Freitag, 1. Juni 2012

Ich bin dann mal kurz weg...

Jaaa ich weiß, ich hinke mit dem mir selbst auferlegtem Zeitplan schon wieder ordentlich hinterher - dafür lauf ich gerade langsam richtig warm was Konzerte und Festivals angebelangt. Am Schlossgrabenfest hab ich die 200ste Band live gesehen, d.h. diese Liste nimmt langsam eindrucksvolle Größen an, dazu kommt jetzt mein erstes ausländisches Festival, wo unter anderem Nichtigkeiten wie Slayer auf mich warten. Das wäre schon ein wunderbarer Schwenk auf mein langfristig geplantes Großprojekt, welches ich sinngemäßg nach spontaner Überlegung auf den Namen "[Hate]-alusicore" taufen werde. DIE Abrechnung schlechthin mit den ganzen Szenekiddies und anstandslosen Menschen. Penetrant kindisches "Slayaaääääh"-Geschrei könnte ich dann mit "Seen-Live and you?" kontern, geil. *g*

Auf jeden Fall sieht der Plan wie folgt aus:
a) 2 Album Reviews im Monat (optional)
b) x-beliebige unverzügliche Konzertberichte im Monat (optional)
c) 1 [Hate]-alusicore Bericht im Monat (sehr optional)
d) eine langfristig erstellte verbindliche "Rule of (Wort überleg ich mir noch)"
e) unregelmäßige News (mal so mal so)
f) Ihr fragt ich antworte a lá 'Was denkst du?'... ?


Ich überleg mir auf jeden Fall ständig wie ich was verbessern, umbauen, vertiefen etc. pp. kann oder was ich ändern sollte. Bin ich tragbar, nervig? Schreibt es mir.


Ich erstelle hier jetzt auch gleich noch einen Vote, in dem IHR entscheiden könnt, auf welchen der 6 anskizzierten Punkte ich mich am meisten konzentrieren sollte. Ich werd mich dazu erst wieder melden, wenn ich mindestens 10 Votes bekommen habe, so 100% Abstimmungen aus dem Bekanntenkreis wirken so gefälscht :p - daher traut euch.

Ihr könnt mir auch jederzeit Kritik ins Gästebuch schreiben, dafür war dies eigentlich auch gedacht. Ist zwar das mit Abstand am meist angeklickte Feld, aber jungfräulicher als die Jungfrau Maria. OPFERT ES!!!1111 ^^



Auf jeden Fall befürchte ich leichte Verzögerungen mit allem, weil mir ein ganzes Wochenende jetzt fehlt, aber ich mach das ja nur für mich äh euch... =D

Sonntag, 27. Mai 2012

Schlossgrabenfest 2012 Tag IV – 27ter Mai @ Darmstadt Innenstadt

...oder warum lieber nicht!

Eigentlich wäre es heute fest eingeplant gewesen, den Abend & die Nacht noch auf dem Schlossgrabenfest zu verbringen, aber schon ein kurzer, frühabendlicher Abstecher dorthin überzeugte mich gründlich, dies zu unterlassen.

Auch wenn ein familiärer Besuch unter ganz anderen Kritikpunkten steht, wie wenn ich dort allein oder mit meiner besseren Hälfte bin, die herrausragenden Minuspunkte waren aber schon hier überdeutlich absehbar!

Grund 1: MASSE! - Nach dem heutigen Besuch kann ich es mir doch irgendwie vorstellen, dass dort innerhalb 4 Tagen 400.000 Besucher erwartet werden. Ein herrausragendes Wetter, welches besser nicht sein könnte, fördert diesen platzraubenden Faktor natürlich eminent.
Volle Clubs & Konzerte, Festivalmassen - alles schon zu genüge erlebt, aber das war soooo dermaßen voll, dass man weder irgendwie vernünftig vorwärts kam noch ruhig stehen bleiben konnte, ohne andauernd angerempelt zu werden. Allein dieser Faktor machte schon sowas von absolut 0 Spaß! Da ist ein Weihnachtsmarkt verlassen dagegen.

Grund 2: LAUTSTÄRKE! - Im Vergleich zum Donnerstag wurde enorm an den Reglern gedreht, sodass die hämmernden Bässe der Disko so dermaßen unbequem laut tönten und rumorten, dass a) eine normale Unterhaltung nicht mehr möglich war b) eine Flucht sowas von sinnlos war c) die Live spielenden Bands, NICHT oder nur mit extrem häßlicher Soundüberschneidung hörbar waren. Näher zur Bühne konnte man Aufgrund von Grund 1 ja schon mal knicken!
Und wenn der Disko Dudel wenigstens schön gewesen wäre, monotones, nerviges Geklopfe von hinten bis vorne ohne auch nur einen Hauch progressiver Veränderung.
Die ganzen Freß- und Verkaufsstände ließen ebenfalls oft noch ihre eigene Musik laufen, sodass ein unhomogener Lärm- (Teppich klingt viel zu weich, gedämmt, leise... ein ääähhh) -turbinenbaustellenmaschienenasphalthallkrach über allem lag. Für ein MUSIK-Festival/Veranstaltung, welches es sich zum Ziel gemacht hatte, mit MUSIK zu werben, ist dieses Resultat alles andere als förderlich. MUSIKhören war so nicht wirklich möglich.

Grund 3: ATMOSPHÄRE! - War der am Donnerstag noch niedlich gemeinte Rummelflair lieb gemeint, so war er hier leider nicht mehr niedlich, sondern aufdringlich, alldurchdringend, omnipräsent und irgendwie auch schon alles. Oben genannte Gründe machten das ganze nicht chillig, entspannt oder sonst irgendwie toll, sondern zum reinen LÄRM und KRACH Verkaufstempel.

Grund 4: PREISE! - Dass die nicht billig sind und waren, war klar - aber auch hier bitte alles zusammen addieren. Ich will Musik hören, was ich aufgrund von einer unerträglichen Lautstärke, Soundundifferenzierbarkeit und Lärmbreis nicht kann, fühl mich nicht wohl und werde erdrückt und soll dafür als Beitrag zur Kultur(??!!!) einen Arsch voll Geld liegen lassen?


Ich find es echt sowas von traurig und schade, aber sooo macht das NIE im Leben Spaß. Und ja, vielleicht wäre das irgendwann nach 22 Uhr besser geworden, aber was ich zwischen 19-20 Uhr erlebt hatte, hat mich eher vertrieben, denn angelockt. Ich hatte mir echt mehr erwartet. Nochmal: Sehr schade... 


PS: Ich hab bestimmt 2-4 Bands gehört, konnte aber nicht raushören wer was spielt...

Freitag, 25. Mai 2012

Schlossgrabenfest 2012 Tag I – 24ter Mai @ Darmstadt Innenstadt


Ich hatte mir extra die Frühschicht gewünscht um am Abend noch etwas von diesem Fest mitzubekommen, welches mit über 100 Live Acts quer durch sämtliche Genres für lau wirbt. (Hessens größtes Musikfest mit ca. 400.000 erwarteten Besuchern) Das ganze ist auf mehrere Bühnen rund um das Schloss verteilt und wird von Zäunen und Fressbuden eingesäumt. Kontrolliert wird am Eingang eigentlich nur, ob man illegalerweise Trinken auf das Geländer schmuggelt. Der Durchgang von der Fritz-Bühne zum Rest ist durch einen Notausgang zwar etwas versperrt, sodass man daneben das Gelände verlassen muss, um es gleich wieder zu betreten, aber ansonsten könnte man endlos lang im Kreis schlendern.

Schlendern ist schon das erste wichtige Stichwort: Ich hab von keiner nachfolgend, genannter Band den Auftritt komplett gesehen! Oft nur 3-4 Songs um mir ein grobes Urteil bilden zu können, manchmal mehr – aber grundsätzlich unterlief ich einer gewissen, steten Rotation was meinen Platz anging. Bei vier gleichzeitig stattfindenden Live Bühnen und zwei Disko Bühnen vielleicht nachvollziehbar.
Grundsätzlich, das Ganze hat einen gewissen Rummelflair verbunden mit einem Hauch Festivalfeeling. Dazu strahlender Sonnenschein, ein recht warmes aber dank einem sanften Wind angenehmes Wetter.

Die Preise für Getränke und Essen empfand ich als recht happig, dort wird dann doch ordentlich zugelangt. Für Trinken gibt es u.a. auch spezielle Becher, welche man zu einem Kaufpfand von 3,50€ erwerben muss. Dies wird schön als Kulturpfand umschrieben, geht aber angesichts der Vielzahl an Live Acts noch in Ordnung.

Als erstes landeten uns Jamie’s Backyard vor der Nase, eine alternative Rock Band welche einen ganz ansehnlichen Auftritt an den Tag legten. Als die Gitarren tiefer gestimmt wurden, war der Weg zum Stoner meiner Meinung nicht mehr weit weg, dürfte insgesamt trotzdem nicht als solcher durchgehen. Publikum war vorhanden aber mehr relaxt denn voll am abfeiern. Wobei dies, dem Musikstil entsprechend in Ordnung war.

Zwischendurch passierten wir Merck Bühne von woher die Musik Monks dröhnten und an Seeed erinnerten. Ein Blick auf die Running Order bestätigte mir diesen Eindruck. „Seeed Tribute Band“. War mir aber nicht wirklich danach, deshalb ging die Reise kaum rekonstruierbar hin und her weiter.

Wenige Zeit später spielte dort die Centralstation All Star Band welche alle möglichen Songs coverten. Da war die ein oder andere gute Umsetzung dabei, überwiegend gefiel es mir aber nicht. Manche ollen Lieder wurden schon sooo oft gecovert und ziehen einem auch nicht mehr die Wurst vom Semmel.

Etwas dahinter machten Envy (Kategorie Hip-Hop) Stimmung und dort war, zum derzeitigen Zeitpunkt auch die größte Stimmung. Die beiden Sänger waren irgendwie extrem lässig, hatten Spaß und kamen sympathisch rüber. Nachdem meine Bratwurst gegessen war, düsten wir auch wieder zum Anfang zurück. (Beim Bestellen flog die Wurst dann tatsächlich vom Semmel *g*)



Elderstream zockten dort schon einen merkwürdigen Alternative Rock, welcher sich hin und wieder sehr nahe an latent härtere Gefilde annäherte. Ganz warm wurde ich damit aber leider nicht. Das ganze klang zwar hin und wieder recht brauchbar, aber die Songstrukturen empfand ich als extrem verwirrend. Sich technisch auf einen 1A vorhersehbaren Break zu zubewegen um ihn dann nicht zu bringen, sondern eine gegenteilige Gesangsspur einzuschieben ist irgendwie komisch und klingt nicht recht gewollt oder innovativ.

Direkt danach folgten mit Instant Liberty recht merkwürdige Vögel, welche einen Electro-Punk zelebrierten. Das klang oft merkwürdig nervig, reicht aber auch zu stimmig und unterhaltend. Im Publikum entstanden schon die ersten Mosh- und Circelpits, welche sich im Punk Pogo schallen und im Grunde genau das gleiche sind. Hier war auf jeden Fall Stimmung vorhanden, wenngleich ich den exzentrischen Sänger nicht ganz ernst nehmen konnte. Dies tat er vom Publikum auch nicht wirklich, manche Ansage wirkte schon latent spöttisch und auch, dass er auf der Sparkassenbühne spielen durfte, fand er ganz großartig. Nicht. Ein Lied erinnerte mich an Steinkind, meine Freundin meinte eher Deichkind. Egal, dann nenn ich es halt Instantkind. :p

Wir wanderten wieder irgendwo umher, gegen Ende spielte Digga Ras & Band, was ich als sehr angenehmen Hip Hop empfand. Mit Live-Orchester hat das was und ist um einige Ecken epischer als vom Band. Die Kombination mit Soul machte dies auch recht ruhig. Hätte ich mir schon anschauen können…

Am gehen spähte ich noch kurz auf Shy Guy At the Show, aber dazu kann ich wirklich nicht viel sagen. Was ich hörte war ein ewig langer Spannungsaufbau welcher sich pünktlich zum Gehen entlud. Hätte vielleicht Potential, aber es war spät und ich musste am nächsten Tag arbeiten.


Insgesamt ein toller Abend, der leider nicht billig, aber extrem gechillt war. Die Atmosphäre empfand ich als sehr angenehm und locker, diverse andere Stände luden theoretisch noch zum Playstation zocken oder kostenlosem Rauchen und Handyverträge abschließen ein, aber mit Flyertrolling und einem l-e-g-e-n-d-ären „Zum anmachen, zieht man da eigentlich nicht dran?“ hatten wir ordentlich Spaß.

Von mir aus könnte ich da jetzt jeden Abend sein, aber ich habe Spätschicht. Vielleicht am letzten Tag (Tag IV) noch. ;)