Dienstag, 28. Juli 2015

Yellow Strom oder Metal in der Werbung

Von einer Untergrundbewegung brauchen wir ja schon lange nicht mehr reden, vielleicht in den extremen Randzonen, denn generell ist der Metal oder allgemein die schwarze Szene längst im Mainstream angekommen und hat seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft gefunden. Das mag man gutheißen, dass nicht gleich verteufelt wird und tabuisiert, oder aber auch nicht weil man vielleicht seine Werte verraten sieht, das ganze oberflächlich gehandhabt wird oder was auch immer.
Was in Skandinavien auch hinsichtlich der stärker kulturell verankerten Struktur Gang ung Gebe ist, findet auch zunehmend Einzug hier.

Am besten vorgelegt hatte definitiv Hornbach letzten Jahres die mit diesem Spot eine unglaublich starke und gute Geschichte erzählten, in der alles perfekt bis ins letzte Detail in Szene gesetzt war und abzüglich dem Fakt, dass die Gothic Szene etwas zu sehr ins Abseits geschoben wurde, es in meinen Augen nichts zu meckern gibt. Die Subbotschaft in mehrfacher Hinsicht, ganz abgesehen vom Werbeeffekt ist genial: HORNBACH TV-Spot - Sag es mit Deinem Projekt

Aber darum soll es heute nicht gehen, denn wie der Titel schon erwähnt, geht es heute um Yellow Strom. Strom ist für Musik heutzutage definitiv wichtig, dennoch zieht es nicht mal darauf ab sondern ködert indirekt durch ein Bonusprodukt, welches es zum Stromwechsel dazu gibt - auch wenn es inhaltlich irgendwie weder schlüssig noch sinnvoll ist, aber schaut erst mal selbst rein.

Nach dem neusten BGH Urteil bzgl. Framing trau ich mich auch mal wieder direkt ein Video einzubinden und hier auch mal wieder für etwas Abwechslung und Frische zu sorgen. ( BGH-Urteil: Einbetten fremder Videos ist mit dem Urheberrecht vereinbar)


Der kritische Check, hat das Werbeteam seine Hausaufgaben gemacht?

Hat das beworbene Produkt irgendeinen Bezug zur Musik?
Nein Absolut nicht, warum sollte ein Keyboarder ein iPod Air bekommen? Vorallem als Aushilfe? Als Instrumentenersatz? Das könnte der Mischer dann auch vom Band machen, wenn er es so verwenden will. Als Anreiz? Bierwerbung wäre viel geläufiger...

Hat der Bezug ein Wirkung?
Definitiv, immerhin ist dies der "witzige" Effekt. Und doch, ich finde es ganz okay was zur nächsten Frage führt...

Wie wird die Musik dargestellt?
Natürlich etwas übertrieben, aber in diesem Maße darf Werbung dies auch. Die Band ist geschminkt oder maskiert, die "Aushilfe" fühlt sich unwohl und möchte lieber doch den Stromanbieter wechseln, die Wirkung für das Produkt ist perfekt.
Die inhaltliche Bezeichnung als Death Metal? Sie lässt kurz inne halten, die Vocals und die Optik suggeriert doch eindeutig einen Black Metal Einschlag, wenngleich Sklipnot ähnliche Masken nicht wirklich Black Metal sind, dennoch hat das Werbeteam seine Hausaufgaben gemacht. Die polnische Band Thy Disease spielt tatsächlich Death Metal mit Industrial Einschlag. Und da der Support so nett war auch das Lied zu verraten, kann gleich mal Probe gehört werden.
Thy Disease - Human Dust 

Fazit?
Unterhaltsam und doch recht gut gelungen.


Wie hat es euch gefallen? Lasst doch gerne einen Kommentar da und drückt gerne mal auf "weiter so" wenn euch so "Zwischennachrichten" ab vom üblichen gefallen oder formuliert es hart und direkt wie die Musik selbst mit "hör auf damit" wenn ihr das doof findet.  

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