Freitag, 19. Dezember 2014

+++ Foltern mit Britney Spears / Warum kein Mensch diese Nachricht braucht Teil 2 +++

Dass die Vereinten Staaten von Amerika manchmal eine etwas krude Auffassung und Interpretation der strikt zu verteidigenden Menschenrechte haben, welche an Doppelmoral kaum zu überbieten ist, dürfte nicht wirklich neu sein. Dass sie gerne Folter kritisieren, selbst aber gerne anwenden ist ebenfalls kein großes Geheimnis, seit den jüngsten Enthüllungen und CIA Berichten dürfte sich die Allgemeinheit aber immerhin an ein paar frei gegebenen Details ergötzen.

Sicherlich ebenfalls nicht neu ist der Begriff Musikfolter, aber diemal gab es auch eine "Playlist", welche - wäre das Thema nicht so ernst, unfreiwillig komisch und ironisch anmuten mag.

So reiht sich neben dem, in diesem Kontext verwendeten, fast schon hohnhaften Hit "Hit Me Baby One More Time" von Britney Spears, aber auch "Enter Sandman" von Metallica ist bei tatsächlichen Schlafentzug durch Musikterror ungemein bösartig-ironisch. Auch Kinderlieder und die Sesamstraße sollen zum Einsatz gekommen sein und schwere psychische Schäden an den Betroffenen ausgelöst haben und zu Recht auch den Ärger der Musiker auf sich gezogen haben.

Denn wer will schon seine Musik so missbraucht sehen? Das will nicht mal >T3rr0rkr4ch< wie mir aus näheren Quellen berichtet wird und die wollen nicht mal gefallen, sondern den Leuten nur auf den Sack gehen und wahnsinnig machen.

Ich muss auch unweigerlich an den Film "Clockword Orange" denken, bei dem Protagonist Alex indirekt nicht nur gegen die Anwendung der Gewalt konditioniert wird, sonderen auch sein geliebter Beethoven wird fortan für ihn zur Qual und für immer unhörbar.

Als Musikfan schaudert mir vor der Vorstellung, nicht nur meine Lieblingsmusik nie mehr hören zu können ohne mich selbst qualvoll zu triggern oder wie auch immer man diesen Zustand beschreiben kann, ohne ihn glücklicherweise nicht selbst zu kennen - sondern auch die ganze, ekelhafte Methode der Folter.

Unter anderem verwendete Quelle:
http://www.focus.de/politik/ausland/britney-spears-und-rage-against-the-machine-hit-me-baby-one-more-time-das-ist-die-playlist-der-cia-folter_id_4340966.html


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Kaum hatte ich mich über die vielen, neuen, viel zu großen und kommerziellen Festivals aufgeregt, stolper ich plötzlich über eine Meldung, die zwar eigentlich schon uralt - für mich aber neu war.

Eigentlich wollte ich nur schauen ob es beim wunderschönen Metalfest in der Loreley auch eine Art Adventskalender gibt, welcher das nächste Billing ankündigt, da musste ich entsetzt feststellen, dass es abgesagt wurde und an der Location nicht mehr statt finden wird.

Das ist nicht nur ob der Nähe, sondern auch ob der wirklich schönen Lage schade. Zwar war nicht alles perfekt dort, das extra Parkticket und Co. hatte ich in meinen Augen zurecht kritisiert und die Versandbedinungen - ABER, es war noch ein überschaubares, mittelgroßes Festival, welches noch nicht ganz die Bodenhaftung verloren hatte und auf welches ich mich wesentlich mehr freute, als über etablierte Großveranstaltungen wie Summerbreeze, Party.San oder gar Ragnarök um auch ein paar kleine mit ins Bott zu hohlen.

Als ich vorletztes Jahr dort mein Debüt feierte war ich echt sehr begeistert und fest entschlossen, dass dies nicht mein letztes Metalfest gewesen sein sollte. Dieses Jahr fand ich leider nicht die Zeit / Möglichkeit dazu, aber das ist jetzt wohl Geschichte.

Und so ist es symptomanisch, dass die kleineren und mittelgroßen Festivals, die noch einen gewissen Eigencharme besitzen oder sich von Line-Up ein wenig unterscheiden langsam aber sicher weniger werden und den großen Kommerzveranstaltungen zum Opfer fallen! Als hätte ich es prohezeit. Wenn ich sowas lese und mitbekomme, dann bekomm ich echt das Kotzen!

Dieses Jahr ging das Legacy-Festival, extrem überabitioniert gleich in die Insolvenz, das Under the Banner of the Black Light hatte 2013 extreme Probleme, selbst das Benefizfestival Phoenix Festival hatte 2012 zu kämpfen, das Eisenwahnfestival machte 2013 dicht, das Doom Shall Rise in Göppingen hat aufgehört - mit ein wenig Recherche liese sich da eine ewig lange List fortführen.

Zum Glück will das Metalfestival 2016 wieder stattfinden, aber gibt als weiteres Argument, neben Streitigkeiten mit dem Pächter der "Location" auch den Festival-Krieg an. Wie ich prohezeit hatte!

Daher, Support @ vndergrovnd!

Quelle:
http://www.metal-hammer.de/news/meldungen/article654084/metalfest-open-air-2015-abgesagt.html

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