Dienstag, 13. November 2012

[GASTBEITRAG] - Heidenfest 2012 - 03ter November 2012 @ Hessenhalle Gießen

Und hier nun der angekündigte Gastbeitrag, den sehr überraschend meine Freundin von sich aus schrieb und dem ich zur Abwechslung natürlich den Vorzug gebe.



Das Heidenfest -- ein eintägiges, in mehreren Städten umherziehendes
kleines Festival, das eigentlich mehr einer Tour gleicht- residierte
dieses Jahr auch einen Tag lang im nicht allzu weiten Gießen.

Mit von der Partie sollten Krampus, Trollfest, Varg, Korpiklaani und
Wintersun ,sowie die Gäste für die Extended Show: Eisregen und
Finntroll, sein.

Nach kleinen, durch gewisse Idioten auf der Autobahn hervorgerufene
Anfahrtsschwierigkeiten, waren Krampus und Trollfest verpasst und die
Stimmung erst einmal auf dem Tiefpunkt.
Die Tatsache, dass die unnachvollziehbar beliebte Band Varg passend zu
unserer verspäteten Ankunft zu spielen begann, konnte die Stimmung
zusätzlich nicht gerade heben.

Das hochverdiente Varg-Gebashe wurde an dieser Stelle einvernehmlich gekürzt, bzw. gestrichen. *g*



[...] möchte ich mich nun der nächsten, weit weniger absurden Band witmen:
Eisregen.
Obwohl sich mir mehrmals die Gelegenheit geboten hatte, habe ich es
bisher noch nie geschafft, mir Eisregen live zu Gemüte zu führen. Nicht
so aber an diesem Abend.
Der "Tod aus Thüringen" konnte sich allein schon durch die sehr
spezielle Stimme des Sängers und die provokanten Songtexte beweisen.
Leider fehlten mir ein paar meiner Lieblingstitel, jedoch kann man sich
durch zahlreiche Indizierungen sowieso nie sicher sein, was die Band
denn live überhaupt noch zum Besten geben darf.

Weit weniger menschenverachtend ging es dann aber recht schnell mit
Korpiklaani weiter.
Ich muss ehrlich gestehen, dass diese Art von schunkeligem Pagan-Metal
nicht gerade zu meiner Musiksammlung gehört, aber Korpiklaani schafften
es nichts desto trotz selbst mich zum Mitschunkeln zu bewegen.
Die Stimmung kann getrost als heiter bis feucht fröhlich beschrieben
werden, welche sich allerdings noch einmal steigerte als ca. 10 Menschen
mit kleinen Bäumchen auf die Bühne kamen, um mit diesen im Takt herum zu
hüpfen.
Warum diese Menschen oder die Band sich zu dieser Handlung haben
hinreißen lassen, weiß wahrscheinlich keiner, jedoch war ich garantiert
nicht die einzige, für die der Bäumchen-Tanz zum absoluten Highlight
gehörte.

Doch nicht nur Korpiklaani lieferten einen hervorragenden Auftritt. Auch
Finntroll wussten mit ihrem Auftritt die Masse an Publikum zu bewegen.
Etwas härter und forscher als Korpiklaani mit Bäumchentanz wussten sie
durch pagane Brutlität und bangbare Rhythmen zu bestechen.

Nach diesem soliden Auftritt wurden selbstverständlich Wintersun mit
Vorfreude erwartet.
Jedoch ließen die sich allein beim Soundcheck dreimal so viel Zeit wie
jede andere Band.
Wenn man bedenkt, dass ich innerhalb dieser 20-25 Minuten locker 2 Bier
oder in meinem Fall 2 Cola hätte holen können, muss dies als ein
gewisses Maß an Enttäuschung mit in diesen Bericht einfließen.
Nachdem ein Mensch mit Vollbart mehrmals etwas finnisches (?) ins Mikro
gesprochen hatte, erschallte aber doch noch das herbeigesehnte Intro.
Als das Intro sich jedoch ebenfalls gefühlte Stunden hinzuziehen schien,
stellte sich heraus, dass wir es wohl doch nicht so herbei gesehnt
hatten. Zu diesem Zeitpunkt machte sich leider auch die erste
Ernüchterung über Wintersun breit.

Als die Band endlich die Bühne betrat, lies sich sich selbstverständlich
erst einmal gebührend dafür feiern, dass wir gerade 20 Minuten gewartet
und uns 10 Minuten ein geklimpertes Intro anhören durften.
Sobald all dies aber überstanden war, durfte das Publikum endlich
Klassikern wie "Death and the Healing", "Starchild", oder oder "Sadness
and Hate" lauschen und seine Ungeduld befriedigen.
Jari's Stimme ist Live plump gesagt der Hammer, sowohl die Clean- als
auch die gegrowlten Parts waren perfekt dargebracht und auch die anderen
Bandmitglieder standen dem in stimmlicher Unterstützung als auch
instrumentaler Perfektion in nichts nach.

Alles in Allem war der Auftritt als auch der Abend gelungen.


 Da ich auch immer noch meinen Senf dazu geben muss. Die Halle ist ein übler Atmosphärenkiller. Kaum so eine uncoole Halle gesehen, zudem sehr bescheuerter Zugang zur Toillete, quer durch die Meute! Getränke leider nicht sehr billig, Autobahn leider wirklich scheiß Krieg und Varg bitte geh mitsamt deinem zweifelhaftem Gefolge ganz weit weg... ENDE ;)

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