sind und dann irgendwann einfach wieder verschwinden, ohne großen Skandal oder Knall. Alternativ kurz davor waren, die nächste große Nummer zu werden und dann aber unterwegs vom Weg abkamen oder in Vergessenheit gerieten.

Deathstars waren vielleicht noch nicht der ganz große Headliner, aber Mitte/Ende der Nullerjahre definitiv auffallend mit ihrem eigenem Mix aus Gothic/Industrial/Synthiesound und einem Schuss Marilyn Manson. Dazu eine auffallende Optik und Ästhetik, erinnerungswürdige Refrains und auch Live wusste die Band durchaus zu überzeugen - alle Optionen lagen offen.

Aber dann kam nichts, nach dem wichtigen 3. Album und sein Standing zu zementieren war 5 Jahre Sendepause und zum 5ten, dem hier vorliegenden Album nochmal geschlagene 9 Jahre. Positiv zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an. Negativ zu vermerken ist, es schließt nahtlos an die alten, ersten Alben an.

Viele werden sehnsüchtig genau darauf gewartet haben und die erhalten auch genau das was gewünscht war, auf der anderen Seite hat sich die Welt inzwischen einige male gedreht. Sicherlich, auch ich habe mir das Album beim Durchstöbern gegriffen, weil ich ungefähr wusste, was mich musikalisch erwartet, weil man schon lange nichts mehr gehört hat davon, aber auch - um zu schauen, was inzwischen mit der Band passiert ist.

Sie waren mal kurz wieder da um zu beweisen, dass sie es immer noch genauso können wie damals.
Handwerklich passt dies alles, einzig der frische Impuls von damals ist inzwischen gealtert und nicht mehr neu.

***  = Solide