Sonntag, 19. Oktober 2014

# Reingehört # Blitzurteil: Platte der Woche: W.A.S.P. - Inside The Eelectric Circus

Diese Rubrik soll die #Playlist! mehr oder minder ersetzen, da sie meiner Meinung nach über kurz oder lang an ihre Grenzen gelangt und immer kürzer wird oder sich wiederholen muss, bzw. die Spannung gegenüber meiner Last.fm Jahresstatistik etwas arg nimmt, vor allem wenn ich es nicht schaffe, sie regelmäßig zu führen und dann gleich geballt mit einer halben Jahresstatistik ankomme, wie zu letzt geschehen.

Das soll hier mitnichten das klassiche Review ersetzen, es geht hier einzig und allein um Erwartungshaltung und Ersteindruck nach geau einmaligem Hören einer Scheibe. Der kann dilletantisch, desinformiert und auch komplett daneben sein, soll aber authentisch das ominöse "erste Mal" auf musikalischer Ebene beschreiben.

Kann mich da nur daran erinnern, als ich einmal Leser im Soundcheck beim Metal-Hammer anno dazumal wurde, zwar unter extrem erschwerten Umständen (frisch umgezogen, kein Internet und nach der Hälfte der eigentlich vorhergesehenen Zeit dann telefonisch benachrichtigt worden, nachdem ich verständlicherweise die Mail nicht lesen konnte - gab dann ein Passwort und ein Downloadlink für sämtliche Alben, ich erst in den Saturn um mir überhaupt erst einen USB Stick zu kaufen und dann jede freie Minute, nebenher musste ich ja noch arbeiten - ab ins Internetcafe und immense Datenmengen ziehen, nebenzu hören, daheim angekommen mindestens noch 3 Alben vor dem Schlafen gehen hören, auf dem Weg zur Arbeit nicht wie gewohnt pennen, sondern im Halbschlaf Alben hören weil eine gute Woche für über 30 Alben inkl. Bewertung einfach viel krass zu wenig Zeit war!) -  ich aber mit meinen Ersteindrücken im Nachhinein sowas von daneben lag. Nicht mit allem, aber einiges wuchs sprichwörtlich nach ein paar Durchläufen mehr über sich hinaus, anderes blieb auf seinem Level oder war daher gehend eher wieder enttäuschend weil eher an dem Blendersyndrom leidend.

Auf jeden Fall kann alles was hier auftaucht ca. ein paar Monate später auch via Zufallsgenerator wieder als Review auf dem Tisch landen und einen Direktvergleich zwischen Einschätzung und Ergebnis erachte ich als spannend, denn bis dahin kenne ich dann das Album auch gut, das ist Grundvorraussetzung um zum Review zu gelassen zu sein.

Blitzurteil ist simpel und ohne Rechnung:
1 Blitz = Oh Gott warum hab ich das gekauft
2 Blitze = Das ist ja gaaar nicht mal soo gut
3 Blitze = Läuft...
4 Blitze = Ui, das wird interessant
5 Blitze = Wtf?! Repeat, repeat sofort!


Und bevor das Drachenlordsche Ankündigungsmaße annimmt, schnell mal mit W.A.S.P. - Inside The Eelectric Circus auf den Begutachtungsteller. Viel Lust hatte ich ehrlich gesagt nicht drauf, weil es wesentlich geilere, ungehörte CDs auf den diversen Stapeln gibt, aber das lag halt eben oben. Vor gar nicht allzu langer Zeit machte ich erste Erfahrungen mit der Band mit W.A.S.P - The Headless Children und vielen, vielen gleichartigen Bands wie Mötley Crüe, Vengeance oder Victory - alle samt Ersteindrücke. Puristen mögen mir dafür vielleicht auf die Finger klopfen, aber ausgehend von einem Übergewicht im Extreme Metal Bereich, speziell Doom und Black war es im Großen und Ganzen eine große Heavy Metal/Glam Rock und Co. Ecke, die auf einen Schlag massivst bedient wurde. Vom Hocker gehauen hat mich das nicht unbedingt, auch wenn ich es nicht schlecht fand, aber der Entdeckergeist war vorübergehend mehr als nur ausreichend gesättigt.

Daher ging ich auch nicht sonderlich interessiert an die Sache ran und wollte das auch eher im Hintergrund laufen lassen, wobei mich schon der Anfang aufhorchen ließ. Der war schon irgendwie anders, trotzdem fand man sich schnell wieder auf ähnlicher Stimmung wie eben auf der zuvor entdeckten Headless Children wieder, was okay ist - ich aber schade finde. Ein, zwei mal horchte ich dann doch auf - vermute mal, dass sich zwei stärkere Stücke da durchaus etablieren können oder hängen bleiben. Ansonsten bleibt es bei ganz netter, annehmbarer Musik im Heavy/Glam Sektor. Mal schauen. 3 Blitze


Hach als Bonus hau ich noch die letzte Entdeckung hinterher und zwar die Split von [Kpax - In Tenebriz] - The Last Rain and the First Snow. Man muss bei solchen Packungen wie die, bei welcher es dabei war, ja schon froh sein, keinen obskuren russischen NSBM untergejubelt zu bekommen - aber die hätte wohl leider zumindest besser geklungen. Ich wollte krassen, kranken DSBM oder räudigen Black Metal, aber das ist eine absolut langweillige Ambient Plöre, ganz unabhängig von den gestellten Erwartungen. Auch das Burzum Cover ist konsequent öde, selbiger hat ja auch selbst einige Ambient Stücke in petto, die im Altenheim eher Schlafanfall statt Schlaganfall auslösen. Das einzig bitterböse daran ist die Enttäuschung. 1 Blitz

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