Sonntag, 14. Februar 2016

+++ Keyboard Warrior - Amon Amarth macht Ansage! +++

Ich bin gespalten wie Atome im AKW, Amon Amarth nehmen sich auf ironische Art und Weise die "Haider" vor und haben dazu einen kleinen Clip gedreht. Während man sich jetzt natürlich fragen kann inwiefern es unsouverän oder dünnhäutig ist auf so etwas zu reagieren, aus einer Notwendigkeit heraus, zwecks Promogründen (am wahrscheinlichsten) oder ob es nicht vielleicht unverhältnismäßig wäre, was die Submessage sein soll, ob es die metallische Weiterführung einer tony'schen Respektschelle ist oder was auch immer... schaut euch den herrlich überdrehten, stereotypischen Clip an der sich mit einem tatsächlich auftretendem Phänomen befasst, lasst gerne eure Kommentare da und sagt was ihr davon haltet.









PS: Sollte ich mich als omnipräsenter Schreiberling auch bedroht fühlen? Sollte Freki und Konsorten ihre Griffel durch meinen Monitor strecken werde ich alle griffbereiten Tacker (ohja das sind ganze drei Stück! *harhar*) absolut zurecht, prophylaktisch und behelfsmäßig bis zum letzten Schuss abfeuern... :p

Dienstag, 2. Februar 2016

+++ Rihanna Anti inkl. Anti-News +++

Hach das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen, immerhin ist ja schon gar nichts mehr neu und alles schon vorbei und verpasst, aber ich habe lange mit mir gerungen, angedacht, aufgeschoben, abgelehnt, doch wieder nachgedacht und irgendwie hatte es mich ob meiner zumindest geistig erbrachten Überlegungen doch gewurmt, jetzt einfach gar nichts drauß zu machen.

Dabei wäre ich beinahe noch schnell genug gewesen, als ich am Donnerstag auf Nachfrage nach dem neuen Rihanna Album, ehrlich gesagt auch überhaupt nicht meine Ecke und sicherlich an dieser Stelle auch eine Überraschung, wurde ich schnell im Netz fündig. Sehr gut platziert war der Artikel vom musik-express, welcher wie so viele andere auch freudig kund gab, Rihanne stellt ihr neuestes Album komplett kostenlos und ohne Kopierschutz und dergleichen zum Download.

Nichtmal das Label wusste davon Bescheid, was in dieser Hinsicht sicherlich zwar gegenüber den Fans, aber definitiv nicht gegenüber dem Label ein cooler Move war.

Leider waren die Codes begrenzt und schon am Abend gab es nichts mehr zu holen, die Idee einer News starb anhand nicht mehr vorhandener Relevanz einen sehr schnellen Tod.
http://rihanna.tidal.com/redeem/?voucher=ANTI


Inzwischen kostet der Mp3-Download 12,99 EUR, der Flac-Download stolze 23,99 EUR, was sicherlich schon wieder überteuert ist. Da wird das Album nicht drüber gehen und Qualitativ keine Unterschiede bieten und zusätzlich den Luxus einer Hülle und dergleichen aufbieten.


Das Album ließ sie scheinbar durch Werbeeinahmen von Samsung bezahlen inklusive Welttournee, die Intention der Aktion bleibt mir dennoch latent verborgen. Promo braucht die gute Frau sicher nicht, dafür war sie neben der Musik viel zu präsent was Eheprobleme oder sportliche Großveranstaltungen anbelangte.

Arm werden sie sicher nicht, aber ich denke einfach der große Verlierer an der ganzen Aktion war das Label und diejenigen, welche zu langsam waren. Denn ich denke nicht, dass ein knappes Verpassen eines Geschenkes, sofort zum Kaufimpuls führt, meiner Meinung nach eher im Gegenteil.

Aber auf der anderen Seite ist es auch eine schöne und gute Geste, seinen Fans auch wieder etwas zurück zu geben. Auch wenn das Ganze selbstverständlich schon längst wieder Schnee von gestern ist... 


Montag, 1. Februar 2016

# Reingehört # Blitzurteil: Platten der Woche: Ekove Efrits - Nowhere

Das iranische Einmannprojekt Ekove Efrits hat durchaus einen Sonderstatus inne, welches nicht allein am exotischen Ursprungsland liegt. Viel mehr liegt es an der musikalischen Vielfältigkeit, angefangen als qualitativ überdurchschnnittlich gutes DSBM Lehrwerk in Bezug auf Atmosphäre. Sich dieser Stärke bewusst, vertiefte sich der ominöse Frontmann unter seinem Künstlername Count de Efrit auf anderen Alben schwerpunktmäßig durchaus im elektronischen Ambient. Aber auch da mit einer durchaus melancholischen und tristen Note, aber keinesfalls im Sinne von langweilig oder musikalisch karg - dafür ist es doch zu farbig ausstaffiert, vielleicht mehr im Sinne von leer und einsam. (Meine Wenigkeit ist auch der festen Überzeugung, das selbst entspanntester Chill-Step heruntergebrochen auf harmonischer, sphärischer und elektronischer Ebene unglaublich traurig-leer wirken kann, ganz gleich wie warm der Sound ist; was keine negative Anmerkung, sondern eine rein musikalisch-emotionale Randnotiz sein sollte)

Mit diesem Album geht die Band auf jeden Fall auch musikalisch einen Schritt weiter. Mit Megan Tassaker wird aus dem Soloprojekt zeitweise ein Duo, ihr klarer Gesang erweitert das Klangspektrum um eine bislang noch nicht verwendeten Ansatz und nimmt bisweilen gar fast schon poppige Dimensionen an, was im starken Kontrast zu den durchaus, wenn auch zurückgefahrenen Black Metal Anteilen steht. Dazu kann man gerne noch Begriffe wie Trip-Hop unterrühren und alle bislang von der Band bekannten Ergüsse mit vermengen. Heraus kommt ein absolut einzigartiger Sound, der klar erkennbar Ekove Efrits ist, aber sich doch kaum kopiert und schon mal gehört wirkt.

Anfangs sehr ungewohnt, mir hätte eine stärkere Fokussierung im Black Metal mehr zugesagt, auch empfand ich ein-zwei Parts am Anfang kurz überraschend musikalisch unrund, auch was einen stilistischen Umbruch anbelangte, aber im Verlauf stimmte mich die Scheibe im ersten Durchgang schon sehr versöhnlich. Ich habe das starke Gefühl, dass diese Platte noch richtig wachsen kann und vielleicht auch diese musikalische Lücke schließen kann, wenn mir manchmal manche Metal Songs einfach zu eindimensional sind und ich einfach irgendwas anderes hören mag. 5 Blitze!