Jetzt gehen wir ganz weit zurück, den Monat zuvor volljährig geworden und seit knapp 3 Jahren dabei vorsichtig den Metal zu erkunden, Internet war damals noch nicht so wie heute - waren Musikzeitschriften und die beiliegenden CDs essenziell um Neues zu entdecken, herauszufinden was einem gefällt und um sich ein Musikwissen anzueignen.
Der einfachste Einstieg war damals zweifelsfrei der Metal-Hammer oder das Rock Hard. Die hatte jeder gut sortierte Zeitschriftenladen und auch in Supermärkten konnte man hier noch ein Exemplar leicht finden. Spezifischere Interessen kristallisierten sich erst später heraus, war also ein guter Start auf dem man aufbauen konnte.
Theoretisch wäre am ersten Mittwoch des Monats ja eine Output an der Reihe, den ich geschenkt bekommen hatte, die Band schon live gesehen habe oder schon ein oder mehrere Lieder gehört habe - hier war ich mir auch nicht sicher, ob ich die CD nicht schon gehört hatte oder nicht, dann wäre dies mehr ein Rückblick als ein Ausblick, aber ein Blick auf die Tracklist lässt da eh schon ein Zwischenfazit ziehen.
Mit "Taking The World By Storm" von Kataklysm startet der Rohling mit dem Lied, welches mich auch unmittelbar das Album kaufen ließ, wobei hier anzumerken ist, dass ich zu der Zeit den Song auch durch Freedownloads auf der Nuclear Blast Homepage erhalten hatte.
Aber auch den folgenden Song von Moonspell, erwarb ich zwei Jahre später auf dem Album. Mit Communic haben wir schon den dritten Treffer, Dornenreich fand ich damals wie auch heute schwierig, Týr war immer ganz nett und auch bekannt, Pyramaze mit Matt Barlow an den Vocals für mich zu der Zeit eh schon goated.
Nach peniblen Abgleich mit den last.fm Daten und nach kritischer Einschätzung der noch unbekannten Songs, verneine ich dann doch, die Scheibe damals in der Stereoanlage aufgelegt zu haben.
Aber Sampler sind eh anders zu bewerten, hier erwarte ich auch nicht, dass mich jeder Song aus den Socken haut, eher sollte dies das Interesse am ganzen Album wecken und eine breit gefächerte Auswahl an guten Hits mich unterhalten.
Da ich hier ironischerweise das Ergebnis vor dem ersten Durchlauf schon kenne und auch Mourning Beloveth z.B. damals auch meiner doomigen Schlagseite entsprachen, wäre dies damals für mich eine gute Zusammenstellung gewesen. Grave mit seinem groovigen old-school Death taugt mir auch, aber kenne die Band auch bereits schon länger. Anders als retrospektive kann ich das unmöglich fair bewerten, weil alles was ich davon gut finde, besitze ich inzwischen längst.
*** (G) = Solide, Grower.
Dienstag, 8. September 2026
@2_PlayList: 一 Various Artists - Metal Hammer Maximum Metal Vol. 128 (02.09.26)
Montag, 7. September 2026
@2_PlayList: Skykot - Perfect Shape (01.02.26)
Heute geht es mal ins digitale Regal, 2020 hatte ich via Bandcamp von Neon Retro Records für relativ wenig Geld ein Bündel Synthwave Alben käuflich erworben und damit einige interessante Songs erhalten. Synthwave an und für sich ist eigentlich ziemlich unspektakulär und ruhige Musik, die man sich gut und gerne auch im Hintergrund anhören kann. Neben den grellen Neoncovern und einer Vorliebe für getunte Autos und deren Geräusche, durchaus auch gerne im Soundbild integriert, ist es primär die nostalgisch verklärte Stimmung, welche für mich persönlich am interessantesten ist.
Dieser Effekt trifft manchmal verstärkt zu, manchmal aber auch eher weniger.
Leider handelt es sich bei dieser Veröffentlichung überwiegend eher um letztere Variante. Die Musik ist angenehm hörbar, aber leider fast schon zu öde, zwar stechen die Soundelemente durchaus hervor, aber eher auf die für mich nervigere Art. Die hin und wieder eingestreuten Voice Samples lockern das Ganze aber positiv auf. Zwischendurch gibt es kreative Übergänge, die Musik ist okay und eine gelungene Abwechslung in der Playlist. Mehr aber nach dem ersten hören aber definitiv nicht.
** = Durschnitt
Sonntag, 6. September 2026
@2_PlayList: Neues Format
Neue Idee:
Mir ist der Blog leider inzwischen viel zu tot, klar verwalte ich hier noch schön meine Musikeinkäufe, aber das war es bislang, Konzertberichte oder Albenreviews bekomme ich kaum mehr auf die Kette, hie und da bastel ich was an Anleitungen die dank KI auch ziemlich obsolet sind und meine geplanten MEGA-Artikel verharren auf Ewigkeit im Planungsmodus und blockieren die Rest CPU meines antiken Rechners durch tausende, permanent geöffnete Tabs.
Trotzdem höre ich ja permanent neue Musik und hätte theoretisch paar Worte darüber zu verlieren, in diesem Jahr kamen bislang 151 neue Künstler dazu, 258 neue Alben oder 1.570 neue Songs - unter der Oberfläche ist also ganz und gar nichts tot.
Mein latent authistisches Regelwerk "zwingt" mich dazu jeden Montag ein neues Album zu hören (wandere Stand jetzt durch meine 6 CD Regale noch ungehörter CDs jeweils ganz links und ganz rechts des Fachs durch, damit ich im Schnitt gleichermaßen altes Unbekanntes und neues Unbekanntes höre), ferner jeden ersten (irgendwas schon mal davon gehört) und letztzen Mittwoch des Monats (selbes Prinzip wie Montags nur das letzte CD-Regal, d.h. eher die zuletzt gekauften), die 40 letzten Neuentdeckungen landen dann auf meinem Handy, davon sind dann 25 physische Käufe, 10 digitale Käufe (meine Bandcamp Bibliothek ist ja inzwischen auch schon riesig) und 5 regionale Bands bzw. CDs aus der Bücherei, welche dort eingekauft wurden, in der Zeit wo ich dort gearbeitet habe und spoiler, natürlich war ich für das Lektorat Musik zuständig. Fliegt ein digtales Album raus, höre ich am nächsten Tag ein neues, was am Folgetag auf die Handyplaylist kommt. Bei den regionalen / Bücherei Alben immer am Sonntag. Dazu kommen dann auf das Handy immer 10 Alben die ich schon länger kenne und via Jukebox ausgesucht wurden + 4 Alben aus externer Quelle.
Nach pie mal Daumen 3 Monaten fliegt dann im Durchschnitt ein Album wieder von der Playlist raus, wird 6 Monate nach dem Ersthören nochmal gehört und landet dann auf meiner externen Festplatte wo ich den ganz großen Musik-Pool (11 Wochen, 6 Tage und 12 Stunden Musik - stand heute) habe, denn ich gelegentlich durchshuffeln lasse.
Und erst DANN wäre das Album, sofern physisch gekauft theoretisch wertungsfähig für eine Review.
So habe ich eigentlich immer einen guten Durchlauf und entdecke regelmäßig neue Musik und das erklärt dann auch mein wildes Hörverhalten, sofern mich jemand auf last.fm stalkt. #Wildest mix in town!
2012 hatte ich ja mal die kurze Idee, mich mit den aktuellen Single Charts zu beschäftigen und ähnlich kurz und knapp will ich es hier auch halten, ein kurzer Ersteindruck wie ich die Musik finde, um was es sich handelt, paar Sätze dazu und ein unverbindlicher Ausblick, für wie relevant ich die Musik einschätze.
**** = Bänger
*** = Solide
** = Durschnitt
* = Enttäuschend
x = Gar nichts
Nach Bedarf noch ein (G) für einen potentiellen Grower, dessen Genialät ich unmöglich jetzt schon einschätzen kann und ein (B) für Blender, der erst mal imponiert aber sich wahrscheinlich sehr schnell satt hört.
Mal schauen ob das Format was taugt oder mich einfach noch mehr stresst, aber ich hab Lust ein wenig aktiver zu werden und vielleicht kann ich so ein paar Inspirationen liefern, weil ich doch sehr viel nischiges oder unerwartetes höre.
Unten verlinke ich dann eine Liste der bisherigen "Folgen". Mal schauen wie es wird...