Donnerstag, 19. November 2015

Hardcore Explosion – 17ter Oktober 2015 @ Goldene Krone, Darmstadt


Veranstaltungsflyer

Okay jetzt wird es etwas kompliziert, vor allem da a) schon wieder ein verdammter Monat vergangen ist – wann zur Hölle ist das passiert?!! Und b) weil ich, sich wiedersprechende Informationen bzgl. dem Line-Up vor mir liegen habe.

Ursprünglich auf der lieben Homepage von der Krone angekündigt waren:
Ablaze, Nothings Left, Veilside und Worst Case für 6 Euro, sprich 4 Bands - musikalisch eigentlich alles nicht so ganz meine Tüte, aber in einer davon spielte ein ehemaliger Arbeitskollege (Ablaze) was ein Anreiz war, neben meiner gestern noch nicht gestillten Lust und Freude auf Konzerte. Angekündigte Startuhrzeit lassen wir mal außen vor, das ist bei der Krone Homepage eh immer so eine Glaubensfrage und ganz davon abgesehen, traf ich eh erst zu spät ein und musste davon ausgehen, zumindest die erste Band zu verpassen.

Während dem Konzert wusste kaum ein von mir Gefragter, welche Band gerade spielt, wer schon gespielt hat oder wie das Line-Up ist, den Kollegen sah ich auch weder auf der Bühne, ging also davon aus, dass dies die erste Band hätte sein müssen, immerhin bekam ich ja 3 noch zu Gesicht.

Umfangreiche Nachrecherche warf aber wieder alles völlig um, so findet sich via Facebook nämlich etwas ganz anderes, hier war auch von 8 Euro Eintritt die Rede, was tatsächlich abkassiert wurde und 5 Bands standen am Start.

Ablaze hatten abgesagt, stattdessen sollten Nothings Left, Worst Case, Burning Fight, Veilside und Carry The Dead aufspielen, das Veranstaltungsbild suggerierte auch, dass Nothings Left der Headliner sein könnte, bei der Kronen Homepage sah es eher nach Worst Case aus, welche e saber defintiv NICHT waren und auch nicht als letzte Band spielte.

Weiter lässt sich herausfinden, dass Burning Fight den Auftakt bildeten, ergo nicht gesehen.
Ablaze wurden von Carry The Dead ersetzt, davon kann ich mich auch an kein Gesicht erinnern, ich mutmaße einfach mal, dass dies die zweite Band war, welche ich dann folglich auch verpasst haben muss. Wie man sieht, ich gebe absolut keine Garantie, dass da in der Zuordnung auch nur irgendwas richtig ist, da es so schon chaotisch war und ich zugegebenermaßen nach der für mich zweiten, also für pünktliche Zuschauer schon der vierten Band, relativ schnell das Interesse verlor.

Nachdem ich Veilside nach zwei gehörten Liedern auf YT definitiv ausschließen kann, mein persönlicher Opener (also der dritte Akt für normale Zuschauer) gewesen zu sein, zwecks für mich musikalischer Irrelevanz; weil – ich diesen (also den Opener) noch ganz im Gegensatz, am besten und gelungensten fand. Wenn ich davon ausgehe, dass Nothings Left der Headliner waren, was auch musikalisch hinhauen könnte, war – Trommelwirbel – nach 7 einleitenden(!) Absätzen und diversen, konfusen Schachtelsätzen meine erste Band:

Worst Case – in diesem Fall wurden sie ihrem Namen nicht gerecht, weil sie ausgestattet mit einem fähigen Sänger, teils stark an schnörkellosen Death Metal Vocals angelegt und mit simplen, aber effektiven Hardcore Mustern einfach direkt groovten und mitzogen, zumindest mich – das Publikum bedingt, was – wenn zuvor schon zwei Bands gespielt haben, schwach wäre. Wenn man bei der dritten Band noch nicht genug aufgeheizt und wach ist, muss man vorher ja im Tiefschlaf gewesen sein oder ich kann recht froh darüber sein, die Chose zuvor nicht hab mitbekommen müssen. Die Band und der Auftritt war also nix weltbewegendes, aber ganz okay und war für mich als Warmmacher ideal.

Problematisch war dann nur, dass mich Veilside vollkommen kalt ließen, also wirklich vollkommen. Das war vielleicht OldSchool oder sonst was, aber nicht eingängig – was ja nicht zwangsläufig schlecht sein muss aber packte mich in keiner Weise, fand keinen Rhythmus, keine besondere Melodie, nicht mal ansprechende emotionale Ausbrüche oder irgendwie zwingend drückende Härte und Energie, gar nix, sry.

Am Schluss mussten dann wohl Nothings Left spielen, welche für mich leider an Veilside anknüpfen. Zwar zum Teil etwas besser, aber für Ekstase und Freude reichte es bei mir nicht. Zudem waren hier und bei der Band zuvor schon, endlich genug Karate Kiddies anwesend – auch erwachsene Personen bezeichne ich so! – um mich wieder ausreichend Abstand nehmen zu lassen. Zwar war es nicht vollkommen asozial, was durchaus lobend zu erwähnen ist, aber mich packte nicht die Lust mich da reinzuschmeißen und allein musikalisch bockte das für mich nicht sonderlich, also ging ich vorzeitig los um eine Bahn früher zu erwischen.

Ein überlanges Intro erfordert natürlich auch noch ein ebenbürtiges Outro, welches sofort augenfällig in Form einer größeren Truppe rennender Personen offenbar wurde. Wie sich herausstellte handelte es sich hierbei um eine gut 80 köpfige Truppe Frankfurter Ultras, welche nach der 5:1 Heimkatsche gegen Gladbach auf die siegreichen Darmstädter Fans warteten, welche aus Augsburg zurückkamen. Neben einigen skandierten Sprüchen und der Ankündigung, Darmstadt sollte für den 6ten Dezember schon mal die Laufschuhe anziehen – danke schon mal für den Hinweis, wann ich am besten die Innenstadt meiden sollte, war das ganze zwar vielleicht einschüchternd, aber friedlich. Dennoch zog kurz darauf ein riesen Tross an Polizeiwagen auf und raste den Ultras hinterher und als es nichts mehr zu sehen gab, kam auch schon die Bahn. Wunderbar…  

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