Sonntag, 8. Mai 2016

Retroblog: How to create a intellectual Black Metal Band

Da die Gerüchteküche mehr als nur rumort, dass last.fm die Blogs komplett löscht - versuche ich jetzt noch zu retten was zu retten ist, indem ich häppchenweise das ein oder andere zeithistorische "Dokument" hier ebenfalls poste, immerhin hatte es zum Teil ja auch etwas mit Musik zu tun, zum anderen waren es meine ersten Schritte hin zum eigenen Blog. Die ersten Konzertberichte wurden ja auch ursprünglich, bzw. nachträglich von last.fm hierher importiert. Alle Beiträge von dort und damals sind mit Retroblog klassifiziert, teilweise auch schon recht alt und würde ich heuer oft nicht mehr so schreiben, aber ich hoffe es sorgt trotzdem für kurzweillige Unterhaltung.
 

Ich lieb den heutigen siebten Beitrag, eine am 03.08.2011 erstellte,  durchaus ironisch anzusehende Anleitung um die einzig, wahre, elitäre und intellektuelle Black Metal Band zu gründen, international gesehen, daher auch auf Englisch geschrieben. Und das ist zu trve und grim, da kann ich evch nicht mal Spaß wvnchen!!!




The first step towards an intellectual Black Metal Band was to cut off your hair, throw away all the black shirts and dress yourself like a lost wannabee among all these true warriros of pure hate und satanic bullshit. Tell them, that you want to create something new and free yourself from all these old clichés and stereotypes. Of course they are gonna hate you all now and won’t take you seriously. Now you can tell ‘em that they are too stupid and ignorant to understand your deep lyrics and the sense behind ‘em. You should also choose an innovative band name no one has ever heard about, make the name really long, so that no one can remember it. The more technical terms are used, that only people understand when they have googled for it or have studied dinky knowlegde the better the name is. When you are now flamed 24/7 as a gay hippster band – you are really close to your aim of becoming legendary. To become really good you shouldn’t play any instrument. Create your music only with programms you downloaded for free – including a horrible sound. Say that’s a tribut to old Black Metal – that may confuse your detractors cause you should always remind everyone that you brought your music to a new and better level that no one can compare to the ridiculous beginning. You are king if you’re always talking about your so hyperintelligent lyrics without having even one singel sentence in your whole album. If they confront you with that – tell ‘em that they don’t understand what you mean. Compare it to a random cartoon where the “Without Words” joke is used. Say your music speaks for itself. And don’t explain your music – never! Your last sentence should always be “I’m not in need of defending or explaining my music. Get a brain or die!” Arrogance always kills and combined with your intelllectual demand and spirit – people will love you! I swear…

Donnerstag, 5. Mai 2016

Der RAPort - VBT Elite 2016 - Qualifikationen (01-21/83)

Dieses Jahr soll das VBT ganz anders werden, deswegen gibt es auch den Zusatz "Elite" und das Teilnehmerfeld wird massiv verkleinert. Statt also hundertausende Vorrunden die meistens eh keinen interessiert und halbgare Runden noch und nöcher rausgehauen werden, weil es sich für absolute Anfänger nicht lohnt die besten Lines und Punches zu ver(sch)wenden oder stundenlang am Videokonzept und dessen Umsetzung zu feilen und sich das Tunier über gefühlt ein halbes Jahr zieht, wird das ganze jetzt einfach komprimierter und Qualitativ gleich auf ein ganz anderes Niveau gehievt.

Damit macht man auch definitiv Boden gegenüber dem JBB gut, der Vorwurf Juliens, dass dort nur sinngemäß gammeliger Müll teilnimmt ist selbstverständlich absoluter Quatsch, die Finalisten der vergangenen Jahre würden mit locker 80% der JBB Teilnehmer den Boden aufwischen, aber klar - wird der Qualitätseindruck verwässert, wenn das Tunier erst mal grundsätzlich offen für jeden ist. Das kann man gutheißen oder auch nicht, ich denke aber, es gibt inzwischen wirklich Nachwuchsbattles wie Sand am Meer und darüber hinaus hat ein talentierter Newcomer ja noch wie vor die Chance, vorab zur Wahl ausgewählt werden zu können.

Nach dem Front in den 32tel Runden, gibt es ab dem 16tel Finale immer auch eine Rückrunde auf dem Beat des Gegners, was in meinen Augen auch das klassische Videobattle ist. Im JBB wurde dies abgeschafft, ebenso im BBK da laut Meinung der Veranstalter dazu führen würde, für den Gegner einen möglichst asozialen Beat zu picken, was entgegen dessen Stil geht. Das hatte es in der Vergangenheit durchaus des öfteren gegeben, aber ein kompletter Rapper kann dies lösen, zumal dies auch wirklich Optionen gibt einen Front ganz anders und interessant aufzubauen. Genial wurde auch das letztes Jahr im VBT von Acou vs. Aytee (feat. Mr. Waks) | HR | VBT 2015 Viertelfinale gelöst.
Auch Rückrunden finde ich wichtig, nur einen direkten Front ohne Konter hat zu viel zu oft abstrusen und übertriebenen Anschuldigungen oder Beleidigungen geführt, was mit einer Kontermöglichkeit sowas von ins zerpflückt hätte werden können. Klar muss man bei solch einer Alles-oder-nichts Attacke seine Strategie ebenfalls sinnvoll aufbauen, aber ich denke, wenn man weiß, dass der Gegner die Chance hat dieses zu kontern, gerade zu biegen und in den Gegenangriff überzugehen, muss ich da wirklich durchdachter vorgehen um meinen Gegner chancenlos auf ein Thema oder Schwachstelle festzunageln. Allein die Hauptrunde von Dima gegen die Rückrunde von Jaspa im 16tel letztes Jahr, war in meinen Augen fast finalwürdig, auch wenn Jaspas Rückrunde hochriskant war - aber sowas bleibt im Gedächnis hängen, mit die interessanteste Paarung 2015.
Dima Richman vs. Jaspa HR | VBT 2015 16tel-Finale vs. Jaspa vs. Dima Richman RR | VBT 2015 16tel-Finale (prod. by Kinex)

Wichtigster Unterschied ist, während beim JBB oder jetzt JMC alles mehr oder minder der Kaufkraft der User und der Willkür von Julien unterworfen ist, inklusive nachträgliche Regeländerungen und Stimmungsschwankungen, was sich wunderbar 1:1 auf die Vote berechtigte, manipulierbaren, oft dümmlichen, überwiegend pupertierenden Community durchschlägt und in den Kommentaren Abgründe noch und nöcher aufreißt - teilt sich hier das Urteil differenzierter auf einer Jury auf und zusätzlich via Uservoting. Auch hier ist nicht alles Sonnenschein, aber grundsätzlich ist die VBT Community doch einiges reifer und angenehmer zu ertragen.

Für mich wichtig ist neben einem guten Beat und einem passenden Beat, eben auch wirklich treffende Punches. Ein hunderttausendfaches "Ich ficke deine Mutter/Schwester/Freundin" ist für mich leider wenig kreativ noch treffend, es sei denn selbige wäre irgendwo in der Hook oder als Gastpart vertreten, denn im Endeffekt steht betroffenes Angriffsziel ja gar nicht im Ring.
Haut lieber direkt auf euer Gegenüber ein, zerlegt es, am besten lyrisch und konzeptionell geschickt, mit dem passenden Flow, guter Sprache und Technik und mein Herz schlägt für euch. Andernfalls finde ich das weniger geil...

Damit dürfte das wichtigste ja schon mal gesagt sein, hier noch die kurze Erklärung von Up.


Und der wichtigste Link für den Tunierverlauf: http://www.rappers.in/de/vbtelite/

Ich setze hier dann mal einen Jump-Break um meine Formatierung nicht komplett zu zerschießen und werfe dann mal einen Blick auf die 83 zur Wahl gestellten Teilnehmer, von denen 64 direkt ins 32tel gewählt wurden und schließe im Lauf des Tages hoffentlich das 32tel Finale ab, am besten auch noch vor 18:00 Uhr, denn dann gibt es schon die Ergebnisse...
/Nachtrag: Ich muss zugeben, dass schaffe ich nie im Leben, ich werde jetzt einfach alle Tuniere von hinten aufrollen, bestehende Beträge werden JEDEN Tag editiert oder durch neue Beiträge fortgeführt, gibt also jeden Tag ein wenig Stückwerk. Werde denke ich einiges nicht "live" erleben bzw. mitberichten können, aber gegen Ende der Tuniere sollte ich das eingeholt haben und nächstes mal wie gesagt, zwei bis drei Wochen eher anfangen oder mehr und das läuft)

Sprich, dieser Beitrag editiert sich heute noch mehrmals und lohnt sich vielleicht hoffentlich auch mehrfach zu besuchen.


Mittwoch, 4. Mai 2016

Der RAPort - Einleitung, Ansage, Übersicht und Sonstiges

Hallo meine Lieben,

die Zahl der Konzertberichte, Reviews und der Specials im Allgemeinen, die gesamte gefühlte Produktivität ging die letzten Wochen, Monate und darüber hinaus gefühlt stetig zurück um sich auf einem dahin dümpelndem Niveau zu halten. Ich würde gerne mehr, aber das schaffe ich meistens zeitlich nicht - aber vorallem möchte ich hier auch Abwechslung bieten für jeden und mich selbst auch nicht auf nur ein Genre festnageln lassen, weil ich doch eben bedeutend vielseitiger bin, als man es mir vielleicht zu traut.

Geplant hatte ich das Ganze schon letztes Jahr, war dann aber viel zu spät dran und die Umstände stimmten nicht, um solch ein Mammutprojekt zu stemmen. Diesmal wage ich es, auch wenn ich hier ebenso gefühlt zwei bis drei Wochen oder mehr zu spät dran bin. Ich näher mich meiner Hassliebe - dem Rap! Früher zu Tode verachtet, höre ich dies regelmäßig zwischendurch und habe mir in den letzten Jahren denke ich durchaus einiges an Wissen angehäuft, wovon die wenigsten wissen.

Wer damit nichts anfangen kann, das kann ich absolut verstehen, aber keine Sorge, es gibt auch genug andere Beiträge die ich versuche abwechslungsreich zu gestalten.

Dieses Jahr also mal ein Fokus auf ein paar Battlerap- und Rapturniere. Ich kann von mir behaupten da nicht mal so ganz unerfahren zu sein, den ersten Kontakt bekam ich mit dem VBT 2011, wo ich vereinzellt Videos kenne, ab dem VBT 2012 inklusive den Splash-Editionen einige mehr. Sicherlich nicht alle, dafür ist das Tunier mit seinen hunderttausenden Vorrunden einfach viel zu groß, aber ich denke doch die relevantesten.

Das JBB kenne ich von Anfang an bis hin zum diesjährigen JMC, aber auch Live-Battletuniere wie das RBA, RAM oder DLTLLY kenne ich und habe ich schon viele gesehen. Aber auch das Newcomertunier BBK habe ich dieses Jahr ein wenig unter die Lupe genommen.

Das relevanteste Tunier für mich ist eindeutig das VBT, wenngleich das JBB diesem die letzten Jahren den Rang bezüglich der Popularität abgelaufen hat. Aber Juliensblog ist halt auch so eine Sache für sich und ich habe lange mit mir gehadert, ob ich dies unterstützen möchte - berichte ich darüber, tue ich dies ja zwangsläufig. Dennoch hat Julien es geschafft, natürlich absolut nicht selbstlos, die bekannteste Promoplattform so zu etablieren und es wäre schade, hier entdeckte Perlen allein deswegen zu schneiden.

Ich werde versuchen drei Tuniere zu begleiten, a) das VBT b) das JMC (dieses Jahr ja kein Battletunier im klassichen Sinne) und c) das BBK. Jedes seperat für sich, ich hoffe ein wenig den Überblick über die Regeln, die Teilnehmer zu verschaffen und das ganze möglichst objektiv zu beurteilen, Pro und Kontra abzugeben und meinen Senf dazugeben.

Mal schauen wie dies ankommt und wie es klappt, aber ich denke eine leicht distanzierte Sichtweise ohne dümmliches, gegenseitiges Bashing kann ganz gut werden.



Alles mit und rund um diese Kategorie versehe ich vorab mit dem Label RAPort, ich bin euer RAPorter und bitte hier und jetzt vor Ort, den Rap zum Raport... ;p

Ich bin gespannt was ihr davon haltet und wie es ankommt. Ich fang gleich morgen mit dem VBT an, da stehen die Ergebnisse des 32tel Finales schon an und ich hab massig aufzurollen, wenngleich ich natürlich schon hunderte Videos angeschaut habe.

Dann wollen wir mal...