Mittwoch, 18. April 2012

Kommende Posts...

... momentan bin ich bestrebt, den Konzertbericht über das just stattgefundene Ragnarök Festival zu verfassen, allerdings komme ich gerade nicht wirklich vorran. Genau genommen bin ich eigentlich noch viel zu sehr kaputt um die dafür benötigte Zeit in Einklang mit meiner Arbeit zu bekommen. Der Schlaf an diesem Wochenende war - wenig überraschend verschwindend gering.

Den Termin für das CD Review versuche ich einzuhalten, aber ich habe das Gefühl, dies alles ein wenig nach hinten verschieben zu müssen. So viel sei verrraten, es wird um eine britische Indie Rock Band gehen, welche doch relativ bekannt sein dürfte.

Aufgrund einiger sehr ärgerlichen Vorkomnisse, vor allem auf dem Festival bezüglich der Besucher (Security ist ein anderes Kapitel *g*) und allgemein in der Metalszene, schwebt mir eine Art Grundsatzdiskussion bzgl. Verhalten, Anstand, Moral, Rücksicht, Respekt und sonstige, scheinbar verloren geglaubter Begriffe im Kopf umher.

Ich wäre sehr erfreut, wenn sich hier auch Leser in den Kommentaren zu Wort melden würden und ihre Sicht der Dinge kund tun würden. Denn vielleicht liege ja auch nur ich falsch, vielleicht bin ich verklemmt, spießig oder aus der falschen Zeit.
Aber es gibt einige Punkte, welche für mich persönlich ein absolutes No-Go sind!

Die Idee eines ellenlangen Textes weich ich momentan in Hinsicht auf viele kleine Punkte auf, welche auch besser seperat diskutiert werden könnten.

Auf jeden Fall hab ich da noch einiges vor und zähle und hoffe da vor allem auf euch!

Freitag, 13. April 2012

Das wird ein Fest...

... voller Vorfreude und Aufregung fangen just die ersten und zugleich letzten Vorbereitungen für mein erstes Festival im nicht mehr ganz so jungem Jahr 2012 an.

Nach Lichtenfels zum Ragnarök führt die Reise, das ganze fängt in gut 2 Stunden an und ich bin noch gut 250km davon entfernt. Jahaaaa... die letzten Wecken werden belegt, die Stiefel sind eingeschmiert und eingelaufen, das minimalistische Gepäck soweit gepackt, Küche und Wohnung muss noch gesäubert werden, dass ich bei meiner Rückkehr und gleichzeitigem Ende des wohlverdienten Urlaubs, nicht vor dem Chaos steh und... - kurz vor 15Uhr das Mietauto abholen, zurück fahren, alles mitnehmen und nichts vergessen, Freundin einsammeln und 3 Stunden lostuckern.

Ich hoff auf jeden Fall ich komm noch rechtzeitig zu Agalloch an!!
Sollten die ihre raren LP's welche auf ebay für astronomische Summen vertickt werden verscherbeln, würd's mich besonders freuen.

Ansonsten freu ich mich total, mein Körper lechzt nach lauter Musik und legendären Tagen. Und es ist wieder da, dieses Kribbeln... - wird hoffentlich saumäßig toll. ;)

(Den Gedanken an einen bierüberfluteten und vollgekotzten Boden in der Schlafhalle klammer ich mal aus)

Dienstag, 10. April 2012

Dying Humanity - Fragments of an incomplete Puzzle (2009)


Dying Humanity und ihre zweite Langzeitscheibe namens „Fragments of an incomplete Puzzle“ sind die nächsten Kandidaten, welche zur Bewertung anstanden. Vorab sei gesagt, dass ich dieses Album kostenlos bei einem Privatkauf dazu erhalten habe und nur in der Promo Form, sprich Plastic PVC Sleeve mit einseitigem Booklet besitze. Das heißt wiederum, dass der Punkt „Cover“ inklusive Ausstattung faktisch überbewertet, da nicht vorhanden und einzig und allein subjektiv ist. Aus Fairness, werde ich diesen Aspekt nur halb bewerten. Immerhin muss eine Band mit in der Regel kostenlosen CD’s den „Kunden“ nicht mit Ausstattung imponieren, noch kann man dies bei solch sensationellen Preisen von 0€ erwarten. So weit es meine Vorabrecherchen ergeben haben, soll dies ein Konzeptalbum sein. Da ich aufgrund der minimalistischen Ausstattung aber kein Booklet besitze, kann ich auf diesen theoretischen Pluspunkt leider nicht eingehen, da ich dies de facto – ohne externen Hinweis, nie im Leben mitbekommen hätte und könnte.
Der überlangen Einleitungen zu genüge kommen wir nun, ganz dem Stil des Album folgend, kurz und knapp jeweils zum Punkt:

„Catch The Puzzles“ schallt sich das Intro, welches unspektakulär und melodiös mit lauter werdenden Gitarren beginnt um nahtlos auf das mit Volldampf startende „Internal Decay“ umzuschalten. Da es seinen Zweck erfüllt sind 6 Punkte für dieses kurze Intermez
zo vollkommen verdient.

Besagter Song präsentiert sich als quicklebendiger Bastard aus Death Metal und latenten Grindcore Einflüssen. Was den Song in meinen Augen auszeichnet, sind die sich somit ergebenden gesanglichen Abwechslungen. Tiefe und hohe Growls bis hin zu kurzen Piq Squeals, welche gelungen und nicht nervig eingesetzt sind, lassen das ganze viel variabler und offener erscheinen. Ein vermeintlich ruhiger Zwischenpart in Form eines Gitarrensolos tut sein übriges und ich steh total auf den drückenden, fetzenden Bass, welcher die Breaks mächtig untermalt. 7,5 Punkte

„Worth Of Human Life“ lässt den Hörer ebenfalls nicht zu Ruhe kommen sondern brettert gleichermaßen drauf los. Schöne Gitarrenmelodien und Läufe lassen das ganze nicht langweilig werden und verhindern gleichzeitig den Eindruck, eines hochtechnischen Geschrammels, welches sich tatsächlich auf einem ordentlichen Niveau befindet. Der Song sitzt. 7,5 Punkte

„Sick Desire - Dead Aim“ fängt wenig überraschend auch gleich bei Tempo 100 an, besitzt einige Double Base Parts, geht aber nicht ganz so leicht ins Ohr. Gegen Ende wieder ein verzerrtes Ausklingen der Gitarren. 6,5 Punkte

Die „Bitch“ greift dies dankenswerter Weise für gefühlte 0,5 Sekunden noch auf und unterbricht dieses „Ausklingen-Vollgas-Ausklingen-Vollgas“-Schema. Ansonsten hat auch dieses Luder kaum Erbarmen und fackelt einfach alles ab. 6,5 Punkte

Die absolut willkommene Ruhepause liefert „Make Them Forgotten“. Allerdings finde ich dieses Geklimper fiel zu belanglos und so ist leider nur ein, wenn auch gut gesetzter, Lückenfüller. 3,5 Punkte


„Perversion For Defenceless Victims“ macht dafür genau da weiter, wo wir kurzfristig unterbrochen wurden. Das Lied macht nicht viel mehr falsch als die Songs zuvor, bleibt aber gefühlt leicht hinter seinen Möglichkeiten. Kommt mir auf jeden Fall just so vor. 6 Punkte

Mehr gibt es nicht, da für Promo-CDs
nicht unüblich, auch nur halb gewichtet.

Erschienen bei Maintain Records
EAN: 4260141645416
Katalog-Nr. nicht vorhanden
Es folgt der Namen gebende Titelsong „Fragments Of An Incomplete Puzzle“ und mich beschleicht das leise Gefühl, nur noch marginale Höhepunkte zu erleben. Das Album war bislang erstaunlich gut und frisch, aber es fängt leider an sich zu überholen. 6 Punkte

„Failing Existence“ macht da leider auch kaum eine Ausnahme. Die kraftvollen Breaks kombiniert mit der mächtigen Double Base und einem ruhigen Zwischenpart lassen zumindest wieder auf ein progressiveres Songwriting hoffen. 6,5 Punkte

„Instinct“ fängt mit verrückteren Vocals an und donnert death-lastiger drauf los. Das wirkt zumindest kurzfristig abwechslungsreich und genau das braucht das Album gerade. Da der Song nicht übermäßig lang geht, geht dies auch auf. 6,5 Punkte

Da mir zwischendrin die Worte ausgehen um Nuancen noch irgendwie groß zu reden sei gesagt. „Vicious Silence“ brettert seine 3 Minuten ordentlich durch. Fertig. 6 Punkte

„A Sleaze And A Shame“ lässt sich mit gut 10 Sekunden ungewöhnlich viel Zeit, bis das Schlagzeug wieder heiß läuft und ansonsten sagen mir hier auch endlich wieder die Riffs mehr zu, auch die Rhythmik der Vocals gefällt. Der Song fadet schön aus, überschneidet sich aber ca. 5 Sekunden mit dem Outro des Albums und das finde ich persönlich nicht so dufte. 6,5 Punkte

Das hört auf den Namen „Annul The Fragments“ und kann es auch nicht sein lassen, noch ein paar Sekunden vom vorherigen Song im Hintergrund mitzunehmen. Wäre alles kein Problem, würde hier nicht so eine konträre Stimmung jeweils erzeugt werden. Wohlwollend: 4,5 Punkte


Fazit:
Trotz der Tatsache, dass diese Unterart des Metals nicht 100%-ig meine Baustelle ist, weiß mir das Album überraschend zu gefallen. Dying Humanity klingen zum Glück nicht wie der Kross der Bands sondern geben sich ernsthaft Mühe. Für die Spitze dürfte es dennoch (noch) nicht ganz damit reichen. Stichpunkt Innovation ist hier sehr zweischneidig. Ich finde die Scheibe weder langweilig noch belanglos, sie hat ihre Höhen und Stärken und trotz der Tatsache, dass sie Spaß machen kann, wiederholt sie sich auf ihre eigene Art und Weise. Die Songs im mittleren Teil oder gegen Ende sind nicht schlechter als die Ersten, aber man gewöhnt sich, wenn auch auf angenehme Art und Weise, zu sehr daran.
Das Cover schließt sich dem an, nicht schlecht – aber auch nicht herausstechend oder wichtig!
Reinhören dürfte aber kein Fehler sein und ich glaub durchaus, dass sich da noch einiges tun kann.



Gesamtergebnis: 6,26* 5,81

Gesamtspielzeit: 32:53
Durchschnittsdauer: 2:31
= halbe Wertung für Song 1 und Song 6

Liedqualität: 6,23 (3x)
[(0,5*6) + 7,5 + 7,5 + 6,5 + 6,5 + (0,5*3,5) + 6 + 6 + 6,5 + 6,5 + 6 +6,5 + 4,5] / 12 = 6,23
Cover: 6*  3,88 (0,5x)
Cover: 6
Lyrics: 0/13 = 0 + 3 = 3
Aufmachung: 3,5
Abwechslung: 6,5 (1x)

*Änderung aufgrund der neuen Bewertungsrichtlinien!