Samstag, 2. April 2016

# Reingehört # Blitzurteil: Draconian - Sovran

Diesem Album habe ich mit Bangen Fiebern entgegengesehnt, Befürchtungen und Vorbehalte äußerte ich ja hier bereits, als ein neuer Song veröffentlicht wurde, welcher dann doch irgendwie ungewohnt anders klang.

Aber das wichtigste zuerst, ja - Draconian klingen nach wie vor genau wie Draconian. Neben der geänderten weiblichen Sangstimme ist im Großen und Ganzen alles beim alten geblieben. Die Atmosphäre, die Stimmung, alles lässt sofort auf die Bandrückschließen AUCH wenn sich der Sound hie und da ein wenig progressiver, u.a. auch Sampleeinsatz oder weicher wurde.

An "Turning Seasons Within" kommt es meiner Meinung nach dennoch nicht ran, dies ist und bleibt für mich das Maßstäbe setzende Referenzalbum. An Heike wird man sich gewöhnen können, auch wenn mir Lisa immer lieber gewesen wäre. Sie versucht gar nicht erst gleich zu klingen, ist aber auch nicht so komplett anders, als dass dies sonderlich auffallen würde. Dennoch schafft sie es ihre eigene Akzente zu setzen, welche mitunter erstaunlich gut gelingen und ihren eigenen Charme kreiieren und zu gefallen wissen.

Einziges Manko bislang, mir fehlt bislang so dieser absolute Übersong. Den hatte bislang eigentlich jedes Album, epochale Brecher wie "Death Come Near Me", "Morningstar" oder "The cry of silence", um nur mal ein paar geniale Kompositionen zu nennen.
Hier habe ich mehr das Gefühl, das Album gut am Stück als eine Art Gesamtwerk hören zu können. Das ist sicherlich nicht schlecht, aber dadurch stechen auch kaum Höhepunkte hervor, was in gewisser Weise dann doch wieder schade ist.

Dennoch ein bärenstarkes Album mit dem ich am Ende doch sehr gut leben und es vor allem auch lieben lernen kann. 5 Blitze!

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