Dienstag, 16. Mai 2017

Mai-Update

Langsam wie fast schon erkaltetes Lava kriecht die Umstrukturierung vorwärts, langsam aber stetig und zäh ist die Arbeit. Selbstverständliche komme ich nicht so schnell voran wie ich es mir wünschen würde, aber hie und da konnten ein paar Kleinigkeiten erledigt werden.

Die Einkäufe / Beta - Box ist wie angekündigt verschwunden und passend zu den CD-Einkäufen in die Reviewübersicht umgezogen, die Daten sind momentan leider nicht aktuallisiert und ausgewertet, aber das wird mit der Zeit noch kommen.
Ansonsten sind die CD-Einkäufe nach stundenlanger Kleinstarbeit wieder auf aktuellem Stand. Die Idee das ganze im Footer einzubinden finde ich zwar nach wie vor gut und transparent, bzw. dynamisch - aber ist mir ehrlich gesagt dann doch zu viel Arbeit. Aber die Übersichtsseite ist auf jeden Fall keine statische Angelegenheit.

Momentan versuche ich die Lücken in der Konzertübersichtsseite zu stopfen. Diese war stets chronologisch gehalten, aufgrund einer leider sehr unregelmäßigen Berichtserstattung folgten aber einige Lücken welche mit "[...]" angedeutet wurden. Diese sollen alle gänzlich verschwinden, unabhängig ob der Bericht schon vorliegt oder nicht. Aber rein was die Übersicht anbelangt, brauche ich eine zuverlässige Auflistung. Da ich inzwischen nicht nur auf Metalkonzerte gehe und auch dort nicht immer alle vorliegen, muss ich mich zwingend wieder auf meine Übersicht verlassen um nicht den Überblick zu verlieren. Das wird noch eine Weile dauern, zumal es eine äußerst mühsame Arbeit ist - dabei schau ich auch noch nach alten Konzertplakaten, welche ich gerne eingangs des Berichtes einbinde - aber ist langfristig das nächste Ziel.
Alles was noch nicht eingetragen ist, ist selbstverständlich in roter Farbe gekennzeichnet, verdeutlicht aber auch mal das bislang scheinbar imaginäre Dilema, wenn ich immer sage, ich komme kaum mehr hinterher.

Nachdem es seit Monaten auch die Möglichkeit gibt, exakte und genaue, sowie offizielle Zahlen zu den last.fm Jahrescharts zu beziehen, will ich auch hier nochmal sämtliche Daten von Anfang an neu aufsetzen. Die abenteueriche, händische Methode war im Vergleich dann doch nicht genau genug und von wesentlich mehr Arbeit durchzogen.

Idealerweise schaffe ich es auch noch irgendwann mir die Zeit zu nehmen um ein kleines Intro für meinen Youtubekanal zu erstellen und die Videos etwas "sanfter" einzubinden, evtl. Übergänge, das Beginnen und Enden zu optimieren. Ein Hochglanzkanal wird es definitiv nicht werden, aber handwerklich da bisschen besser zu sein kann nicht schaden. Aber definitiv habe ich inzwischen sehr viele, unbearbeitete Videos auf der Festplatte liegen, welche einen Konzertbericht 1A flankieren könnten.

Noch nicht allzu viel Handlungsspielraum gibt es bei der Seen Live Liste, ist diese doch stark an den erschienenen Reviews gekoppelt, aber auch da herrscht seit gut 3 Jahren Stillstand und ich will auch hier wieder etwas Bewegung haben und aktuell bleiben bzw erst wieder werden.

Was soll also die Kernaussage des Ganzen sein? Auch wenn sich vordergründig nicht allzu viel tut, stelle ich im Hintergrund die Weichen um weiter kompakter, übersichtlicher und zielgerichteter zu sein und die obigen Menüpunkte aktuell zu halten. Ich will erst wieder ein geordnetes Fundament haben, auf welches ich aufbauen kann um dann mit möglichst wenig Mühe regelmäßigen Inhalt wieder liefern zu können. Die obigen Links sollen aber mitnichten tote Platzhalter sein. Wenn schon keine neuen Posts kommen, muss der Rest organisch und dynamisch bleiben und Vorfreude auf später bieten. Hoffentlich gelingt mir das, aber ich bin optimistisch dies mit mehr Struktur auch zu schaffen.




Freitag, 5. Mai 2017

Der RAPort 2017 - was geht dieses Jahr

Ich will erneut einen Versuch wagen, nachdem ich diese Kategorie letztes Jahr aus privaten Gründen vorzeitig abrechen musste, versuche ich es dieses Jahr erneut, diesmal nur etwas kleiner. Das VBT ist mir dieses Jahr zu seltsam aufgebaut mit seinem Bundeslandcontest und ein Blick auf die Anzahl der Qualifikationen erschlägt mich schon jetzt, das ist mir momentan einfach zu viel und leider nicht ganz realistisch das zu stemmen.

Ich konzentriere mich dieses Jahr einzig und allein auf das JBB welches mit 16, maximal 32 Teilnehmern ein kleineres Teilnehmerfeld hat und die Anzahl der Videos so hoffentlich stemmbar ist. Mein Internet ist momentan leider mehr so Glückssache, daher habe ich allein Quantitativ schon gar keine Lust mich heuer mit dem VBT oder sonstigen, kleineren Nachwuchsbattles zu beschäftigen.

Das JBB finde ich, wie letztes Jahr schon erwähnt nicht unkritisch, was u.a. auch an der Selbstdarstellung von Julien liegt, aber um ihn soll es ja auch nicht gehen sondern um die teilnehmenden Künstler und da hat er, muss man ihm lassen, durchaus ein Händchen für attraktive Teilnehmer.

Die Frist für die Einreichung der Qualifiaktionen ist bereits abgelaufen und ich bin gespannt wann es los geht und hoffe, ihr freut euch ebenso darauf, auch wenn es thematisch mal etwas anderes ist. Aber ich bin vielseitig und verliere den Fokus dennoch nicht aus den Augen. Bis bald...

Dienstag, 11. April 2017

# Reingehört # Blitzurteil: April 2017 Spezial

Hallo,

von Ersteindrücken oder dergleichen kann jetzt sicher keine Rede mehr sein, ich habe hier noch eine Liste an Bands bzw. Alben abzuklappern, welche ich seit fast einem Jahr schon höre, sowas wie Ersteindruck hört sich einfach falsch an und nach so einer langen Zeit komme ich mir auch ein wenig blöd vor das "stell-dir-mal-vor-dass"-Spiel zu spielen und irgendwelche vagen Prognosen abzugeben, wenn ich doch schon weiß, wie die Musik einschlägt. Weil's jetzt so lange gedauert hat, zur Entschädigung ein kleines Päckchen mehrer Veröffentlichungen mit kurz gefasster Meinung oder Empfehlung:


Saturnus - Saturn in Ascension
Wer auf melancholischen und amtosphärischen Death/Doom steht hat Saturnus höchstwahrscheinlich schon längst auf der Liste, einer dieser wenigen Bands, von der man sicher sein kann, nicht enttäuscht zu werden. Ich hatte sie damals über die geniale Veronica Decides to Die kennen gelernt und mich dann rückwärts in die Vergangenheit getastet. Schlech war da nichts, aber selbiges Werk hatte die Messlatte ganz weit oben festgezimmert. Saturn in Ascension kommt dem sehr, sehr nach. Vielleicht sind es nostalgische Gründe, warum Veronica bei mir immer noch die Nr. 1 bleibt, aber auch hier haben wir alle Erfolgszutaten. Von abgrundtiefen Growls bis hin zu zarten Spokenwordpassagen, das Album ist dynamisch, sehr emotional und braucht sicher seine Zeit - aber bietet dafür auch so unglaublich viel, 5/5!

Arkona - Slovo
Die Russen von Arkona sind wieder so eine Band, welche ich früher wesentlich mehr gefeiert hätte. Ich war nie der ganz große, reine Paganfan - mit einer schwarzmetallischen Schlagseite okay, aber nur so fröhliches Rumgehüpfe war mir zu wenig. Ganz so schlimm ist es hier nicht, aber auch der Exotenbonus (das ist ja eine Frau die hier so schreit) zieht bei mir nicht mehr gänzlich. Auch ist es nicht die erste und einzige Band welche ich höre, welche auf russisch singt - aber egal. Schlecht ist gehörtes denn mitnichten, nur war meine verzerrte Erwartungshaltung höher und es ist nunmal kein Album welches ich in Dauerrotation hören würde. Wenn es gerade gespielt wird, registriere ich es annerkennend, mehr aber nicht. Dafür greift es zu wenig bei mir, auch wenn es abwechslungsreich gestaltet ist und die Mischung zwischen glockenklaren Klargesang und Growls prinzipell spannend ist. Auch die Einbindung ortstypischer Folklore finde ich gut, sagt mir in dem Fall aber nicht ganz so zu. Schade. 3/5

Die Antwoord - Donker Mag
Eine der durchgeknalltesten Bands welche ich kenne und dabei auch eine der spannendsten. Das südafrikanische(!) Duo wirbelt die internationale HipHop-Szene gehörig auf und zeigt, was alles möglich ist, wenn man sich von engen Scheuklappen befreit. Die Musikvideos sind von verstörender Häßlichkeit kaum zu überbieten und werden dennoch schmerzbefreit mit einer Ernsthaftigkeit vorgetragen und gelebt, dass es einen Annerkennung abzollt. Auch wenn das alles nur gespielt und Image sein sollte, was ich nicht mal glaube, es ist im höchsten Maße authentisch, tabulos und revolutionär. Die extrem hohe und piepsige Stimme von Yolandi ist sicherlich anstrengend aber auch ungewohnt, dabei irgendwo zwischen einem vordergründigen devoten Rollenbild, einer verdeckten radikalen Aufmüpfigkeit und einer unheimlichen Grusligkeit einzuordnen, welche nur davor warnt näher zu kommen. Aber auch Ninja hat einen unglaublichen Flow, welchen er auch ohne Beat in verschiedensten Akzenten jederzeit on Point bringt. Und wenn nicht, ist es dennoch Zef. Dazu gibt es stellenweise knüppelharte Technobeats, aber nicht in dem Maße, wie sich das jetzt liest. Das hier ist was ganz, ganz, ganz eigenes. Unbedingt mal reinhören. 4/5

Rapido - Messias
Bekannt wurde der Rapper aus Darmstadt durch seine Teilnahme am JBB bzw. JMC und wurde lange als Geheimfavorit gehypt, kam allerdings nie ins Finale oder dergleichen. Von vielen als Kolle Verschnitt kritisiert, ist ab vom leider doch zutreffenden Klischee ein hungriger Doubletimer hier am Start, welcher für ein Debüt hier schon sehr routiniert seine Lines kickt. Die Hooks haben defintiv Ohrwurmfaktor und viele Elemente bleiben definitv hängen und haben das Zeug sich als Markenzeichen zu etablieren (ra-), dennoch finde ich, muss er seinen Weg noch finden. Er hat viele gute Vergleiche und Lines, ist thematisch dann aber doch noch recht limitiert und Quoten 9-Mile Storys a lá "Mama hatte keine Geld, musste Staubsaugerbeutel klauen" wirken leider unfreiwillig komisch. Hat er eigentlich nicht nötig, dafür ist er zu gut und geht gut und offensiv nach vorne raus. Kann man aber wirklich gut hören (auch beim Pumpen). 4/5

Svarta Faran - Demo 2016
Auf einem spaßigen Konzert verschenkte die sympatische Band ihre Demo-Cd. Von einer Demo erwarte ich natürlich nicht so viel wie von einem fertigen Album, vor allem wenn ich es für umme bekommen habe, wäre es vermessen gigantische Erwartungen zu besitzen. Denn leider kommt die Stimmung auf der Cd nicht ganz so rüber, wie eben auf dem Liveauftritt Sowas ist natürlich selbstverständlich immer der Fall, aber gerade diese Liveatmosphäre hat der Musik gut getan. So bleibt es leider eine recht graue Angelegenheit, prinzipell nicht schlecht, aber der Funke springt nicht über. Weder der rar aber effektiv gesetzte Flöteneinsatz oder mehrstimmiger "Chor" erreicht die gleiche Intensität und so bleibt es eine recht mittelmäßige Angelenheit aus der Paganecke. Aber ist eben auch nur eine Demo, Live war schon besser, Hoffnung darf zurecht bestehen. 2/5